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One Rucksack to rule them all

Seit wir die Baustelle bei unserer Einfahrt hatten, habe ich mir angewöhnt, des Öfteren mit dem Zug in die Arbeit zu fahren. Von der Zeit her ist es mehr oder weniger egal und ich mag das Entschleunigende daran. Ich bin an die Zeiten des Zuges gebunden, der fährt so schnell, wie er eben fährt und das meiste ist außerhalb meiner Kontrolle. Als Bonus obendrauf kann ich währenddessen noch Podcasts hören. Das Einzige, was mich daran gestört hat, bisher, ist die Art und Weise, wie ich meine Sachen zwischen Büro und zu Hause transportiere.

Da ich zwei Tage pro Woche Homeoffice mache, nehme ich mir immer das Notebook mit nach Hause. Dann noch eine Thermoskanne für meinen Tee, den Joghurt fürs Mittagessen, eine Wasserflasche und was vielleicht noch so alles dazu kommt. Klar könnte ich ein paar Sachen im Büro lassen, aber es gehört mittlerweile zu meiner Morgenroutine, alles herzurichten und einzupacken. Für das Notebook habe ich eine Notebooktasche, die aber sonst nicht viel Platz bietet. Den Rest habe ich entweder in einem kleinen Wanderrucksack drin, wo ebenfalls kaum Platz für alles ist, oder in einer Stofftasche. Beides nicht ideal. Außerdem ist es mühsam, immer zwei bis drei Taschen und Dinge dabei zu haben. Der kleine Regenschirm will natürlich auch mitgenommen werden, besonders bei einem so wechselhaften Wetter, wie es in den vergangenen Wochen der Fall war.

Es musste also eine Abhilfe her. Rucksackvarianten gibt es wie Sand am Meer. Für alle Lebenslangen, Lebensbereiche und Herausforderungen scheint es den einen spezifischen Rucksack zu geben. Einen guten Allrounder, der ein Notebook gut schützt und dabei noch Platz für diverse Utensilien bietet, ist da schon etwas schwieriger. Zudem ist es anhand von Bildern und Rezensionen stets schwer einzuschätzen, ob das Modell nun für mich genug Platz und Stauraum bietet. Meine Wahl fiel schlussendlich auf die Marke Wanger. Den Wanger Synergy, um genau zu sein, mit 26l Stauraum, Platz für Notebooks mit 16″ Größe und anderen Features.

Die ersten Eindrücke sind durchaus positiv. Er hat ein nicht gerade geringes Eigengewicht, aber das ist unter anderem der Größe und den Funktionen geschuldet; da muss man an einigen anderen Stellen eben Abstriche machen. Er wirkt robust und ideal geeignet für den Weg zur Arbeit und zurück. Für mehr muss er auch nicht herhalten. Ich werde damit keine Wanderungen absolvieren oder sonstige Kunststücke vollbringen. Vielleicht geht er mal auf Reisen mit, aber das wird sich dann zeigen. Für meinen Zweck wirkt er funktional und wird mir sicherlich einiges an Schlepperei ersparen.

Ein Laser im Auge

Vor mittlerweile über 10 Jahren habe ich mir meine Augen Lasern lassen. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Und es gehört zu den besten Investitionen. Die Lebensqualität, die ich dadurch gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Relativ spät habe ich überhaupt erst gemerkt, dass ich eine Brille benötige. Es war in der ersten Klasse der HTL, als ich plötzlich nicht mehr vorne, sondern in der letzten Reihe saß und immer bei einem Kumpel die Texte von der Tafel und anderen Quellen abschreiben musste, weil alles unscharf war.

Es ist schon erstaunlich, wie man sich die eigene Realität ausmalt und wahrnimmt. Denn für mich war das, was ich sehe, vollkommen normal. Ich hatte keine größeren Probleme, die Menschen konnte ich noch erkennen und lesen sowieso. Ich war kurzsichtig und hatte am Ende maximal knapp unter drei Dioptrien. Von daher war ich nicht besonders eingeschränkt, aber man merkt es durchaus. Nachdem ich dann zu arbeiten angefangen habe, stand für mich schnell fest, dass ich mir die Augen Lasern will, um meine Brille loszuwerden. Ich war nie wirklich zufrieden mit einem Modell und es hat mich doch zu einem gewissen Grad immer gestört. Also musste sie weg.

Den Eingriff habe ich in München machen lassen, weil es preislich einen gewaltigen Unterschied ausmachte, ob ich es dort oder in Salzburg machen ließ. Die Klinik in München war um die Hälfte günstiger als die in Salzburg. Ob es heute allerdings noch genauso ist, weiß ich nicht. Ich war jedenfalls sehr zufrieden. Vor allem, weil sie vorsichtig waren, was neue Techniken bei dem Eingriff angeht. Das hat auf mich durchdacht und nachvollziehbar geklungen und einen Teil des Vertrauens in das Unternehmen ausgemacht.

Ein Beispiel: Um die Korrektur vorzunehmen, muss man quasi die vordere Schicht des Auges wegklappen. Um das zu erreichen, kann man entweder mit einem kleinen Messer oder einem Laser einen kreisförmigen Ausschnitt machen. Die Technik mit dem Messer, die furchtbar unangenehm ist, aber eben damals eine bewehrte Methode darstellte, war sicher und hat bei mir wunderbar funktioniert. Ob der Laser auch entsprechend unangenehm ist, weiß ich nicht. Aber ich vermute, um das Saugnapf-ähnliche Ding kommt man nicht herum. Details erspare ich an dieser Stelle.

Die Korrektur verlief auf jeden Fall hervorragend und ich habe heute, über 10 Jahre später, immer noch 125 % Sehvermögen. Vor zwei Jahren bin ich mal wieder beim Augenarzt gewesen, der war sehr erstaunt über die Gründlichkeit des Eingriffs und dass man kaum Spuren davon sieht. Was mich natürlich sehr beruhigt hat. Arzttermine schiebt man ja gerne mal etwas vor sich her, aber am Ende zahlt es sich doch immer aus, und man weiß etwas mehr über sich selbst.

Die Augen sind etwas unfassbar wichtiges und kostbares, auf das man acht geben sollte. Ich bin sehr froh, mich damals für die Korrektur meiner Fehlsichtigkeit entschieden zu haben und dass alles so gut verlief. Etwas, das natürlich ebenfalls geholfen hat, mich nicht vor dem Eingriff zu drücken, ist, dass ich mich nicht so sehr mit den Konsequenzen beschäftigt habe. Natürlich geben die Ärzt*innen einen Überblick, welche Gefahren auf einen zukommen können und dergleichen, aber gehen nicht so sehr ins Detail, wie es vielleicht manche Erfahrungsberichte tun. Sie berichten objektiv, was genauso richtig ist. Darüber war ich am Ende ganz froh. Denn gelegentlich ist Unwissenheit wahrlich ein Segen.

Ein paar Spiele Updates

In den vergangenen Tagen sind ein paar Spiele-Updates herausgekommen, sowie weitere angekündigt worden, die mich noch die nächsten Monate beschäftigen werden. Immerhin kommt am 21. Juni das lang ersehnte DLC zu Elden Ring. Das heißt, all die schönen Updates von anderen Spielen müssen sich erst einmal ein paar Monate gedulden. Immerhin ist es beruhigend, dass für mich aktuell nicht viel Neues erscheint, dass ich unbedingt an Tag 1 spielen will. Von daher ist es im Moment eher die Vorfreude, bereits gespielte Titel noch einmal erleben zu können und dabei ein paar Überraschungen zu erleben.

So wurde beispielsweise Spider-Man 2 um weitere coole Anzüge erweitert, die es gilt freizuschalten. Dort habe ich bereits mit einem NG+ begonnen, allerdings kam mir dann Elden Ring dazwischen. Genauso schleppend komme ich mit Final Fantasy XVI voran. Hier gab es bereits zwei vielversprechende DLCs, die ich eigentlich im neuen Durchgang mit dem Final-Fantasy-Mode erleben wollte, aber dazu bin ich ebenfalls noch nicht gekommen. Es läuft ja nichts davon. Schließlich bekam Prince of Persia: The Lost Crown ebenfalls ein umfangreiches Update, hier gilt es aber, die Erwartungen zu zügeln.

Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass es sich um ein Story-DLC handelt. Dabei wurden einige quality-of-life Features eingeführt, wie eine Schnellreise zwischen den Wak-Wak-Bäumen. Das begrüße ich sehr, da es einiges an Rennerei erspart. Ich hoffe, bei einem neuen Durchlauf ist das von Anfang an freigeschaltet oder zumindest früh im Spiel. Außerdem gibt es natürlich ein paar neue Outfits für Sargon, die durchaus chic aussehen. Doch die größte Erneuerung sind Herausforderungen. Dabei handelt es sich sowohl um neue Geschicklichkeitstests als auch Kampf-Herausforderungen. Das neue, große Story-Update kommt aber erst im September. Bis dahin habe ich also noch genügend Zeit, um das Spiel erneut zu meistern.

Die Herausforderungen sind an sich spannend, aber ich habe Prince of Persia seit Monaten nicht mehr gespielt und müsste mich erst wieder in die Steuerung und Möglichkeiten reinarbeiten. Das mache ich lieber bei einer erneuten Runde durch die Geschichte.

An Spielen wird es mir also in den nächsten Monaten nicht fehlen. Ich lasse mich allerdings nicht stressen. Immerhin ist es ein Hobby und soll Freude bereiten. Aktuell fesselt mich eben Elden Ring mehr als alles andere. Dazwischen habe ich Cult of the Lamb gemeistert. Ein großartiges kleines Spiel, das in kleineren Dosen zwischendurch sicherlich ebenso gut funktioniert.

Gaming ist im Moment mein liebstes Hobby, was Entertainment anbelangt. Vor Filmen und Serien, da immer wieder kreative, originelle und großartige Geschichten erzählt werden, die man sonst nirgends erleben kann. In Filmen und Serien sieht man oft sehr ähnliche Konzepte. Es wird sich nicht viel Neues getraut, vor allem bei etablierten Marken wie Marvel, die es nötig hätten. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber diese sind eher rar gesät. Da erlebe ich lieber immersive Geschichten, seien es große, monumentale Abenteuer oder kleinere, intime Momente.

Leseempfehlung zum Thema Kulturkampf

Heute will ich nur eine kurze Empfehlung aussprechen. Schon seit Jahren lese ich immer wieder gerne Texte von Ritesh Babu. Er hat bisher viel über Comics geschrieben. Besonders hat er sich mit DC Comics auseinandergesetzt und über ihre endlosen, immer wiederkehrenden Zyklen der Erneuerung oder Neuerschaffung. Besonders, welche Probleme damit einhergehen. Auch Grant Morrison widmet er sich immer wieder. Ritesh Babu ist ein fantastischer Autor, der sich gekonnt mit einem Thema auseinandersetzen kann. Tiefgreifende Analysen und Schlussfolgerungen, die immer wieder meinen eigenen Standpunkt infrage stellen oder das ausformulieren, was ich mir nur in groben Zügen erklären kann. Es ist immer wieder faszinierend, seine Texte zu lesen.

Kürzlich bin ich zum wiederholten Male über einen etwas älteren Text von ihm gestoßen (The Grift Cycle vom Dezember 2023). Darin geht es um Wokeness und den dahinterstehenden Kulturkampf. Er beschreibt ausführlich, wie sich die Diskussionen dahinter abspielen. Dass sich diejenigen, die sich aufregen, oftmals weder ausführlich mit dem Thema beschäftigt haben, noch eine ausreichende Ahnung haben, um überhaupt eine differenzierte Meinung formulieren zu können. Es geht um Stellvertreterkriege, die Debatten rund um Trans-Menschen und so vieles mehr.

#Es ist einer der Texte, die man immer wieder lesen kann und Neues entdeckt. Leider ist der Newsletter von Ritesh Babu sehr rar. Ich würde mir gerne wünschen, dass er öfter darüber berichtet, wo seine Texte zu finden sind. Seine ausführlichen Analysen zu DC Comics, beispielsweise, findet man auf Comic Book Herald. Hier sind nochmal die Links:

Ein Monat voller Regenbögen

Wir befinden uns mitten im Pride-Month. Es ist schön, immer wieder Regenbögen zu sehen. Sei es als wehende Fahne vor offiziellen Gebäuden, beleuchtete Stadien (da kann selbst ich mich für 5 Minuten für Fußball begeistern), als diverse Hintergründe auf Webseiten oder Social Media Profilen, als Armbänder bei Sportveranstaltungen und so weiter. Es ist wichtig, besonders in einer Zeit wie der heutigen, auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen und die vergangenen Fortschritte zu feiern.

Vergangenes Jahr war ich auf meiner ersten Pride in Köln und es war eine tolle Erfahrung, mit der eigenen Community auf diese Weise zu feiern. Besonders in einer Stadt wie Köln, wo der jährliche CSD zu den größten Demonstrationen seiner Art zählt. Leider schaffe ich es dieses Jahr nicht dorthin, aber man kann die Community auf verschiedenste Weisen unterstützen. Außerdem ist eine Pride-Parade nicht unbedingt etwas für alle. Es ist laut, durchaus anstrengend und es feiern Hunderttausende Menschen auf den Straßen der Stadt. Man sollte es aber durchaus mal erlebt haben. Es gibt allerdings unterschiedlichste Arten, die LGBTQ-Community zu feiern. Unter anderem kann man Projekte unterstützen, die sich mit den Menschen dahinter auseinandersetzen oder faszinierende Geschichten erzählen.

Vor kurzem bin ich beispielsweise auf das Magazin Elska (elskamagazine.com) aufmerksam geworden und habe mittlerweile sogar ein Abo abgeschlossen, weil ich es für ein unterstützenswertes Projekt halte. Bei Elska handelt es sich vorwiegend um ein Foto-Magazin. Jede Ausgabe nimmt sich eine andere Stadt zum Fokus. Die bisher erschienenen Ausgaben haben mittlerweile Städte auf allen Kontinenten abgelichtet. Vor die Linse kommen nicht etwa professionelle Models, sondern Menschen, in diesem Fall hauptsächlich Männer, die in der Stadt leben. Wie es auf der Webseite so schön heißt: »a project dedicated to sharing the bodies and voices of a diverse cross-section of men from LGBTQ communities around the world, presented through honest photography and personal storytelling.« (ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Körper und Stimmen eines vielfältigen Querschnitts von Männern aus LGBTQ-Communitys auf der ganzen Welt durch ehrliche Fotografie und persönliche Erzählungen vorzustellen).

Allein dass es sich um alltägliche Menschen handelt, verbunden mit den persönlichen Texten, macht das Magazin zu etwas Einzigartigem. Sie berichten in mehr oder weniger kurzen Texten über ihr Leben dort, wie die queere Community dort wahrgenommen wird, wie es ihnen geht, was sie sich erträumen und so viel mehr. Man lernt etwas über die jeweilige Kultur und die Einstellung der Menschen. Dazu gibt es zu jeder Ausgabe eine Art Kompendium-Magazin, Elska Ekstra, mit mehr Hintergründen, mehr Fotos und mehr Geschichten. Es ist ein wunderbares Projekt.

Wer mehr auf der fiktionalen Seite unterwegs ist und nach inspirierenden Geschichten sucht, wird schnell auf Seiten wie Tapas (tapas.io) oder WebToon (webtoons.com) fündig. Ich lese dort regelmäßig eine Fülle an unterschiedlichsten Webcomics. Die Bandbreite an Genres, Zeichenstilen, Charaktere und der schieren Kreativität sind atemberaubend. Zu meinen all-time-favorites zählen unter anderem: Valentine, to the stars and back, R.U. Screwed und natürlich Heartstopper. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt so viel mehr zu entdecken. Geschichten, in denen man sich wahrlich verlieren kann.

Egal, wie man den eigenen Pride-Month gestaltet und feiern möchte, es gibt unzählige Möglichkeiten, die LGBTQ-Community zu unterstützen und aufmerksam zu machen.

Foto von Raphael Renter | @raphi_rawr auf Unsplash

Straßenbau

Es ist schon erstaunlich, was alles beachtet werden muss, wenn eine Straße gebaut wird. Vor allem natürlich, weil Kanäle und Leitungen gleich mit verlegt werden. Nachdem die letzten beiden Wochen Werktags unsere Zufahrt nicht benutzbar war, da sich der Straßenbau in der heißen Phase befand, liegt nun ein frischer Asphalt. Eine neue Straße, die noch komplett schwarz ist, ohne irgendwelche Markierungen, sieht schon toll aus, muss ich sagen. Das erledigt sich nur relativ schnell, sobald man ein paar Tage darüber gefahren ist.

Somit sollten nur noch, je nachdem wie viel Aufwand das schlussendlich ist, die letzten Feinarbeiten fehlen. Aber da lasse ich mich einfach überraschen. Ich dachte mir nur, ich teile ein paar Fotos der letzten Tage. Immerhin wurde an einem Tag nicht nur der grobe Asphalt aufgetragen, sondern nachmittags gleich noch der feine obendrauf. Dafür haben die Arbeiter in den vergangenen Wochen diverse Überstunden gemacht. Abends waren sie nämlich stets länger da. Hut ab, was man in wenigen Wochen, meistens nur in einer Drei-Mann-Besetzung, hinbekommt.

Cult of the Lamb

Bevor ich mich dem Elden Ring DLC Shadow of the Erdtree widme, mache ich eine kleine Pause von den Zwischenlanden. Immerhin habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten gut 200 Stunden in das Spiel investiert. Zwar bin ich Elden Ring noch nicht überdrüssig, aber immer nur das Gleiche nutzt sich irgendwann ab. Das will ich auf jeden Fall verhindern. Deshalb habe ich mich einem komplett anderen Spiel gewidmet. Cult of the Lamb habe ich vor ein paar Jahren bereits angespielt. Damals besaß ich noch eine Nintendo Switch und war eigentlich recht angetan. Doch die Switch ist schon lange verkauft, also musste eine neue Version des Spiels angeschafft werden. Zum Glück gibt es seit ein paar Monaten ein PS5-Update des Spiels mit neuen Inhalten und Ergänzungen.

Wer schon immer mal einen eigenen Kult oder eine Sekte gründen wollte, ist mit Cult of the Lamb definitiv an der richtigen Stelle. Man spielt ein Lamm, das geopfert werden soll, jedoch von einem mysteriösen Unterwelt-Gott „gerettet“ wird. Daraufhin muss man einen Kult zu Ehren dieses Gottes aufbauen, um diesen von seiner Gefangenschaft zu befreien. Dabei bleibt den Spieler*innen selbst überlassen, wie sie ihre Anhänger behandeln. Wichtig ist nur, dass sie reichlich Glauben in ihren Anführer haben, nicht verhungern und es halbwegs sauber in der Community haben.

Es ist ein fantastisches, absurdes Spiel, das durchaus seine Herausforderungen hat. Man kämpft sich beispielsweise durch verschiedenste kleine Level, schaltet Ressourcen frei und findet auf dem Weg neue Mitglieder für den eigenen Kult. Außerdem werden neue Orte freigeschaltet, an denen man zum Beispiel fischen kann oder andere NPCs trifft, für die man Aufgaben erledigt und dadurch Belohnungen bekommt. Allein schon sich um die Basis und die eigenen Anhänger*innen zu kümmern macht Spaß. Wenn ein Spiel mir ermöglicht, auf dem Spektrum zwischen Gut und Böse zu wandern, tendiere ich meist doch für die gute Hälfte. So auch hier, wo man sich um die Kreaturen kümmert, die einen anbeten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Es macht das Spiel nochmal unterhaltsamer, dass es sich nicht um Menschen handelt, sondern anthropomorphisierte Kreaturen. Die Gesichter und Köpfe sind an Tieren angelehnt; jetzt erhält das Spiel ein herrlich Comic-artiges Design. Überhaupt ist Cult of the Lamb fantastisch konzipiert – mit viel Liebe zum Detail. Die Welten, die man erkundet und freischaltet, sind abwechslungsreich; die Gebäude sehen nicht nur zweckmäßig aus, sondern haben den Anschein, als wären sie von jemandem so in dieser Welt gebaut worden. Es ist ein kurzweiliges Spiel, wo man vereinzelt mal 30 Minuten reinspielen kann, um sich um den Kult zu kümmern oder aber einige Stunden mit Erkundungen, Missionen und Aufgaben der Anhänger verbringt.

Lange Nacht der Kirchen 2024

Am Wochenende war die alljährliche lange Nacht der Kirchen. Natürlich konnte ich mir diese nicht entgehen lassen. Zwar sollte es ab dem Nachmittag gewittern, aber das Wetter blieb stabil und die Lichtstimmung in der Stadt war fantastisch. Die Bilder unten können nur einen Eindruck davon vermitteln, wie schön der Nachmittag und Abend in Salzburg tatsächlich war. Doch bevor es zu den Kirchen und Friedhöfen der Stadt ging, musste natürlich eine Stärkung her.

Da wir noch nie das K.u.K. nahe dem Mozartplatz getestet haben, fiel die Wahl auf dieses Restaurant. Zwar war das Essen nicht schlecht, doch für den hohen Preis hätte ich mir mehr erwartet. Die Kellner*innen sind durchweg nett und das Essen ließ nicht sehr lange auf sich warten, doch für die Preiskategorie eines St. Peter erwarte ich mir eine vergleichbare Qualität. Diese wurde leider nicht geliefert. Ich habe ein klassisches Kalbsschnitzel mit Petersilie-Kartoffeln und Beilagensalat gegessen. An sich war das Essen nicht schlecht, doch es fehlte das gewisse Etwas von der Art der Zubereitung und Würze, damit der hohe Preis gerechtfertigt ist. Gestärkt konnten wir unser Programm starten.

Im Laufe des Abends besuchten wir unter anderem die Kajetanerkirche mit der Scala Santa, also der heiligen Treppe. Dies ist eine Kopie der heiligen Treppe in Rom und darf nur kniend bestiegen werden. Es befindet sich aber an der Seite eine weitere Treppe, die man normal hinaufgehen kann, um die Kreuzkapelle am oberen Ende zu bewundern. Die heilige Treppe wurde in Salzburg unter anderem deshalb angelegt, damit man nicht unbedingt die Alpen überqueren muss, um zur Treppe in Rom zu gelangen. Das verhalf der Stadt zu einem gewissen Prestige. Die Kirche an sich ist eher klein gehalten, im Vergleich zu anderen, aber trotzdem schön gestaltet.

Die wohl schönste Kirche in Salzburg ist die Stiftskirche St. Peter. Viele Gemälde zieren die Wände der Kirche und der heilige Rupert ist ebenfalls dort untergebracht. Natürlich durfte dann der Ausflug auf den anschließenden Friedhof nicht fehlen. Hier befinden sich diverse kleinere Räumlichkeiten, die es zu bewundern galt. Unter anderem das Ägydius und die dortige Kreuzkapelle. Im Dom galt es, die Krypta zu besuchen, die immer wieder ein faszinierender Ort ist.

Es ist wirklich erstaunlich, wie die Erbauer es schafften, jeden Ort und jeden Raum mit einer eigenen Atmosphäre aufzuladen. Jede Kirche ist anders und selbst in der Krypta des Doms wirken die Räume individuell nach. Die Lange Nacht der Kirchen ist immer wieder eine fantastische Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und sich mit der Geschichte Salzburgs auseinanderzusetzen. Es fällt mir allerdings immer noch schwer, die einzelnen Personen, ihre Wappen und Symbole auseinanderzuhalten. Aber ich mache ja genug Führung mit, sodass ich es sicher irgendwann lerne.

Alien: Romulus Trailer

Dieser Tage sind ein paar Trailer zu Filmen herausgekommen, die ich so nicht am Schirm hatte. Da wir allerdings über Venom nicht reden, fokussieren wir uns lieber auf einen scheinbar guten Film. Denn die Venom-Reihe ist ein einziger Affront gegen alles Mögliche und ich verstehe nicht, wie es hier bereits drei Filme geben kann. Aber gut, Netflix versenkt auch hunderte Millionen Dollar in wirklich dumme Filme und die sind scheinbar auch erfolgreich. Wer versteht’s schon?

Der Trailer und die Verantwortlichen dahinter, allen voran Fede Alvarez, machen mir Hoffnung, dass wir es mit einem Alien-Film zu tun bekommen, der eher zurück zu den Wurzeln des Franchise geht. Sci-Fi-Horror vom Feinsten. Dicht gepackte Atmosphäre, gute Darsteller*innen und ein Alien, vor dem man sich fürchten kann. Ich mochte zwar die Vorgänger ebenso und vor allem die Idee dahinter. Der Mythos, der damit aufgebaut werden sollte. Jedoch scheint diese Richtung nun ad acta gelegt worden zu sein und man versucht es mit einem klassischen Alien-Film.

Ich würde hoffen, dass es vielleicht den ein oder anderen Cameo-Auftritt gibt, allerdings dürfen diese nicht nur aus Nostalgie entstehen. Sie müssen so klein sein, dass sie ein nettes Easter Egg für Kenner sind oder einen wirklichen Zweck erfüllen. Sigourney Weaver und Michael Fassbender fallen einem da natürlich als Erstes ein.

Ich bin wirklich mal wieder gespannt auf einen Alien-Film. Einen Satz, den ich so von mir nicht mehr erwartet hätte, muss ich ehrlich zugeben. Der Trailer macht allerdings wirklich einen guten Job. Es wird nicht zu viel verraten, wie es beispielsweise bei allen Terminator-Filmen bisher der Fall war. Man fokussiert sich auf das Wesentliche und es funktioniert. Neben Deadpool 3 der nächste Film, den ich mir wohl im Kino ansehen muss.

Vorbilder

Auf dem Balkon steht ein selbst gebautes Vogelhäuschen, an dem sich sehr viele Vögel den Magen vollschlagen. Der halbe Balkon ist voll von den Schalen der Samen und Futterresten. Die Vogelarten, die regelmäßig zu Besuch kommen, sind äußerst vielfältig. Zuweilen tummeln sich mehr als zehn Vögel um das Häuschen und streiten um das Futter. Auch zwei Tauben kommen regelmäßig vorbei und wenn sie Hunger haben, gewinnen sie meistens das Futterrennen ob ihrer schieren Größe und Maße – im Vergleich zu ihren kleineren Artgenossen. Unter diesen ist auch ein Specht vertreten.

Der scheint große Freude daran zu haben, das Vogelhäuschen auseinanderzunehmen. Es ist zwar schon einige Jahre alt und etwas mitgenommen, sieht aber trotzdem noch gut aus. Nur die meisten, dekorativen Dachschindeln, wenn man diese so bezeichnen will, hat das Häuschen bereits verloren. Aufgabe des Spechts scheint es zu sein, auch die übrigen noch zu entfernen. Es ist allerdings nicht so, als sei der Rest vor ihm sicher. Fröhlich pickt er auf alles ein, was an dem Haus dran ist.

Letztens habe ich beobachtet, wie sich nun auch die kleineren Vögel, die eindeutig nicht zu der Spezies der Spechte gehören, ebenfalls angefangen haben auf dem Dach des Vogelhauses herum zu picken. Sie scheinen den Specht inzwischen schon so lange dabei beobachtet zu haben, dass sie ihn nachahmen. Vielleicht sind es noch recht junge Vögel und diese lernen durch das Nachahmen ihrer Eltern. Dass der Specht indessen kein Elternteil ist, scheint sie nicht zu stören. Jetzt pickt nicht nur der Specht am Haus.

Es ist immer wieder lustig zu beobachten, was sich an einem einzigen Vogelhaus alles abspielen kann. Wenn man im Sommer draußen auf der Terrasse sitzt, hat man einen guten Blick auf den Balkon und kann das Schauspiel beobachten. Vor allem fühlen sich dann die Vögel nicht gestört und gehen ihren Futterritualen nach. Sie bleiben eben doch misstrauisch und scheu, was keine schlechte Eigenschaft ist, um länger zu überleben. Nur den Specht haben sie akzeptiert und stören sich nicht an seinem Geklopfe. Sie nehmen es eher als Vorbild. Vielleicht hilft ihnen diese erlernte Fähigkeit beim Nestbau oder Auffinden von Materialien.