Browsing Category Blog

Your blog category

Sekiro und Jokerface

Bei meinem ersten Elden Ring Durchlauf habe ich mich sehr stark an dem Einsteigerguide des deutschen YouTubers Jokerface orientiert. Allen, die sich Elden Ring das erste Mal nähern, kann ich diesen Guide nur ans Herz legen. Er erklärt darin die Grundlagen des Spiels, Strategien, die man anwenden kann und zeigt, wie man in unübersichtlichen oder verwirrend-verwinkelten Gebieten am einfachsten durchkommt. Manchen mag das den Entdeckergeist etwas wegnehmen, aber für mich war es eine unfassbar gute Hilfestellung. Elden Ring ist schon schwer genug, da will ich mich nicht auch noch dauernd verlaufen. Außerdem habe ich diesen Abenteurergeist spätestens beim DLC wieder, wenn es noch keine Guides und dergleichen gibt.

Und die Welt von Elden Ring ist so vielfältig und abwechslungsreich, da gibt es noch genug selbst zu entdecken. Es wollen noch viele Ausrüstungsgegenstände ausprobiert, Spielmechaniken erkundet und eventuell auch Challenge-Runs gemeistert werden. Da tut es dem Spiel keinen Abbruch, wenn man sich mit einem unterhaltsamen Guide, dieser faszinierenden Welt nähert.

Ich habe also am iPad mini Jokerface laufen und mich parallel dazu in meinem Spiel bewegt, zwischendurch Pause gedrückt, zurückgespult und dergleichen. Seine Kommentare waren hilfreich, haben teilweise die Hintergründe erklärt und auch Parallelen zu anderen FromSoftware-Spielen herausgestellt. Aber woran es mich auch erinnert hat, sind die gemeinsamen Spielstunden mit Freuden aus Kindheitstagen. Da ist man gemeinsam auf der Couch gesessen und hat am Nintendo64 Mario gespielt. Oder auch andere Spiele, die sich gut gemeinsam spielen ließen, wie Street Fighter oder Tekken auf der PS One.

Das geht heute natürlich auch noch, aber die letztgenannten Spiele habe ich mittlerweile nicht mehr so gerne. An der Uni hatte ich das noch mit Freund M. bei den Star Wars: Battlefront Spielen. Diese konnte man auch noch hervorragend zu zweit spielen und bei der Kampagne haben wir uns abgewechselt. Letztens hat mich dann Freund C. beim Dead Space Remake etwas begleitet. Es hat etwas, ein Spiel gemeinsam zu erkunden.

Zufälligerweise gibt es von Jokerface auch einen Einsteigerguide zu Sekiro, einem weiteren FromSoftware-Titel, den ich mir antun möchte. Und das Spiel war im XBox-Store auch noch um 50 % reduziert zu haben, da musste ich natürlich zuschlagen. Ich freue mich schon, auch diesen Titel mit Jokerface zu erkunden und mir die Spielmechaniken anzueignen. Es werden sicherlich die ein oder anderen frustrierenden Momente dabei sein, auch weil es keine Mimic Tear, wie in Elden Ring gibt, die einen unterstützt, aber das japanische Setting hat mich schon bei Ghost of Tsushima begeistert; Ähnliches erwarte ich mir hier.

Couch-Coop-Funktionen sind mittlerweile in Spielen eher selten geworden, vielleicht auch weil sich die Spielweise der Gamer*innen geändert hat. Außerdem kann man sich selbst verständlich online zusammenfinden, gegeneinander antreten und so weiter. Aber es hat eben einen besonderen Reiz, ein Spiel und dessen Welt gemeinsam in einem Raum zu entdecken.

Das ist auch ein Grund, warum ich Horrorspiele nicht alleine spielen kann, sondern mindestens die Let’s Plays von TheRadBrad benötige, um sie mit jemandem gemeinsam durchstehen zu können. Erst letztens habe ich mir sein Video zu Silent Breath angesehen – einem Horrorspiel, das ein neues Level erreicht zu haben scheint. Selbst hätte ich das nie gespielt. Das Let’s Play war schon Herausforderung genug.

Yoga im Überfluss

Über die Jahre habe ich viele Fitness- und Training-Apps ausprobiert. Irgendwie mag ich nicht gerne ins Fitnessstudio gehen, sondern trainiere lieber zu Hause. Außerdem habe ich gerne Abwechslung und manchmal laufe ich mehr oder bin eher draußen unterwegs, als dass ich noch viel drinnen trainieren will. Aber eine gewisse Konstanz muss eben doch sein. Seit über zwei Jahren hänge ich nun bei Apple Fitness Plus fest. Es sind sympathische Trainer, man kann sich das Training so leicht oder schwer machen, wie man möchte, und es gibt verschiedenste Kurse im Angebot.

Das Einzige, was vielleicht etwas zu kurz kommt, je nachdem wie man es sieht, ist Yoga. Pro Workout-Kategorie gibt es pro Woche drei bis vier Trainings. Grundsätzlich ist das recht viel, aber ich mache Yoga gerne nach dem Krafttraining oder einfach so zwischendurch. Da sind vier Einheiten doch etwas wenig. Darum habe ich einen YouTube-Kanal wiederentdeckt, mit dem ich eigentlich vor vielen Monden einmal angefangen habe, Yoga zu machen: Yoga with Adriene.

Ich weiß gar nicht, wie lang es her ist, dass ich mit Adriene angefangen habe, Yoga zu machen, aber es sind sicher schon viele Jahre. Auf der Suche nach einer guten Einführung in das Thema, ohne die ganze esoterische Thematik darum herum, bin ich schließlich auf Yoga with Adriene gestoßen. Mein Fokus waren die Übungen und zu lernen, wie Yoga funktioniert; da braucht es, besonders wenn man es zu Hause macht, eine gute Anleitung und jemanden, der geschickt durch die Übungen führen kann.

Adriene führt sympathisch durch die Übungen und bietet unterschiedlichste Arten von Yoga an. Mittlerweile ist ihre Video-Schlagzahl etwas zurückgegangen, aber es ist dennoch eine gute Ergänzung zu meinem sonstigen Sportprogramm. Außerdem kann man immer die vergangenen Videos konsultieren, es gibt ja genügend. Besonders ihre alljährlichen Herausforderungen im Januar haben mir früher recht gut gefallen. Die, die ich verpasst habe, werde ich deshalb über die nächsten Wochen nachholen.

Veränderungen sind ja grundsätzlich schlecht

Gewohnheiten sind schon etwas Tolles, aber manchmal können sie im Weg stehen. Das ist es, was man gelegentlich mit dem »die Komfortzone verlassen« meint. Nicht das einfache hinausgehen, aus den eigenen vier Wänden und in die Natur oder so etwas in der Art, sondern sich etwas trauen. Neue Erlebnisse zu machen, etwas Unangenehmes vielleicht für kurze Zeit auszuhalten, damit man am Ende besser, gestärkt und mit mehr Erfahrung dastehen kann.

Diese Einleitung kommt mir nur gerade in den Sinn, weil ich beim Spaziergang die aktuelle Folge der Wrintheit mit Alexadra Tobor und Holger Klein gehört habe. Darin unterhielten sich die beiden unter anderem über den Text »This is water« von David Foster Wallace, an den ich schon lange nicht mehr gedacht habe, muss ich gestehen. Bereits vor so einigen Jahren bin ich diesem Text oder genauer gesagt dem Vortrag das erste Mal begegnet. Es war eine Offenbarung. Ich habe den Text regelmäßig gelesen bzw. gehört, da er mit einer einfachen Brillanz besticht, die mich immer wieder erstaunt.

Ich habe sicher schon des Öfteren darüber geschrieben, aber es lohnt sich, diesem Text immer wieder Beachtung zu schenken. Es geht um die eigene Wahrnehmung, wie man selbst stets im Zentrum des eigenen Geschehens steht. Und vor allem darum, wie wichtig es ist, die Fähigkeit zu haben und zu trainieren, sich in andere Positionen, in andere Sichtweisen, hinein versetzen zu können. Ich selbst muss mir den Text unbedingt mal wieder zu Gemüte führen.

»This is water« kann man quasi als Mantra verwenden, um so viele verschiedene Ideen und Philosophien knackig zusammenzufassen. In den Vortrag passen Demut, Dankbarkeit, Verständnis, Geduld und viele weitere Tugenden, wie man sie vielleicht auch nennen könnte, hinein. Deshalb erstaunt es mich auch wiederholt, wie einleuchtend und einfach David Foster Wallace es gelang, das alles in einen kompakten, kurzweiligen Vortrag zu stecken. Leider habe ich sonst noch nichts von ihm gelesen, aber »This is water« sollte man sich nicht entgehen lassen.

Was hat das alles mit Veränderungen zu tun? Gute Frage, denn eigentlich wollte ich nicht über die großen Fragen des Lebens nachdenken oder dazu einen Anstoß geben, sondern nur darüber berichten, dass ich mich seit kurzen immer wieder dabei erwische, die Let’s Plays von dem YouTuber Jokerface anzuschauen. Ich wurde auf ihn aufmerksam, durch seinen Elden Ring Einsteigerguide. Er hat mir geholfen, dieses fantastische Spiel durchzustehen. Nur von seinen anderen „normalen“ Let’s Plays war ich eigentlich kein Fan. Denn bei diesen sieht man auch immer eine Kamera auf ihn gerichtet, zwar in einem kleinen Fenster in einer Ecke, aber so bekommt man nicht nur Audioreaktionen von ihm mit, sondern sieht ihn auch beim Spielen. Mag trivial klingen, aber mich störte dies.

TheRadBrad war und ist für mich das Level, welches andere zu erreichen haben, da es fantastisch ist, wie er an die Sache herangeht. Das Spiel steht im Fokus und seine Kommentare bricht er immer sofort ab, wenn eine Cut-Scene oder Dialog stattfindet – das Spiel und dessen Geschichte stehen im Fokus. Aber dass es eben auch anders geht, hat mir Jokerface gezeigt, aber daran musste ich mich erst gewöhnen oder eben meine Erwartungshaltung umstellen. Vor allem seine YouTube-Videos der Twitch-Livestreams, die er wöchentlich macht, haben es mir angetan, weil der Chat noch einmal eine nette Dynamik in das Ganze bringt.

Deshalb sind Veränderungen immer schlecht. Sie durchbrechen das Gewohnte und fordern uns heraus. Das kann im kleinen sein, wie einen neuen Let’s Player auf YouTube zu entdecken oder die großen philosophischen Fragen des Lebens sein, indem man anderen Menschen eine Chance gibt, einen zu überraschen. Aber egal, um was es sich handelt, man selbst muss als Erstes bereit sein, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Stargate aus Klemmbausteinen

BlueBrixx hatte vergangenes Jahr angekündigt, dass sie die Stargate-Lizenz erworben haben und 2024 mit den ersten Sets zu rechnen ist. Die ersten dieser Sets sind nun über die ersten Monate des Jahres hinweg erschienen und da musste ich natürlich zuschlagen. Bisher sind nur Raumschiffe und Brick-Buddies (also die Brick-built-Figuren) erschienen, aber der Gate-Raum im Cheyenne Mountain wurde bereits in einem Video als Prototyp vorgestellt. Auf diesen freue ich mich besonders, da er viel Potenzial hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gate-Raum mit der Zeit weiter ausgebaut wird und die daran anschließenden Räume hinzukommen. Quasi eine modulare, erweiterbare Basis, im Sinne von Burg Blaustein.

Natürlich habe ich mir O’Neill besorgen müssen, wenn er schon zu den ersten Brick-Buddies gehört, die angeboten werden. Außerdem noch das Asgard-Schiff Beliskner und das Goa’Uld Alkesh. Von O’Neill war ich nach dem Bau durchaus angetan. Ich konnte mir von den Bildern nicht so richtig vorstellen, wie die Brick-Buddies in echt wirken, aber das Endergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Es erinnert etwas an die Funkopop-Figuren. Er passt super dazu und leistet mir im Büro Gesellschaft. Ich hoffe, der Rest von SG-1 gesellt sich auch mal dazu.

Die Beliskner hat es mir von den Raumschiffen besonders angetan, weil es komplett aus diesen dunklen Metallic-Teilen besteht, was dem Schiff dieses besondere Etwas verleiht. Zu bauen war es ausgesprochen gut; die Techniken, um die Form zu erreichen, sind stabil umgesetzt. Das Bauerlebnis an sich ist hervorragend, da sich auch im gesamten inneren fast ausschließlich diese dunklen Metallic-Teile befinden. Beim YouTube-Kanal Held der Steine habe ich mir das Bauvideo zur F-302 angesehen, das ebenso einen wahnsinnig detaillierten, ausgearbeiteten Eindruck macht. Wenn die ersten Sets bereits in so hoher Qualität sind, bin ich gespannt, wie die nächsten aussehen werden und was sie sich noch alles einfallen lassen.

Das Gute an BlueBrixx ist, dass man sich keine Sorgen machen müsste, dass Sets spontan eingestellt, abgekündigt oder Ähnliches werden. Sie sind über lange Zeit verfügbar und man muss sich nicht stressen, gleich bei den ersten Bestellungen dabei zu sein. So kann man sich in Ruhe die Sets ansehen, die erscheinen, abwarten, was noch angekündigt wird und dann entscheiden, welche Sets einem am besten passen – und natürlich wofür man Platz hat.

Geduld ist und bleibt eine Tugend. Das wird mir vor allem immer dann bewusst, wenn man sich bestimmte Kommentare unter den BlueBrixx-Videos ansieht. Manche Menschen haben wohl den Eindruck, als wären Firmen, in diesem Fall eben BlueBrixx, nur da, um speziell ihnen Sets anzubieten. Sie gehen davon aus, dass sie es ihnen schuldig sind, »endlich« mal Videos zu dem angekündigten Set zu machen oder konkrete Aussagen zu machen, wann was erscheinen wird. Wer sich aber wirklich mit dem Thema beschäftigt und den Leuten in den Videos auch zuhört, wird feststellen, dass es nicht immer so einfach ist.

Sie werden die Videos machen, wenn sie so weit sind, die entsprechenden Sets vorzustellen. Außerdem macht BlueBrixx, das ist speziell in der Vorlaufzeit zum Set Planetarium des Astronomen aufgefallen, vermehrt Shorts, um die Kund*innen auf dem Laufenden zu halten. Mich erstaunt es immer wieder, wenn Menschen in diese Forderungshaltung verfallen, als würde speziell ihnen etwas zustehen, aber Firmen haben sich gegen sie verschworen und wollen ihnen böses. Eine traurige Sicht auf die Welt, wie ich finde.

Ich freue mich lieber auf die Sets, die bereits angekündigt sind, harre gespannt der Dinge, die noch folgen. Vorfreude ist etwas Wunderbares und in der Zwischenzeit gibt es sicherlich noch genügend andere Sets, die man bauen oder aber andere Hobbys, mit denen man sich beschäftigen kann.

Das Bekannte neu kennengelernt

Am vergangenen Wochenende hatte ich mal wieder eine Führung durch Salzburg. Dieses Mal ging es durch die Linzer Gasse und welche Geschichten sich an diesem Ort so zugetragen haben. Ich gehe fast jede Woche durch die Linzergasse, aber dass an einem Gebäude hoch über den Köpfen ein Pferdekopf hängt, ist mir noch nicht aufgefallen. Oder dass an einem anderen Gebäude ein Gedicht eines Künstlers verewigt ist. Es erstaunt mich immer wieder, welche Details man bei solchen Führungen entdeckt, an denen man bereits unzählige Male vorbeigelaufen ist.

Es war wieder eine Führung, geleitet von Irene Gramel. Sie gehört zu den besten Guides der Stadt und wenn eine Führung normalerweise eineinhalb Stunden dauern würde, kann man mindestens 15 Minuten dazurechnen. Was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, da sie scheinbar zu jeder Ecke Anekdoten der Geschichte wiederzugeben weiß. Außerdem weiß sie es, diese Geschichten spannend und unterhaltsam zu erzählen. Das Wissen, das sich all die Guides aneignen, die durch Salzburg führen, muss gewaltig sein.

All die Jahreszahlen, Personen, Hintergründe und Details, die sie in den jeweiligen themenspezifischen Führungen wiedergeben, sind aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Dahinter steckt sicherlich ein viel umfangreicheres Wissen. Wer einmal die Möglichkeit hat, eine entsprechende Führung mitzumachen, ich kann es nur empfehlen.

Und es muss natürlich nicht nur in Salzburg sein. Die eigene Stadt oder die eigene Umgebung durch dieses einfache Mittel besser kennenzulernen, schadet nie. Vor allem abseits der touristischen Angebote findet man immer wieder interessantes, das sich eher an die Bewohner*innen der Umgebung richtet. Für Ende des Monats habe ich mir bereits einen Platz in der Führung »Liebe, Intrigen, Skandale & Affären« reserviert. Ich erwarte mir spannende Einblicke in den Klatsch und Tratsch der Geschichte Salzburgs.

(Ver)Änderungen sind wichtig

Ich empfinde es als begrüßenswert, die eigene Meinung, die eigene Einstellung anzupassen, wenn sich neue Erkenntnisse, Informationen oder Einsichten auftun. Es sollte doch ein Ziel eines Menschen sein, sich mit den Jahren weiterzuentwickeln; dazu gehört ebenfalls, die eigenen Einstellungen immer mal wieder zu hinterfragen. Das ist auch einer der Beweggründe, warum ich jeden Donnerstag alte Texte von mir wieder veröffentliche. Diese sind teilweise zehn Jahre alt und es ist interessant, die Meinungen von meinem früheren Ich zu lesen. Manches Mal kann ich mich so gar nicht mehr damit identifizieren, weiß allerdings sehr wohl, woher diese Äußerungen kommen oder worauf sie basieren. Das ist besonders bei dem Text zu The Beauty #1 der Fall, den ich mir Ende des Monats vornehme.

Jedenfalls ist es immer wieder erstaunlich, wenn berühmten Persönlichkeiten (egal welcher Art) etwas vorgeworfen wird, das sie vor Jahren, manchmal Jahrzehnten gesagt oder getwittert haben. (Als Twitter noch ein Ding war und nicht das elende Chaos, das es heute ist.)

Menschen entwickeln sich weiter und ändern ihre Meinung. Wer weiß, wie ich so manche Dinge sehe, zu denen ich hier schreibe, wenn ich in einigen Jahren darauf zurückblicke. Doch um sich weiterzuentwickeln, gehört Selbstreflexion dazu, und das ist sicherlich nicht immer einfach, aber ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Das alles ist mir durch den Kopf geschossen, als ich einen der letzten Falter-Newsletter zu einem Interview von Nick Cave las. Ich kannte den Namen des Musikers nicht, habe wahrscheinlich auch noch keine Musik von ihm gehört. Aber ein Zitat, das in dem Newsletter wiedergegeben wurde, hat es mir angetan und will es natürlich auch hier teilen:

„Ich bin froh, nicht zu jenen zu gehören, die so geprägt sind von ihrer Jugend, dass sie nichts mehr anderes werden konnten.“ Und weiter: „Solche Leute gibt es zum Beispiel in Berlin. Sie halten an einer Handvoll Idealen fest, die sie mit 20 hatten, und verteidigen diese noch mit 65. Sie glauben, dass sie keine Kompromisse eingegangen sind. Das ist die größte Verschwendung von Leben, die ich mir vorstellen kann. Schon klar, es gibt fundamentale Wahrheiten, an denen wir festhalten. Aber wenn jemand seine Ideen nie ändert, macht er was falsch in seinem Leben.“

100 Stunden und noch lange kein Ende in Sicht

Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit einer Woche nicht mehr über Elden Ring geschrieben habe, also muss diesem Versäumnis unbedingt Abhilfe geschafft werden. Deshalb habe ich mir überlegt, die vergangene Gaming-Woche Revue passieren zu lassen. Denn jeden Tag am Abend spiele ich ein paar Stunden. Das ist zwar für den allgemeinen Spielfortschritt recht gut, meiner Schlafenszeit ist dies allerdings nicht sonderlich zuträglich.

Montag / Dienstag

Konträr zu dem, was ich vor ein paar Sätzen geschrieben habe, begann diese Woche mit einer Pause. Das Wochenende war, wie des Öfteren in den vergangenen Wochen, etwas Spiel-intensiver. Daher hat eine kleine Pause und etwas Abstand ganz gutgetan. Außerdem habe ich von BlueBrixx das Asgard-Schiff Beliskner gebaut, über das ich demnächst detaillierter berichte.

Ganz ohne Elden Ring war ich aber trotzdem nicht in den zwei Tagen. Die Videos des YouTubers Bushy haben es mir angetan. Er macht sehr viele verschiedene Challenge-Runs von Elden Ring, die unterhaltsam sind und bei denen man tatsächlich etwas über das Spiel lernt. Die Waffen, Zauber und Rüstungen, die er jedem Run spezifisch anpasst, sind immer wieder interessant zu sehen. Vor allem, welche Möglichkeiten einem das Spiel bietet, faszinieren mich immer wieder.

Mittwoch

Schließlich ging es doch mal wieder weiter. An dem Abend habe ich mich um das optionale Gebiet rund um den Haligbaum gekümmert. Ein schwieriges Gebiet, da man sich fast permanent auf einem riesigen Baum bewegt, der von allen möglichen Gegnern besetzt wird. Ich habe leicht über 400.000 Runen verloren. Es war eine regelrechte Geduldsprobe, sich durch dieses Gebiet zu kämpfen. Malenia wollte ich noch nicht versuchen, das hebe ich mir fürs Wochenende auf.

Donnerstag

Scheinbar haben die Katakomben Giants’ Mountaintop Catacombs meine verzweifelten Versuche vom Haligbaum mitbekommen und sich gedacht: hold my beer; das können wir besser. So startete der Donnerstagabend ebenfalls mit einer unfassbar nervigen Geduldsprobe. Spoiler: Ich habe es nicht bis zum Ende geschafft. Es gibt in den Katakomben ein optionales Tief liegendes Untergeschoss, das ich natürlich machen wollte. Dort befinden sich mehrere, sogenannte Wachhunde, die auch noch Frostzauber können. Die Truhe in dem untersten Stockwerk habe ich irgendwann geschafft, weil es dort eine Marika-Statue gibt, sodass man nicht wieder von ganz vorne anfangen muss. Allerdings bin ich dann später im »normalen« Dungeon-Bereich, kurz vor Ende, am dritten Wachhund gestorben und bin ganz zum Anfang zurückgebracht worden. Ich wollte mir das alles nicht noch einmal antun und bin dann schließlich zum Feuerriesen und habe diesen erledigt. An der riesigen Schmiede angekommen, die wirklich beeindruckend gestaltet ist, hat sich Melina geopfert und den Erdtree in Brand gesetzt. Erwacht bin ich dann in Farum Azula – einem visuell sehr beeindruckenden Level. Es ist immer wieder erstaunlich, wie fantastisch, episch und gewaltig die Kulissen von FromSoftware-Spielen sind, besonders in Elden Ring. Alleine die Welt zu erkunden, spornt immer wieder zum Weitermachen an.

Freitag

Am Vortag hatte ich schon etwas mit Farum Azula angefangen – nichts ahnend, dass das schwierigste noch vor mir liegen würde. So habe ich mich am Freitag also durch die zweite Hälfte dieses beeindruckenden Gebiets gekämpft. Das gefürchtete Godskin Duo war mit Hilfe von ein paar Schlafzauber und meiner Mimic Tear kein Problem, genauso wenig wie Maliketh oder später, in der Asche-Hauptstadt Leyndell, der Magier Gideon Ofnir. Auch gegen Godfrey / Hoarah Loux konnte ich mit der Mimic Tear gut bestehen. Manchmal fühlt es sich ein bisschen wie cheaten an, aber beim ersten Durchlauf ist das, denke ich, erlaubt.

Jedenfalls war Farum Azula prinzipiell eine Geduldsprobe. Die Gegner halten viel aus, können gut austeilen und man muss aufpassen, dass nicht zu viele auf einmal ankommen. Am meisten gefordert hat mich tatsächlich, erneut, ein Schmelztiegelritter. Egal, ob man auf Level 50 ist oder 160 oder welche Waffen man hat, ich komme mir bei diesen Monstern immer vor wie ein Baby auf Level 1, das sinnlos am Boden herumrollt und es trotzdem nicht schafft auszuweichen.

Ein kleiner Trost war dann der Kampf gegen den Drachenfürst Placidusax. Ein epischer Kampf auf allen Ebenen. Drachen bekämpfe ich grundsätzlich gerne und mag auch das Design. Die mächtige Arena hat ihr Übriges dazu getan, dass es ein unvergessliches Duell geworden ist.

Damit bleiben nur noch drei Bosse, bis zum Finale: Malenia, Radagon und Elden Biest.

Samstag

Also Malenia werde ich mir nächste Woche vornehmen. Nachdem ich sogar mit Hilfe der Mimic Tear einige Male gescheitert bin, zog ich zum Erdtree weiter.

Dort warteten nur mehr Radagon und das Elden Biest auf mich. Diese waren durchaus fordernd, wenn auch nicht so sehr wie Malenia. Ich nahm die Mimic Tear zu Hilfe und nach einigen Anläufen war es schließlich geschafft. Die Kämpfe an sich sind beeindruckend, so wie alles in Elden Ring. Die Musik, die Umgebung, das Design der Kreaturen – es ist ein wahnsinnig schönes Spiel.

Nach fast genau 100 Stunden wurde ich zum Elden Lord oder eigentlich nicht, denn mit Ranni wurde das Zeitalter der Sterne eingeläutet. So wie Ranni die letzten Worte spricht und ich ihr ewige Gefolgschaft schwöre, kann ich nicht umhin, Vermutungen anzustellen, ob es sich nun um ein gutes oder böses Ende handelt. Sie ist ein cooler Charakter, aber genauso ambivalent und undurchdringlich sind ihre Motive und tatsächlichen Ziele.

Den Abend habe ich dann mit etwas farmen beendet, da ich mich mit reichlich Schmiedesteinen und Dunkelschmiedesteinen eindecken wollte.

Sonntag

Wie die Woche begann, so endete sie auch: mit einer Spielpause. Erst einmal die Siege feiern und das Adrenalin aus dem System lassen, dann kann es weitergehen. Es warten noch ein paar fiese Dungeons auf mich und diverse Dinge, die gesammelt werden wollen.

Neben einem New Game Plus will ich parallel einen komplett neuen Durchlauf starten. Ich will versuchen, mich mit einem Level 1 Charakter von Grund auf neu auszustatten und durch die Welt zu bewegen. Es wollen noch so einige Experimente und Ausrüstungsgegenstände getestet werden. Besonders der Magie werde ich mich im NG+ widmen.

Ich bin äußerst froh, Elden Ring eine Chance gegeben zu haben. Nachdem man es einmal durchgestanden hat, fällt es vielleicht einfacher, sich an Bossen und Gegnern auszuprobieren, da man es ja bereits einmal geschafft hat. Oder es kommt ganz anders. Ich werde es herausfinden.

Zustellungsprobleme

Eigentlich sollte ich diese Woche ein Paket bekommen. Ich habe die Post-App am iPhone installiert, die erstaunlich akkurat funktioniert und immer frühzeitig Bescheid gibt, wenn eine Zustellung ansteht oder sich ein Paket ankündigt. So sollte dieses spezielle Paket also am Montag zugestellt werden; der Status änderte sich im Laufe des Vormittags entsprechend. Es wurde allerdings nicht zugestellt.

An sich kein Problem, ich bin ein ruhiger Fahrer (wie der Held der Steine zu sagen pflegt) und ging davon aus, dass sie viel zu tun haben, nicht mehr bis zu uns gekommen sind. Wird es wohl am nächsten Tag zugestellt. So war es übrigens die Woche davor. Nichts Unübliches also. Der Masse an Paketen und dem Mangel an Personal geschuldet. Alles verständliche Gründe, warum es etwas länger dauern könnte und damit habe ich kein Problem. Grundsätzlich bin ich immer ein Fan davon, nichts Böswilliges zu unterstellen, ruhig an eine Sache heranzutreten, sich Zeit zu lassen – vielleicht nachfragen, wenn notwendig.

Am Dienstagabend kam aber dann die Statusmeldung, dass die Zustellung verspätet sei. Grund dafür: das Paket wurde beschädigt und der Inhalt muss überprüft werden. Das hatte ich bis jetzt bisher nicht. Wiederum ging ich davon aus, dass man sich das Paket in der Oberndorfer Postfiliale ansehen würde, in eine neue Umverpackung gibt und mir am nächsten Tag zustellt. Zwei Tage änderte sich der Status allerdings nicht, also fragte ich nach.

Fun Fact: Die Chatfunktion auf der Webseite der Post ist erst ab 12 Uhr Mittag verfügbar. Die Öffnungs- und Servicezeiten von Ämtern und Post sind immer wieder erstaunlich. Jedenfalls befragte ich die nette Dame am anderen Ende der Chat-Leitung, wie es nun weitergehen würde. Ein paar mehr Informationen wären nicht schlecht. Die überraschende Aussage war, dass das Paket in das Verteilzentrum nach Salzburg geschickt, dort der Inhalt geprüft und schließlich darüber entschieden wird. Was genau entschieden wird, weiß ich leider nicht, nur dass es bis zu drei Wochen dauern kann.

Bei aller Liebe finde ich drei Wochen für solch einen Vorfall nicht tragbar. Vor allem nicht, dass der Inhalt meines Pakets von Personen begutachtet und geprüft wird, die mit der Materie wahrscheinlich nichts zu tun haben. Wie können sie den Inhalt und seine Tüchtigkeit prüfen? Was machen die drei Wochen lang damit? Viel einfacher wäre es doch, mir einen Zettel in den Briefkasten zu werfen, mit der Information, dass mein Paket beschädigt wurde und ich dieses doch bitte in der Filiale begutachten sollte. Von mir aus kann dabei auch gerne ein*e Mitarbeiter*in zusehen und man sieht sich das gemeinsam an. Dann kann man immer noch eine Entscheidung darüber fällen, wie damit weiter vorgegangen wird.

Meinen Unmut darüber, wie in solch einem Fall verfahren wird, habe ich in einer entsprechenden E-Mail-Adresse an den Service geschrieben. Natürlich nett und höflich formuliert – selbst wenn man sich über eine Situation ärgert, gibt es keinen Grund, unnötig arglistig zu werden. Ich bin auf die Antwort gespannt, wenn überhaupt eine kommt. Und ob ich jemals mein Paket bekommen werde.

Experimente mit dem Logo

Logos sind ein schwieriges Thema. Es haben sowohl komplexere, grafisch aufwendigere Designs ihren Platz, als auch die schlichten, simplistischen. Die einfachen, mit wenig Schnickschnack, erscheinen mir aber doch reizvoller. Wenn sie etwas Einzigartiges aufweisen können, merkt man sich diese besser. Sie können einen immensen Wiedererkennungswert haben und sind einprägsam. Für meinen Blog schwebt mir eine kreative Spielart mit den Buchstaben C und S vor. Deshalb habe ich in den vergangenen Wochen etwas damit herumexperimentiert. Wie sollen die Buchstaben angeordnet sein, welche Farben sprechen mich an, soll es eher rund oder eckig sein? Alles Fragen, die man sich stellen kann.

Man könnte natürlich jemanden dafür engagieren und über Fiverr oder ähnliche Webseiten kann man sogar gut justieren, wie viel man am Ende für eine Dienstleistung ausgeben möchte. Vielleicht mache ich das noch, aber erst einmal will ich selbst experimentieren, um einem eventuellen Designer sagen zu können, was ich mir überhaupt vorstelle. Denn „mach mal was mit den Buchstaben C und S“ ist doch sehr allgemein und unspezifisch. Selbst das Einschränken von Farben ist sicherlich schon mal hilfreich oder wie abstrakt es werden darf oder soll. Und wenn man etwas gewillt ist, Zeit zu investieren, kann man mit guten Programmen schon einiges erreichen.

Die Software-Suite von Affinity hat es mir schon seit Jahren angetan. Sie sind eine hervorragende Alternative zu Adobe, mit dem Vorteil, dass sie (noch) kein Abomodell haben. Man zahlt pro Versionssprung einen einmaligen Preis und darf diese so lange man will benutzen. Ein fast schon archaisches Modell des Softwarevertriebs, aber manche erhalten diese Tradition noch bei, was ich persönlich äußerst charmant finde. Die zweite Version von den drei Programmen Affinity Photo, Designer und Publisher sind ein guter Sprung nach vorne gewesen und ich unterstütze sie gerne bei der Weiterentwicklung.

Wie dem auch sei. Ich habe mich also die letzten Wochen über etwas mit Logos beschäftigt, indem ich mit dem Affinity Designer herumgespielt habe. Schließlich bin ich bei dem Layout gelandet, das seit Anfang der Woche meine Webseite ziert. Ob es das finale Logo sein wird, bin ich mir nicht sicher, wahrscheinlich nicht, aber es gefällt mir auf jeden Fall besser als nur mein Name als Schriftzug. Es erscheint nun auch etwas aufgeräumter, da auf mobilen Geräten alles in einer Ebene sein sollte; sprich, die drei parallelen Linien zum Aufrufen des Seitenmenüs sollten nun immer links oben sein und daneben das Logo. Es sieht etwas schlichter aus und gefällt mir mehr als die vorherige Version.

Die Selbstbeschreibungen unterhalb der Zierlinie sind vielleicht etwas klein ausgefallen, da müsste ich mich nochmal damit beschäftigen, wie groß die sein müssten, damit man sie halbwegs lesen kann. Aber wer es wirklich wissen will, kann ja etwas reinzoomen. Ansonsten ist es, finde ich, eine definitive Verbesserung zur ersten Version und kann erst einmal so bestehen bleiben. Mit der Zeit kommen sicher noch neue Ideen oder ich stoße auf Inspirationen.

Ein Frühjahrsputz

Am vergangenen Wochenende ist vieles zusammengekommen. Sahara-Sand flog durch die Luft, gefühlt hat alles gleichzeitig zu blühen begonnen und es war sehr warm und eher trocken. Dazu kam noch ein dezenter Wind, der alles schön miteinander vermischt und vermengt hat. Das Ergebnis war, dass man kaum das Fenster geöffnet hatte und schon eine halbe Sand-Pollen-Burg bauen konnte. Als ich dann meine diversen Wetter-Apps konsultierte (ja, man benötigt mehrere Wetter-Apps) und es hieß, am Dienstagabend würde es regnen, habe ich beschlossen, nach der Arbeit die Wohnung mal wieder ordentlich zu putzen.

Das heißt bei mir dann eine beinahe Grundreinigung, von oben bis unten. Ich habe meine Wohnung im Dachgeschoss mit Dachschrägen und Giebeldecke, wo man nur mit einem langen Besen rauf kann. Außerdem Dachbalken, die abgestaubt und gewischt werden wollen. Am besten alles von oben nach unten sauber machen, da man am Ende hoffentlich alles einsaugen und aufwischen kann, was zwischenzeitlich den Weg nach unten fand.

Natürlich waren das schlimmste die unmittelbaren Umgebungen der Fenster. Hier war alles Gelb, von den Vorhängen, über Fensterbänke, hin zu den Gewürzbehältnissen in der Küche. Alles wollte gewaschen und geputzt werden. Natürlich hatte das Ganze einen Nachteil: Ich konnte so lange die Fenster nicht öffnen, bis es tatsächlich zu regnen begann oder alles wäre umsonst gewesen. Zum Glück hat es dann am späten Abend tatsächlich angefangen zu regnen und es kühlte auf eine angenehme Temperatur herab. Über 25 Grad im April sind eben doch anstrengend und ungewohnt.

Jedenfalls tut so eine beinahe Grundreinigung bisweilen ganz gut. Ich schreibe »beinahe«, da für mich eine wirkliche Grundreinigung auch beinhalten würde, sämtliche Regale und Schubladen und so weiter ebenfalls auszuräumen, zu säubern und, im Idealfall, besser wieder einzuräumen. Aber das sind so Themen, die gehe ich gerne separat an. Dafür braucht man Zeit, Geduld und zumindest eine Vorstellung davon, wie es am Ende aussehen soll. Das andere war mir aber diese Woche auf jeden Fall wichtiger.

Ein Frühjahrsputz tut tatsächlich ganz gut. Man hat sich mal wieder um alles gekümmert und kann anschließend im gewohnten Rhythmus weiter machen. Es ist ein kleiner Reset zwischendurch, den man sich gönnen kann. Und ich mag die Idee von kleinen Resets, wie ich in der Vergangenheit schon des Öfteren berichtet habe (Immer wieder Resets).