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Ein Teil Geschichte

Ich bin mir bislang nicht ganz sicher, worauf ich mit diesem Text heute hinaus will, aber es ist ein interessantes Gedankenexperiment bzw. eine Idee, die ich nicht unerwähnt lassen wollte. Etwas, das mir im Kopf herumschwirrt. Es geht um ein Thema, vielleicht auch einen Themenkomplex, den ich immer wieder in verschiedenen Punkten erwähne. Sei es David Foster Wallace This is water oder die Idee, dass man sich immer wieder das 100-jährige Selbst ins Gedächtnis rufen soll, um Entscheidungen besser fällen zu können. Bei letzterem geht es darum, Entscheidungen nicht nur aus dem Moment und aus der aktuellen Laune heraus zu treffen, sondern sich Gedanken darüber zu machen, was man zukünftig selbst darüber denken würde, wenn man auf das Leben zurückblickt.

Aber heute, wie auch in This is water, geht es mir nicht um die egoistische Perspektive auf einen selbst, sondern um die Welt, in der wir leben und die Orte, die wir einnehmen. Wenn man nämlich den Blick erweitert, heraus zoomt, wenn man so will, dann sind wir alle ein Teil Geschichte. Ein Teil einer größeren Erzählung und jede*r einzelne von uns trägt ein Kapitel dazu bei. Beispielsweise die Gegenstände, die wir zurücklassen, die wir verschenken oder irgendwo platzieren; es sind immer auch Erinnerungen, die zurückbleiben.

Deshalb mag ich auch so Bilder gerne, wie das des Pale Blue Dot, über das ich bereits einmal geschrieben habe (Ein blasser, blauer Punkt). Es relativiert so manche Probleme, Herausforderungen, Gedanken und Schwierigkeiten, die man vielleicht mit sich herumträgt. Manches erscheint dann nicht mehr so wichtig oder leichter zu ertragen. Gleiches gilt, denke ich, wenn man darüber nachdenkt, dass man selbst ein Teil der Geschichte der Menschheit und der Erde ist – im Großen wie im Kleinen. Mit allem, was wir tun und machen oder eben nicht, tragen wir dazu bei, wie es mit uns weitergeht.

Was werden zukünftige Generationen über uns denken? Was wird in Büchern zukünftig besprochen werden? Welche Themen sind relevant oder was, das wir heute als unausweichlich, undenkbar wichtig erachten, wird in Zukunft gar keine Rolle mehr spielen? Antworten gibt es darauf nur wenige bis keine. Aber trotzdem empfand ich die Idee als einen interessanten Gedankenanstoß.

Rechnungen einreichen

Diese Woche endete meine aktuelle Physiotherapie-Phase nach der sechsten Stunde. Die Physiotherapeutin hat sich viel um meinen Kopf gekümmert, um dort Verspannungen zu lösen und auch die Schultern massiert. Es war sehr angenehm und ich denke, dass es durchaus etwas geholfen hat. Bei Physiotherapie ist das ja manchmal nicht so einfach zu sagen. Gelegentlich dauert es eine Weile, bis sich die Wirkung voll entfalten kann. Man muss die Übungen weitermachen, die einem gezeigt werden, und auf so manche Dinge achten. Was die Übungen anbelangt, muss ich mich selbst am Riemen reißen. Zwar trainiere ich regelmäßig, fast täglich, um ehrlich zu sein, aber wenn es dann um die konkreten Übungen aus der Physiotherapie geht, tue ich mir etwas schwer. Der Trick ist vielleicht, diese Übungen in den Alltag zu integrieren. Man muss nicht gleich alles auf einmal machen, und so über den Tag verteilt hilft es vielleicht sogar mehr.

Was ich in einer der letzten Stunden erfahren habe, ist, dass die Technik, die sie angewendet hat, »Cranio« genannt wird. Dabei wird mit verschiedenen Druckpunkten gearbeitet, während man selbst versucht, sich so gut es geht zu entspannen und die Muskeln locker zu lassen. Dadurch sollen sich die Verspannungen lösen. Das locker lassen gelingt mal mehr, mal weniger und es arbeitet doch stets einen Tag auf jeden Fall nach, aber im Großen und Ganzen eine interessante Erfahrung. So eine Therapie hatte ich noch nicht und wenn es hilft, bin ich gerne bereit, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was mich nach der Therapie begeistert hat und was mittlerweile hervorragend funktioniert, ist das Einreichen der Rechnung bei der österreichischen Gesundheitskasse. Einfach die Rechnung, die Überweisung und die Bestätigung der Physiotherapie hochladen und man bekommt innerhalb weniger Wochen das Geld zurück – zumindest zu einem gewissen Teil. Das geht zwar schon seit Jahren und mache ich immer wieder, wenn ich entsprechende Rechnungen habe; trotzdem muss man bisweilen die guten Dinge ebenso hervorheben. Es ist einfach, unkompliziert und funktioniert.

Dabei habe ich mir auch wieder in Erinnerung gerufen, dass man sich mit der ID Austria App mittlerweile sogar ausweisen kann. Der Führerschein ist dort hinterlegt und kann bei einer Verkehrskontrolle oder ähnlichem vorgezeigt werden. Wenn man dann noch die entsprechenden Bezahlmethoden am Smartphone eingerichtet hat, kann man also mittlerweile wirklich fast alles zu Hause vergessen und kommt trotzdem noch gut durch unsere Welt.

Ich empfinde es als lustig, wenn Menschen den Ausdruck »Es ist [aktuelle Jahreszahl einfügen], da muss das doch möglich sein?!« verwenden. Und ja, zumeist haben sie recht und ich benutze den Ausspruch selbst gelegentlich, doch nur weil es ein bestimmtes Jahr ist, muss nicht gleich etwas automatisch funktionieren. Ja, wir sollten in gewissen Bereichen weiter sein, aber das hat nichts mit dem Jahr zu tun, sondern eher mit dem, welche Erwartungen wir an die unsere selbst erschaffene, moderne Welt haben. Aber das führt jetzt zu weit. Eigentlich wollte ich nur meine Begeisterung dafür teilen, dass man nicht mehr Dokumente in der Gegend herumschicken muss, sondern sie online einreichen kann. Es sind eben manchmal die einfachen Dinge.

Themenfindung

Gerade tue ich mir etwas schwer mit der Themenfindung. Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt, da ich bis April eigentlich immer wieder Ideen hatte, worüber ich schreiben kann und will. Der Mai ist da eher eine Herausforderung. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Moment fast keine Bücher lese und daher ein gewisser Input fehlt? Sind Bücher die Inspiration, die ich brauche? Aber so richtig kann ich mir das nicht wirklich vorstellen, da ich meine Nachrichten, Newsletter und Zeitungen habe, die mich täglich mit genügend Lesestoff und Informationen versorgen.

Vielleicht ist es die Unregelmäßigkeit, mit der ich aktuell schreibe. Denn statt jeden Tag einen Text, manchmal sogar zwei, wenn die Muse gnädig ist, schreibe ich alle paar Tage mehrere Texte. Ich sammle quasi die Ideen, mache mir Gedanken, worüber ich schreiben will und tippe dann alles auf einmal herunter. Ein gewisser Puffer ist eben beruhigend und wenn ich mal nicht dazu kommen sollte, einen Text zu verfassen – es ist dann nicht so tragisch.

Woran es auch liegen mag, ich dachte, es wäre ein interessanter Einblick hinter die Kulissen, wenn man so will. Denn selbst das ist Teil eines täglichen Blogs, ein Blick in die Entstehung, in meine Vorgehensweisen und Prozesse. Es hilft mir ebenfalls, über Themen und Schwierigkeiten zu schreiben und dann dadurch auf neue Ideen und Perspektiven zu kommen.

Dass ich mir im Moment etwas schwer dabei tue, Themen zu finden, liegt aber auch vielleicht einfach an gar nichts. Nicht alles benötigt eine Ursachen-Analyse mit etwas, das schuld an der Situation ist. Manchmal sind die Dinge einfach so, wie sie sind, ohne dass man groß einen Einfluss darauf hat. Es kommt, wie so oft, nur darauf an, wie man mit den Dingen umgeht. Ich lasse mich davon nicht verrückt machen oder stelle das Projekt gar ein. Dafür macht es mir zu viel Spaß und man muss ja bisweilen das zukünftige Ich mitdenken. Was würde ich von mir selbst denken, jetzt das Projekt einzustellen oder den Rhythmus zu ändern, nur weil mir gerade die Themen nicht so fluffig, flüssig in den Sinn kommen? Einfach weiter machen.

Trailer zu Shadow of the Erdtree

Diese Woche erschien der Story-Trailer zum lang ersehnten Elden Ring DLC Shadow of the Erdtree. Und was soll ich sagen? Ich bin gehypt und voller Vorfreude auf diese Erweiterung. Ich bin mir sicher, es gibt unzählige Analysen und Theorien, die unter anderem auf YouTube mit Nachdruck diskutiert werden, aber das versuche ich so gut es geht auszublenden. Die Vorfreude an sich ist ja schon riesig, da braucht es nicht noch verrückte Fan-Theorien, denn meist kommt es doch anders – vor allem, wenn es um FromSoftware geht. In diesen Geschichten geht es immer auch darum, selbst die restlichen Lücken zu füllen. Ich will dieses (hoffentlich) fantastische Stück Elden Ring Geschichte selbst zu erleben, wenn es rauskommt, ohne tiefer greifende Erwartungen und so quasi nachholen, was ich bei Elden Ring verpasst habe.

Ich habe Elden Ring das erste Mal mit dem Let’s Play von TheRadBrad erlebt. Es war ein fantastisches Erlebnis, alleine schon beim Zuschauen, so mitreißend ist diese Welt, die Hidetaka Miyazaki und George R.R. Martin geschaffen haben. Ich spiele es mittlerweile zum wiederholten Male selbst, aber orientiere mich eben unter anderem durch Einsteigerguides und Wikis. Es ist mein erstes Souls-like Spiel, da braucht es etwas Unterstützung. Bei Shadow of the Erdtree gibt es das alles aber noch nicht. Das kann ich dann für mich erleben. Es ist doch nochmal etwas anderes, selbst durch die Nebeltore zu schreiten, nicht wissend, welcher Boss einen erwarten wird.

Ich habe mir nochmal beide Story-Trailer hintereinander angesehen: einmal den von Elden Ring und einmal den vom DLC. Was auffällt, ist, dass die Geschichte von Elden Ring von Ranni erzählt wird. Die Stimme bei Shadow of the Erdtree kommt mir nicht bekannt vor. Wer mag das wohl sein? Hat sie eine ebenso tragende Rolle in der Geschichte, wie es Ranni in Elden Ring hatte? Eine eher unerwartete Rolle mit einer komplexen Quest und vielen Nebencharakteren? Wie steht sie zu Miquella und Messmer? Alles spannende Fragen.

Aber es ist nicht nur die Geschichte, die begeistert und Neugierde weckt. Was im Trailer ebenso auffällt, ist das Design – der neuen Welt, der Kreaturen und Monster, der Bosse und Helden. Es sieht so aus, als würde aus Elden Ring eher nichts wiederverwendet werden, stattdessen handelt es sich eventuell um eine völlig eigene Welt, die sich im Schatten des Erdtree breit gemacht hat und in der eigene Regeln gelten.

In 27 Tagen wissen wir mehr.

Kapuzinerberg im Mai

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen habe ich den Kapuzinerberg in Salzburg erklommen. Da Freunde T. und M. zu Besuch waren und das Wetter zum Glück mitspielte, erschien dies ein angenehmer Spaziergang zu sein. Ich mag den Kapuzinerberg besonders gern, da man dort immer einen ruhigen Weg zwischen den Bäumen entlanggehen kann. Dort oben bekommt man nicht viel vom Trubel der Stadt mit. Es macht den Anschein, als sei man Mitten in der Natur und nicht in Salzburg. Wenn dann noch ein hervorragender, beinahe schon kitschiger Ausblick dazu kommt, kann es nur ein schöner Tag sein. Als Belohnung gab es schließlich Apfelstrudel mit Schlag und Vanillesoße – wie könnte es auch anders sein.

Trailer zu Assassins Creed Shadows

Ich finde es ja grundsätzlich immer sehr lustig, wenn sich Menschen beschweren, wenn Dinge in Unterhaltungsmedien nicht realistisch dargestellt sind. Besonders wenn es sich weder um eine Dokumentation handelt, noch um ein Stück Unterhaltung, das sich durch besonders realitätsgetreue, historisch korrekte Darstellung von Ereignissen bemüht. Doppelt lustig ist es dann, wenn es sich dabei um ein Spiel, wie das vor Kurzem angekündigte Assassins Creed Shadows handelt.

Denn wenn es einen Grund gibt, die Assassins Creed Spiele zu spielen, dann um die Geschichte so zu erleben, wie sie wirklich stattgefunden hat. Um zu lernen, wie die Medici in Italien tatsächlich gelebt und sich verhalten haben, wie Griechenland von einem einzigen Assassinen in Atem gehalten wurde, der nicht nur in den Hades gereist ist, sondern sich den Göttern widersetzt hat – echte Geschichtsschreibung eben. Und nur um das klarzumachen, weil manche es nicht verstehen: ja, das war Sarkasmus.

Der neue Trailer zu Assassins Creed Shadows sieht durchaus beeindruckend aus. Es fehlt mir offen gesagt das gewisse Etwas dahinter, aber grundsätzlich sagt er mir schon zu. Vor allem mit dem fantastischen Ghost of Tsushima im Hinterkopf, welches vor ein paar Jahren herausgekommen ist, und dem tollen japanischen Setting bin ich gespannt, ob Shadows an die Konkurrenz herankommt. Die Latte liegt schon sehr hoch, muss ich sagen. Aber AC Mirage war ebenfalls eine willkommene frische Brise in dem Franchise, da traue ich es Ubisoft durchaus zu, mit Shadows ebenfalls zu begeistern.

Ich habe nur den Fehler gemacht, die Kommentare zu lesen, die sich unter dem Video befunden haben (ich weiß nicht mehr, ob es YouTube war oder unter dem Artikel des Standard, ist aber auch egal). Dort wurde jedenfalls angekreidet, dass es sich mal wieder um Wokeness handeln würde, weil ein Schwarzer Samurai vorkommt. Den hätte es so nie gegeben und die Figur, auf der dieser Charakter scheinbar basieren soll, wäre nie Samurai gewesen. Also die übliche heiße Luft. Ich muss mich dann immer etwas zurückhalten, damit ich nicht doch irgendwann anfange, auf solche Kommentare direkt zu reagieren. Wenn man jedes Mal, wenn jemand im Internet nicht recht hat, tätig werden würde, verliert man irgendwann den Verstand. Aber einen kurzen Text dazu schreiben, dafür reicht es allemal.

Was so manche vergessen mögen, ist, dass Ubisoft sich zwar häufig historischer Figuren bedient, um ein Gefühl der Authentizität zu erzeugen und die Immersion in die Handlung zu verstärken, aber sich doch kreative Freiheiten erlaubt. Es ist eine Art »was wäre, wenn…«. Ein Vergleich, der mir einfällt, ist mit den letzten Filmen von Quentin Tarantino, in denen er ebenfalls eine Alternative zu real statt gefundenen Ereignissen anbietet.

Ich mag die Assassins Creed Reihe sehr gerne, auch wenn mit Origins, Odyssey und Valhalla der Rollenspielaspekt deutlich überhandgenommen hat und die Welten einfach zu groß wurden. Auch mag ich die historischen Kontexte, in denen sie stattfinden. Dass sie sich realer Figuren bedienen ist fantastisch, aber sie bedienen sich derer eben nur, für bare Münze, darf man deren Interpretation nicht nehmen. Und ich feiere stets das Setting und die Welt, die sie aufbauen. Das kaufe ich ihnen zum Beispiel mehr ab, dass sie die vergangenen Zeiten besonders realitätsgetreu wiederzugeben versuchen.

Und die meisten der Spiele sind einfach nur gute Unterhaltung, mit interessanten Charakteren und spannenden Geschichten, mit vielen Twists. Aber das ist es dann auch schon gewesen. Mein Anspruch an eine realistische Wiedergabe an geschichtliche Ereignisse behalte ich mir für Dokumentationen und Geschichtsbücher auf.

Durch solch dumme Kommentare ist mir schon fast der Spaß am Trailer und dem Spiel vergangen. Zum Glück ist Bekannter M. genauso begeistert, wenn nicht sogar noch mehr als ich. Außerdem lobe ich mir da TheRadBrad, der ebenfalls sehr positiv auf den Trailer reagiert hat. Den Rest sollte man einfach ignorieren.

Gerüchte und anderer Wahnsinn

YouTube schlägt mir in letzter Zeit immer häufiger Videos eines Creators vor, den ich bisher nicht kannte. Meistens geht es darum um die Warhammer-Serie, die von Amazon produziert wird und in der Henry Cavill eine zentrale Rolle spielen soll – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Für diejenigen, die es nicht wissen, Henry Cavill ist ein lebenslanger Warhammer-Fan, redet immer wieder in Interviews darüber und deshalb war es umso erfreulicher, als Amazon ihn engagiert hat, um die Serie aus dem Boden zu stampfen.

In den besagten Videos, die mir YouTube seit geraumer Zeit vorschlägt und die ich nicht verlinken werde, dreht sich viel um Gerüchte rund um die Produktion. Insider sollen gesagt haben, es gäbe viele Probleme, Amazon hätte unerfüllbare Forderungen was Cast und Charaktere betrifft und hätte Games Workshop weibliche Custodes (eine Spezialeinheit der Space Marines) aufgezwungen und so weiter. Ich habe mal versucht, zu dem Thema zu googeln. Man muss schon sehr genau schauen, um sich all das aus den verschiedenen Quellen zusammenzusuchen. Vor allem, wenn man Webseiten lesen möchte, die nicht nur Clickbait-Artikel schreiben, sondern wirklich etwas mit Substanz.

Da ich bereits zuvor über Warhammer diverse Male geschrieben habe und ich das Franchise sehr gerne mag, dachte ich mir, ich schreibe ein paar Zeilen dazu. Es ist nämlich immer leicht, sich von solchen Videos oder Artikeln aufhetzen zu lassen und schon jetzt wütend oder enttäuscht zu sein. Dabei wurde noch nichts gedreht, geschweige denn in Trailern gezeigt oder gar ein Veröffentlichungsdatum von etwas angekündigt. Man sollte bei solchen Themen, besonders wenn es sich um dünne Gerüchte handelt, immer selbst Gedanken machen, ob das logisch erscheint, was da behauptet wird. Denn weder Henry Cavill noch Amazon werden sich in irgendeiner Art und Weise zu solchen Vorwürfen äußern, selbst wenn sie wahr sein sollten, was ich mir allerdings nicht so recht vorstellen kann.

Dazu möchte ich mir kurz zwei Aspekte der Gerüchte herausgreifen. Das eine sind die weiblichen Custodes, die ich bereits zuvor in einem Text gefeiert habe. In einem Interview gaben selbst Autor*innen von Büchern zu, dass es eine Vorgabe eines (ehemaligen) Games Workshop Chefs war, dass Space Marines nur Männer sein dürfen. Offen gesagt, macht es keinen Unterschied, ob sich nun Männer oder Frauen unter den tonnenschweren Rüstungen verbergen, ist vollkommen egal.

Es ist ein Setting, das 40.000 Jahre in der Zukunft spielt, in der die gesamte Galaxis in einen nicht endenden Krieg verwickelt ist; ein Horrorszenario jagt das nächste. Das Geschlecht der Space Marines nicht einmal das zweitrangige, worüber ich mir Gedanken mache. Und wenn es einem Mädchen, dass dieses Universum für sich entdeckt, hilft, sich selbst mit einer dieser weiblichen Figuren zu identifizieren, weil es einfach starke, durchsetzungsfähige Charaktere sind, denen keine Aufgabe zu schwer ist und denen sich niemand wirklich widersetzen kann, dann ist es doch wert, das Setting etwas zu erweitern.

Der zweite Punkt betrifft die Forderung von Amazon über Frauenquote, LGBTQIA+ Charaktere und so weiter. Besonders was die Sexualität von Space Marines anbelangt, ist das völlig unrealistisch und nicht zu erfüllen; das sollte man wissen, wenn man sich auch nur tangential mit dem Universum beschäftigt. Wenn überhaupt, könnte man Space Marines und eine Serie über sie als Repräsentation für das asexuelle Spektrum verwenden. Das wäre eine interessante Perspektive, aus der man durchaus etwas machen könnte. Astartes (ein anderer Überbegriff für Space Marines) sind grundsätzlich keine sexuellen Wesen. Was zählt, sind Ehre, Stärke, der Bund zwischen ihnen und das Zusammenhalten in der Legion. Wenn man Sexualität in einer Warhammer-Serie behandeln will, muss man sich auf menschliche Charaktere konzentrieren, aber dann nimmt man den Fokus völlig von den zentralen Figuren, den Astartes, weg. Denn menschliches Leben ist in diesem Universum nichts wert.

Mag sein, dass Amazon Forderungen hat, die sich nicht umsetzen lassen, über die man diskutieren muss und sie in die richtigen Bahnen lenken, sodass sie ins Universum von Warhammer 40k passen. Wie ich Games Workshop in den vergangenen Jahrzehnten als Unternehmen kennengelernt habe, halten sie immer eine starke, schützende Hand über ihre IP (Intellectual Property). Ich denke nicht, dass sie sich von Amazon weibliche Custodes einreden lassen, wenn sie das nicht selbst für gutheißen würden. Eher würden sie die Serie komplett von Amazon streichen. Denn wenn sie klug sind, und das unterstelle ich Games Workshop an dieser Stelle, dann haben sie eine Klausel im Vertrag, die ihnen zugesteht, das Projekt jederzeit abzusagen, wenn das Quellmaterial nicht respektiert wird oder der Inhalt der Serie in eine seltsame Richtung abdriftet, wie auch immer das aussehen mag.

Gerüchte sind immer mit Vorsicht zu genießen. Meist steckt sowieso nichts dahinter. Und wenn doch, werden wir es früh genug erfahren; da muss ich mir jetzt weder Gedanken über etwas machen, was ich nicht beeinflussen kann, noch Zeit damit verschwenden, mich damit auseinanderzusetzen. Trotzdem war es mir ein Anliegen, das Ganze einmal etwas aufzudröseln.

Erwartungen erfüllen

Eigentlich mag ich es nicht, für mehrere Tage vorzuschreiben. Zumindest nicht, wenn es zu viele Tage werden, für die ich bereits einen Text vorbereitet habe. Zwar ist es ein gutes Gefühl, ein paar Tage Puffer zu haben, aber ab einer gewissen Anzahl an Texten, die man vorgearbeitet hat, verliert ein täglicher Blog etwas an Unmittelbarkeit. Außerdem ist eine ständige Frist durchaus förderlich für die Kreativität, was die Themen anbelangt; die kreativen Muskeln werden besser bedient; zumindest habe ich ein besseres Gefühl, wenn ich regelmäßig schreibe, anstatt viele Texte auf einmal rauszuhauen. Allerdings arbeite ich für dieses Wochenende, wo dieser Text erscheinen wird, sehr gerne etwas vor, da ich Besuch von zwei sehr guten Freunden bekomme.

Der letzte Besuch ist schon eine Weile her und seitdem habe ich mit Freund J. so einiges Neues in Salzburg entdeckt und erlebt. Ich habe ja bereits des Öfteren darüber berichtet, wie sehr mich diese Stadt immer wieder begeistert. Es gibt so viel zu sehen, zu erleben; die Geschichte ist bemerkenswert und vielschichtig, die Lokale interessant und die Ausblicke fantastisch und unvergleichlich. Natürlich schwärme ich bei den regelmäßigen Telefonaten ebenso sehr davon (ich sage Telefonate, meine tatsächlich aber Zoom-Gespräche, aber ich mag das alte Wort in neuem Gewand gerne verwenden – es hat einen gewissen Charme).

Besonders natürlich von der Stamm-Weinbar, die ich fast wöchentlich aufsuche und mich ebenso immer wieder begeistert, wie Salzburg selbst. Die Atmosphäre, die Menschen, die Weine und die Speisen sind eine einzigartige Kombination, von denen man nicht anders kann, als davon schwärmen. Wenn man allerdings über längere Zeit immer wieder begeistert von etwas berichtet, so steigt damit sicherlich die Erwartung von den Menschen, die man irgendwann dahin bringen möchte, um mit ihnen diese tollen Erlebnisse zu teilen.

Aber wie so oft ist es natürlich unfair, zu einem gewissen Teil jedenfalls. Denn ich verbinde schon viele tolle Erinnerungen, Erlebnisse und Gespräche mit dieser Weinbar, wie mag es da wohl sein, komplett frisch hinzugehen. Aber auch das finde ich interessant. Jemandem dieses tolle Lokal zu zeigen und die Reaktionen mitzubekommen. Unterm Strich sind es natürlich die Menschen, die einen Abend ausmachen und nicht die Lokalität an sich. Es sind die abwechslungsreichen, teils tiefgründigen Gespräche und das Philosophieren über die unterschiedlichsten Themen, aber auch die banalsten oder lustigen Momente, die am Ende in Erinnerung bleiben.

Ich freue mich schon sehr auf das Wochenende. Aber genauso wichtig wie die Menschen, mit denen man die Tage und Abende verbringt, ist es für mich immer wieder die Spontanität in den Momenten, die ebenso zentral ist. Nicht mit einer festen, vorgefertigten Idee an etwas herantreten, sondern es sich offen halten, überrascht zu werden. Dann ist es schon fast egal, was man macht oder wo man hingeht; es verspricht auf jeden Fall ein interessantes Erlebnis zu werden.

Autopflege

Für mich ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand. Es muss funktionieren, mich zuverlässig von A nach B bringen und gut zu fahren sein. Dabei muss es weder stets fein säuberlich geputzt und poliert sein, noch machen mir die ein oder anderen Kratzer etwas aus. Deshalb kaufe ich auch keine neuen Autos, sondern wenn, dann Gebrauchte von der Werkstatt meines Vertrauens. Natürlich sollte es mir optisch gefallen, aber ich bin jetzt niemand, der besonders viel Wert auf den eingebildeten Statuswert eines Fahrzeugs gibt.

Deshalb bin ich sehr froh, eine Werkstatt zu haben, die nicht nur einen guten Ruf hat, sondern wo alle Mitarbeiter*innen einen kompetenten Eindruck machen. Ich vertraue auf deren Meinung, kann mich darauf verlassen, dass alles in Ordnung ist, wenn ich mein Auto zurückbekomme und es wird sich wirklich um die Fahrzeuge gekümmert. Ich möchte mich nicht mit dem Auto und dessen Details oder so beschäftigen müssen; das lagere ich gerne an die Werkstatt aus.

Nicht nur, weil ich mir einen Reifen kaputt gefahren habe, wie ich bereits vor ein paar Tagen berichtete, war ich zum Reifenwechsel diese Woche dort, sondern auch weil ich endlich die Sommerreifen montieren lassen wollte. Meine Reifen lasse ich in der Werkstatt einlagern. Dort werden sie gewaschen und ordnungsgemäß verstaut, bis sie wieder gebraucht werden und die Reifen beim Wechseln rotiert oder durchgetauscht. Macht man das noch? Ist das notwendig? Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht wissen.

Im Zweifel weiß ich, wie man einen Reifen am Straßenrand wechselt – bin schon fast ein Profi darin; auch bin ich froh mein Reserverad. Den Rest dürfen die netten Mechaniker*innen machen, die wissen da sicherlich mehr Bescheid als ich. Das soll aber nicht heißen, dass mir mein Auto egal wäre. Mittlerweile habe ich meinen Opel Astra seit über 6 Jahren und schon viel damit erlebt, einige Roadtrips überstanden (u. a. nach Italien) und Ausflüge gemacht. Es ist zuverlässig und dient mir hoffentlich noch einige Jahre als treues Fahrzeug.

Die Küche aufräumen

Neben dem Keller oder Dachboden, je nachdem was man hat, gehört die Küche wohl zu den aufwendigsten Räumen bei einer Aufräumaktion. Es sind viele Schubladen, Schränke und anderer Stauraum involviert. Die Dinge, die sich darin finden, fangen bei Geschirr, Töpfen, Pfannen, vergessenen Küchengeräten und diversen Schneidbrettern an und enden irgendwo bei den unterschiedlichsten Nahrungsmitteln, in den verschiedensten Formen; Dosen, Nudeln in Plastiksäcken oder Kartonverpackungen, Mehl in den verschiedenen Mengen, Säften, Schokolade, Nüsse oder all das, was ich jetzt nicht aufzählen will. Es hat jede*r ein eigenes Bild davon.

Aber trotzdem ist es alle paar Jahre einmal notwendig auszusortieren und die Schubladen und Schränke zu reinigen. Das habe ich vergangenes Wochenende endlich nachgeholt. Schon seit längerem hätte ich es mir vorgenommen, aber es schien doch immer ein Berg zu sein, den ich nicht besteigen wollte. Wie so oft ist aber lediglich der Anfang schwer, denn einmal begonnen, ging es relativ flott dahin. So groß ist meine Küche dann auch nicht und die Sachen schnell ausgeräumt.

Bei den Lebensmitteln wurden die paar abgelaufenen oder seit Jahren im Schrank verstaubende Dinge entsorgt, der Rest in einem leicht überarbeiteten System wieder eingeräumt. Gleiches mit den Küchengeräten, wobei ich hier natürlich nichts entsorgt, sondern einfach nur anders eingeräumt habe, sodass es mehr Sinn ergibt. Über die Jahre entwickelt man ein eigenes System und weiß immer besser, wo welche Dinge hin sollten und bei einer Aufräumaktion lässt sich dieses System nochmal etwas verfeinern.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und habe alles gut untergebracht. Ein limitierter Platz ist immer für Kreativität in den Lösungsfindungen gut und verhindert, dass sich zu viel anhäuft. Außerdem habe ich mal wieder gesehen, was man sich so über die Jahre zugelegt hat und welche Dosen-Sachen noch übrig sind (besonders Bohnen, Kichererbsen und dergleichen sind noch einige da), die ich auf jeden Fall in nächster Zeit aufbrauchen möchte.

Dahingehend scheinen sich Keller und Küchen ebenfalls zu ähneln: Man kauft sich etwas, von dem man überzeugt ist, es zu benötigen, weil es gut für einen ist oder es attraktiv erscheint, aber am Ende wird es eingelagert und für viel zu lange Zeit mitgeschleppt, ohne es wirklich zu beachten. Von daher wollen doch einige Dinge aufgebraucht werden, in den nächsten Wochen. Auch ein Vorteil von Lebensmitteln in Dosen: sie halten recht lange und es wird so nicht verschwendet, sondern kann jederzeit verwendet werden.

Die Aufräumaktion in der Küche war für mich also ein voller Erfolg. Ich bin froh es endlich durchgezogen zu haben und fühle mich nun wieder wohler darin. Mal sehen, was ich mir als Nächstes vorknöpfe. Vielleicht landen ja ein paar Dinge auf Willhaben, die ich nicht mehr benötige. Es ist immer schön, wenn jemand anderes Freude mit Dingen hat, die man selbst nicht mehr benötigt oder zu belasten drohen. Aber dazu, ein anderes Mal mehr.