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DAP

Wer hätte gedacht, dass das Sortieren von Dateien im Jahre des Herrn 2026 tatsächlich ein Problem sein würde? Ich nicht. Seit ein paar Wochen habe ich Musik für mich als Hobby entdeckt. CDs kaufen und rippen oder online nach Alben suchen, kaufen und als hochwertige FLAC herunterladen – mich hat das Hobby im Bann. Ich muss mich in solchen Anfangsphasen, wenn ich in ein Hobby einsteige, immer etwas zurückhalten. Wer weiß schon, wie lange ich es wirklich verfolge oder wie intensiv ich mich damit auseinandersetze? Deshalb gilt das gleiche Prinzip wie bei Lego: Gebrauchte CDs sind gute CDs. Das, was ich mir geleistet habe, sind jedoch neue Kopfhörer (dazu in einem anderen Text mehr, wenn ich sie wirklich testen konnte) und ein DAP (Digital Audio Player).

DAPs ist die moderne Bezeichnung für MP3-Player. Immerhin möchte der Audiophile von heute Musik in guter Qualität hören. Dazu benötigt man Lossless-Dateien, die so viele Informationen der Musik wie möglich enthalten. Das sind beispielsweise FLAC-Dateien. Diese kann ich am MacBook abspielen (dazu ist eine Drittsoftware wie Swinian notwendig) oder ich konvertiere sie in M4A-Dateien und füge sie zu Apple Music hinzu. Dann kann ich diese auch auf dem iPhone abspielen, da sich diese über die Wolke synchronisieren. Schade am iPhone ist, dass es keinen AUX-Anschluss mehr hat. Aber Apple verkauft zum Glück ja Adapter und gibt mir so die Chance, noch mehr Geld auszugeben. Wirklich nett. Immerhin möchte man Musik mit Kabel-Kopfhörern genießen, denn über Bluetooth gehen Informationen verloren und Lossless ist nicht wirklich möglich. Auch deshalb musste ein DAP her.

Ich habe mich für den »Snowsky Echo Mini« entschieden. Der ist kompakt, mit 60 € ein gutes Einsteigergerät und wartet mit einem charmanten Retro-Design auf. Er sieht nämlich aus wie ein Walkman. Wenn man Musik darauf abspielt, sieht man sogar eine Kassetten-Animation auf dem kleinen Bildschirm. Der Echo Mini hat keinen Touchscreen. Deshalb ist die Steuerung über die wenigen Tasten etwas frickelig, aber man gewöhnt sich dran. Große Musikbibliotheken sind sicher schwierig zu handhaben auf dem Echo Mini, aber für meine Bedürfnisse reicht es. Praktisch ist, dass man einfach eine SD-Karte mit der Musik reinsteckt, die Musikbibliothek aktualisiert und schon kann es losgehen. Akkulaufzeit soll etwa 15 Stunden sein.

Es gibt nur ein Problem: Die Musik wird nicht ordentlich sortiert. Ich habe mir Mühe gegeben und die Metadaten meiner FLAC-Files gesäubert und einheitlich gestaltet. Das erkennt der Echo Mini auch. Doch die Sortierung der Songs innerhalb von Alben ist eine Frechheit. Denn die Software nimmt nicht die Bezeichnung der Dateien oder die Songnummern aus den Metadaten. Stattdessen dient irgendeine Information aus dem Kopiervorgang als Grundlage für die Sortierung. Die Dateien werden also komplett durcheinander angezeigt und abgespielt. Ich habe versucht, das Erstelldatum mithilfe eines Terminal-Befehls einheitlich auf den 01.01.2060 einzustellen. Das „geändert“-Datum habe ich auf 2050 gestellt und ebenfalls für alle einheitlich gemacht – beides sollte helfen. Ich habe die Software FatDriveSorter installiert und über die SD-Karte laufen lassen, weil dies das Problem beseitigen soll. Nichts hat geholfen.

Ich kann also die »Media Library« des Echo Mini nicht verwenden. Wenn ich schon Alben anhöre, dann doch bitte in der entsprechenden Reihenfolge, die die Sänger*innen vorgeben. Zum Glück gibt es noch den Dateien-Browser, wo das Problem nicht vorzuherrschen scheint. Trotzdem würde ich gerne die tatsächliche Mediathek nutzen und von den Metadaten profitieren, die ich gepflegt habe. Immerhin muss man FiiO, die Firma hinter dem Snowsky, zugutehalten, dass sie fast monatlich Updates für die Firmware raushauen. Trotzdem haben sie es noch nicht geschafft, das Problem zu lösen. Als Alternative habe ich mir nun noch den »Hifi Walker H2« bestellt. Besonders mit dem Open-Source-Betriebssystem Rockbox soll dieser ein Traum sein. Einer von beiden geht dann auf jeden Fall wieder zurück. Wer hätte schon gedacht, dass das größte Problem an einem DAP die Sortierung der Musik sein würde? Und nicht die Soundqualität oder dergleichen.

Kleine Veränderungen

Manchmal reicht schon eine kleine Veränderung aus, um Großes zu bewirken. Dabei geht es nicht darum, sich in der eigenen Wohnung unwohl zu fühlen oder dergleichen. Lediglich der Drang, etwas anders zu machen. Natürlich könnte man nun anfangen, Räume zu renovieren, aber das artet sehr schnell in sehr viel Arbeit aus und wird auch noch teuer. Da ist es mir lieber, ein paar neue Akzente zu setzen. Allein damit lässt sich durchaus etwas erreichen.

Letzten waren wir in Eugendorf unterwegs und sind durch diverse Möbelhäuser geschlendert. Dabei sind mir zwei Vorhänge ins Auge gefallen. Schon seit längerem wollte ich diejenigen im Wohnzimmer und in der Küche austauschen. Sie hängen schon seit zu vielen Jahren dran und ich habe mich an ihnen sattgesehen. Im Wohnzimmer hingen blaue, jetzt sind es türkisgrüne Das passt erstaunlich gut zum Rest der Einrichtung, da sich eine ähnliche Farbe in den Kissen der Couch, der Wanddeko und einem Bild wiederfindet. Außerdem haben die Türen des Lowboards ebenfalls diesen Farbton. Es wirkt alles durchdachter und das nur, weil ich zwei günstige Vorhänge gekauft und die richtige Farbe erwischt habe.

In der Küche hingen bisher rein weiße, halb durchsichtige Vorhänge. Ich wollte aber nicht erneut rein weiße Gardinen. Es durfte durchaus etwas Pep her. Erst sind mir welche mit Blumenmuster aufgefallen, die jedoch vergriffen waren. Also habe ich zur zweitbesten Alternative gegriffen: Kräutern. Wer hätte gedacht, dass diese um einiges besser in eine Küche passen würden?

Diese zwei kleinen Veränderungen haben viel bewirkt. Die Räume wirken anders und sie sehen etwas frischer aus. So einfach ein Vorhang sein kann, es macht für mich viel aus, um mich in einem Raum wohlzufühlen. Die Geräusche werden dadurch gebrochen und besonders bei Unterhaltungen wirkt es lange nicht so kalt und hallend. Es macht für mich viel vom Gefühl des Raumes aus, sie lassen ihn wärmer wirken. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber in meiner Wohnung brauche ich Vorhänge. Und wenn es nur zwei Seitenteile sind, die die Fenster rahmen.

Apothekenberatung

Letztens war ich im Begriff, krank zu werden. Halsschmerzen setzten ein, die Nase begann, Erkältungssachen zu machen, und ein allgemeines Unwohlsein hatte sich eingestellt. Doch ich war und bin noch nicht wirklich krank – vielleicht hat sich das beim Erscheinen des Textes geändert, aber ich bin optimistisch. Also habe ich mich präventiv in die Apotheke begeben. Zum einen, um nicht mit leerer Hausapotheke dazustehen. Zum anderen, weil ich im Schränkchen im Bad Medikamente hatte, die man nicht mehr verwenden sollte. Das lässt sich leicht anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums und der Staubschicht auf der Verpackung ablesen. Ich übertreibe natürlich – ein bisschen.

Ich habe mich mit allem eingedeckt, was man für eine angehende Erkältung benötigt. Pastillen und eine Lösung zum Gurgeln für die Halsschmerzen, Nasenspray, wohltuende Tees und noch ein paar andere Sachen. Während des Bezahlvorgangs habe ich betont, dass ich nun gut vorbereitet bin, sollte es ernst werden. Die freundliche Apothekerin fragte daraufhin nach, ob es aktuell noch nicht akut wäre. Das verneinte ich. Daraufhin empfahl sie mir ein Pulver, welches Vitamin C und D, außerdem Zink und noch andere gute Dinge enthält. Zur Vorbeugung und damit die Erkältung vielleicht doch ausbleibt.

Dieses Pulver löse ich in einem Glas Wasser auf und trinke es jeden Tag für eine Woche. Ich bin gespannt, ob es hilft. Ich bin immer wieder positiv überrascht von der Beratung in unserer lokalen Apotheke. Sei es bei Reisevorbereitungen, Ausgleich durch Mineralien bei viel Sport oder wie jetzt präventive Maßnahmen bei einer anbahnenden Erkältung. Es wird immer wieder unterstützt und gute Sachen werden empfohlen, die mir dann auch helfen. Man muss nur mit den Leuten kommunizieren. Manchmal sind wir zu sehr in unserer eigenen Welt gefangen und gehen davon aus, dass manche Dinge vielleicht offensichtlich sein sollten.

Andere Menschen können nicht in uns hineinschauen. Sie können unsere Bedürfnisse, Probleme und Erwartungen nicht erahnen. Es können schon kleine Informationsschnipsel ausreichen, die vom Gegenüber aufgenommen und entsprechend als Hinweis angenommen werden. So wie bei dem Besuch der Apotheke und meiner spontanen Aussage, dass ich nun gut vorbereitet sei. Besonders in den vergangenen Monaten habe ich gelernt, in der Apotheke nachzufragen und sie als erste Anlaufstelle zu nutzen. Die Menschen dort kennen sich aus, sind verlässlicher als Google und allemal vertrauenswürdiger als ChatGPT. Selbst meine Tees kaufe ich inzwischen lieber in der Apotheke. Die Kräutertees dort sind einfach unschlagbar.

Karten im Fokus

Seit ich angefangen habe, Dokumentationen auf YouTube zu schauen, ist mir eine Sendung besonders positiv aufgefallen: »Mit offenen Karten – In Fokus«. Hier handelt es sich um eine knapp drei Minuten dauernde Sendung von Arte. Viermal die Woche nimmt sich die Sendung ein Thema vor und erklärt es auf äußerst anschauliche Weise. Einmal die Woche, wenn ich den Sendungsplan richtig verstanden habe, erscheint eine längere Sendung von knapp 15 Minuten, die ein Thema etwas ausführlicher beleuchtet. Ein Aspekt der Sendung, der hier natürlich der Hauptfokus ist, aber den ich mir auch in anderen Sendungen und Nachrichten wünschen würde, sind die Karten.

Man liest meist täglich Nachrichten. Sei es, man überfliegt die Themen, liest längere Artikel zu einem Thema oder schaut sich Nachrichten und andere Sendungen im Fernsehen oder auf Mediatheken an. Man hört Namen von Ländern und Städten. Manchmal wird gezeigt, wo das liegt, manchmal aber auch nicht. Natürlich kennt man die Namen und kann sie größtenteils zuordnen. Bei den Hauptakteuren des Weltgeschehens, die immer wieder vorkommen, ist das selbstverständlich einfacher als bei anderen Ländern und Städten. Während ich also noch darüber nachdenke, wo Stadt x nun genau liegen mag, ist schon wieder das nächste Thema an der Reihe. Hier würde ich mir etwas mehr Informationen wünschen, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen würden.

Bei »Mit offenen Karten« wird stets genau gezeigt, welches Land gemeint ist und wo die Stadt liegt. Es werden Zusammenhänge erklärt und Abhängigkeiten. Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht oder bin aktuell dabei, mir jede dieser Sendungen, wenn eine neue Ausgabe erscheint, anzuschauen. In den wenigen Minuten wird durchaus einiges an Informationen vermittelt. Die Sendung wirkt allerdings nicht gehetzt oder gestresst, sondern es wird in ruhigem Ton und unaufgeregt über das Thema referiert. Etwas, das ich überhaupt an den Arte-Sendungen und Dokumentationen schätzen gelernt habe. Arte entwickelt sich zu meinem liebsten YouTube-Kanal.

Das einzige Problem, das ich damit habe, ist, dass zu viele interessante Sendungen erscheinen, die ich mir unmöglich alle anschauen kann. Meine „später ansehen“-Liste auf YouTube wird immer länger. Ich finde es tatsächlich auch sehr entspannend, am Abend eine oder zwei Dokumentationen (je nach Länge mal mehr oder weniger) anzuschauen. National Geographic macht ebenso tolle Dokumentationen. Aber sie sind mir manchmal zu effekthascherisch. Letztens hat man bei einer Folge von »Drain the Oceans« den Sprecher kaum verstanden, weil die Effekte und die Musik im Vergleich so laut waren. An der Abmischung muss noch etwas optimiert werden.

»Mit offenen Karten« kann ich allerdings ohne Einschränkungen empfehlen. Man sieht die Welt mit anderen Augen. Einordnungen fallen leichter und die allgemeine Geografie der Erde wird einem nähergebracht. Zumindest ergeht es mir so.

Politische Diskussionen

Politische Diskussionen können durchaus eine gewisse Freude bereiten. Natürlich unter gewissen Voraussetzungen. Besonders wenn es sich um das Weltgeschehen handelt, spielen immer wieder Spekulationen, Interpretationen und gefährliches Halbwissen eine Rolle. Wir sind im Allgemeinen keine Journalisten oder gar vor Ort stationierte Korrespondent*innen, die sich eingehend mit einem Thema auseinandersetzen. Vielleicht liest man mal ein Buch zu einem spezifischen Thema, aber der Rest sind Informationen aus Zeitungen und anderen Informationsmedien.

Deshalb finde ich es meist befremdlich, wenn jemand vehement auf einem Standpunkt besteht oder eine Sichtweise geradezu fanatisch verteidigt. Natürlich kann und sollte man die eigene Meinung verteidigen. Mir geht es eher darum, dass man gewillt sein sollte, andere Positionen, und seien sie nur marginal von der eigenen abweichend, anzuhören. Ausreden lassen, zuhören, vielleicht mal die eigene Redezeit, wenn man so will, zurückstellen und jemanden zu Wort kommen lassen, der oder die bisher nicht so viel gesagt hat. Unter solchen Voraussetzungen können politische Diskussionen Spaß machen.

Mir geht es nicht darum, recht zu haben. Keiner von uns kann auf das Weltgeschehen signifikant eingreifen. Wir können bei Wahlen unsere Stimme abgeben und damit unseren kleinen Teil beitragen. Man kann gegen Diskriminierung vorgehen, sich für Demokratie einsetzen. Das geht alles auf unterschiedlichsten Wegen, und sei es, dass man nur einen kleinen Blog schreibt. Andere Standpunkte zu hören und zu versuchen, sie zu verstehen, finde ich spannend. Solange es in einem Rahmen bleibt. Was beispielsweise gewisse rechte Parteien von sich geben, rechne ich bestimmt nicht unter „spannende Standpunkte“. Das sind einfach nur ignorante, opportunistische Idioten, die mit den Gefühlen der Bevölkerung spielen und mit Hass und Hetze Unruhe stiften. Aber das würde jetzt zu weit führen.

Wie gesagt, geht es mir nicht darum, in einer Diskussion recht zu haben. Dazu fehlt in manchen Bereichen das Detailwissen. Ich kann mich auch mal irren oder etwas Falsches sagen. Das Wichtige ist nur, auch mit diesen Fehlern umgehen zu können. Sie zu akzeptieren und zu korrigieren oder korrigieren zu lassen. Wenn es anderen passiert, nicht darauf herumzureiten oder sie ins Lächerliche zu ziehen. Ich bin gerne bereit, Neues zu lernen. Wenn man entsprechend respektvoll mit den anderen Perspektiven umgeht. So können es gerne auch mal Streitgespräche werden, denn wenn die Voraussetzungen stimmen, kann man sich am Ende immer noch in die Augen sehen und akzeptieren, dass es verschiedene Ansichten gibt, die weder richtig noch falsch sein müssen.

Gut genug?

Was ist das Erste, das man in eine Suchleiste eintippt, wenn man nach einem Gerät im Jahre 2026 sucht? Wahrscheinlich so etwas wie »bestes DAP«, »beste Kaffeemaschine«, »Gaming Monitor Test« und dergleichen. Am Ende landet man bei diversen Bestenlisten und Vergleichsvideos, die das beste und erstrebenswerteste Produkt anpreisen. Die Frage ist nur: Benötige ich wirklich das Beste? Ist nicht ausreichend gut genug? Was sind überhaupt meine Erwartungen an das gesuchte Gerät? Was soll es für mich erfüllen? Ist es ein Hobby, in das ich erst einsteige und bei dem ich noch gar nicht genau weiß, ob ich es länger verfolgen will, oder ist es eine jahrelange Leidenschaft? In beiden Fällen werde ich zu zwei völlig unterschiedlichen Schlüssen gelangen.

Meine Anforderungen an ein MacBook sind beispielsweise eher gering. Ich schreibe hauptsächlich damit und schaue Videos. Trotzdem habe ich mich vor ein paar Jahren für einen M3-Pro-Prozessor entschieden, weil ich es für längere Zeit verwenden möchte. Außerdem hantiere ich mit der Affinity Suite und dippe immer mal wieder einen Zeh in Foto- und Videobearbeitung. Mein letztes MacBook hat fast 10 Jahre durchgehalten, entsprechende Erwartungen habe ich an das Gerät, auf dem ich diese Zeilen schreibe. Ein E-Reader soll Bücher gut darstellen können. Man kann mehrere hundert Euro für einen ausgeben, aber das ist es mir zum einen nicht wert, zum anderen benötige ich die ganzen Features nicht. Ein Kindle im Sale tut es allemal.

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich etwas mehr mit Musik. Ich habe mir ein paar gebrauchte CDs gekauft, mich mit dem Rippen eben jener CDs auseinandergesetzt und Videos bzw. Texte zum Thema gelesen. Irgendwann landet man bei DAPs. Das ist die moderne Bezeichnung für MP3-Player – Digital Audio Player. Diese gibt es für wenige 10er hin zu ein paar Tausend Euro. Am Ende sollen sie Musik abspielen. Für mein gelegentliches Hören von Musik reicht ein Einstiegsgerät allemal. Dazu in einem anderen Text mehr. Die Frage ist nur: Was ist, wenn das Gerät, welches ich mir ausgesucht habe, nicht gut genug ist?

Man kann sich immer fragen: Hätte ich 50 € mehr ausgeben sollen? Reicht der RAM wirklich aus oder wäre es besser gewesen, die nächste Stufe auszuwählen? Das Gemeine ist ja: Wenn man einmal zu einem Thema recherchiert hat, besonders auf YouTube, bekommt man immer mehr Videos zu dem Thema vor die Füße geworfen. Man sieht sich ein paar davon an und lässt sich verunsichern. Man hört von Features, die nett gewesen wären, oder lässt sich das gekaufte Gerät schlechtreden. F.O.M.O. (Fear of missing out) kommt auf.

Der Vergleich mit anderen, der mithilfe von YouTube, Social Media und dem Internet im Allgemeinen so einfach geworden ist, wird zu einem Problem. Hier muss man die Stärke haben, um abzuschalten – das ist verdammt schwer. Man sollte das Gerät erst einmal genießen und dankbar sein, dass man es sich leisten konnte. Wenn man nach dem besten Gerät einer Kategorie sucht, kommt die Versuchung auf, immer auch das Beste haben zu wollen. Aber entspricht das wirklich meinen Anforderungen? Und einmal entschieden, sollte man tunlichst weitere Vergleiche meiden. Das wäre zumindest mein Ziel. Ich habe eine Entscheidung getroffen und bin damit zufrieden. Darauf kommt es doch an.

Rip it!

Ich habe bereits des Öfteren davon berichtet, dass ich mir eine neue Musikbibliothek aufbauen möchte. Eines meiner neuen Hobbys, welches ich Ende 2025 entdeckt habe, ist tatsächlich Musik. Im Spezielleren ein bewussteres Auseinandersetzen damit. CDs zu kaufen, diese zu digitalisieren, meiner Bibliothek hinzuzufügen und dann anzuhören. Mich intensiver oder genauer damit zu beschäftigen, statt beliebig aus Millionen von Songs einen auszuwählen. Zwar sind Streaming-Dienste gut, um neue Sachen zu entdecken, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf einer eigens kuratierten Sammlung, die auch mir gehört. Doch wie digitalisiert man Musik im Jahre 2026?

Mein MacBook Pro hat kein CD-Laufwerk. Die Herausforderung beginnt also schon einmal damit, die CD irgendwo einlegen zu können. Ich habe mir bei Amazon ein günstiges, gut bewertetes Laufwerk geklickt. Die Marke heißt Amicool, habe ich noch nie zuvor gehört, aber bisher leistet es gute Arbeit. Einfach per USB-C anschließen und es kann losgehen. Nun liegt die CD also drin, das MacBook erkennt: Da ist etwas, was nach Musik riecht, und startet Music. Ich könnte jetzt Music die Arbeit überlassen und den Import hier starten, aber ich möchte mehr Kontrolle darüber haben.

Deswegen habe ich mir die Software XLD installiert. XLD steht für »X Lossless Decoder: Lossless audio decoder for Mac OS X«. Ein kleines, einfaches, aber doch äußerst mächtiges Stück Software. Es bedient sich der Informationen, die Apple Music über die CD gefunden hat (wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, wird man aufgefordert, auszuwählen, welche CD eingelegt ist). Ich habe etwas online gesucht, welche Einstellungen empfohlen werden, und mich an diesen orientiert. Zuerst wollte ich FLAC als Standard verwenden und von da aus die benötigten Formate ableiten. Aber warum nicht gleich den CD-Standard verwenden? Speicherplatz ist 2026 doch kein Problem mehr. Also rippe ich die CDs im Format AIFF. Dabei handelt es sich um ein lossless-Format, welches so auch auf der CD vorhanden ist, wenn ich es richtig verstanden habe.

Das Rippen dauert ein wenig, aber irgendwann hat man alle Alben, Singles und Co. auf dem Rechner. Was macht man nun damit? Als Erstes konvertiere ich die lossless AIFF-Dateien nach ALAC (Apple Lossless Audio Codec). Diese Dateien kann ich dann in Apple Music importieren, sie werden hochgeladen und ich kann von allen meinen Geräten darauf zugreifen. Wichtig dabei ist, dass man überall einstellt, dass man lossless herunterladen und streamen möchte. Ob ich mir einen separaten Player für Musik hole, weiß ich noch nicht. Ich liebäugle mit einem gemoddeten iPod Classic, aber es gibt auch moderne Alternativen. Aber diese Entscheidung eilt ja nicht.

Im Moment ist meine Hauptsoftware für Musik also weiterhin Apple Music. Allerdings habe ich meine alte Bibliothek exportiert und dann aus der Bibliothek gelöscht. Außerdem habe ich sämtliche über das Streaming-Angebot gespeicherten Alben entfernt. Ich wollte mit einer leeren Bibliothek starten. Ich teste allerdings auch Alternativen wie Swinsian oder MusicBee. Leider gibt es MusicBee nicht für Mac und muss über Crossover laufen. Das ist mir aber zu teuer. Vielleicht kommt doch noch eine macOS-Version; ich würde es sehr begrüßen.

Die Frage ist auch, wenn ich mir einen Musik-Player kaufe, wie ich darauf die Musik speichere. Kopiert man diese einfach rüber oder können manche mit Software wie MusicBee oder Swinsian kommunizieren? Damit beschäftige ich mich, wenn es so weit ist. Für heute wollte ich nur einmal kurz meinen Prozess des CD-Rippens darstellen. Ich besitze meine Musik. Trotzdem kann ich diese Rippen und so überall anhören. Retro, aber mit einem modernen Touch.

Journalistische Integrität

Seit etwa einem Jahr lese ich regelmäßig den Falter. Ich habe mir ein digitales Abo geklickt, als sie ein attraktives Angebot hatten. Im Februar werde ich dieses Abo zum normalen Preis verlängern. Zu den anderen journalistischen Angeboten, die ich regelmäßig nutze, zählen orf.at und DerStandard (die Online-Variante). Ich muss jedoch immer wieder feststellen, dass mir der Falter am besten zusagt. Die anderen beiden sind nicht schlecht, um sich täglich informiert zu halten. Über die aktuellen Geschehnisse wird man hier (teils hervorragend) informiert. Den Falter online nutze ich eigentlich nie. Wenn, lese ich die digitale Ausgabe der Wochenzeitung. Hier wird nachgedacht, recherchiert und fundierte Meinungen präsentiert.

Anfangs hat mich der Meinungsteil der Zeitung etwas abgeschreckt. Ich möchte doch fundiert und unabhängig informiert werden. Doch genauso wie den täglichen Newsletter weiß ich inzwischen die Meinungsspalten sehr zu schätzen. Denn was hier präsentiert wird, sind fundierte Meinungen, die auf Fakten beruhen. Man kann mit diesen Meinungen übereinstimmen, die Fakten dahinter kann man allerdings nicht leugnen. Und wenn wir uns ehrlich sind, werden diese ersten Seiten zwar als „Meinung“ präsentiert, doch eigentlich sind es kurze Meldungen des Tagesgeschehens der vergangenen Woche. Eingeordnet und mit dem subjektiven Charme des Schreibenden versehen. Das tut deren Wahrheitsgehalt aber keinen Abbruch.

Im Studium habe ich gerne »Die Zeit« gelesen. Ebenfalls eine Wochenzeitung. Das Format der Wochenzeitung sagt mir sehr zu. Denn hier wird über die Themen der Woche nachgedacht. Man ist nicht unterjocht, jede bescheuerte, unwichtige Meldung aufzunehmen, die durch die anderen Zeitungen und Portale gejagt wird. Selbst wenn es sich eigentlich um für mich irrelevante Informationen handelt. Das scheint mir im modernen Journalismus etwas verloren zu gehen. Wie ich im Studium gelernt habe, ist ein Faktor für Nachrichten die Nähe zum Publikum und zur Leserschaft. Aber was hat Nachricht x mit meinem Leben in Österreich zu tun? Ich denke, allen fällt mindestens ein Beispiel ein. Ein unnötiges Stück Information, auf das man gerne verzichtet und dafür etwas Lokales gelesen hätte. Diesem Druck, über alles zu berichten, entgehen Wochenzeitungen etwas. Besonders in deren Printausgabe (egal ob man diese digital lesen mag).

Der Falter schreckt auch nicht davor zurück, Kritik an anderen journalistischen Inhalten zu üben. Ich mag das, da es die gesamte Newslandschaft einordnet und zur Verantwortung zieht. Sie schreiben, wenn andere voreilige, falsche Schlüsse ziehen oder sich von Politiker*innen ihre Berichterstattung indirekt diktieren lassen und so in den Bereich von Verschwörungstheorien abdriften. Das klingt jetzt dramatischer, als es ist. Jedes Medium kann aus verschiedenen Gründen, wie Stress und (Zeit-)Druck, die falschen Schlüsse ziehen oder voreilig über etwas berichten. Deshalb mag ich es auch, verschiedene seriöse Quellen zurate zu ziehen und so einen umfassenderen Blick zu bekommen.

Für die herausragenden Recherchen (unter anderem die Aufdeckung der fürchterlichen Zustände und Vorgänge bei SOS-Kinderdorf) werden sie regelmäßig mit Auszeichnungen versehen. In Zeiten wie diesen braucht es ein Medium wie den Falter. Unabhängigen, seriösen, gut recherchierten Journalismus, der sich nicht bestechen lässt. Die keine eigene Agenda verfolgen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass das Mediengesetz überarbeitet wird und Boulevardmedien, wie jene mit den großen Buchstaben, ihre künstlich gepushte Reichweite einbüßen. Ich hoffe sehr, dass Babler damit Erfolg hat, und drücke ihm die Daumen.

Start in den Tag

Wie wohl bei den meisten Menschen unterscheiden sich meine morgendlichen Routinen unter der Woche deutlich von jenen am Wochenende. Unter der Woche brauche ich vom Aufstehen bis zum Verlassen des Hauses etwa fünfzehn Minuten. Ich halte mich nicht mit Kaffee oder Frühstück auf, sondern mache mich gleich auf, in die Arbeit. Seit jeher fange ich gerne um 6 Uhr an. Wer früher anfängt, kann auch wieder früher aufhören. Auch wenn ich meinen Job gerne mache, so nutze ich doch den Nachmittag für mich. Besonders im Winter ist diese Herangehensweise ein Vorteil, da man noch etwas Sonne abbekommt. Ich habe Zeit für Sport, kann Texte schreiben und so weiter. Am Wochenende sieht das anders aus.

Manchmal fahre ich samstags frühmorgens einkaufen. Da ist nichts los, man bekommt frische Sachen und ein Abstecher zum Bäcker ist auch noch drin. So hat man herrliches Brot zum Frühstück. Ich lasse mir am Wochenende gerne Zeit. Trinke Kaffee, esse etwas und lese Zeitung (meistens die aktuelle Ausgabe des Falters). Das mache ich auch in Hotels gerne. Wenn ich Freunde besuche oder Städtetrips mache (zumindest wenn ich alleine unterwegs bin) kann es gut und gerne vorkommen, dass ich über eine Stunde am Frühstück sitze. Ich hole mir immer mal wieder eine Kleinigkeit zu essen, probiere das Frühstücksbuffet und lese zwischendurch Texte. Zu Hause nutze ich die Zeit auch gerne zum Schreiben.

So ein langes und ausführliches Frühstück reicht für den ganzen Tag. In Stuttgart habe ich schon meine Stammstrecke entdeckt, die ich spazieren gehe. So bin ich gerne mal über zwei Stunden zu Fuß unterwegs, streife durch den Stadtpark und mache mich auf zu neuen Entdeckungen. Beim nächsten Mal möchte ich noch andere Parks testen. Das Problem ist nur, dass man zu diesen mit der U-Bahn fahren müsste Meist übernachte ich in der Nähe des Hauptbahnhofs, und da gibt es eben nur einen großen Park, den man für ausgiebige Spaziergänge nutzen kann.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich nur kurz eine Kleinigkeit esse, einen Kaffee genieße und mich dann auf den Weg mache. Mir ist im Prinzip beides recht. Ich mag es auch nicht, wenn jede Woche, jeder Tag immer wieder gleich strukturiert ist. Die Kreativität braucht Abwechslung, neue Sinneseindrücke, Informationen und Ortswechsel. Seien diese Durchbrechungen im Kleinen oder im Großen. Ich begrüße sie mittlerweile. Besonders die kleinen sind hervorragend dazu geeignet, die Grenzen der Komfortzone auszutesten. Man muss diese ja nicht immer gleich mit Gewalt durchbrechen. Es reicht gelegentlich aus, die Grenzen neu abzustecken.

Ballet Revolución

Anlässlich eines Geburtstags war ich übers Wochenende in Stuttgart. Wenn ich in Städten wie Stuttgart ein paar Tage verbringe und ich an einem Abend noch nichts Spezifisches vorhabe, schaue ich gerne nach Veranstaltungen, die ich besuchen könnte. Das letzte Mal, als ich hier war, habe ich mir beispielsweise »Queen – We Will Rock You« angeschaut. Auch wenn das Musical ein Genuss war, so wollte ich es nicht schon wieder anschauen. Immerhin ist es erst ein paar Monate her. Also fiel meine Wahl dieses Mal auf »Ballet Revolución« – und ja, ich habe es immer falsch ausgesprochen.

Es sollte mein erstes „reines“ Ballett werden, wenn man so möchte. Doch da der Beiname „Revolución“ versprach, dass es etwas moderner gestaltet sein würde, war ich guter Hoffnung. Ich schaue mir ungern im Vorhinein etwas zu den Veranstaltungen an, die ich besuche. Ich möchte mich überraschen lassen. Es zum ersten Mal live mit den anderen Zuschauer*innen erleben. Ich machte mich zu gegebener Zeit also auf den Weg zum Theaterhaus. Da ich das Ticket schon einige Zeit zu Hause hatte, wusste ich nicht mehr genau, wo ich meinen Platz gebucht hatte. Die Nummerierung der Plätze lässt darauf auch nicht immer Schlüsse zu. Es war leicht abseits der Mitte, in der ersten Reihe der Tribüne. Also perfekter Blick über die Parkett-Reihen auf die Bühne.

Die ersten zehn Minuten waren wohl die anstrengendsten? Ich weiß nicht, ob dies das richtige Wort dafür ist. Es fiel mir schwer, reinzukommen, aber das ist durchaus des Öfteren der Fall. Ich schaue mir gerne neue Dinge an, da braucht es eine gewisse Eingewöhnungsphase. Die ersten zehn Minuten waren auch geprägt durch klassisches Ballett. Sofern ich das mit meinem vollumfänglichen Unwissen beurteilen kann. Die Musik wirkte etwas eintönig, dazu Balletttanz und gelegentliches Schreien der Tänzer*innen. Ich wusste nicht, ob es eine Zurschaustellung der Fertigkeiten ist, also reine Choreografie zur Musik, oder ob ich die Sprache des Balletts kennen müsste, um das, was auf der Bühne passiert, verstehen zu können.

Jedenfalls waren es beeindruckende Fertigkeiten, die alle auf der Bühne präsentierten, soweit ich das beurteilen kann. Die Dame, die neben mir saß, war ein guter Indikator, wenn schwierige Techniken oder Sprünge stattfanden, da sie diese stumm lobte. Eine gute Orientierung. Ich habe mich anfangs auch damit abgelenkt, herauszufinden, wer der attraktivste Tänzer des vorwiegend männlichen Casts ist. Eine selbstverständlich oberflächliche, unnötige und unfaire Ablenkung, aber was soll’s. Die Frage stellte sich rasch als irrelevant heraus, sobald der komplette männliche Cast plötzlich oben ohne auf der Bühne erschien. Für wenige Minuten hatte die Show den Anstrich einer Stripper-Show à la Chippendales. Ich hatte nichts dagegen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten fand ich somit dann doch noch in die Show hinein. Wie sich herausstellen sollte, sind nur die anfänglichen ca. 10 Minuten der beiden Akte der Show von klassischem Ballett geprägt. Bereits am Anfang des zweiten Aktes konnte ich diesen schon mehr genießen, vor allem weil die Tänzer*innen einmal mehr mit den wohl schwierigsten Posen und Tanzeinlagen des Balletts aufwarteten. Der Rest der beiden Akte war gefüllt mit durchweg gut gespielten Covers von Songs. Den Anfang bildete ein gekonnt gesungenes Cover von Adeles »Hello«. Die Cover führten zu abwechslungsreichen und energiegeladenen Tanz-Performances. Die Tänzer*innen, gemeinsam mit der Band, verstanden es, Stimmung zu machen und das Publikum zu animieren, wie ich es selten erlebt habe – besonders bei dem eher zurückhaltenden deutschen Publikum.

Ich bin sehr froh, mich für »Ballet Revolución« entschieden zu haben. Es war eine neue Erfahrung. Mein erstes Ballett und dann auch noch in modernem Gewand. Etwas enttäuscht war ich, dass es keinen Merch zu kaufen gab. Seit Maria Theresia wollte ich es mir eigentlich angewöhnen, jedes Mal die CD mitzunehmen, als kleines Andenken und um immer wieder in die Show reinhören zu können. Entweder es gab wirklich keinen Merch oder ich habe den Stand einfach nicht gesehen. »Ballet Revolución« ist jedenfalls einen Besuch wert.