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Throwback Thursday: Eine Welt ohne Superman

Dieser Artikel wurde von der Eröffnungsszene von Justice League (der schlechten Version und nicht dem späteren Snyder-Cut) inspiriert. Der Titelsong und die trostlosen Bilder gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Diese dystopische Stimmung benötigte einen Kanal. Daraus entstand dieser Text. Wenn ich ihn heute lese, muss ich schon beinahe lachen, ob der Naivität und was seither alles auf der Welt passiert ist. Mir ist der Text und auch die Eröffnungsszene des Films, wenn ich so zurückblicke und wirklich darüber nachdenke, viel zu negativ.

Es zeichnet ein Bild einer Menschheit, die nicht in der Lage ist, ohne einen Superman zu überleben, der sie schützt und behütet. Dass, sobald Superman gestorben ist, Chaos ausbricht, und die Hoffnung mit ihm verschwunden ist. Aber warum sollte man sich nicht von seinem Vorbild stattdessen inspirieren lassen? Seine Taten als Motivation und Anregung sehen, selbst Gutes zu tun? Dafür braucht es keine Superkräfte, wie Millionen von Menschen jeden Tag aufs neue beweisen. Man muss es nur wollen und das Gute in der Menschheit sehen.

Der folgende Text mag das Gegenteil sagen, allerdings habe ich meine Einstellung geändert. Und gerade deswegen habe ich mich entschlossen, auch diesen Text in einen Throwback Thursday aufzunehmen. Denn ich bin nicht dieselbe Person wie damals, ich habe mich weiter entwickelt, neue Erfahrungen gemacht, meine Meinung zu diversen Themen geändert – so auch zu diesem Text. Manchmal scheinen wir das zu vergessen: Menschen können ihre Meinungen und Einstellungen ändern. So bin ich jetzt optimistischer und will an eine positive Zukunft glauben. Und auf der Leinwand hätte ich gerne mal einen Superman, der der Comic-Version näher ist: eine leuchtende Figur, die inspiriert und farbenfroh daher kommt, die lacht und motiviert.

Der Text wurde am 06.12.2017 erstveröffentlicht und wird in nicht editierter Originalform wiedergegeben.


Seit ich Justice League gesehen habe, liegt mir das Lied “Everybody Knows” von Sigrid im Ohr. In den ersten Minuten des Films wird uns in einer gekonnt inszenierten Szene gezeigt, wie sich eine Welt ohne Superman anfühlt. Es mag zwar keine Apokalypse ausbrechen, doch die Menschen haben alle Hoffnung ad acta gelegt. Gewaltverbrechen und Raube übernehmen die Straßen, gegen die die Behörden nur all zu machtlos erscheinen. Mütter stellen sich schützend vor ihre Kinder, um sie vor den Gefahren der Welt abzuschirmen. Es ist eine düstere Atmosphäre der Angst. Wer wird die Welt nun behüten, jetzt, wo sie ihren Gott verloren hat? Doch um sich eine Welt ohne Superman vorstellen zu können, muss man sich erst einmal Gedanken darüber machen, was es bedeutet in einer Welt MIT Superman zu leben. Einem Wesen, das wie ein Mensch spricht und aussieht. Jemand, der in einem zweiten Leben eine Familie hat, einem Job nachgeht und Steuern bezahlt. Doch er ist kein Mensch. Ganz und gar nicht. Seine Welt wurde zerstört. Vernichtet durch ihre eigene Gier. Doch Zorn und Trauer haben dieses Wesen nicht übernommen oder dessen Sinne benebelt. Er ist gütig. Er ist hilfsbereit. Ein barmherziger Gott.

In Comics und Filmen werden verständlicherweise immer nur Ausschnitte gezeigt. Doch was wäre, wenn tatsächlich ein quasi-unsterbliches Wesen auftaucht. Mit Fähigkeiten, von denen wir nur Träumen können. Batman v Superman, mit all seinen Schwächen, hat zumindest die richtige Frage gestellt, auch wenn sich der Film nie die Mühe gegeben hat sie auch nur im Ansatz zu beantworten: “The world has been so caught up with what Superman can do that no one has asked what he should do.”

Superman ist so schnell wie The Flash, stärker als Wonder Woman, kugelsicherer als Batman und ausgestattet mit Laseraugen, eisigem Atem und so manch anderen Fähigkeiten. Soll er sie anwenden? Aus einer Haltung heraus, die besagt, dass Fähigkeiten nicht nur aus Jux und Tollerei verteilt werden, sondern einem Zweck dienen, muss man nicht eher Fragen: Kann es sich Superman erlauben, seine Fähigkeiten nicht für andere einzusetzen? Sie als Geschenke zu betrachten, die einem Auserwählten in die Wiege gelegt wurden; auserkoren, die Erde unter dem Deckmantel eines Capes zu beschützen? Oder werden wir durch ihre Anwendung zu abhängig davon. Wie ein Junky immer auf der Suche nach dem nächsten Schuss in die Venen giert, gieren wir danach, ihn zu Gesicht zu bekommen. Ihn tatsächlich mit unseren eigenen Augen zu sehen, nur als Beweis dessen, dass er tatsächlich existiert und nicht bloß eine Vorstellung, ja eine künstlich personifizierte Idee ist, konstruiert um uns ruhig zu stellen wie Patienten an einem Tropf.

Doch was bedeutet es wirklich, solch unvorstellbare Fähigkeiten anzuwenden, die in den Geschichten, ja geradezu in allen Geschichten stets unbefriedigend dargestellt werden. Seien wir mal ehrlich. Lassen wir alle subjektiven Aspekte außen vor und betrachten die Batterie an eingebauten Fähigkeiten für sich, können Kämpfe mit Superman nur auf eine Weise Enden. Mit dem unweigerlichen Tod des Antagonisten. Gebrochen, pulverisiert, gefroren, ins All geworfen, im Boden versengt oder buchstäblich auseinandergerissen, es gibt kein anderes Ende. Doch dieses barmherzige Wesen, dieser Gott, hält sich zurück. Sich selbstkasteiend an eine Leine bindend, widersteht er jeder Versuchung in Konfrontationen mit niederen Wesen, seinen Fähigkeiten freien Lauf zu lassen. In unserer Welt könnte er Verbrechen bekämpfen bevor sie passieren oder vollendet werden können, Terroranschläge eindämmen oder vereiteln – in einem informationstechnologischen Netz, wie wir es heute kennen, und der Fähigkeit, alles im Bruchteil einer Sekunden aufzunehmen, zu verarbeiten und entsprechend zu handeln, scheint es unmöglich ein Verbrechen zu begehen, ohne das Superman davon erfährt.

Der zentrale Aspekt ist das Handeln. Wir haben die Kenntnisse, das Wissen, doch was wir missen ist das Handeln. Überall sein zu können. Ohne Aufwand, mit verschwindend geringer Verzögerung. Diese Art von Hoffnung auf eine bessere Welt, die von einer Instanz, die unabhängig von Staaten und anderen Autoritäten agiert, inne gehalten wird, kann man sich nicht vorstellen. Was wir uns vorstellen können ist eine Welt ohne Superman. Immerhin leben wir in ihr. Und das meine ich nicht einmal ironisch. Ich meine damit nicht den Alltag, den wir jeden Tag aufs neue beschreiten: zur Arbeit zu fahren, einzukaufen oder Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.

Ich meine damit die immer stärkere Präsenz einer Angst. Einer gesellschaftlich anerkannten Angst, die uns durchdringt, uns umgibt und die man aktiv bekämpfen muss. Vielleicht können wir nicht wie Superman alle Informationen blitzschnell aufnehmen und verarbeiten, wir sind ihnen nichts desto trotz hilflos ausgeliefert. Wie in Platos Höhlengleichnis. Auch wenn wir es nicht wollen, entdecken wir, bewusst oder unbewusst, die Schlagzeilen und Titel von Zeitungen und Zeitschriften, die nur danach lechzen vom nächsten Blutbad zu berichten und ihren Profit zu erhöhen – man kann förmlich den Speichel auf den Seiten fühlen oder von der Höhlenwand tropfen sehen, um bei einem Bild zu bleiben. Doch Verallgemeinerungen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, sind ungerecht. Denn es gibt sie noch, die anderen. Diejenigen, die auf der Suche nach der Wahrheit durch jedweden Dreck wühlen. Unterbezahlt, überarbeitet und meist wenig beachtet sind sie stets bemüht, der gesellschaftlichen Verwirrung Abhilfe zu schaffen. Einer Wand mit Schattenwesen, erleuchtet mit Angst gefüttertem Feuer, lässt sich jedoch nicht so einfach entkommen. Nicht, wenn man sich an diese wärmenden Hände gewöhnt und sich eingeredet hat, ihre Krallen seien weiches, wohliges Fell.

Wir leben in einer Welt ohne Superman. Und wenn wir uns nicht vorsehen und uns einmal zu oft wegdrehen, statt Paroli zu bieten und der Angst ins Gesicht zu spucken, werden wir von ihr verspeist, verdaut und am andere Ende kraftlos ausgeschieden und zum Verrotten zurück gelassen, dazu verdammt, die Ewigkeit damit zu verbringen, einer Höhlenwand unsere vollkommene Aufmerksamkeit zu bieten. Dann ist es soweit, die Irrationalität übernimmt das Steuer. Andere diktieren wovor wir uns fürchten. Hinterfragen ist gegen die Etikette, aus der Mode gekommen, und all zu kurzfristige Pläne übernehmen jedweden Aspekt des Lebens. Wir leben in einer Welt ohne Superman.

Throwback Thursday: Low #1

Heute gibt es gleich zwei alte Artikel auf einmal, genauer gesagt einen Artikel, aber in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Es geht um ein Review zur ersten Ausgabe des Comic Low.

Wie ich in der Einleitung der zweiten Version des Reviews schreibe, entstand dieser im Zuge eines Schreibwettbewerbs auf scienceblogs. Ich habe ihn kreativer Weise mit “Science Edition” betitelt. Darin verwende ich außerdem den Ausdruck wissenschaftliche Analyse – was ich im Nachhinein betrachtet sehr lustig finde. Wie analysiert man einen Comic wissenschaftlich? Klar kann man sich einem Comic aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive nähern, was ich später bei meiner Bachelorarbeit getan habe. Zu dem Zeitpunkt wusste ich das aber nicht, noch habe ich es ordentlich recherchiert.

Wenn ich heute so etwas schreiben müsste oder würde, nähme ich den Comic als Aufhänger und näherte mich dem Thema von dieser Seite, bevor ich mich voll auf das wissenschaftliche Thema stürze. Am Ende sollte dann ein Bogen zum Comic und der Geschichte gemacht werden. Zwar habe ich das hier versucht, doch mit den strikt getrennten Überschriften geschieht dies meiner Ansicht nach etwas holprig.

Es ist schwierig, einen bereits vorhandenen Artikel umzuschreiben oder ein komplett anderes Thema darin einzuarbeiten. Wenn, dann müsste es von Anfang an in die Betrachtung hinein. In die Outline, wenn man so will.

Gleichwohl finde ich die Kombination aus einer Comic-Rezension und einem darin vorkommenden Thema wissenschaftlich zugrunde zu gehen oder es zumindest nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu diskutieren, durchaus interessant.

Die Artikel wurden zum ersten Mal 2014 veröffentlicht. Der Erste am 31.08. und die Science Edition am 21.09. Wie immer werden hier die nicht editierten Originalformen wiedergegeben.


Low #1

Die neueste Comic-Reihe aus dem Hause Image trägt den Titel Low. Ich bin durch den wunderbaren Podcast Talking Comics darauf aufmerksam geworden, als bei der neuesten Episode (zu dem Zeitpunkt wo ich das schreibe Nr. 146) der Rezensent Justin meinte, es sei seine absolute Nummer Eins 2014. Da musste ich natürlich zuschlagen.

Der Inhalt

Low ist ein Science-Fiction-Comic, der besonderen Art. Als Autor fungiert Rick Remender, der zuvor unter anderem bei Black Science tätig war. Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Sonne beginnt gerade sich zu einem roten Riesen aufzublähen und die auf der Erde lebenden Menschen haben sich auf den Grund der Ozeane zurückgezogen, um der lebensfeindlichen Planetenoberfläche zu entkommen. Während die Menschheit versucht unter Wasser zu überleben, machen sich Sonden auf die Suche nach bewohnbaren Planeten, die die Zukunft der Menschheit sichern sollen.

Die Geschichte dreht sich um die Familie von Johl Caine, einer Art Techniker mit spezieller Begabung. Dieser lebt mit seiner Frau Stel und seinen drei Kindern (Tajo, Della und Marik) zusammen. Remender schafft es mit Leichtigkeit, dass ich die einzelnen Mitglieder sympathisch finde und Mitgefühl für diese entwickle, auch wenn ich sie gerade erst kennen gelernt habe. Was die Erzählgeschwindigkeit angeht, passiert in der 30 Seiten umfassenden, ersten Ausgabe sehr viel. Die Familie startet einen gemeinsamen Ausflug mit ihrem U-Boot ähnlichen Schiff, bei dem den Kindern ihre künftigen Aufgaben vorgestellt werden sollen. Da kommen auch schon die Antagonisten ins Spiel. Hier handelt es sich um so etwas wie Piraten, die es nicht nur auf die Ressourcen des Schiffes abgesehen haben…

Durch die voll gepackte Geschichte, wird die Vorstellung der Zukunft kurzweilig und interessant und am liebsten würde ich gleich noch mehr Zeit in dieser Welt verbringen – dies liegt aber natürlich auch an markantesten Teil des Comics:

Der Stil

Der Artist Greg Tocchini schafft es, diese faszinierende Welt so zu gestalten, wie ich persönlich es noch in keinem Comic-Heft gesehen habe. Ich muss zugeben, dass ich gerade einmal ein paar Jahre Erfahrung habe und deshalb wahrscheinlich erst an der Oberfläche des zu lesenden Stoffes gekratzt habe, aber schon ein Blick auf die Titelseite genügt um zu wissen, dass Tocchini etwas besonderes geschaffen hat. Ich würde seinen Stil als schematisch, aber doch detailliert beschreiben. Jeder Raum, jede Technologie und jede Umgebung scheinen in ihren eigenen Grundfarben eingetaucht worden zu sein. Von einem Orangen Farbton für die Personen, über einen grünlich-türkisen Ton für Unterwasserdarstellungen, bis hin zu tiefem Rot als Zeichen der Bedrohung.

Ich habe früher schon einmal geschrieben, dass Comic-Hefte allein wegen der Zeichnungen gekauft werden müssten, diese allerdings verblassen im Vergleich mit dieser Ausgabe. Ob diese Qualität monatlich gehalten werden kann, muss sich erst noch erweisen, aber dieser Einblick in die Zukunft hat mich vollkommen begeistert und ich werde die Serie definitiv weiter verfolgen.


Low #1 (Science Edition)

Im Zuge eines Schreibwettbewerbs auf scienceblogs.de, der von Florian Freistetter organisiert wurde, sollte man einen Blog-Artikel über ein wissenschaftliches Thema schreiben. Lange habe ich nach einer guten Kombination von meinen favorisierten Themen – Comics und Astronomie – gesucht. Mit Low ergab sich nun eine einzigartige Gelegenheit, die ich natürlich ergreifen musste. Hier also meine erste wissenschaftliche Analyse eines Comics – der Artikel ist eine erweiterte Version meines zuvor veröffentlichten Reviews von Low:

Die neueste Comic-Reihe aus dem Hause Image trägt den Titel Low. Ich bin durch den wunderbaren Podcast Talking Comics darauf aufmerksam geworden, als bei der neuesten Episode (zu dem Zeitpunkt wo ich das schreibe Nr. 146) der Rezensent Justin meinte, es sei seine absolute Nummer Eins 2014. Da musste ich natürlich zuschlagen.

Der Inhalt

Low ist ein Science-Fiction Comic, der besonderen Art. Als Autor fungiert Rick Remender, der zuvor unter anderem bei Black Science tätig war. Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Sonne beginnt gerade sich zu einem roten Riesen aufzublähen und die auf der Erde lebenden Menschen haben sich auf den Grund der Ozeane zurückgezogen, um der lebensfeindlichen Planetenoberfläche zu entkommen. Während die Menschheit versucht unter Wasser zu überleben, machen sich Sonden auf die Suche nach bewohnbaren Planeten, die die Zukunft der Menschheit sichern sollen.

Die Geschichte dreht sich um die Familie von Johl Caine, einer Art Techniker mit spezieller Begabung. Dieser lebt mit seiner Frau Stel und seinen drei Kindern (Tajo, Della und Marik) zusammen. Remender schafft es mit Leichtigkeit, dass ich die einzelnen Mitglieder sympathisch finde und Mitgefühl für diese entwickle, auch wenn ich sie gerade erst kennen gelernt habe. Was die Erzählgeschwindigkeit angeht, passiert in der 30 Seiten umfassenden, ersten Ausgabe sehr viel. Die Familie startet einen gemeinsamen Ausflug mit ihrem U-Boot ähnlichen Schiff, bei dem den Kindern ihre künftigen Aufgaben vorgestellt werden

sollen. Da kommen auch schon die Antagonisten ins Spiel. Hier handelt es sich um so etwas wie Piraten, die es nicht nur auf die Ressourcen des Schiffes abgesehen haben…

Durch die voll gepackte Geschichte, wird die Vorstellung der Zukunft kurzweilig und interessant und am liebsten würde ich gleich noch mehr Zeit in dieser Welt verbringen – dies liegt aber natürlich auch an markantesten Teil des Comics:

Der Stil

Der Artist Greg Tocchini schafft es, diese faszinierende Welt so zu gestalten, wie ich persönlich es noch in keinem Comic-Heft gesehen habe. Ich muss zugeben, dass ich gerade einmal ein paar Jahre Erfahrung habe und deshalb wahrscheinlich erst an der Oberfläche des zu lesenden Stoffes gekratzt habe, aber schon ein Blick auf die Titelseite genügt um zu wissen, dass Tocchini etwas besonderes geschaffen hat. Ich würde seinen Stil als schematisch, aber doch detailliert beschreiben. Jeder Raum, jede Technologie und jede Umgebung scheinen in ihren eigenen Grundfarben eingetaucht worden zu sein. Von einem Orangen Farbton für die Personen, über einen grünlich-türkisen Ton für Unterwasserdarstellungen, bis hin zu tiefem Rot als Zeichen der Bedrohung.

Ich habe früher schon einmal geschrieben, dass Comic-Hefte allein wegen der Zeichnungen gekauft werden müssten, diese allerdings verblassen im Vergleich mit dieser Ausgabe. Ob diese Qualität monatlich gehalten werden kann, muss sich erst noch erweisen, aber dieser Einblick in die Zukunft hat mich vollkommen begeistert und ich werde die Serie definitiv weiter verfolgen. Kommen wir nun zum wissenschaftlichen Teil…

Die Sonne

Vor über vier Milliarden Jahren war unser Sonnensystem nichts weiter als ein kalter Nebel aus Gas und Staub. Hauptsächlich bestand dieser aus Wasserstoff und Helium. Vermutlich wurde dieser Nebel durch die gravitative Einwirkung eines vorbeiziehenden Objektes durcheinander gewirbelt und so die “friedliche Ruhe” gestört. Dadurch konnten sich erste Haufen aus Atomen und Gesteinen bilden. Über mehrere 100.000 bis Millionen Jahre dauerte diese Phase an, bis die Ansammlung groß genug war um in ein thermisches Glühen überzugehen. Zu diesem Zeitpunkt findet allerdings noch keine Fusion statt. Jupiter zum Beispiel hat ebenso ein thermisches Glühen, weshalb er, würde die Sonne weggenommen werden, immer noch Licht abgeben würde.

Unser glühender Haufen ist allerdings mit dieser Phase nicht zufrieden und sammelt noch mehr Gas ein. An einem bestimmten Punkt, wenn im Kern genug Druck und eine Temperatur von etwa zehn Millionen Grad Celsius herrscht, beginnen die einzelnen Wasserstoffatome sich zu verbinden und es entsteht Helium. Im Zuge dessen wird auch Deuterium gebildet, aber das macht nur einen verschwindend geringen Teil aus. In der frühen Sonne wirken zwei Kräfte: Zum einen der nach Innen gerichtete Druck der Gravitation und zum anderen eine nach außen gerichtete Kraft, die durch die Kernfusion entsteht (Strahlungsdruck) – Lichtteilchen, so genannte Photonen, kämpfen sich ihren Weg vom Zentrum der Sonne, nach außen. Sind diese Kräfte gleich groß hat sich der Stern stabilisiert und geht in seine Hauptphase über.

Die Hauptphase eines Stern dauert am längsten – bei der Sonne ist diese ca. zehn Milliarden Jahre lang. Hier ändert sich vergleichsweise wenig. Im Kern herrschen durch die Kernfusion Temperaturen von ungefähr 16 Millionen Grad Celsius, wogegen auf der Oberfläche nur mehr eine Temperatur von knapp über 5.500 °C ist. Die Oberflächentemperatur war allerdings nicht immer konstant. Zu Anfang der Hauptphase war diese deutlich höher und ist im Laufe der Zeit leicht gesunken. Da die Temperatur aber immer wieder Schwankungen unterliegt, steigt diese auch wieder an. Manche Theorien gehen davon aus, dass die abgegebene Energie in ca. einer Milliarde Jahre den Punkt überschreiten wird, an dem auch die Erde signifikant davon betroffen ist und sich so sehr erwärmt, dass sogar die Venus neidisch wird:

Es beginnen die Ozeane zu verdampfen, womit der Treibhauseffekt größer wird und die Erde immer heißer. Das Gute daran ist, dass wenn sich die Sonne später zu einem roten Riesen aufbläht und vielleicht sogar die Erde verschluckt, wir längst nicht mehr hier sind…

Aber wie entsteht dieser rote Riese? Wenn der Wasserstoff im Zentrum der Sonne aufgebraucht ist, kann keine Fusion mehr stattfinden und der Strahlungsdruck wird schwächer. Somit gewinnt die Gravitation die Oberhand und die Sonne beginnt zu kontrahieren. Im Zentrum erhöht sich der Druck und die Temperatur bis zu dem Punkt, an dem die Heliumatome beginnen zu fusionieren und es bilden sich Kohlenstoff und Sauerstoff. Durch die Fusion steigt der Strahlungsdruck so sehr an, dass dieser die Gravitation wieder übertrifft und die Sonne beginnt sich auszudehnen. Da durch die Fusion von Helium mehr Energie freisetzt als zuvor bei Wasserstoff, bläht sich die Sonne weiter auf und erreicht eine Ausdehnung von ungefähr dem 200-fachen ihrer derzeitigen Größe. Da der rote Riese eine sehr viel größere Oberfläche hat als zuvor, ist der Stern zwar kühler, allerdings verlassen ihn viel mehr Photonen wodurch er umso heller strahlt.

Die Astronomen sind sich allerdings noch nicht sicher, wie genau das Schicksal der Erde aussehen wird – denn je nachdem, wie sehr sich die Sonne aufbläht wird die Erde von ihr absorbiert oder auch nicht.

Die Phase als roter Riese dauert ein paar Millionen Jahre, in dessen Verlauf die Sonne die äußeren Schichten abstoßt und somit deutlich an Masse verliert. Das Helium geht zur neige und der Strahlungsdruck verringert sich. Wiederholt kontrahiert die Sonne. Ihre Energie reicht nicht mehr aus, um weitere Fusionen in Gang zu setzen und über Millionen von Jahren kühlt sie langsam ab und wird so zu einem weißen Zwerg. In diesem Stadium bleibt sie dann für weitere, viele Billionen Jahre…

Die Analyse

So sieht also das Leben unserer Sonne aus. Da habe ich mich natürlich gefragt, wie sehr ist Low nun Science Fiction und was könnte tatsächlich eintreten? Ich bitte darum die folgenden Worte nicht auf die goldene Waage zu legen, denn manchmal ist mein Drang zu Science Fiction doch zu optimistisch und mein Wissen bei weitem nicht ausreichend, diese detaillierter durchzuführen – aber ich finde es trotzdem interessant sich seine Gedanken darüber zu machen, was wohl möglich wäre:

Wie ich oben geschrieben habe ist es sehr wahrscheinlich, dass wir es nicht erleben werden, bis sich die Sonne zu einem roten Riesen aufbläht – obwohl dies natürlich ein Naturschauspiel wird, dass ihres gleichen sucht. Versetzen wir die Handlung also ein paar Milliarden Jahre weiter nach vorne. Die Erde heizt sich auf, Ozeane verdampfen usw.

Durch diese dramatischen Entwicklungen werden wir also gezwungen, unsere Behausungen auf den Grund der Meere zu errichten. So fantastisch wie bei Low werden sie aber vermutlich nicht aussehen. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, sind es wohl eher riesige, untereinander verbundene Metallcontainer, die in der Lage sind dem Druck der Wassermassen zu widerstehen. Ich würde uns durchaus zutrauen, ein ähnliches Konstrukt von kleinerem Ausmaße auch heute schon bewerkstelligen zu können. Die Wasserversorgung lässt sich dabei aus dem Meer speisen. Sauerstoff gewinnen wir aus diversen Grünanlagen, die über die Unterwasserstadt verteilt sind, außerdem nehmen sie die CO2 Emissionen auf. Die Pflanzen müssen natürlich mit entsprechendem Licht versorgt werden, damit die Photosynthese stattfinden kann. Weiters kann Luft von der Oberfläche nach unten gesaugt, abgekühlt und danach in die Stadt befördert werden. Ich denke so weit in der Zukunft, ist das zur Verfügung stellen von Energie, Sauerstoff, Wasser und Nahrung kein Problem. In so einem geschlossenem Ökosystem muss natürlich alles perfekt aufeinander abgestimmt sein. So könnte ich mir vorstellen, dass es statt ein oder zwei großer Kolonien, viele kleine Dörfer gibt, die die überlebenden Menschen beherbergen.

Es ist zwar eine interessante Möglichkeit, auf den Boden der Meere auszuweichen, jedoch finde ich persönlich den Gedanken, den Weltraum zu erobern, um einiges interessanter. Wir wissen heute schon, dass es mit der bewohnbaren Erde in ein paar Millionen Jahre vorbei ist (vermutlich noch viel früher, wenn wir so weiter machen wie bisher, aber das ist eine andere Geschichte). Man könnte also beginnen, die Entwicklung der Technologie, die zum betreiben eines Weltraumlifts benötigt wird, voranzutreiben und diesen in den nächsten Jahren auf die Beine stellen. Somit lässt sich Material viel leichter in den Weltraum transportieren. Von da aus ist es nur mehr ein Katzensprung bis zum Mond oder zum Mars, wo weitere Stationen und Kolonien errichtet werden können.

Natürlich könnte man nebenbei die Entwicklung und den Bau von Generationenschiffen starten. Wie wahrscheinlich dieses Transportmittel allerdings ist, kann ich nicht beantworten.

Wie ihr seht, ist der Vorstellungskraft, was dieses Thema betrifft, keine Grenzen gesetzt und vieles davon wird in Zukunft sicher zu realisieren sein. Was denkt ihr über dieses Thema und meine Theorien? Habt ihr alternative Vorschläge zur Rettung der Menschheit?

Throwback Thursday: Disney, Star Wars und die Konkurrenz 

Für diese Woche habe ich einen Artikel ausgegraben, der einen fantastischen Einblick in die naive Vorstellung der Vergangenheit gewährt. Eine Zeit, in der sich die Idee breit machte, Marvel und im größeren Sinne Disney, wären unfehlbar und Maschinerien an Unterhaltung, die uns mit großartigen neuen Star Wars Filmen und dergleichen beglücken würden. Auch die Avatar-Fortsetzungen waren noch für 2017 geplant, die mittlerweile ebenfalls dem Disney-Konzern gehören. Wie schon beim Throwback-Artikel von letzter Woche fehlt natürlich jede Angabe an Quellen. Damals hatte ich es wohl nicht so sehr damit. Für die Zukunft gelobe ich Besserung.

Der Artikel stammt vom 15.11.2015 und wird in nicht editierter Originalform reproduziert.


In letzter Zeit habe ich mich immer mehr mit der Frage auseinandergesetzt, warum mich Star Wars so sehr begeistert. Woran liegt das? Ist das Alter eventuell ein erster Anhaltspunkt? Warum erscheint für einen Nerd ausgerechnet das Universum von Star Wars so faszinierend und nicht ein anderes? Klar spielt die persönliche Präferenz eine zentrale Rolle, doch wenn man sich genauer mit diesem omnipräsenten Thema beschäftigt, kommt man nicht an der faszinierenden Geschichte von Disney vorbei. Ich kann hier nur einen kleinen Auszug liefern, man könnte Bücher damit füllen und es wurden auch genügend geschrieben. Ich wollte nur noch einmal die spannendsten Stationen zusammenfassen… 

Disney im Kaufrausch 

Ohne jeden Zweifel gehört die von Walt und Roy Disney gegründete Firma zu den wohl einflussreichsten der Welt. Kaum ein Kind aus den 70er, 80er und 90er Jahren kam an deren Filme vorbei. Angefangen bei den Klassikern um Mickey, Donald und co. fanden auch Helden wie Aladdin, Arielle und natürlich Simba Platz in unseren Herzen. Der Erfolg währte lange, doch in den 90er Jahren stürzte der Konzern in eine Krise. Nicht nur blieben die Erfolge an den Kinokassen aus, auch im TV Geschäft lief es alles andere als gut. Als folge dessen gingen auch die Besucherzahlen der Parks immer weiter zurück. Klar, wenn man keine Figuren in den Medien präsentiert und bewirbt, haben Eltern auch wenig Sinn darin gesehen, ihre Kinder in die teuren Parks zu bringen. Was tut man also, wenn man es nicht selbst schafft, wieder auf die Füße zu kommen? Richtig, man kauft sich externe Kräfte ein. Den Anfang bildete Pixar. Das von Apple-Visionär Steve Jobs gegründete Unternehmen hatte bereits eine langjährige Partnerschaft mit Disney, als es schließlich 2006 für 7,4 Mrd. Dollar übernommen wurde. Ausgezahlt wurde diese Summe in Aktien und da Steve Jobs die meisten Aktien bei Pixar hatte, wurde er auch bei Disney zum größten Einzelaktionär und ist dies bis zu seinem Tod geblieben. Die Kreativen Köpfe vom Konzern, der hinter “Toy Story”, “Findet Nemo” und anderen Erfolgsgeschichten stand, übernahmen teilweise auch Führungspositionen beim neuen Mutterkonzern – die Filme wurden besser und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 

Drei Jahre später, 2009, verkündete Marvel, dass es für 4,3 Mrd. Dollar von Disney übernommen werde. Auch wenn dies etwas überraschend kam, so war es doch ein logischer Schritt, einen im Comic-Bereich äußerst erfolgreichen Konzern zu übernehmen (Marvel und DC sind in Sachen Comics die beiden größten Konzerne, Image ist allerdings seit Jahren auf der Aufholjagd und präsentiert ebenso faszinierende Geschichten, die sich nicht nur um Superhelden drehen – aber das ist eine andere Geschichte). Es ist eine symbiotische Beziehung, denn auch Marvel konnte die Unterstützung gebrauchen, da doch das eigens Gegründete “Marvel Entertainment” Studio die Produktion von Filmen vorantreiben wollte (der erste Iron-Man Film erschien 2008). Man muss aber dazu sagen, dass sich das Studio die Filme selbst finanziert hat, zumindest soweit ich das verstanden habe, denn für den ersten Film wurden so viele Filmrechte an Figuren verkauft, bis man genug Geld beisammen hatte, um sich diesen leisten zu können. Ironie der Geschichte ist, dass auch wenn die größten Zugpferde verkauft wurden, es an Marvel blieb, eines der erfolgreichsten und umfassendste Franchises zu schaffen, die – nur die Mutanten tanzen etwas aus der Reihe (eine weitere Ironie der Geschichte). Schließlich schreiben wir das Jahr 2012 und LucasFilm, geht für ebenfalls 4 Mrd. Dollar an den Disney Konzern – die hälfte wurde in bar bezahlt (man kann es sich ja wieder leisten). Es hat auch nicht lange gedauert, bis die Verlautbarung kam, mehr Star Wars Filme produzieren zu wollen und glaubt man den Analysten und den bisher veröffentlichten Trailern von Episode VII, so hat dieser Potential, der erfolgreichste Film der Geschichte zu werden – ich würde es ihm gönnen und werde meinen Teil dazu beitragen. Das bringt mich dann auch schon zum nächsten Thema: 

Star Wars: Im Kanon der Geschichte 

Die Meldung machte wohl aus guten Gründen Schlagzeilen: Alles was vor dem 25.4.2014 unter dem Star Wars Banner veröffentlicht wurde, wird als nicht mehr zum offiziellen Kanon dazugehörig gezählt – quasi degradiert auf die billigen Plätze. Mit einem Schlag wurde die Fundgrube an Geschichte, welche über zahllose Medien verstreut geschrieben und erzählt wurden, welche epische 36.000 Jahre umspannt und Charaktere hervorbrachte, die ihresgleichen suchen, nichtig. Für Fans ein Schlag in die Magengrube. Hat doch dieses reichhaltige, von Fans und Verantwortlichen erschaffene Universum, doch schon sechs Monate vor dem eigentlichen Beginn des Star Wars Wahns, mit einem Buch zum Film “A New Hope”, begonnen.
Allerdings muss man auch gestehen, dass es nach der Übernahme nur ein logischer Schritt zu sein schien. Mit einem neuen Konzern an der Spitze, wollte man etwas Ordnung in den angestaubten, wuchernden Wulst an Geschichten bringen. So blieben also nur mehr die sechs Filme (manche hatten sich wohl gewünscht nur drei) und die Serie “The Clone Wars” übrig. Von da an, hatten Menschen bei Disney und LucasFilm die sprichwörtliche Macht über die Geschichte. Ihr Ziel ist es, dass alles in sich konsistent und logisch aufgebaut ist. Ein großes Unterfangen, welches mit verschiedensten Comic-Reihen, Büchern, Spielen usw. sicher nicht einfach wird über die Jahre aufrecht zu erhalten. 

Für mich ergibt es ehrlich gesagt wenig Sinn, sich weiterhin mit dem alten, nun unter dem Banner “Star Wars Legends” stehenden Kanon zu beschäftigen. Der Neue ist schon umfangreich genug und ich starte meine Aufholjagd wohl gleich, bevor es in einem Jahr unmöglich scheint. Dazu habe ich hier eine übersichtliche Grafik gefunden, die einen guten Überblick darüber gibt, wann welche Handlung stattfindet. Bei den Comics bin ich eigentlich auf dem laufenden, nur die Bücher, die ich mir in Form von Hörbüchern gönnen werde, stellen eine größere Herausforderung dar. Diese nehme ich allerdings sehr gerne an. Nur um euch einen kleinen Überblick zu geben – ich werde mit diesen Büchern anfangen, nicht unbedingt in der Reihenfolge, aber höchst wahrscheinlich: Lords of the Sith, Tarkin, Heir to the Jedi, Dark Disciple, Aftermath. 

Bis Disney vermeldet hat, dass Star Wars nun doch (hoffentlich ehrenvoll und qualitativ hochwertig) fortgesetzt wird, dachte ich ja, dass ein anderes Sci-Fi / Fantasy Universum das Potential hätte, eine Art modernes Star Wars zu werden. 

Avatar: Eine unendliche Geschichte 

Wir schreiben erneut das Jahr 2009, genauer gesagt Dezember und gerade ist Avatar in den Kinos erschienen. Der Film wird einschlagen wie eine Bombe, die wohl niemand erwartet hätte. Klar stellte dieser animationstechnisch eine gewaltige Herausforderung dar und James Cameron hat extra dafür Techniken entwickelt und entwickeln lassen, damit er ihn so machen kann, wie er ihn sich vorgestellt hat. Für die Sequels, die ab 2016 oder 2017 in die Kinos kommen, ist er sogar mit einem eigenen U-Boot den Marianengraben hinunter getaucht. 

Die Welt, welche sich Cameron ausgedacht hat, ist so unendlich und reichhaltig, wie das Universum selbst. Es stellte für mich lange ein modernes Star Wars da, auch wenn es weniger Sci-Fi-lastig ist, aufgrund der nicht vorhandenen bzw. anders aufgebauten Raumschiffe – doch das ist gut so. Wir brauchen keine Kopien, sondern originelle Originale. Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, als er auch angekündigt hat, Bücher dazu zu veröffentlichen, welche die Geschichte weiterführen sollen. Es war 2013, als er dafür den Autor Steven C. Gould engagiert hat und seither ist es leider recht still um das Projekt geworden. Kein Veröffentlichungsplan. Nichts. Nur die Hoffnung auf vier Romane. 

Nun hat Cameron erneut etwas versprochen: Comics. Dessen Geschichte soll vor, während und nach dem ersten Film Platz finden und noch vor dem ersten Sequel erscheinen. Ich habe so meine Zweifel daran. Es scheint so, als hätte sich Cameron mit diesem Mammutprojekt “Avatar” übernommen und kann versprechen nicht so richtig einhalten. Alles verschiebt sich immer weiter nach hinten oder es wird vollkommen Still um die Projekte. Ich hoffe sehr, dass wir bald Lebenszeichen hören, den faszinierend ist diese Welt auf jeden Fall. Es kann natürlich sein, dass ich viel zu ungeduldig bin und teilweise trifft dies mit Sicherheit zu, doch ab und an mal ein Lebenszeichen wahrzunehmen würde schon helfen, die doch lange Wartezeit zu überbrücken. Solche Filme sind ein großer Aufwand, vor allem in der Post-Production, da muss man Wege finden, das Publikum noch für das Thema zu interessieren. Ein Blog oder Twitter-Account, der in unregelmäßigen Abständen News veröffentlicht, würde schon helfen – falls jemand einen kennt, bitte ich um Empfehlungen. 

Damit habe ich meinem Drang, etwas Klarheit in meinem Kopf zu schaffen etwas genüge getan und konnte euch hoffentlich auch helfen, Fragen rund um Disney, Star Wars und Avatar zu beantworten – drei Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber bei genauerem hinsehen eine Welt eröffnen, die man ein Leben lang studieren kann, sind faszinierend und es auf jeden Fall wert, genauer betrachtet zu werden. 


Gute Star Wars Filme, Avatar Bücher und ein florierendes Marvel-Universum – alles Dinge, auf die ich heute noch warte oder die ich mir (zurück)wünschen würde. Mit The Way of Water hat James Cameron tatsächlich eine gewaltige filmische Fortsetzung geliefert, doch der Rest sieht etwas bescheiden aus. Das einzige Gute, was an Star Wars herauskam, war The Mandalorian und Andor (mal von den Büchern und Comics abgesehen), und Marvel befindet sich gerade auch eher am absteigenden Ast. Dafür ist natürlich die Wokeness und „The Message“ dafür verantwortlich, was auch immer das genau heißen soll.

Ich fand es einen interessanten Blick in die Vergangenheit und es gab mir Ideen für zukünftige Themen, über die ich berichten und schreiben will.

Throwback Thursday: Ultimate Spider-Man – Eine Einführung

Eigentlich hatte ich meinen ersten Blog (geek-planet) mit der Absicht erstellt, mich eingehender mit Spider-Man zu beschäftigen. Mich durch die verschiedenen Comic-Iterationen, Autoren und Künstler, die den Charakter über die letzten Jahrzehnte geprägt haben, zu arbeiten und darüber zu schreiben. Es kamen am Ende auch sehr viele Artikel über Spider-Man zustande, aber den Anfang bildete die folgende Einführung. Wenn man ehrlich ist, vielleicht ein überflüssiger Artikel, da es immerhin Wikipedia für solche Sachen gibt, aber ich wollte es mir damals einfach nicht entgehen lassen, eine kleine Einführung zu schreiben. Danach ging es mit den Rezensionen zu diversen Comics weiter. Aber hier erst einmal meine Einführung zu Ultimate Spider-Man.

Der Artikel wurde zum ersten Mal am 01.06.2014 veröffentlicht und wird hier in nicht editierter Originalform wiedergegeben.


Nicht nur durch The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro hat der Marvel-Superheld in letzter Zeit wieder an Beliebtheit und Nachfrage gewonnen. Auch der Neustart der Amazing Spider-Man Comic-Reihe hat das Interesse gesteigert (Mit über 500k Bestellungen einer der erfolgreichsten Comic-Hefte). Ich habe mich zum Einstieg etwas intensiver mit dem Ultimate Universum von Spider-Man auseinandergesetzt und möchte hier die Ergebnisse meiner Recherchen zusammenfassen. Achtung: Spoilers! 

Faktencheck 

Ultimate Spider-Man ist eine von Marvel Comics monatlich, seit Oktober 2000 erscheinende Comic Serie, welche ein alternatives Universum zu dem “gewöhnlichen” Marvel-Kosmos (auch bekannt als Earth-616) darstellt. Seit dem ersten Heft zeigt sich Brian Michael Bendis als Writer verantwortlich. Als Artists seien hier Mark Bagley (#1 – #111, #156 – #160), Stuart Immonen (#111 bis #133), David Lafuente (#134 bis #155) und Sara Pichelli (Ultimate Comics: Spider-Man) genannt. 

“I was into Comics because these were my real male role models, even though at the time, I didn’t know it.” B.M. Bendis 

Mit großer Macht… 

Bevor Brian Michael Bendis mit seiner Arbeit bei Marvel begann, war er bei Image Comics tätig. Der Verlag ist unter anderem für die Veröffentlichung der Spawn Comics verantwortlich. Hier hat Bendis das Spin-off Sam and Twitch betreut. Im Jahr 2000 bat ihn ein Freund (David Mack) für die Marvel Knights Reihe um Rat. Daraufhin wurde er vom Chefredakteur Joe Quesada empfohlen, um Ultimate Spider-Man einzuführen und in weiterer Hinsicht das gesamte Ultimate Universum auszubauen. Für diese Aufgabe tat er sich mit Mark Bagley zusammen. Dieser hatte bereits Erfahrung mit Spider-Man sammeln können, da er für das große Zugpferd Amazing Spider-Man als Artist gearbeitet hatte. 

Mit der ersten Ausgabe von Ultimate Spider-Man, die im Oktober 2000 erschien, begann die Geschichte des kompletten Ultimate Universums, das auch als Earth-1610 bekannt ist. Marvel wollte das neue Universum einführen, um den Einstieg für neue Leser zu vereinfachen und den Helden eine Frischzellenkur zu verpassen und so in das moderne Zeitalter zu holen. Daher folgten dem Wandkrabbler noch weitere Helden, wie die Fantastic Four, Avengers und X-Men mit eigenen Serien. Da es sich um ein alternatives Universum handelt hatten Bendis und Bagley die Möglichkeit, den Charakteren ihren eigenen Stempel aufzudrücken. So ist der Mann unter dem Kostüm zwar immer noch Peter Parker, doch dieser wird nicht von einer radioaktiven, sondern einer genetisch veränderten Spinne gebissen. Ferner sind manche Origin-Stories, Charaktereigenschaften und Kostüme von Antagonisten different zu Earth-616. Dies machte die Serie nicht nur für Comic-Neueinsteiger interessant, sondern auch für Profis, da es spannend ist die beiden Spider-Man Welten zu vergleichen und zu analysieren. Es wird auch der ein oder andere Charakter genauer unter die Lupe genommen, als in bisher veröffentlichten Geschichten bzw. sind deren Intentionen andere.
Das bringt mich gleich auf die eigentliche Entstehungsgeschichte von Spider-Man. Stan Lee hatte bei dessen ersten Auftritt in Amazing Fantasy #15 gerade einmal 11 Seiten benötigt, um aus dem jungen Parker unseren rot-blau kostümierten Helden zu machen. Bendis, bereits bekannt für seinen langsameren Erzählstil, fügte einige Details hinzu und so kam seine Version auf 180 Seiten. Bei späteren Story-Arcs ließ sich der Autor ebenso mehr Zeit und man findet in den Ultimate Spider-Man Comics nur Geschichten, die sich über mehrere Ausgaben erstrecken.
Bendis und Bagley haben bis zur Ausgabe #111 zusammengearbeitet. Bei Marvel ist dies die längste Zusammenarbeit eines Kreativ-Teams. Stan Lee und Jack Kirby waren bis zu diesem Zeitpunkt die Rekordhalter, mit ihrer Kooperation bei den Fantastic Four. Die #111 hat Bagley gemeinsam mit seinem Nachfolger Stuart Immonen entworfen. Sie haben sich die Ausgabe geteilt: den ersten Akt übernahm Bagley, den Zweiten Immonen. Dieser hat die Serie dann bis zu Ihrem ersten Relaunch begleitet. Wobei weiterhin Bendis als Writer fungierte. 

Relaunch 

Im Laufe der Zeit hat es nicht nur einen Relaunch der Serie gegeben. Der erste Versuch eines solchen wurde nach der 133. Ausgabe unternommen. Um diesen Neustart zu verdeutlichen wurde auch der Artist gewechselt und so übernahm David Lafuente den Part. Der Neustart war jedoch nicht sehr erfolgreich und Marvel hat sich entschlossen die Nummerierung der ursprünglichen Serie, mit der #16 des Relaunch, wieder aufzunehmen. Ultimate Spider-Man ging dann weiter bis zur 160. Ausgabe. Für das Finale hat sich Bendis ein einzigartiges, fulminantes Story-Arc überlegt. Mark Bagley kehrte für das Finale als Artist zurück und so wurden die letzten fünf Ausgaben von demjenigen gezeichnet, der vor fast elf Jahren das Ultimate Universum begründete.
Genauere Details zum Ende kann und möchte ich hier nicht verraten. 

Doch schon im September 2011 trat der junge Schüler Miles Morales das Erbe von Peter Parker an. Im Zuge dessen wurde auch der Name der Comic-Reihe angepasst in Ultimate Comics: Spider-Man. Bendis, inspiriert durch die Wahl Barack Obamas als den ersten afroamerikanischen Präsidenten, entschied sich, dass es Zeit für einen großen Schritt war und so führte er mit Miles den ersten afroamerikanischen Spider-Man ein. Auch dieser wurde von einer genetisch veränderten Spinne gebissen und erhielt so ähnliche Fähigkeiten wie Peter Parker. Zwei Jahre später, mit den Ereignissen des so genannten Cataclysm Story-Arcs, wurde die Serie um Miles beendet. Sie brachte es auf 28 Ausgaben. 

2014 begann eine neue Serie mit einem älteren Miles. Seit Mai nennt sie sich Miles Morales: Ultimate Spider-Man. 

Bilanz 

Das Ultimate Universum von Spider-Man bietet einiges zum entdecken. Ich werde demnächst mit der ersten Collected Edition (Volume 1: Power and Responsibility) starten und Reviews zu einigen Ausgaben schreiben. Ich denke, ich habe in der Zusammenfassung alle wichtigen Punkte aufgelistet, die einem die Entscheidung erleichtern sollen, ob es sich lohnt mit dem Lesen zu beginnen.


Was ich mir bis heute noch nicht angeeignet habe und auch ein Kaufgrund für die Premiumversion von LanguageTool war: die Regeln der Beistrichsetzung. Entweder ich setze zu wenige oder zu viele – meine Intuition lässt mich hier im Stich. Rechtschreibung war manchmal auch optional, wie mir scheint. Und Terminologie war mir damals ohnehin ein Fremdwort, da ich die Englischen und Deutschen Begriffe unregelmäßig und ohne Konzept gemischt und durcheinander geworfen habe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht eine einzige Quelle angegeben habe, für die Informationen, die ich hier präsentiere. Habe ich mir das ausgedacht, aus Büchern entnommen oder nur Wikipedia zusammengefasst? Who knows.

Auch die sogenannte Bilanz ist etwas nichtssagend und könnte man getrost weglassen. Heute würde ich so einen Einführungsartikel sehr viel kürzer halten und eher meine Absichten und Intentionen beschreiben, sowie meine persönliche Geschichte mit dem Charakter erzählen. Dies baut eventuell eine bessere Beziehung mit meiner Leserschaft auf und macht auch klar, warum ich das mache. Vielleicht sollte ich das in Zukunft mal nachholen.

Throwback Thursday: Scott McCloud – Comics Richtig Lesen

Testen wir mal etwas. Eine vielleicht lustige Idee, die mir durchaus schnell peinlich oder unangenehm werden könnte: alte Artikel von mir kommentiert, annotiert oder einfach so hier aufzubereiten – nicht editiert, versteht sich. Artikel, die ich entweder für eine meiner ersten Webseiten geschrieben habe, die es mittlerweile nicht mehr gibt (geek-planet) oder Beiträge, die ich für Rogues Portal ausgearbeitet habe. Rogues Portal operiert heute unter einem anderen Namen: geekd-out. Mal sehen, wie es sich entwickelt und wie sehr es mir zuwider ist, meine alten Sachen zu lesen. Allerdings kann das auch von Vorteil sein, da ich so sehe, wie ich mich verbessert habe, was ich heute anders machen würde und so weiter.

Den Anfang macht mein wahrscheinlich erster Artikel und behandelt das Buch Comics richtig lesen von Scott McCloud. Das Review wurde zum ersten Mal veröffentlicht am 17.05.2014 und wird hier in Originalform wiedergegeben. Viel Spaß.


Faktencheck

Das Buch “Comics richtig lesen” von Scott McCloud erschien erstmals 1993 beim Carlsen Verlag. Seither gilt es als eines der Standardwerke über Comics und deren Verständnis und Geschichte. Die hier besprochene, deutsche Ausgabe ist von 2001 und umfasst 224 Seiten.

Über den Autor

McCloud wurde 1960 in Boston, Massachusetts geboren. Bereits mit 15 Jahren hatte er den Entschluss gefasst sein zukünftiges Leben als Comic-Zeichner zu verbringen. Später, 1984, begann er mit der Veröffentlichung seiner ersten Comicbuch-Serie “Zot!”, die es auf 36 Ausgaben schaffte und später als beste neue Serie ausgezeichnet wurde. Daraufhin folgten Graphic Novels und eine Beschäftigung bei DC Comics. Schon lange beschäftigt er sich auch mit der Theorie der Comics und hat dazu bis jetzt drei Bücher publiziert.

“Today, comics is one of the very few forms of mass communication in which individual voices still have a chance to be heard.” – S. McCloud

Das Buch

Comics richtig lesen ist im Prinzip ein Comic über Comics. Scott McCloud stellt sich selbst als Cartoon dar und führt einen durch das gesamte Buch. Dadurch wird es zu einem amüsanten, kurzweiligen Vortrag über Theorie und Praxis der verschiedenen Comic-Genres und -Ausprägungen. Auch die Aufbereitung der Kapitel ist klasse gewählt. Zum Beispiel beginnt das erste Kapitel mit einer Einführung in die Geschichte und Entstehung der Comics und macht einen deutlich wie alt diese Kunst bereits ist. Weiter geht es mit den verschiedenen Stilen, mit denen man Comics zeichnen kann und macht einem deutlich, welch kleinen Bereich, im Verhältnis zur gesamten Ausprägung, die so genannten Mainstream-Comics rund um Superman, Batman, Spawn und dergleichen einnehmen.

Die Leichtigkeit mit der der Autor an die verschiedenen Themen herangeht und zum Beispiel den Cartoon herleitet und seine verschiedenen Gruppierungen darstellt, faszinieren und machen Lust darauf, Comics der verschiedenen Stile selbst zu lesen, zu vergleichen und zu analysieren. Ich zum Beispiel habe mich noch nie besonders für die japanische Comic-Kunst interessiert, allerdings hat es McCloud geschafft, dass ich sehr neugierig darauf geworden bin.

Der Detailgrad, mit der er die Kunst der Comics zerlegt ist bemerkenswert. Er verdeutlicht, dass hinter den so genannten Rinnsteinen zwischen den Panels mehr steckt, als nur ein weißer streifen. Die Zeit, die darin vergeht ist ein ebenso komplexes Thema, wie die Emotionen die durch die Panels veranschaulicht werden oder die Farbe die in ihnen steckt.

Fazit

Jedem, der sich gerne mit Comics auseinandersetzen möchte oder dies bereits tut, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Der Autor, Scott McCloud, hat einen wunderbaren Erzählstil, der einem die Theorie des Comics näher bringt. So können nicht nur Anfänger, die gerade begonnen haben eine leider oft unterschätzte Kunst kennenzulernen, etwas mitnehmen, sondern auch langjährige Leser werden Punkte finden, die sie unter solchen Aspekten noch nicht betrachtet haben.


Beim Durchlesen fallen einem schnell so einige Wortphrasen und Begrifflichkeiten auf, die sich oft wiederholen, etwas, womit ich heute auch noch so meine Probleme habe, dem man aber mit ein wenig Übung schnell wieder entgegensteuern kann. Füllworte verwende ich auch gerne. Die Unterteilung in Mini-Abschnitte würde ich heute ebenfalls weglassen, genauso wie die Abhandlung über den Autor – dafür gibt es Wikipedia. Vielleicht hätte ich auch etwas detaillierter über den Inhalt schreiben können. Mir mehr Zeit lassen. Aber grundsätzlich, für den Anfang, ganz in Ordnung.

Mal sehen, was ich für nächste Woche ausgrabe.