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Geschenkideen

Ich mag es, Leuten zwischendurch kleine Geschenke zu machen, wenn mir etwas Passendes unter die Augen kommt. Sei es eine Ranni Plüschfigur aus Elden Ring, eine aus Klemmbausteinen gebaute Rubic’s Cube Hommage oder etwas, dass man zum Einkaufen verwenden kann, wie den Shopcock. Dabei handelt es sich um ein witziges kleines Teil für den Schlüsselanhänger, mit dem man jederzeit und überall einen Einkaufswagen freibekommt. Hineinstecken, herausziehen, fertig – ganz ohne Münzen mit sich führen zu müssen und große Suche nach Kleingeld. Auch auf meinem Schlüsselanhänger befindet sich einer. Sehr empfehlenswert und ein lustiges Geschenk.

Und nein, ich werde (leider) nicht von all den Firmen bezahlt, die die Dinge, Spiele und sonstige Sachen produzieren/herstellen/vertreiben, um darüber zu schreiben. Nur damit das einmal gesagt ist. Wenn das so sein sollte, würde ich das offen kommunizieren. Ich halte es für verwerflich, wenn man etwas zum Testen zur Verfügung gestellt bekommt und dann die Leser*innen oder Zuschauer*innen nicht darüber aufklärt.

Es ist an sich eine tolle Sache, wenn man sich in einem Gebiet etabliert hat und entsprechende Sachen zugeschickt bekommt. Allerdings sollte man offen sein, da es sein kann, dass damit schon etwas die eigene Meinung gefärbt ist. Muss natürlich nicht sein, aber komplett neutral ist man dann, denke ich, nicht mehr. Ich schreibe hier an dieser Stelle immer nur von Produkten, Spielen, Software etc. nur dann, wenn ich wirklich davon begeistert bin. Oder ich das Bedürfnis habe, darüber zu berichten. Im Idealfall natürlich beides, auch wenn ein Verriss ebenso lustig und unterhaltsam sein kann. Im besten Fall kann jemand damit etwas anfangen; bekommt eine Idee oder Inspiration.

Und damit man nicht zu viel nach Shopcock googeln muss und auf seltsame, dubiose Seiten stößt – warum das auch immer passieren sollte – hier der direkte Link zu deren Webseite. Allein dafür lohnt sich ein Blick, da sie sehr unterhaltsam gestaltet ist: Shopcock-Webseite

Fortsetzung des Frühjahrsputzes

Mitte April, als der Blütenstaub mit dem Sahara-Sand alles in ein dunstiges Gelb getaucht hatte, habe ich bereits eine Grundreinigung der Wohnung vorgenommen (Ein Frühjahrsputz). Allerdings habe ich mit den Fenstern noch gewartet, bis sich die Schnee-Regen-Blütenstaub-Zeit etwas beruhigt hatte. Der 1. Mai erschien deshalb für ein Aufgreifen des Mottos »Frühjahrsputz« durchaus passend. Immerhin wollten noch diverse Kissenbezüge ebenso gewaschen werden, wie ein paar Teppiche und die bereits genannten Fenster geputzt.

Es gibt ja Dinge, die man als erwachsener Mensch machen muss oder tun sollte, die sich einfach nicht vermeiden lassen – oder die man nicht allzu lange vor sich herschieben sollte. Wie ich mit Freund D. vor Kurzem bemerkte, gehört es eben dazu, das Sieb des Geschirrspülers regelmäßig zu reinigen, Dinge zu entsorgen oder die Wohnung sauber zu halten. Es mögen vielleicht lästige Arbeiten sein, sind sie allerdings erledigt, hat man – so ergeht es mir zumindest – doch immer ein gewisses zufriedenes Gefühl. Es ist etwas erledigt, man hat etwas geschafft, das man sich vielleicht schon länger vornimmt und kann sich am Ende des Tages zufrieden auf die Couch setzen. Eventuell sogar mit einer selbst gemachten Pizza und einem Aperol Spritz – um ein völlig beliebiges Beispiel zu nennen.

Mir fallen solche (Haus)Arbeiten immer leichter, wenn ich meine beiden Sonos-Boxen voll ausreize und gute Musik auflege. Sei es Miracle of Sound, Lil Nas X, Billie Eilish oder der Soundtrack zu Bloodbourne, den ich vor Kurzem für mich entdeckt habe (dazu aber später einmal mehr). Selbst ein Podcast kann gerne nebenbei laufen und schon vergeht die Zeit wie im Flug. Oder man nutzt die Zeit zum Nachdenken, als Meditationsersatz oder um innerlich zur Ruhe zu kommen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man die Zeit für sich sinnvoll nutzen kann und es nicht unbedingt als lästige Pflicht anzusehen, ist ein erster Schritt. Die innere Einstellung und wie man an eine Aufgabe, Herausforderung oder was auch immer herantritt, macht den entscheidenden Unterschied. Ich versuche es stets, als Chance zu sehen – auch wenn es mir natürlich nicht immer gelingt. Aber jeden Tag ein klein wenig besser, das reicht ja bereits.

Nachrichten und Newsletter

In den vergangenen Monaten habe ich eigentlich gerne den Standard gelesen. Ich hatte mich für das Digital-Abo inklusive gedruckter Wochenend-Ausgabe entschieden. Doch immer wieder kam es in letzter Zeit vor, dass diese Wochenend-Ausgabe ungelesen auf dem Esstisch verweilte, bis die nächste ins Haus flatterte. Auch das online-Angebot des Standard habe ich immer weniger genutzt. Stattdessen haben mich andere journalistische Angebote mehr interessiert.

Denn immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich doch lieber per Newsletter meine Nachrichten und Informationen bekomme. So kann ich zwischendurch am iPhone einen Artikel lesen oder mich am Esstisch mit dem kleinen iPad in diverse Texte vertiefen. Es ist ein komfortables Format, kommt automatisch zu mir und ich kann es jederzeit lesen. Einen der besten Nachrichten-Newsletter, den ich bisher entdeckt habe, ist der von den Krautreportern. Gut recherchierte Artikel bieten nicht nur einen Überblick über das tägliche Geschehen, sondern sie bieten auch Essays und Texte zu spannenden und außergewöhnlichen Themen an.

Deshalb habe ich mein Standard-Abo wieder gekündigt. Stattdessen versuche ich das Angebot der Riffreporter und lasse mich mal überraschen, was die zu berichten haben. Außerdem kommt nun wieder der Newsletter von Sham Jaff What happened last week regelmäßig in mein E-Mail-Postfach. Was Games-Journalismus anbelangt, bin ich noch etwas auf der Suche, aber superlevel scheint ein guter Start zu sein. Manchmal muss man Glück haben, dass man kleinere Angebote, wie eben superlevel findet, da sie oft unter dem Radar vor sich hin existieren.

Auf diese kleine Seite bin ich nur aufmerksam geworden, weil ich den Podcast von Uebermedien gerne höre. In der aktuellen Ausgabe geht es um Journalismus in der Gaming-Branche und in der verlinkten Recherche/Studie sind einige Gaming-Seiten verlinkt, die als Quelle gedient haben. So teste ich immer mal wieder gerne neue Newsletter, Podcasts und Nachrichten-Angebote; man weiß ja schließlich nie, was man so findet.

Kopfsache

Von Sonntag auf Montag und auch noch den Montag über hinweg hatte ich mit Schwindel und Kopfschmerzen zu kämpfen. Schwindelgefühle empfinde ich, wie wahrscheinlich viele, als äußerst unangenehm und anstrengend, vor allem da ich nie weiß, woher diese tatsächlich stammen. War man zu viel unterwegs und hat sich mit etwas überfordert, hat man zu wenig getan, etwas Falsches gegessen oder ist in der Nacht zuvor seltsam gelegen – die Ursachen können vielfältiger Natur sein.

Kopfschmerzen sind zwar ebenfalls anstrengend und äußerst unangenehm, aber da hilft schnell mal eine Tablette. Oder wenn ich merke, es rührt eher von Verspannungen her, dann mache ich Yoga, das hilft dann ebenfalls, zumindest ein wenig.

Bei Schwindel kann man allerdings recht wenig machen, außer es durchzustehen. Vielleicht etwas raus in die Sonne, wenn das möglich ist – raus an die frische Luft und natürlich viel trinken. Für sich genommen kein schlechter Rat, aber dieser trifft weitestgehend immer und überall zu. Egal, was man hat, es wird stets empfohlen, viel zu trinken. Ist jetzt nichts Schlechtes, aber es sollte doch etwas sein, was (hoffentlich) alle, die den Luxus von unbegrenztem Wasser haben, ohnehin täglich tun. Aber ich schweife ab.

Schwindel ist eines dieser Dinge, die sich die Evolution durchaus hätte sparen können, da damit eigentlich niemandem geholfen ist. Aber da gibt es ja so manches, das nicht hätte sein müssen. Man kann nur das Beste daraus machen und sich nicht zu sehr hineinsteigern – es nicht zu sehr verkopfen. Dadurch wird es zum einen nicht besser und zum anderen macht man sich selbst damit nur psychisch ebenfalls fertig. Guter Dinge bleiben und darauf vertrauen, dass der Körper schon weiß, was er tut. Immerhin hat man sicherlich schon schlimmeres überstanden.

Für Körper und Geist

Am Samstag war ich seit längerer Zeit mal wieder eine größere Runde spazieren. Nicht, dass ich zwischendurch ein paar Spaziergänge untergebracht hätte, in den vergangenen Wochen, aber mit unterschiedlichsten Terminen und meinem herkömmlichen Training war die Zeit doch etwas knapp dafür. Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, dass es am Samstag wunderbares Wetter hatte – über 20 Grad und blauer Himmel. Außerdem hatte ich nichts Konkretes geplant.

Nach dem morgendlichen Kaffee war ich schließlich über 2 Stunden und knapp 14 km unterwegs, habe gute Podcasts gehört und die Natur genossen. Zu den Podcasts zählten Übermedien, Wochendämmerung, Hoaxilla und ich versuche gerade verschiedene Gaming-Podcasts, habe aber den für mich richtigen noch nicht gefunden. Ich mag es lange unterwegs zu sein und mich in der Natur und den Podcasts zu verlieren. Dieser ausgiebige Spaziergang hat mir mal wieder gezeigt, wie nötig ich das hatte und dass ich wieder regelmäßig längere Runden gehen sollte.

Es ist nicht nur gut wegen der körperlichen Betätigung, sondern ich bekomme den Kopf frei und lausche interessanten Gesprächen mit Hilfe von Podcasts. Und es kommt mir natürlich die ein oder andere Idee für einen Blog-Beitrag. Es ist wunderbar und einzigartig zu anderen Sportarten, die ich so mache. Denn wenn ich laufe oder Rad fahre (was aktuell selten der Fall ist) mag ich nichts hören, sondern mich auf die Tätigkeit an sich konzentrieren. Außerdem sollte beim Radfahren die Aufmerksamkeit auf der Straße sein und nicht bei einem Podcast oder zu laut aufgedrehter Musik.

Grundsätzlich ist es mir allerdings egal, welches Wetter gerade vorherrscht, denn bei Regen bin ich ebenso gerne draußen unterwegs. So hat jeder Tag und jede Wetterlage sein eigenes Gefühl und es ist immer etwas anderes. Vor allem, wenn man dabei Podcasts hört, werden die Spaziergänge immer zu etwas Spannendem – nicht, dass ich es nicht auch genießen würde, einfach mal so, ohne etwas im Ohr unterwegs zu sein.

Ich finde es zudem interessant, dass man sich mit der Zeit an gewissen Orten an die Themen erinnert, die gerade im Podcast vorkommen oder bestimmte Gegenden mit Podcasts assoziiert. Das ist nicht immer und überall der Fall und ich bin mir auch nicht sicher, woran das konkret liegt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass sich diese Verbindung aufbaut. Früher hatte ich das bei Hörbüchern ebenfalls, als ich diese noch regelmäßig gehört habe. Mal sehen, wo dies das nächste Mal der Fall ist.

Spoiler-Warnungen

Ein Thema, wo ich mir stets unsicher bin, wie ich eigentlich dazu stehe, sind Spoiler-Warnungen. Wenn ein Film, ein Spiel oder ein Buch mit der Enthüllung eines bestimmten Geheimnisses oder Twists steht und fällt, ist es dann immer noch ein gutes Buch? Denn eigentlich sollte doch die Reise genauso viel Wert sein, wenn nicht sogar noch viel höher stehen, als das Ende. Viele großartige Serien, die längere Zeit erfolgreich laufen und große Fan-Herden hinter sich scharren können, schaffen es nur selten, ein zufriedenstellendes Ende auf die Beine zu stellen. Sind deshalb die Jahre davor, die man die Serie genossen hat, umsonst gewesen?

Ich muss leider mal wieder Elden Ring als Beispiel heranziehen. Das Spiel hat insgesamt 6 unterschiedliche Enden. Ich kenne die meisten, wenn nicht sogar alle davon. Entweder weil ich es selbst erlebt habe, durch Let’s Plays oder weil in einem YouTube-Video oder Wiki-Eintrag über die Enden berichtet wurde. Trotzdem werde ich dem Spiel nicht müde gegenüber. Ich bin immer noch begeistert und angetan von der Welt und den Möglichkeiten, die es bietet. Die Enden sind nur die Spitze eines viel größeren Eisbergs an Abenteuern, die es zu erleben gibt. Allein mit den unterschiedlichen Charakter-Bulilds kann man viele Durchgänge starten, ohne dass es langweilig wird. Ganz zu schweigen von den Mods, die es für Elden Ring mittlerweile gibt.

Am anstrengendsten finde ich aber, was das Thema Spoiler anbelangt, Podcasts, die Filme oder Serien besprechen. Da wird mehrheitlich zwischen einem Spoiler-freien Teil und einem Spoiler-haltigen Teil unterschieden. Wenn dann in der ersten Hälfte kryptisch um gewisse Punkte herumgetänzelt wird, finde ich das sehr anstrengend zum Zuhören. Da wäre es mir lieber, sie würden die Szene oder den Punkt der Handlung konkret ansprechen. Denn wenn ich einen Podcast zu einem Film höre, den ich noch nicht gesehen habe, bin ich selbst dafür verantwortlich, wenn mir dann das Ende oder der große Twist verraten wird.

Schon seit längerer Zeit versuche ich, nicht allzu viel auf Spoiler zu geben. Wie gesagt, es sollte der Geschichte oder dem Erlebnis keinen Abbruch tun, nur weil man weiß, wie ein bestimmter Punkt davon verläuft. Immerhin kommt es nicht selten vor, dass wir wiederholt auf Serien oder Filme zurückgreifen, die wir schon kennen. Oder aber dieselben Spiele spielen, dieselben Bücher lesen, obwohl wir genau wissen, wie die Geschichte verläuft. Trotzdem haben wir unsere Freude daran, da sie einfach gut gemacht sind. Zwar kann man nur selten die Magie des ersten Erlebnisses einfangen, doch dem Genuss tut dies nur selten einen Abbruch.

Weniger Angst vor Spoilern wäre also ganz angebracht. Und wenn eine Geschichte wirklich darauf ausgelegt ist, nur um einen speziellen Punkt herum zu funktionieren, den man auf gar keinen Fall verraten darf – ist es dann wirklich eine gute Geschichte? Wir alle wissen, dass Darth Vader der Vater von Luke ist, trotzdem schaue ich The Empire Strikes Back immer wieder gerne an. Es zählt eben doch die Qualität einer Geschichte. Auch wenn viele Studios bei Filmen versuchen, diesen Fakt durch ein Effekt-Gewitter zu verschleiern, braucht man im Grunde immer ein solides Konzept einer Geschichte, mit Charakteren, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man gerne mitfiebert. Alles andere ist nur Deko.

Goa’uld Alkesh von Bluebrixx

Mit dem Asgard-Schiff Beliskner, von dem ich bereits berichtete (Stargate aus Klemmbausteinen), habe ich mir ebenfalls ein Goa’uld Alkesh besorgt. Es gehört zu den ikonischen Schiffen aus der Serie, aber erst, wenn man es selbst baut, bekommt man einen Sinn für die Form. Nicht nur die leicht ovale Form als ganzes, sondern vor allem die Pyramide passt wunderbar zur ägyptischen Ikonografie der Goa’uld. Ich hatte gar nicht mehr im Sinn, dass diese doch so prominent Platz fand auf einem Alkesh. Jetzt fehlt nur mehr ein Mutterschiff daneben, in einem vielleicht etwas größerem Maßstab.

Grundsätzlich finde ich aber die Größe, die Bluebrixx für die Stargate-Schiffe gewählt hat, angenehm. Sie sind weder zu groß, noch zu klein und machen Spaß zu bauen. Bei Star Trek, wovon Bluebrixx ebenfalls die Lizenz hat, gibt es drei unterschiedliche Maßstäbe (vielleicht sogar 4?) und jede hat natürlich ihren Reiz. Dennoch finde ich den Fokus auf eine Größe ansprechend und es fließt umso mehr Liebe zum Detail hinein – hat man zumindest das Gefühl.

Schiffe sind natürlich immer etwas Besonderes zu bauen, in dem Sinne, dass die meisten gespiegelt sind. Das bedeutet, man baut natürlich viel doppelt. Beim Alkesh ist mir das leicht negativ aufgefallen. Ich hatte das Gefühl, dass bei der Beliskner die Symmetrie geschickter in den Bau integriert wurde, sodass sich nicht sehr viel gedoppelt hat – außer am Ende bei der Verkleidung.

Dennoch ist der Bau des Alkesh interessant und die Techniken, die die Entwickler*innen bei Bluebrixx verwenden, um die Formen hinzubekommen, überraschen immer wieder. Ich bin gespannt, wann und was als Nächstes erscheint, aber erst einmal erfreue ich mich an den drei Sets, die ich habe.

New Game Plus

Nachdem ich mit einem Spiel durch bin, ist es eigentlich für mich abgeschlossen. Ist der letzte Boss besiegt, die letzte Quest erfüllt, stellt sich ein Gefühl des Abschlusses ein und ich kann mich entspannt zurücklehnen. Immerhin gibt es noch so viel mehr Spielwelten zu entdecken und Bosse zu bezwingen. Doch die Gaming-Branche hat sich da ein nettes Werkzeug einfallen lassen: New Game Plus. Damit ist es schon spannender, sich einem bereits erledigten Spiel erneut zu widmen.

Besonders bei Spider-Man 2 habe ich sehnsüchtig auf dieses Feature gewartet und spiele nun gelegentlich erneut dieses Meisterwerk durch. Aber ich lasse mir aber deutlich mehr Zeit und genieße es noch mehr als beim ersten Mal. Genauso ist es bei Final Fantasy XVI; hier gab es den Final Fantasy Mode zwar schon von Anfang an, aber ich habe auf die Veröffentlichung der beiden DLCs gewartet, bis ich mich erneut dem Spiel widme. Inzwischen habe ich also schon zwei Spiele, die ich gerne nochmal in einer New-Game-Plus-Fassung erleben möchte.

Doch dann kam Elden Ring. Ich hatte das Elden Biest besiegt und bin leider doch nicht Elden Lord geworden, weil ich mich für das Ranni-Ende entschieden habe, aber der Abspann lief und der erste Durchlauf war beendet. Doch damit ist meine Leidenschaft für dieses Spiel noch lange nicht vorbei. Gerade habe ich mit einem frischen Charakter wieder von vorne angefangen. Als Bettler, der nichts hat außer einer Keule, arbeite ich mich gerade zum zweiten Mal durch diese fantastische Welt. Ich möchte mir alles erkämpfen, die Rüstungen und Waffen verwenden, die ich finde und quasi wirklich von null auf mir alles verdienen. Das New Game Plus vom ersten Durchlauf werde ich als Magier angehen und bin gespannt, was diese Charakter-Klasse so alles zu bieten hat.

Außerdem schaue ich noch die Let’s Plays von Jokerface an. Speziell diejenigen Runs von ihm, wo er das Spiel mit Hilfe von Mods verändert. Beispielsweise bedient er sich in einem Run des Item-, Boss- und Gegner-Randomizers, was schon vieles anders macht. Es gibt außerdem die Convergence-Mod, die quasi ein komplett neues Spiel aus Elden Ring macht. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich die Leidenschaft von Spieler*innen zeigt und was sie in der Lage sind, aus Spielen zu machen.

Das ist einer der Gründe, warum ich sehr stark am Überlegen bin, mir einen Gaming-PC zuzulegen. Denn Mods für Spiele gibt es leider nur für den PC. Ich, als leidenschaftlicher Konsolenspieler, bin also von einer kompletten Seite an Spielerfahrungen ausgeschlossen. Besonders für Elden Ring würde ich mir gerne die ein oder andere Mod mal selbst zu Gemüte führen wollen. Ob sich dafür allerdings die Anschaffung eines teuren Gaming-PCs lohnt, muss ich erst noch entscheiden. Vielleicht ist es auch nur mein FOMO, was sich hier überdeutlich zeigt, aber solch eine Entscheidung fällt man ja sowieso nicht über Nacht.

Meine Strategie hierfür ist es, erst einmal eine Kategorie für einen Gaming-PC in YNAB anzulegen und ein bisschen was anzusammeln über die nächsten Monate. Dann kann man in Ruhe darüber nachdenken, ob ich es immer noch will oder ob sich die Prioritäten geändert haben und es eben doch nur ein Impuls war. Das mag ich an der YNAB-App so gerne, sie nimmt mir zwar nicht die Entscheidungen ab, macht es aber leichter, mit ihnen umzugehen.

Jedenfalls erfreue ich mich gerade sehr an den drei genannten Spielen, auch wenn Elden Ring klar dominiert. Es gibt einfach zu viele Spiele und zu wenig Zeit, aber wie so oft muss man sich auch hier für etwas entscheiden. Ob man nun Spider-Man 2, Final Fantasy XVI oder Elden Ring spielt, ist schließlich nicht so entscheidend, wichtig ist nur, dass es Freude bereitet sich in diese Welten zu begeben und sich durchzukämpfen.

Die kleinen Erfolge feiern

Eigentlich hatte ich heute (ich schreibe diese Zeilen am Dienstagabend) nicht mehr vor, einen Text zu verfassen. Den ganzen Tag über hatte ich stets leichte Kopfschmerzen, vielleicht Migräne, und war eigentlich froh, nichts weiter geplant zu haben und einen entspannten Abend auf der Couch mit Elden Ring und einem Video von Jokerface zu verbringen. Doch man weiß ja nie, wann die Inspiration zuschlägt, und wenn sie es tut, sollte man diese auf jeden Fall nutzen.

Inspiriert wurde ich von einem YouTube-Video von YNAB – you need a budget. Hierbei handelt es sich um eine fantastische Finanz-Software, von der ich bereits einmal berichtet habe (Impulskontrolle mit YNAB). Diese App verhilft mir jeden Tag zu einer geistigen Ruhe und einem Gefühl der Kontrolle, was meine finanzielle Situation angeht; ich kann es kaum in Worte fassen. Mit knapp über 100 € Abo-Kosten im Jahr ist YNAB zwar die mit Abstand teuerste App, die ich regelmäßig in Verwendung habe, doch das unten verlinkte Video hat mir mal wieder gezeigt, warum ich dieses Geld gerne ausgebe.

Es geht nämlich nicht nur darum, dass ich mit YNAB in der Lage bin, jedem Euro einen Job zu geben. Oder meine Ausgaben immer im Blick habe und welche Kosten in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf mich zukommen – es geht darum, dass dieses Unternehmen es schafft, um das trockene Konzept »Budget« einen kompletten Lebensstil, eine komplette Lebenseinstellung aufzubauen. Diesen positiven Vibe – ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein – diese Idee eines Lebensstils, den man um die Idee dahinter aufbauen kann, ist aber immer wieder hart erarbeitet. Denn wenn man etwas täglich nutzt, wird es zur Routine.

Routinen haben ihre Vorteile, aber können zur Folge haben, dass wir eventuell eine Selbstverständlichkeit gewissen Dingen gegenüber entwickeln, worum es sich auch immer handeln möge. Deshalb bin ich sehr froh, dass YNAB einen fantastischen YouTube-Kanal pflegt. Immer wieder bin ich erstaunt über die Inhalte der Videos, die vor allem Hannah und Ben – meine beiden absoluten Favoriten von dem Kanal – parat haben. Besonders erstaunt mich immer wieder, dass sie bereit sind, Privates mit den Zuschauern zu teilen. So wie es Ben eben in dem aktuellen Beispiel tut und eine durchaus inspirierende Geschichte erzählt.

Und genau deshalb gebe ich das Geld für die App gerne aus. Es ist nicht nur die Nützlichkeit, die sich jeden Tag aufs Neue zeigt, oder das Gefühl der Kontrolle. Nein, es sind die Menschen dahinter, die es zu einem sympathischen Unternehmen machen. Es steckt kein großer Name eines Megakonzerns dahinter, sondern die Mitarbeiter*innen schaffen es, dass YNAB familiär und nahbar wirkt. Weil sie es zu einem gewissen Grad auch sind.

Ben berichtet in dem Video unter anderem davon, wie er ein neues Selbstbewusstsein in sich entdeckt hat, von dem er nicht wusste, dass er es hat. Daraus leitet er dann geschickt ab, dass es wichtig ist, die kleinen Erfolge zu feiern. Es müssen nicht immer die großen Sprünge sein, die weltbewegenden Ereignisse, die wir hervorheben – manchmal sind die »kleinen« Erfolge die Besten. Jeden Tag lässt sich einer finden, wenn man nur gewillt ist hinzuschauen. Jedes Ziel ist es wert verfolgt zu werden, wenn es einem wichtig genug erscheint, auch wenn es vielleicht nicht nachvollziehbar ist für andere. Vor allem sollte es nicht davon abhalten, zu feiern, wenn man dieses Ziel erreicht hat.

Eines meiner Ziele ist es, einen täglichen Blog zu betreiben – jeden Tag einen kleineren oder größeren Text zu verfassen. Ich bin mir selbst noch nicht zu 100 % sicher, warum oder wofür, aber die kreative Herausforderung tut mir gut und ich will es mir selbst beweisen, es zu können. Manche mögen das vielleicht nicht nachvollziehen können, aber mir ist es wichtig. Und dank eines kleinen Videos, eines kleinen Unternehmens, bin ich inspiriert worden, mich am Ende eines anstrengenden Tages doch noch hinzusetzen und noch ein paar Worte niederzuschreiben.

Frauen dürfen nun Space Marines sein

Games Workshop hat vor Kurzem den neuen Codex für die Custodes-Fraktion von Warhammer 40k herausgebracht. Die Custodes sind eine spezielle Brut an Space Marines, die dafür ausgebildet und genetisch modifiziert werden, um den Imperator selbst zu beschützen. Sollten alle anderen Fraktionen fallen, sind sie die letzte Bastion, die letzte Linie, die Terra verteidigen kann. Der Prozess ist, soweit ich das mit meinem gefährlichen Halbwissen sagen kann, nicht gerade angenehm; es werden Kinder von Welten gleichermaßen geopfert, um die Ausbildung, wenn man es so nennen kann, zu Custodes anzutreten.

Seit dem neuen Codex dürfen nun auch Frauen Custodes sein. Und warum auch nicht? Wenn man diversen Interviews von Autor*innen glauben darf, dann wollten diese bereits seit Längerem weibliche Figuren einführen, aber ein Gebot aus der obersten Etage verbot dies. Inzwischen hat scheinbar diese Etage eine Veränderung durchgemacht und es darf Frauen unter den Custodes geben.

Vergangenes Jahr hat der YouTuber Arbitor Ian, den ich sehr schätze, bereits ein Video zu einem ähnlichen Thema gemacht. Es ging darum, wie eigentlich weibliche Space Marines aussehen würden. Der ernüchternde und durchaus logische Schluss war, dass sie gar nicht so anders aussehen würden wie die aktuellen Figuren. Nur wenn sie keinen Helm auf hätten, würde man erkennen, um wen es sich unter dem Anzug handelt. So wie man Soldat*innen, die wir heute sehen und die in voller Montur daher kommen, auf den ersten Blick genauso wenig unterscheiden kann.

Ich finde es sehr zynisch von so manchen, selbst ernannten Gatekeepern des Hobbys, dass sie es Frauen absprechen wollen, ebenfalls in einem 40.000 Jahre in der Zukunft spielenden, dystopischen Science-Fiction-Universum repräsentiert zu sein. Das Hobby ist die Nische in einer Nische und viele haben es selbst wahrscheinlich aus dem Grund angefangen, sich ausgegrenzt zu fühlen, einen Zufluchtsort zu benötigen, Gleichgesinnte zu finden oder was auch immer der Grund sein möge. Wie so viele Hobbys ist auch Warhammer für alle Menschen und sollte dementsprechend auch so viele Aspekte des menschlichen Daseins repräsentieren.

Das hat auch nichts mit Wokeness oder ähnlichem zu tun. Denn in dem Universum geht es um ein geeintes, menschliches Imperium. Zumindest war das einmal das Ziel des Imperators. Es ist auch oder sollte im Idealfall auch ein Universum und ein Hobby sein, das sich selbst nicht zu ernst nimmt, selbstironisch agiert und vollkommen over-the-top übertrieben agiert. Games Workshop handelt nur endlich zeitgemäß, so wie sie es vielleicht schon von Anfang an hätten machen sollen. Wer das nicht versteht, hat auch den Ursprung von Warhammer und besonders dem 40k-Universum nicht verstanden.