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Everything X-Men | Kirby & Lee (Teil 1/3)

Wie jeden Donnerstag werfen wir auch heute wieder einen Blick in die Vergangenheit. Die Textreihe »Everything X-Men« habe ich als sogenanntes Projektstudium für mein Medienwissenschaftsstudium geschrieben. Darin habe ich mich ausführlich mit den X-Men beschäftigt. Die Texte habe ich damals auf Englisch verfasst, möchte sie heute aber in Deutsch präsentieren. Die initiale Übersetzung (auch der vorkommenden Zitate) habe ich mit DeepL gemacht. Natürlich redigiere ich die Texte danach noch, bevor ich sie veröffentliche.

Bisher sind folgende Texte erschienen:

Heute geht es los mit der ersten Ära der X-Men. Die Charaktere wurden natürlich von Jack »The King« Kirby und Stan Lee ins Leben gerufen. Deren Comics erschienen zwischen 1963 und 1966. Aufgrund der Länge des Textes habe ich diesen in drei Teile geteilt. Sie sind zwar immer noch nicht kurz, aber weiter möchte ich diese nicht zerreißen. Legen wir also los mit der Ära Kirby/Lee.


Einleitung

In diesem ersten Artikel sehen wir uns die Anfänge der X-Men an und besprechen die ersten 19 Ausgaben. Sie wurden von Stan Lee geschrieben und von Jack Kirby gezeichnet (später von Werner Roth). Es geht darum, wie die Comics veröffentlicht wurden, und welche Geschichten werden uns darin präsentiert? Anschließend werden wir uns auf die Charaktere konzentrieren. Wer waren die ursprünglichen X-Men? Wie wurden sie dargestellt? Es ist faszinierend, sich diese über 50 Jahre alten Geschichten anzusehen.

Joseph Darowski spricht zu Beginn seiner Doktorarbeit ein wichtiges Thema an, das ich auch kurz erwähnen möchte: Alles wird von verschiedenen Gruppen unterschiedlich wahrgenommen. Und vielleicht am wichtigsten: Nichts hat eine feststehende Bedeutung. Sie kann sich im Laufe der Zeit ändern (zumindest die primäre Lesart) und ist eine sehr subjektive Sache. Darüber hinaus müssen wir diese Comics als das analysieren, was sie sind: ein Produkt einer anderen Zeit. Wir sollten dies nicht gegen sie verwenden, sondern es als Zeitkapsel betrachten und sehen, wie die Welt bestimmte Themen zu dieser Zeit sah. Diese Comics sind Artefakte und offenbaren gesellschaftliche Einstellungen. Denn „die Unterhaltung einer Gesellschaft spiegelt diese Gesellschaft wider und beeinflusst sie“ (Darowski, 2011, S. 11).

Die Anfänge

Eine interessante Entdeckung, die ich während meiner Recherchen gemacht habe, ist, dass Marvel pro Monat nur eine begrenzte Anzahl von Comics veröffentlichen durfte. Vor 1961 war Marvel unter dem Namen Atlas bekannt. Zu dieser Zeit verloren sie ihren Vertriebspartner und waren gezwungen, sich »Independent News« anzuschließen, dem Eigentümer und Vertreiber von »National Allied Publications«. Dieses Unternehmen wurde 1934 gegründet und später als »DC Comics« bekannt.

Die Comics von Marvel verkauften sich Ende der 1950er Jahre nicht besonders gut. Dies könnte der Grund dafür sein, dass ihr neuer Vertriebspartner die Anzahl der Comics, die Marvel veröffentlichen durfte, ohne Probleme begrenzen konnte. Diese Zahl lag zunächst bei acht Comics pro Monat. Aber mit der Verbesserung der Qualität der Geschichten stieg auch die Anzahl der verkauften Comics. Vor diesem Hintergrund durfte Marvel immer mehr Ausgaben veröffentlichen. Nach Ablauf des Vertrags schloss sich Marvel mit einem anderen Vertriebspartner zusammen und konnte endlich so viele Comics veröffentlichen, wie sie wollten. In einem Zeitraum von zwei Jahren veröffentlichten sie nur dreizehn Ausgaben von »The X-Men«. Ab # 14 konnten sie die Serie dank des neuen Vertriebs monatsweise veröffentlichen.

Stan Lee wollte das Buch eigentlich »The Mutants« nennen. Leider lehnte sein Verleger Martin Goodman diesen Namen ab, da niemand wissen würde, was ein Mutant ist. Brian Hiatt erzählt in einem Artikel im Rolling Stone die Entstehungsgeschichte der X-Men: Nachdem der Titel »The Mutants« abgelehnt worden war, entschied sich Lee für „X-Men“, weil er „dachte, sie haben zusätzliche Kräfte und ihr Anführer ist Professor Xavier“. Darüber hinaus gab er ihnen die Kräfte von Geburt an, was bedeutete, dass er keine ausgefallenen Entstehungsgeschichten für jede Figur brauchte. Also keine radioaktiven Unfälle mehr.

Brad Ricca weist in seinem Artikel »Origin of the Species« darauf hin, dass „das Wort ‚Mutant‘ zu dieser Zeit tatsächlich recht weit verbreitet war und nicht nur in populärwissenschaftlichen Zeitschriften, sondern auch in der New York Times vorkam […] vor allem in Artikeln über die Angst vor der Strahlung im Atomzeitalter [Ricca, 2014, S. 6]“. Allen, die sich für dieses Thema interessieren, kann ich den Artikel von Ricca empfehlen. Er zeichnet ein überzeugendes Bild der 1950er und 60er Jahre, was einige Wissenschaftler erreichen wollten, und weist darauf hin, dass die Idee eines Homo Superior, wie Magneto es ausdrückt, gar nicht so weit hergeholt ist, wie es scheinen mag. Insbesondere die Konzepte von Hermann J. Muller werden dort ausführlich beschrieben.

Eine letzte Anmerkung zur Veröffentlichung, bevor wir uns den Illustrationen zuwenden. Am Anfang war mir das nicht bewusst, aber es macht Sinn: Es gibt einen Unterschied zwischen dem Erscheinungsdatum auf dem Cover und dem tatsächlichen Veröffentlichungsdatum. Vielleicht liegt das daran, dass ich so viele Comics im Nachhinein lese (sei es in Sammelbänden oder als Einzelausgaben) und selten zum Zeitpunkt ihrer tatsächlichen Veröffentlichung. Dennoch halte ich es für wichtig, darauf hinzuweisen:

„In dieser Arbeit wird das Erscheinungsdatum auf dem Cover der Comic-Ausgaben verwendet, um anzugeben, wann der Comic veröffentlicht wurde, obwohl das Erscheinungsdatum nicht genau mit dem Monat übereinstimmt, in dem ein Comic veröffentlicht wurde. Laut Brian Cronin gab es in den frühen 1960er Jahren in der Regel eine viermonatige Lücke zwischen dem offiziellen Erscheinungsdatum und dem Versanddatum. In den 1990er Jahren wurde von Marvel und DC Comics eine Lücke von zwei Monaten zwischen dem Erscheinungsdatum und dem Versanddatum festgelegt. Allerdings gab es fast immer Abweichungen zwischen den beiden Daten, selbst innerhalb dieser allgemeinen Richtlinien. Aufgrund dieser Schwierigkeit wird in dieser gesamten Dissertation das Erscheinungsdatum als Datum der Veröffentlichung eines Comics angegeben [Joseph Darowski, 2014, S. 44]."

Das Artwork

Die X-Men wurden nicht allein von Stan Lee erschaffen. Einen bedeutenden Beitrag leistete Jack Kirby mit seinem unglaublichen Talent. Heute widmet sich ein Künstler hauptsächlich einer Serie und zeichnet eine Ausgabe pro Monat. »The King« schaffte bis zu fünf Seiten pro Tag und entwarf die Figuren spontan, während er die Geschichten zeichnete, die Lee ihm gab [Hiatt].

Die Zeichnungen aus dieser Zeit gefallen mir sehr gut. Während der Trainingseinheiten der X-Men (darauf werde ich später noch eingehen) spürt man die Bewegung innerhalb der Panels. Der Fokus liegt eindeutig auf den Figuren, und Kirby gab ihnen Raum zum Agieren. Der Hintergrund ist nicht so wichtig. Manchmal existiert er gar nicht: nur eine Hintergrundfarbe, um den weißen Raum auszufüllen. Bei Bedarf kann er jedoch auch sehr detailliert sein. Jede Figur hat ihr eigenes Aussehen, ihre eigenen Gesten und ihre eigene Mimik. All diese Dinge beim Zeichnen der Geschichte zu entwickeln, ist bemerkenswert. Das Design der Kleidung, der Räume und der Merkmale der Umgebung ist einfach, aber effektiv.

In allen Ausgaben von Jack Kirby (und seinem Nachfolger) denkt man nie an Unstimmigkeiten oder größere Unterbrechungen. Manchmal steht jedoch die Erzählung dem Kunstwerk im Weg. Damals äußerten die Figuren oft das Offensichtliche oder – anders ausgedrückt – das Kunstwerk und der Dialog/Erzähler waren repetitiv. Wenn etwas in einem Panel gezeigt wird, wird es von den Figuren oder dem Erzähler erklärt, noch einmal hervorgehoben. Das trägt jedoch auch zum Charme dieser alten Ausgaben bei.

Wenn man sie mit den Comics von heute vergleicht, kann man aus diesen Comics viel herausholen. Was sie sagen, was sie denken und wie der Erzähler über die Figuren spricht – all das erzählt in Kombination mit den Illustrationen eine reichhaltige und bedeutungsvolle Geschichte. Aber wer waren die ursprünglichen X-Men?

Die X-Men

Scott Summers alias Cyclops, Warren Worthington III alias The Angel, Hank McCoy alias The Beast und Bobby Drake alias Iceman sind die ersten Schüler von Professor X. In der ersten Ausgabe werden sie zunächst mit ihren Fähigkeiten vorgestellt. Dann stößt noch Jean Grey alias Marvel Girl zu ihnen.

Das Ungewöhnliche an dieser Besetzung ist, dass sie keine Familie wie die Fantastic Four ist. Das unterscheidet sie von anderen Teams aus den 1960er Jahren. Allerdings könnte man, wie Andrew Wheeler in seiner dreiteiligen Artikelserie „Mutant and Proud“ betont, davon ausgehen, dass sie zumindest Cousins sind, da sie alle weiße, heterosexuelle, privilegierte Kinder sind. Dies widerspricht allem, was man von einer Comic-Reihe erwarten würde, die dafür bekannt ist, Frauen, LGBTQ+-Charaktere sowie Schwarze und andere Minderheiten durch die sogenannte Mutanten-Metapher darzustellen bzw. zu repräsentieren. Die Entstehung dieser kleinen Gruppe muss anders gelesen werden als ihre zweite Entstehung im Jahr 1975, als Chris Claremont die Serie quasi neu startet.

Wenn wir uns die Mutantenmetapher ansehen, müssen wir uns mit dem Leben der Charaktere und ihrer Darstellung von Queerness auseinandersetzen. Denn typischerweise stammen Mutanten (wie queere Menschen) nicht aus mutierten/queeren Familien [Wheeler].

„Wie LGBT-Menschen werden Mutanten nicht unbedingt von Mutanten geboren. Ihre Geschwister sind nicht unbedingt Mutanten. Ihre Kinder sind nicht unbedingt Mutanten. Sie werden nicht in Mutantengemeinschaften geboren. Sie werden nicht in eine Mutantenkultur hineingeboren. Sie sind sogar innerhalb ihrer eigenen Familien anomal. Wie LGBT-Menschen sind Mutanten einer erhöhten Angst ausgesetzt, von den Menschen gehasst zu werden, die sie am meisten lieben sollten [Wheeler, 2014].”

Aber die Ähnlichkeiten gehen noch weiter. Wie Drag-Personen nehmen die X-Men neue Namen an und kleiden sich anders, wenn sie von anderen Mutanten begleitet werden [Wheeler]. Manchmal muss jemand das Offensichtliche für einen aussprechen, und von diesem Moment an kann man es nicht mehr übersehen – so wie es bei mir der Fall war, was die Ähnlichkeiten dieser Communities angeht. Manchmal neigen wir dazu, Dinge zu überanalysieren. Besonders wenn dieses Etwas eine große Fangemeinde um sich hat, kann es zu einer Art Schneeballeffekt kommen. Es ist allerdings immer wieder interessant und spannend, diese Parallelen aufzunehmen und sie auf die erste X-Men-Serie zu übertragen. Ich glaube nicht, dass dies von den Schöpfern beabsichtigt war – es ist nur ein Zufall. Das ist das Schöne an Geschichten, und ich habe es bereits erwähnt: Verschiedene Menschen ziehen unterschiedliche Bedeutungen aus ihnen.

Aber kommen wir zurück zu den ursprünglichen X-Men. Die Charaktere waren am Anfang überwiegend weiß und ihre Mutationen versteckte Merkmale. Es war von außen nicht ersichtlich, dass sie Mutanten sind (Beast und Angel konnten ihre Mutationen mit Ausrüstung und Kleidung verbergen) [Darius]. Mit minimalem Aufwand können sie alle als normale Menschen durchgehen und sich an öffentlichen Orten bewegen, ohne entdeckt zu werden. Eine weitere Gemeinsamkeit mit queeren Menschen. Ich werde in einem separaten Artikel ausführlicher auf die Mutanten-Metapher und ihre Veränderung in den letzten Jahrzehnten eingehen.


Das war der erste Teil von der Ära Kirby/Lee. Nächste Woche geht es nahtlos weiter.

Everything X-Men | Über Comics

Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute wieder einen alten Text von mir an. Wir setzen unsere Reise durch mein Projektstudium fort. Dieses habe ich während meines Medienwissenschaftsstudiums geschrieben. Darin habe ich angefangen, die X-Men-Comics chronologisch zu besprechen. Mit den Comics an sich geht es allerdings erst nächste Woche los. Erst einmal habe ich bei der Abgabe des Projektes ein wenig Kontext und Einordnung liefern müssen. Deshalb gibt es heute das Vorwort, welches sich mit dem Konzept »Comics« befasst hat.


Comics sind ein faszinierendes Medium. Oberflächlich betrachtet sind sie die Verbindung von Bild und Text, mit dem Ziel, eine Geschichte zu erzählen. Doch hinter dieser stumpfen Betrachtungsweise steckt sehr viel mehr als das. Autoren wie Will Eisner und Scott McCloud, die nicht nur selbst Comics kreiert haben, und dies sehr erfolgreich, sondern sich auch auf der Metaebene dem Medium nähern, haben Bücher damit gefüllt, wie sie funktionieren. Vieles scheint intuitiv zu funktionieren, doch im Hintergrund laufen Prozesse ab, die es uns ermöglichen, die Bilder und Texte miteinander zu kombinieren und so eine kontinuierliche Geschichte zu erleben.

Die Einteilung des Mediums ist nicht so einfach, besonders da durch das Internet Webcomics in allen möglichen Formen entstehen und präsentiert werden können. Doch grob kann folgende Einteilung erfolgen (basierend auf William Eisner): newspaper strips (kurze, meist humorvolle Sequenzen, die in Zeitungen und ähnlichen Medien anzutreffen sind), graphic novels (typischerweise in sich geschlossene Geschichten in variierender Länge) und comic books (regelmäßig, meist monatlich erscheinende Hefte, die eine fortlaufende Geschichte von einem oder mehreren Protagonist*innen erzählen und später in so genannten collected editions oder trade paperbacks gesammelt werden).

Diese Einteilung, wie auch die folgende Definition, was Comics sind, ist eine neutrale Beschreibung, wie sie auch Scott McCloud in Understanding Comics anbietet. Sie beinhaltet weder Stil noch Genre noch ein empfohlenes Alter der Leser*innen. Ebenso kein Format, Druckprozess oder zu verwendende Materialien. Hinzu kommt, dass mit neuen Technologien auch neue Möglichkeiten entstehen, wie Comics umgesetzt werden, und Definitionen, die heute als aktuell und vollständig gelten, können morgen bereits überholt sein. Dabei erweitert McCloud den von Will Eisner eingeführten Begriff „Sequential Art“ auf „juxtaposed pictorial and other images in deliberate sequence“, da, wie er selbst sagt, Eisners Definition für den Großteil von Comics gilt, jedoch auch speziellere Arten existieren, die einer genaueren Beschreibung bedürfen, welche er mit den Erweiterungen abdecken möchte.

Diese Beschreibung umfasst sämtliche Bildsequenzen, also auch Warnhinweise, Mangas, Webcomics, Sicherheitshinweise, Beschreibungen und Anleitungen, wie auch das klassische Verständnis des Comic Books, nämlich die monatlich bzw. regelmäßig erscheinenden Hefte von Verlagen wie DC Comics, Marvel oder Image. Es sollen im Folgenden die englischen Begriffe verwendet werden, da Comics als Medium verstanden werden und es keine deutsche Entsprechung für das Konzept des Comic Books bzw. der Graphic Novel gibt. Dabei wird außen vor gelassen, ob diese digital oder analog auf Papier veröffentlicht werden.

Was jedoch allen Comics gleich ist, ist die eigene Sprache, die sie im Laufe der Zeit entwickelt und die Leser*innen gelernt haben, zu decodieren. Wie jedes Medium kommen auch Comics mit eigenen Regeln, einer eigenen Grammatik, die Will Eisner in den Kapiteln zwei bis fünf von »Comics and Sequential Art« detailliert beschreibt. Er konzentriert sich dabei vor allem darauf, was innerhalb des Rahmens der Panels oder auf der Seite des einzelnen Comic-Books passiert. Scott McCloud hat später diese Theorie erweitert, indem er auch dem „Gutter“, dem Platz zwischen den einzelnen Panels, eine zentrale Rolle zuschreibt. Mit dem von ihm selbst etablierten Begriff des „Closure“ beschreibt er außerdem dessen Funktion, nämlich von uns wahrgenommene Fragmente mental zusammenzusetzen, so dass ein komplettes, vollständiges Bild entsteht. Dabei geht es nicht nur um das Erkennen von Mustern (der Mensch ist beispielsweise dazu prädestiniert, in allen möglichen einfachen Strukturen Gesichter zu erkennen) und das Vervollständigen von Bewegungen (Panels bieten ausgewählte Positionen, die einen kompletten Bewegungsablauf simplifiziert darstellen und durch die Einordnung in eine Sequenz verstanden werden). Closure meint auch einen Erkenntnisprozess, der entsteht, wenn eine Sequenz aus scheinbar nicht zusammenpassenden Bildern mental zu einem sinnvollen Bild zusammengesetzt wird.

So viel sei zu Comics gesagt. Es scheint mir immer wichtig zu sein, erst zu erklären, was Comics sind und wie komplex das Medium sein kann. Dies wird einem auch bewusst, wenn man sich Nick Sousanis Werk »Unflattening« ansieht. Die Art und Weise, wie er darin nicht nur das Medium beschreibt, sondern den menschlichen Wahrnehmungsprozess, beeindruckt immer wieder aufs Neue.

Everything X-Men | Einleitung

Es ist Donnerstag. Das heißt, wir sehen uns einen alten Text von mir an. Wie letzte Woche angekündigt geht es heute los mit »Everything X-Men«. Einer Reihe von Texten, die ich für mein Medienwissenschaftsstudium geschrieben habe. Es war ein kleines Mammutprojekt und hatte als Ziel oder Prämisse, die X-Men-Comics chronologisch zu lesen, zu besprechen und zu analysieren. Die Texte habe ich damals auf Englisch verfasst. Heute möchte ich sie allerdings in Deutsch präsentieren. Für die initiale Übersetzung habe ich DeepL bemüht. Natürlich redigiere ich die Texte noch und sehe zu, dass sie Sinn ergeben.

Den Anfang macht die Einleitung des Projekts. Genauer gesagt handelt es sich, wenn ich mich richtig entsinne, um den Projektantrag oder etwas in der Art. Ich gehe darauf ein, wie die Idee des Projekts entstand und was ich genau vorhabe.


Die Idee für diese Reihe entstand Anfang 2017. Ich studierte Medienwissenschaften und Philosophie im dritten Semester, und in meinem Hauptfach – Medienwissenschaften – müssen alle Studierenden ein sogenanntes „Projektstudium“ absolvieren. Dieses Projekt soll ein wissenschaftliches und praktisches Projekt sein, bei dem man etwas Eigenes schafft. Man konzentriert sich dabei auf einen Aspekt oder ein Thema, behält aber immer den wissenschaftlichen Aspekt im Blick. Da ich mich seit vielen Monden als Blogger und Rezensent betrachtete, wollte ich unbedingt eine Reihe von Blog-Artikeln schreiben.

In den darauf folgenden Monaten, nachdem ich die Idee hatte, sprach ich mit Prof. Dr. Tanja Thomas, einer Professorin im Fachbereich Medienwissenschaft, und fragte sie, ob sie Interesse hätte, das Projekt zu betreuen. Nach einer ausführlichen Diskussion darüber, wie ich meine Idee umsetzen könnte, habe ich viel recherchiert und angefangen, einige X-Men-Comics zu lesen. Die Ergebnisse meiner Recherchen und Lektüren werden in den nächsten Wochen und Monaten veröffentlicht. Ich hoffe, ich konnte mit diesen Texten etwas Interessantes schaffen. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Schreiben. Man könnte sagen, dass diese Reise eine unglaubliche Xperience war. Eine xzellente Idee, quasi.

Wo soll ich anfangen?

Ich liebe Comics und betrachte mich selbst als großen Fan der X-Men. Leider sind meine Erfahrungen mit ihren Geschichten eher begrenzt. Meine erste echte Begegnung mit den X-Men war der erste Film von Bryan Singer aus dem Jahr 2000. Ich war damals elf Jahre alt und sofort fasziniert. Seitdem habe ich jeden Film gesehen und einige Comics dieser wunderbaren Figuren gelesen. Dennoch blieben sie für mich eher im Hintergrund, und ich habe mich nie dazu durchgerungen, sie alle zu lesen – vor allem, weil ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Wenn man sich die Grafik aus der Doktorarbeit „Reading The Uncanny X-Men: Gender, Race and the mutant metaphor in a popular narrative“ von Joseph Darowski ansieht, wird deutlich, wie viele Serien es gab und immer noch gibt.

Seit 2011 gab es etwa 50 Events, 10 Neustarts oder Reboots (mal mehr, mal weniger einschneidend) und eine Reihe von Miniserien sowie Specials, die das Potenzial hatten, „das Internet zu sprengen“, wie Marvel Mitte 2017 erklärte (http://www.hollywoodreporter.com/heatvision/marvel-teases-a-comic-book-twist-will-break-internet-996924). All das ist jedoch bereits geschehen, und wir möchten nun in eine Zeit zurückkehren, in der all das noch bevorstand – in die gute alte Zeit. Ihr wisst schon, als Comics nur ein paar Cent kosteten und Stan Lee und Jack »The King« Kirby die Hälfte unserer Helden erschufen. Dort beginnt unsere Reise.

Ich wollte schon immer die X-Men von Anfang an lesen und die Geschichten als Ganzes erleben. Wo haben sie angefangen, was ist unterwegs passiert? Endlich alle Anspielungen verstehen, die noch heute in den Ausgaben zu finden sind. Leider musste ich feststellen, als ich die großartige Leseliste von Comicvine entdeckte (Guide to reading X-Men-Comics https://comicvine.gamespot.com/forums/x-men-155/guide-to-reading-x-mencomics-1727695), dass es sehr viele X-Men-Comics gibt. Man könnte Hunderte und Aberhunderte von Ausgaben lesen und wäre immer noch im Rückstand, weil Monat für Monat neue hinzukommen. Das ist entmutigend. Aber ich gebe nicht auf und habe daher einige Kürzungen vorgenommen. Irgendwo muss man ja anfangen, oder?

Der Plan

Außerdem muss das Projekt ein Ende haben – zumindest der Teil, der sich auf das Studium bezieht. Und es sollte vor meinem sechsten Semester abgeschlossen sein, damit ich mich dann auf meine Bachelorarbeit konzentrieren kann. Daher habe ich mich für eine Reihe von etwa 15 Artikeln (einschließlich dieser Einleitung) entschieden. Natürlich werde ich die Serie fortsetzen, wenn ich Lust dazu habe. Um es etwas interessanter zu gestalten, habe ich verschiedene Schöpfer aus den letzten fünf Jahrzehnten ausgewählt, und dies sind nun die Comics, die es in meine Reihe geschafft haben:

  1. Stan Lee / Jack Kirby (1963–1966)
  2. Roy Thomas / Neal Adams (1969/70)
  3. X-Men First Class v1 (2007)
  4. Chris Claremont Part I
  5. Chris Claremont Part II
  6. Chris Claremont Part III
  7. Avengers Disassembled (2004/2005)
  8. House of M
  9. X-Men Legacy: Legion
  10. Chris Claremont Part IV

Ich möchte nicht ausschließlich über die X-Men sprechen, das wäre nur eine eher wissenschaftlich fundierte Rezension einiger Comics, und ich habe in den letzten x Jahren bereits viele Rezensionen geschrieben. Ich wollte einen Schritt weitergehen. Ich kam auf die Idee, etwas aus diesen Serien zu nehmen – ein Thema, eine Anspielung oder eine Idee – und darüber in einem separaten Artikel ausführlicher zu sprechen. Diese Themen könnten alles Mögliche sein, von der Comic Book Authority hin zu Comic-Studien im Allgemeinen, über Terminologie, interessante Debatten, erwähnte Philosophien oder sexuelle Orientierungen und Geschlechterkonzepte.

Das bedeutet, dass auf jede Rezension/Analyse ein eher theoretisch ausgerichteter Artikel folgt – ein Essay. Dies sind die Themen, die ich bisher ausgewählt habe:

  1. Comic Book Authority
  2. Was ist ein Mutant?
  3. Comic Book Ages
  4. Die Mutanten-Metapher
  5. Philosophien innerhalb der X-Men
  6. A broken back in the refrigerator
  7. Comic-Events
  8. Wer bin ich?

Das Besondere an den X-Men und ihrer sehr langen Geschichte ist, dass sie oft als ein Konglomerat von Ideen und Themen angesehen werden. Daher werden die Schöpfer selbst oft als eine zusammengewürfelte Masse betrachtet. Das sind sie jedoch nicht. Jeder Schöpfer muss separat betrachtet und daher als Bestandteil des Gesamtbildes, also der X-Men, analysiert werden. Es ist ein Fehler, ein universelles Bild eines X-Universums zu schaffen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass jeder Autor, jede Künstlerin die Dinge unterschiedlich interpretiert. Wir haben alle verschiedene kulturelle Hintergründe und eine andere Sozialisierung, die stets mitgedacht werden muss. Mit meiner Recherche zu den einzelnen Themen habe ich versucht, dieser Einschränkung Rechnung zu tragen. Allerdings gilt auch hier: Meine Artikel sind nur eine Sichtweise, eine Möglichkeit, die Dinge zu interpretieren, inspiriert von den Büchern und Artikeln, die ich erwähnen werde. Ich werde sicherlich etwas vergessen oder übersehen.

Was noch zu sagen ist

Chris Claremont wird in der Übersicht häufiger erwähnt, weil er fast 20 Jahre lang die X-Men in vielen verschiedenen Team- und Solo-Serien geschrieben hat. Daher hat er die Charaktere wie kein anderer vor oder nach ihm geprägt. Zuerst dachte ich, ich würde nur einige Handlungsstränge hier und da auswählen. Aber das schien unmöglich. Wie könnte ich als Außenstehender die „richtigen“ auswählen? Ich meine, seine Geschichten gelten als die besten Geschichten der X-Men. Beispielsweise „The Dark Phoenix Saga“, „Days of Future Past“, „Trial of Magneto“ oder „The Fall of the Mutants“. Und ich möchte diese Geschichten nicht ohne Hintergrundinformationen lesen oder ohne zu wissen, was bisher passiert ist. Im Grunde möchte ich damit sagen: Wir werden seine Comics chronologisch durchgehen, basierend auf der oben genannten Lesereihenfolge.

Ich denke, das reicht fürs Erste. Was den Veröffentlichungsplan angeht: Ich werde zwei Artikel pro Monat veröffentlichen. Jeder Monat hat also ein Thema. So bleibt für die geneigten Leser*innen, die diese Reihe verfolgen, genug Zeit, um die Comics zu lesen. Marvel Unlimited ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn ihr aber Sammler*innen seid, gibt es schöne, aber teure Omnibus- und Sammlerausgaben. Derzeit lese ich hauptsächlich digital, aber das eine oder andere Hardcover im Regal stehen zu haben, wäre natürlich auch nicht schlecht.

Everything X-Men | Primer

In den vergangenen zwei Jahren erschien jeden Donnerstag ein alter Text von mir. Mein erster Blog, geek-planet, lief einige Jahre lang und wurde von mir regelmäßig mit Texten befüllt. Hauptsächlich habe ich Rezensionen zu Comics, Filmen und Serien geschrieben, aber auch Bücher und so manches Essay fanden ihren Platz unter den Texten. Über die Jahre ist einiges zusammengekommen. »Geek-Planet« gibt es aber schon seit einigen Jahren nicht mehr. Deshalb dachte ich mir, es wäre doch nett, wenn die alten Texte weiterhin auffindbar wären. Aber einfach nur noch einmal veröffentlichen wäre mir zu einfach.

Ich suche mir also jede Woche einen alten Text von mir heraus, redigiere diesen und versehe ihn mit einer Einleitung, bevor ich ihn erneut präsentiere. Es ist ein spannendes Unterfangen, teils 10 Jahre alte Texte von einem selbst noch einmal zu lesen. Das mache ich allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern eher zufällig. Natürlich ergeben sich diverse kontinuierliche Themen. Im ersten Jahr habe ich viele der Spider-Man-Texte herausgesucht, und im zweiten Jahr habe ich alle meine Texte zu »The Walking Dead« veröffentlicht.

Das war der Gedankenanstoß, dass ich auch im dritten Jahr meines täglichen Blogs etwas Besonderes machen möchte. Wir sehen uns weiterhin alte Texte von mir an, allerdings eine ganz bestimmte Sorte. Denn während meines Medienwissenschaftsstudiums war es notwendig, ein so genanntes Projektstudium zu schreiben. Dabei soll es sich um ein praktisches Projekt handeln. Man konzentriert sich auf ein Thema und behandelt es aus wissenschaftlicher Sicht oder sollte diesen immer im Hinterkopf behalten. Wichtig ist, etwas Eigenes zu schaffen. Wie konnte ich als langjähriger Blogger keinen neuen Blog oder eine Reihe von Texten schreiben? Mir waren die Hände gebunden.

Wie konnte ich zudem, als Comic-Fan und Verehrer der X-Men, mich nicht auf ebendiese Charaktere konzentrieren? Also habe ich angefangen, die alten Comics zu lesen. Sehr viele der alten Comics. Ich habe mir Notizen gemacht, Bücher über die X-Men gelesen, wissenschaftliche Arbeiten herausgesucht und auch sonst viel recherchiert. Vielleicht habe ich mir sehr viel mehr Arbeit angetan, als es für ein Projektstudium notwendig gewesen wäre. Aber es hat mir Freude bereitet und das Thema hat eine Leidenschaft in mir geweckt. Ich habe mich über Monate damit auseinandergesetzt. Am Ende hatte ich eine Reihe an Texten und habe über das Projektstudium hinaus noch weitere über die X-Men geschrieben.

Diese Texte möchte ich also im dritten Jahr des Blogs jeden Donnerstag hier präsentieren. Die ersten beiden sind noch eher theoretischer Natur. Sie erklären noch einmal, was das Projektstudium ist und worum es genau geht, was der Plan ist. Außerdem habe ich damals auch einen Text über Comics an sich geschrieben. Danach geht es aber wirklich mit den X-Men los. Ich hoffe, ihr seid dabei. Mir hat es damals sehr viel Freude bereitet, diese Texte zu schreiben. Genauso spannend ist es, sie heute noch einmal zu lesen, zu übersetzen, zu redigieren und erneut zu veröffentlichen.

Ja, richtig gelesen: übersetzen. Denn ich habe die Texte damals auf Englisch verfasst, weil sie nicht nur auf einer eigenen Webseite veröffentlicht wurden, sondern parallel noch auf einem amerikanischen Blog erschienen sind, bei dem ich damals mitwirkte (Rogues Portal). Für die initiale Übersetzung verwende ich DeepL, gehe die Texte aber selbstverständlich noch einmal durch und sehe zu, dass alles Sinn ergibt. Ich hoffe, das wird mir einigermaßen gelingen. Das sollte aber als Primer erst einmal reichen. In einer Woche geht es also los mit: Everything X-Men.

Geek-Planet | Multiversity: Pax Americana

Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute einen alten Text von mir an. Der folgende stammt vom 13. Januar 2015 und wurde damals auf meinem Blog »geek-planet« veröffentlicht. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Deshalb veröffentliche ich die alten Texte nach und nach auch hier. Damit sie auffindbar sind. Und wir gemeinsam eine kleine Zeitreise machen können.

Ich habe noch sehr gute Erinnerungen an Pax Americana und eigentlich die gesamte Multiversity-Reihe. Sie war pur »Grant Morrison« und hat mit vielen philosophischen und metaphysischen Aspekten gespielt. Schade ist nur, dass ich in der Rezension von damals zu sehr darauf herumreite, wie kompliziert und überfordernd der Comic ist. Natürlich ist die Geschichte komplex und wird nicht linear erzählt. Das ist aber auch das Reizvolle an einem Grant-Morrison-Comic. Man muss sich hineindenken. Aber man kann Morrison als Autor auch vertrauen, dass es am Ende doch alles Sinn ergibt. Er wirft nicht nur Dinge an die Wand und hofft, dass etwas kleben bleibt. Seine Konzepte sind (meistens) durchdacht und belohnen die Leser*innen mit etwas Einzigartigem. Ich sollte wirklich mal wieder etwas von Grant Morrison lesen.


Multiversity gehört für mich zu einer der schwierigsten Comicserien, die DC Comics herausbringt. Die erste Ausgabe fand ich noch spannend, gut erzählt und eine interessante Herangehensweise an die Erläuterung des Multiversums. Die zweite Ausgabe hat mich dann schon verwirrt zurückgelassen. Und dann kam Pax Americana.

“The characters remain unaware of my scrutiny, but their thoughts are transparent, weightless in little clouds. This is how a 2-dimensional continuum looks to you. Imagine how your 3-D world appears to me.” – Captain Atom

Als Autor der Serie ist Grant Morrison verantwortlich und Frank Quitely kümmert sich um die Zeichnungen. Nathan Fairbain hat das hervorragende Cover gestaltet.

Selten hat mich ein Comic so verwirrt und unbefriedigt zurückgelassen wie Pax Americana. Am Anfang dachte ich noch, wie cool und selten die Technik ist, mit der Grant Morrison die Geschichte erzählt, aber je weiter diese voranschreitet, desto weniger hatte ich eine Ahnung, was eigentlich genau vor sich geht und wer wie mit wem im Zusammenhang steht. Sehen wir uns die einzelnen Punkte mal genauer an.

Als Erstes hätten wir den eigenartigen Erzählstil und dies ist bei weitem nicht negativ gemeint. Alles beginnt mit der Ermordung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Sequenz spielt sich rückwärts ab und ohne Sprechblase oder Erzähler. Dies hätte der Intensität der Szene wohl auch geschadet. Allein dieser Auftakt ist schon gewaltig und macht Lust auf mehr von der Geschichte. Diese ist im Übrigen nicht linear erzählt, sondern man muss sich selbst zusammenreimen, wann was stattfindet, und teilweise ist dies schwer einzuordnen. Pax Americana ist aber ohnedies ein Heft, welches man öfters lesen muss, um es gänzlich zu verstehen und alle Anspielungen und Handlungen nachvollziehen zu können.

Das Zweite, was auffällig ist, sind die grandiosen Zeichnungen von Frank Quitely. Er setzt die Geschichte Morrisons gekonnt in Szene und verleiht den einzelnen Sequenzen eine Dynamik, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Die grafische Umsetzung zählt für mich zu den Highlights des Comics.

Dann sind da natürlich noch die Parallelen zu »Watchmen«, an denen es wirklich nicht fehlt. Für mich macht es den Anschein, als hätte die gesamte Geschichte auf mehrere Hefte aufgeteilt werden müssen, um ihre gesamte Stärke ausspielen zu können, denn durch die dichtgepackte Story, die Erzählweise und die Anzahl der handelnden Personen wird so manche Leser*in überfordert sein.

Der Comic ist weit davon entfernt, schlecht zu sein. Er ist gut gemacht und man muss ihn wirklich des Öfteren lesen, um alle Aspekte verstanden und aufgenommen zu haben. Ich werde ihn jedenfalls auf dem iPad behalten und ab und zu mal wieder reinschauen. Vielleicht geht mir ja irgendwann das Licht auf und ich kann ihn wie Bobby vom Talking-Comics-Podcast als den besten 2014 bezeichnen.

Geek-Planet | Fear The Walking Dead: S02E01

Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute einen alten Text von mir an. Der folgende erschien am 15. April 2016 auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet«. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Trotzdem möchte ich, dass alle meine alten Texte an einem Ort versammelt sind.

Ach, Fear The Walking Dead. Eine wirklich großartige Serie, die ich noch länger verfolgt habe. Mindestens bis Staffel vier, wenn ich mich richtig erinnere. Ich spekuliere im Text bereits, dass jede Staffel einem Thema gewidmet sein könnte und damit sollte ich recht behalten. Jede Staffel hatte tatsächlich etwas Eigenes an sich. Sei es der Stil, die Umgebung oder die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Das hat mir stets hervorragend gefallen. Es war erfrischend abwechslungsreich und ein netter kontrast zur Hauptserie. Auch hier würde mich interessieren, wie es weitergegangen ist. Weshalb ich einen Rewatch ein weiteres Mal nicht ausschließen möchte.

Da dies vorerst der letzte Text zu TWD ist, weil ich keine weiteren damals geschrieben habe, möchte ich noch einen Podcast erwähnen: Serienjunkies. Diesen habe ich lange Zeit gerne verfolgt. Besonders die Serienbesprechungen haben mir immer gut gefallen. Sie haben mir viele Serien nahe gebracht und dafür gesorgt, dass ich mich intensiver damit auseinandersetze. Beispielweise eben Fear The Walking Dead. Bei einem Rewatch wäre es also nicht ausgeschlossen, dass ich ebenfalls in die Podcasts reinhöre. Es war eine tolle Konstellation an Personen beteiligt, es ergaben sich Running Gags und es war wirklich unterhaltsam. Wahrscheinlich hätte ich Fear The Walking Dead nicht so lange verfolgt, hätte es diesen Podcast nicht gegeben. Was schade gewesen wäre, denn ab Staffel zwei und drei nimmt die Serie richtig fahrt auf.


Fear the Walking Dead ist zurück. Die zweite Staffel umfasst 15 Episoden und wird exklusiv auf Amazon Prime ausgestrahlt. Haben die Autor*innen die Pause genutzt, um die Fehler und Ungereimtheiten der ersten Staffel auszubügeln? Werden die Charaktere interessanter und deren Handlungsentscheidungen nachvollziehbarer? Und natürlich die wichtigste Frage: Bekommt Nick endlich was Vernünftiges zum Anziehen?

“Rule number one: It’s my boat. Rule number two: It’s my boat. If there remains any confusion about rules one and two, I offer rule number three: It’s my goddamn boat!” – Strand

Der Einstieg in die erste Episode lässt gemischte Gefühle aufkommen. Zum einen wirkt die Welt mit den Explosionen im Hintergrund und der brennenden Stadt sehr apokalyptisch. Der letzte Shot sieht fantastisch aus und die Grundstimmung für den weiteren Verlauf der Staffel ist gesetzt. Wobei dies ein gutes Finale abgegeben hätte: Das Feuer der ersten Staffel weicht dem unendlichen Wasser der zweiten. Dadurch hätte man den Staffeln Themen zuschreiben können. Gleichwohl ist es ein gelungener Start. In dieser Umgebung müssen sich unsere Protagonisten in zwei Gruppen aufgeteilt zum Boot von Victor Strand retten, während die ersten Zombies den Weg zum Strand finden. Nick erweist sich als überraschend kompetent, während Chris sein Äquivalent darstellt. Durch seine verständliche Trauer um seine Mutter werden sein Vater und Madison beinahe von Zombies gebissen.

Allerdings muss erwähnt werden, dass es so scheint, als wäre zwischen den beiden Staffeln etwas Interessantes geschehen. Die Kollegen von Gizmodo fassen diese Szenerie gut zusammen: „It feels like between season, something really epic and interesting happened.“ Es wird leider nicht ganz klar, was genau passiert und wie viel Zeit seit dem Finale der letzten Staffel vergangen ist. Zwar wird klar, dass es sich um Bomben des Militärs handelt und der Gedanke, dass jede größere Stadt dermaßen zerstört wird, ist durchaus verstörend. Doch dieses überhastete Ende von Los Angeles wirkt gezwungen, damit die Handlung schnell auf das Boot verlegt werden kann. Es wäre spannend gewesen, noch ein paar Episoden in der Stadt zu verbringen. Immerhin müsste das Boot vorbereitet und ein paar Dinge besorgt werden. Nichts Wichtiges, nur Essen, Wasser und so weiter. Dies bleibt uns jedoch verwehrt und so müssen wir mit anderen Dingen vorliebnehmen.

Im weiteren Verlauf der Folge werden dann durchaus interessante Fragen der Moral und Ethik gestellt, die man sich als Zuschauer*in etwas länger durch den Kopf gehen lassen kann. Zum Beispiel als ein kleines Boot voll mit Menschen nach Hilfe ruft: Wie hätte man selbst in dieser Situation reagiert? Wie sieht die neue Weltordnung aus? Leider werden aber keine wirklichen Dialoge darauf verschwendet. Es bleibt sehr oberflächlich und diese Themen werden schnell abgehandelt. Dabei hätte sich hier die Möglichkeit geboten, den Charakteren mehr Tiefgang zu verleihen. Es wird zwar klar, dass die meisten von ihnen nicht gerade begeistert davon sind, mehr Menschen auf das Boot zu lassen, doch es ist ihnen auch nicht egal. Stattdessen wird schnell zum Tagesgeschäft zurückgekehrt. Entscheidungen bringen immer Konsequenzen mit sich. Doch davon ist hier nichts zu spüren.

Ausnahme bildet die unfassbare Naivität von Alicia. Über ein Funkgerät lernt sie einen scheinbar netten jungen Mann kennen, der Musik abspielt und nach Hilfe ruft. Anfangs wirkt es noch sehr unschuldig und interessant, dass sie ausgerechnet über ein Funkgerät jemanden kennenlernt und dann auch noch mittels Musik. Captain Jack gewinnt schnell ihr Vertrauen und bringt sie dazu, ihm zu verraten, wo sie sich ungefähr befinden. Die Dummheit, mit der Alicia hier vorgeht, tut förmlich weh. Wie kann sie nur diesem Unbekannten so sehr vertrauen? Es ist eine Sache, das hübsche Schiff zu erwähnen und die nützlichen Funktionen, doch auch noch den Ort zu verraten, geht zu weit. Die Vorhersehbarkeit der Handlung macht dies nur noch frustrierender.

Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, ist der Umgang mit dem Tod von geliebten Menschen. Chris’Mutter haben sie auf das Schiff mitgenommen, um ihr zu gegebener Zeit eine anständige Seebestattung geben zu können. Nachdem sein Vater sie erschossen hat, bereitet es ihm verständlicherweise Probleme, einfach weiterzumachen. Dies ist interessant dargestellt. Genauso wie die schöne Unterhaltung zwischen Chris und Daniel beim Fischen und die Abgrenzung gegenüber seinem Vater. Allerdings sind seine Handlungen oft zu übertrieben, impulsiv und statt emotionaler Momente erhält man gute Comedy. Daniel hält sich in der Episode sehr zurück. Es bleibt spannend, welche Rolle er in Zukunft spielen wird. Durch seine Lebenserfahrung stellt er ein wichtiges Mitglied in der Gruppe dar, was ihn gleichzeitig zu einem großen Ziel macht, bald zu sterben.

Insgesamt ist die Episode zwar nicht schlecht, doch weiterhin werden Gelegenheiten verschenkt, um die Charaktere besser kennenzulernen. Erst am Ende wird es mit den Wasserzombies spannend, und dass Nick auf einem sinkenden Boot ein Logbuch findet, trägt unter anderem dazu bei, dass ich definitiv weiter schauen werde. Apropos Nick: Ja, er trägt weiterhin seine alten, unfassbar hässlichen Sachen. Sogar die mit Blut bespritzte Jacke behält er. Kann er sich nichts von Chris’ Sachen nehmen? Die haben mehrere Koffer mitgenommen (keiner davon scheint was Essbares enthalten zu haben), da wird doch wohl etwas Anständiges für ihn dabei sein. Vielleicht kann er ja den potenziellen Angreifern etwas Besseres klauen, die Alicia eingeladen hat.

Geek-Planet | The Walking Dead: #164 – a fallen house

Es ist Donnerstag. Werfen wir also einen Blick in die Vergangenheit. Genau genommen auf den März 2017. Da erschien der folgende Text auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet«, den es heute allerdings nicht mehr gibt. Trotzdem möchte ich, dass alle meine Texte an einem Ort versammelt sind. Deshalb suche ich mir jede Woche einen heraus, redigiere ihn etwas und schreibe eine kleine Einleitung dazu.

In meiner Rezension zur 164. Ausgabe von TWD spekuliere ich über einen möglichen Handlungsstrang, der sich mit der 200. ergeben könnte. Die 200. Ausgabe sollte es allerdings nie geben. Denn Robert Kirkman hat das scheinbar unmögliche geschafft und TWD spontan und zu aller Fans Überraschung mit der 193. Ausgabe beendet. Ich mochte das Ende sehr gerne. Die Landung ist ihm quasi bravourös gelungen. Ein seltenes Kunststück, das gewürdigt werden muss.

Doch zu dem Ende kommen wir in diesem Rahmen nicht mehr. Denn dies ist der letzte Text, den ich zu den TWD-Comics verfasst habe. Wir haben es also geschafft. Nächste Woche habe ich noch eine kleine Bonus-Rezension, aber dann war es das erst einmal mit The Walking Dead. Meine alten Texte zu den Serien und den Comics verfolgen uns nun schon eine Weile. Ab übernächster Woche können wir uns also wieder anderen Texten zuwenden. Mal sehen, was ich in den Archiven finde.


  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton

Wie bereits im letzten Review angekündigt, müssen Rick und Negan zusammenarbeiten, um überleben zu können. Dies trifft vor allem jetzt zu, da sie von den anderen abgeschottet in einem Haus festsitzen. Es kommt sogar zu einem kleinen Bonding Moment zwischen den beiden, als Negan in seiner typisch charmanten Art fragt, was das Schlimmste ist, was Rick bislang gemacht hat. Wir lernen über beide Charaktere etwas und ich möchte meinen, Rick muss widerstrebend feststellen, dass er sich langsam wohl doch für Negan erwärmen kann. Doch die beiden haben noch ein bisschen was zu überstehen, bevor sie sich zurücklehnen können. Ob sie dann wohl nette Nachbarn in Alexandria werden?

In der Zwischenzeit macht Carl einen auf Anführer und führt diverse Gruppen an, die sich daran machen, die ausgedünnte restliche Herde zu erledigen. Man kann schon erkennen, dass Robert Kirkman ihn als eventuellen Nachfolger von Rick in Stellung bringt. Zwar erkennt er es selbst bislang nicht, doch zumindest seine quasi-Freundin wirft ihm einen vielsagenden Blick zu. Werden wir uns bald von Rick verabschieden müssen? Ich denke nicht, dass es innerhalb der nächsten Ausgaben dazu kommen wird. Doch vielleicht sollte zur 200. Jubiläumsausgabe langsam daran gedacht werden, denn Kirkman hat schon an diversen Stellen behauptet, wenn ich mich richtig erinnere, dass auch ein Rick nicht vom Tod gefeit ist. Hoffentlich wird es ein heroischer Tod in den Armen Negans.

Die Reiter der Stadt machen sich in der Zwischenzeit daran, die Walker weiterzutreiben, und haben dabei überraschend schnell Erfolg. Auch wenn es schön ist, dass sie es geschafft haben, hatte ich doch irgendwie erhofft, dass es etwas länger dauert, bis die Luft rein ist. Zwar ist weiterhin nicht alles überstanden, aber #164 zeugt von einer Stimmung, die darauf schließen lässt, dass die Bewohner bald wieder einziehen wollen. Es scheint nichts mehr aus der Gefahr von der letzten Ausgabe übrig zu sein, was ich schade finde. Wir befinden uns jetzt schon so lange in Alexandria, es wäre interessant gewesen, was passiert, wenn die Stadt nicht mehr bewohnbar ist, weil die Zombies alles umgerissen haben und es einfach zu viele sind. Würde sich Rick das Kingdom aneignen oder unter Maggies Fittiche auf dem Hilltop einziehen – ein interessantes Gedankenspiel.

Zu guter Letzt scheint noch Eugenes Geheimnis in Gefahr zu sein. Denn zwei bekannte Bewohner haben dort in seinem Haus Zuflucht gesucht und seine Apparatur im Wohnzimmer entdeckt, wo er immer die Gespräche mit der Unbekannten führt.

Auch wenn die Walker schon wieder vorüber sind, bleiben noch ein paar offene Punkte: So müssen sich Ricks Leute bald um die restlichen Whisperer kümmern und die Savior wollten doch eine Revolution ausrufen – um nur zwei Handlungsstränge zu nennen, die mich zeitnah besonders interessieren würden. Bei den einzelnen Ausgaben merke ich schon, dass ich etwas ungeduldig werde, doch es macht Spaß zu spekulieren, was geschehen könnte, und die Letter-Pages allein sind den Kauf der einzelnen Ausgaben wert.

Geek-Planet | The Walking Dead: #163 – conquered

Es ist Donnerstag und das heißt wir werfen einen Blick in die Vergangenheit. Leider habe ich mir das genaue Datum nicht aufgeschrieben. Aber die Ausgabe #163 erschien im Februar 2017, also dürfte der folgende Text in etwa zu dem Zeitpunkt auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet« erschienen sein. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Ich möchte aber trotzdem alle meine Texte an einem Ort versammelt wissen.

Ich kann mich noch dunkel an die Zeichnungen der Horden an Walker erinnern. Es waren gewaltige Bilder, doppelseitige Meisterwerke von Charlie Adlard. Aber immer wieder einen Monat warten zu müssen, bis es weitergeht, war nicht einfach. Vor allem mit solchen Cliffhangern. Robert Kirkman hat eine interessante Technik bei TWD angewandt. Die Geschichte geht stets nahtlos weiter. Manch andere Comics mögen die Charaktere etwas Revue passieren lassen oder einen leichteren Einstieg wagen. Doch TWD ist eine immer weiterführende Geschichte gewesen. Der Fokus liegt auf der Erzählung. Deshalb kann man die dicken Compendium-Bücher so toll lesen. Das macht es zwar manchmal nicht so leicht, nach einem Monat Pause den Einstieg wiederzufinden, doch das lädt nur dazu ein, die Ausgaben immer wieder in die Hand zu nehmen.


Nach dem Ende des „Whisperer War“ wurde bereits spektakulär angedeutet, welche Unbequemlichkeiten unsere Protagonisten als Nächstes überstehen müssen: tausende von Walkern sind auf direktem Weg nach Alexandria und reißen alles mit sich, was sich ihnen in den Weg stellt.

  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton

“An ocean of the dead” – Rick

Es ist das erste Mal, dass ich „The Walking Dead“ als monatlichen Comic lese und nicht ein Hardcover-Buch in der Hand halte. Oder zumindest einen Handlungsbogen in einem Rutsch lese. Ich bin gespannt, wie sich diese Umstellung auf die Erfahrung der Geschichte auswirken wird. Die Umstellung wird mir allerdings etwas leichter gemacht, da es sich bei der Nummer 163 um eine überlange Ausgabe handelt. Zum 25. Jubiläum von Image Comics gibt es ein paar Comics günstiger – so bekommt man diesen für mickrige 0,25 Dollar.

Es ist schon erstaunlich, wie lange sich The Walking Dead bereits auf dem Comicmarkt behauptet und die Crew es trotzdem schafft, weiterhin eine konstant spannende Geschichte zu erzählen. Es wird weder langweilig noch scheinen Robert Kirkman die Ideen auszugehen. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise weiter hingehen wird und welche Orte und Bekanntschaften die Protagonisten in den nächsten Ausgaben besuchen und meistern müssen. Doch erst einmal sehen wir uns den Marsch der Walker etwas genauer an.

Die Walker bestimmen diese Ausgabe wie keine andere zuvor. Sie wurden in den letzten Geschichten immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Der Fokus lag auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und Problemen (allen voran natürlich Negan). Außerdem konnten es sich unsere Protagonisten in den vergangenen Jahren wirklich gut gehen lassen. Die Whisperer haben dies produktiv genutzt und eine unvorstellbare Menge an Walkern angesammelt – wo sie diese wohl alle gefunden haben? Jedenfalls haben sie sie nach Alexandria geschickt, um sich nicht selbst die Finger schmutzig machen zu müssen. Doch was können Rick und Co. wirklich gegen sie ausrichten?

Zwar werden zwischendurch immer mal wieder die Walker gezeigt, doch erst am Ende sieht man die gewaltige Menge, die sich auf Alexandria zubewegt. Zuvor wird von den Charakteren immer wieder angesprochen, wie sich die Walker anhören. Es sind so viele, man hört sie meilenweit. Wie ein unaufhaltsames Meer strömen sie durch das Land. Eine unaufhaltsame Macht. Faszinierend ist, wie Charlie Adlard den Walkern eine eigene Physik zu geben scheint. Dies ist nicht als Kritik gemeint, sondern soll hervorheben, wie einzigartig die Welle agiert. Durch Straßenschluchten hindurch, auf den Graben vor den Mauern Alexandrias zu – sie quetschen sich sogar durch das Tor (ein grausam herrlicher Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte).

Wie sieht aber nun die Abwehrstrategie aus? Gibt es überhaupt eine? Erst einmal heißt es, Schadensbegrenzung zu betreiben. Immerhin hat die Gruppe schon Erfahrungen darin gemacht, große Walker-Herden durch die Gegend zu navigieren – vielleicht gelingt es ihnen auch dieses Mal, genug von ihnen wegzulocken. Außerdem steht Rick eine nicht sehr angenehme Erkenntnis bevor: Er muss sich mit Negan verbünden. Ansonsten scheint ein Überleben aussichtslos.

Mit den Walkern überall in Alexandria verteilt, kommt es zu ein paar herausragenden Konfrontationen, ungewöhnlichen Team-Ups, und wir dürfen uns demnächst auf eine große Offenbarung gefasst machen.

Geek-Planet | The Walking Dead: The Whisperer War

Wie jeden Donnerstag werfen wir auch heute wieder einen Blick in die Vergangenheit. Genauer gesagt auf den 15. Februar 2017. Damals erschien der folgende Text auf meinem Blog »Geek-Planet«. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Trotzdem sollen alle meine Texte an einem Ort versammelt sein.

Ein Aspekt, der verloren geht, wenn man Comics wie TWD in Collected Editions liest und nicht als Einzelausgaben, sind die Leserbriefe. TWD war da stets bemüht, viele der Briefe abzudrucken und eine echte Konversation mit den Leser*innen zu führen. Wer die Möglichkeit hat, digital die einzelnen Ausgaben zu lesen, sollte dies nutzen. Ich kann es nur empfehlen. Es eröffnet zum Teil vollkommen neue Aspekte. Man kommt vielleicht auf Techniken oder Themen, die einem zuvor nicht bewusst waren. Saga ist auch ein solcher Comic, der viel Wert auf Leserbriefe legt. Es stärkt den Community-Aspekt.


Negans Absichten sind immer von sehr schwammiger Natur. Welches Ziel verfolgt er tatsächlich? Was ist sein Plan? Wie wir im Handlungsbogen „The Whisperer War“ erfahren, saß er nicht nur ein paar Monate in Alexandria in Haft, sondern mehrere Jahre. Die Frage, ob er sich schließlich geändert hat und nun an Rick glaubt, wird am Ende beantwortet. Beim letzten Mal hat er in einem höchst dramatischen Akt gegen die Anführerin der Whisperers aufbegehrt und Alpha getötet. Jetzt ist er auf dem Weg zurück, um Rick den Kopf von ihr zu bringen.

  • The Walking Dead #157 bis #162
  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton

„The Wisperer War“ ist eine dicht gepackte Geschichte und es passiert sehr viel in jeder einzelnen Ausgabe. Um diesen Workload, um einen hübschen neudeutschen Begriff zu benutzen, zu schaffen, sind die einzelnen Ausgaben in einem 16er-Panel-Raster aufgebaut. Ich muss allerdings zugeben, dass mir dies nur unbewusst aufgefallen ist und erst als das Thema in den Letter-Pages angesprochen wurde, konnte ich die Vorzüge dieser Technik rundum genießen. Als Leser*in bekommt man mehr geboten – es wird bewusst das Tempo gedrosselt und man muss sich für das Lesen mehr Zeit lassen. Interessant, welche Auswirkungen unterschiedliche Panel-Strukturen haben. Nur weil man ein 4 × 4 Raster verwendet, bedeutet dies nicht, dass nicht manche Panels zu einem zusammengefasst werden, oder zwischendurch beeindruckende doppelseitige Zeichnungen das Geschehen einfangen. Mehr Panels bedeuten jedoch mehr Zeichnungen und damit mehr Aufwand für Charlie Adlard und seine Kollegen. Trotzdem sehen die Darstellungen wie gewohnt fantastisch aus und lassen keine Wünsche offen.

Nun aber genug Comic-Theorie für heute. Kommen wir zum tatsächlichen Inhalt: Nach Alphas Tod herrscht ein gewisses Machtvakuum in den Reihen der Whisperer und die Frage nach einem Nachfolger wird laut. Zum Glück hat Alpha selbst bereits Beta in Stellung gebracht, der als Nummer 2 ein gutes Leben hatte. Er wird in die Führungsrolle gezwungen. Im Laufe der Geschichte und vor allem beim ersten Aufeinandertreffen mit Ricks Gruppe kommt immer mal wieder die Diskussion auf, wer sich eigentlich unter der Maske versteckt. Warum macht er darum ein solch großes Geheimnis? Niemand der Whisperer scheint jemals sein Gesicht gesehen zu haben. Was ist passiert? Hat er eine schreckliche Verletzung, die er nicht zeigen möchte? Dies halte ich eher für unwahrscheinlich, da er mir nicht der Typ zu sein scheint, der sich so etwas zu sehr zu Herzen nimmt. Vielmehr wird es wohl tatsächlich darum gehen, wer er ist? War er eine berühmte Persönlichkeit? Oder ist er jemand, den wir kennen und Vendetta-mäßig gegen Rick und seine Gruppe vorgehen will.

Nach dem letzten Kampf und großen Verlusten, darunter Ezekiel, herrschen in Ricks Bündnis gewisse Spannungen. Die Saviors wollen sich mal wieder alle untertan machen und das Kingdom ist sich uneins, wer der neue Anführer werden soll. An dieser Stelle finde ich es erstaunlich, dass Rick nicht als Ratgeber eingesetzt wird und sich darum gekümmert hat, dass eine qualifizierte und angesehene Person die Rolle übernimmt. Doch er ist eher damit beschäftigt, herauszufinden, was mit Negan passiert ist, bis dieser schließlich wieder vor der Tür steht. Die Dynamik zwischen beiden Charakteren, die sowohl in der Serie als auch im Comic hervorragend funktioniert, ist jedes Mal ein kleiner Höhepunkt. Immer wieder umkreisen sie sich, wagen sich ein Stück näher an den anderen heran. Können sie sich vertrauen, oder nicht? In diesen wenigen Ausgaben, die die Geschichte einnimmt, lernen wir mehr über Negan als in den gesamten Ausgaben davor. Wir lernen unter anderem die Bedeutung von Lucille kennen.

Auch wenn der Kriegsaspekt sehr gut rüberkommt, ist es „a different kind of war“. Sie müssen nicht nur gegen die Whisperer vorgehen, sondern auch gegen ihre Heerscharen von Walkern, unter denen sie sich verstecken. Doch die Anführer, die Rick auserkoren hat, um sie zurückzuschlagen, darunter Dwight und Jesus, machen einen herausragenden Job und schrecken vor keiner Technik zurück, um ihre Reihen zu beschützen. Es entstehen gewaltige Bilder, die das Meer an Untoten perfekt in Szene setzen. Der Kontrast zur teils poetischen Sprache in den Dialogen trägt sein übriges zur spannenden Atmosphäre bei.

Als Letztes möchte ich schließlich noch Eugene erwähnen, der ebenfalls sehr beeindruckend seine Hingabe für die Sache zeigt. Er kommt sich interessanterweise immer noch so vor, als würde er keinen oder einen zu geringen Beitrag leisten. Zwischendurch setzt er die Konversation mit seiner Funkgeräte-Bekanntschaft fort. Dieser Subplot dauert noch schon eine Weile an und ich bin sehr gespannt, wie die Auflösung dazu aussieht. Und vor allem, wann wir sie zu sehen bekommen. Hilft die Unbekannte gegen die Whisperer oder handelt es sich um die nächste Bedrohung, die Rick und Co. überstehen müssen?

Geek-Planet | The Walking Dead: Book 13

Es ist Donnerstag. Wir schauen uns also einen alten Text von mir an. Der folgende erschien am 4. Jänner 2017 auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet«. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Ich möchte aber trotzdem, dass alle meine alten Texte an einem Ort versammelt sind. Deshalb suche ich mir jede Woche einen heraus, redigiere ihn und schreibe eine kleine Einleitung dazu.

Ich finde es tatsächlich äußerst spannend, meine alten Rezensionen zu lesen. Offen gestanden redigiere ich gerade sehr viele TWD-Texte und bereite sie für die Veröffentlichung vor. Gerade bin ich einige Monate voraus. Einen Puffer zu haben, ist natürlich nicht schlecht. Und ein kleines Projekt, wie die TWD-Texte fertig aufzubereiten, abschließen zu können, ist immer gut. Doch ich will wirklich wissen, wie es weitergeht, wie ich die Geschichten fand und worüber ich so schreibe. Hätte ich mir nicht gedacht. Deshalb will ich nicht weiter Worte verlieren. Steigen wir direkt ein.


Die Nachwirkungen von Alphas letzter Tat sind deutlich zu spüren und sorgen für einiges an Unruhe im stillen Alexandria. Rick muss seine Anführerrolle diverse Male verteidigen, sich mit Maggies „Konfliktlösung“ auseinandersetzen und natürlich sorgt Negan für Aufregung.

  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler, Cover: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton
  • Erstveröffentlichung: 2015
  • Ausgaben: #145 – #156

“So I find myself in the position to lead you… and in this position I have learned my most important job… is to keep us from returning to those days. Not to keep you happy. Not to make you like me… Priority number one. Move forward. Don´t go back.” – Rick

„No turning back“, die erste Geschichte im aktuellsten dreizehnten Buch von The Walking Dead, dreht sich um die Konsequenzen, die unsere Protagonisten aus dem Angriff durch die Whisperer ziehen. Natürlich reagieren alle geschockt darauf, aber wie sie sich gegenüber Rick verhalten und welche Reaktion sie von ihm erwarten, ist sehr unverständlich. Sie wissen, was Rick alles durchgemacht hat, wohin er sie gebracht hat. Und doch halten sie ihm vor, nichts gegen die Whisperer auszurichten. Zwar vergraben sie die Köpfe der zwölf Getöteten und halten einen Gottesdienst ab, um gemeinsam trauern zu können, doch schon kurze Zeit darauf besteht höchste Gefahr, dass alles zusammenbricht, was sie sich in den vergangenen Monaten aufgebaut haben. Die Trauerphase ist übrigens äußerst kunstvoll und schlicht in den Zeichnungen umgesetzt. Ein paar Seiten sind den Trauernden gewidmet – Zeichnungen, ohne Dialoge oder sonstige Informationen. Die Bilder sprechen für sich. Außerdem erfahren wir, dass seit dem Krieg mit Negan mindestens ein Jahr vergangen sein muss, wenn nicht noch mehr.

In dieser Zeit scheinen alle vergessen zu haben, wie das Leben außerhalb der Communitys aussieht und dass sie sich eigentlich mitten in der Apokalypse befinden. Daran kann ihre ruhige Insel nichts ändern und keine Mauer kann sie vor den Schrecken schützen. Zwei Männer planen sogar einen Angriff auf Rick, den er nur knapp überlebt, indem er seinen coolsten Move einsetzt: Die Hauptschlagader am Hals durchbeißen.

Was ich mir schon beim letzten Mal gedacht habe, ist ebenfalls eingetroffen. Rick benötigt Unterstützung, und zwar in Form von Negan. Er hat seine Leute über ein Jahr am Leben erhalten. Er wurde gehasst und gefürchtet, aber er hat sie die ganze Zeit über beschützt und zusammengehalten. Im Moment reden die beiden nur und man könnte beinahe vergessen, was Negan getan hat, so überzeugend spielt er seine Beraterrolle. Ich bin sehr gespannt, wie das mit ihnen weiter geht und ob er Negan zum Zeitpunkt des Krieges aus der Zelle lässt. Doch nicht nur zwischen Rick und Negan gibt es ein klärendes Gespräch, er und Michonne kommen sich wieder näher und setzen ihre frühere gute Freundschaft fort, indem sie über ihre Trauer sprechen – wie sie damit umgehen. Zwei äußerst packende Szenen.

In der Zwischenzeit flüchtet Andrea mit Carl und Lydia aus Alexandria und geht nach Hilltop. Denn ein Teil des Hasses, der sich nicht gegen Rick richtet, konzentriert sich auf Lydia. Sie kommt von den Whisperern und wird beschuldigt. Eugene ist sogar derjenige, der vorschlägt, dass man sie doch als Strafe für Alpha foltern könnte. Ich fasse es einfach nicht, wozu diese Menschen so plötzlich in der Lage sind. Eigentlich müsste man die alle mit Negan in eine Zelle sperren.

Als Resultat des Gesprächs mit Negan entscheidet Rick, ein Militär aufzubauen und seine Leute damit im Glauben zu lassen, sie würden sich auf einen Krieg vorbereiten. Doch im Moment liegt sein Fokus eher darauf, sie beschäftigt zu halten, damit sie sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen. „no turning back“ konzentriert sich sehr darauf, dass die Communitys nicht zurück zu den alten Gewohnheiten fallen, sondern weiterhin daran arbeiten, eine Zukunft aufzubauen. Denn wenn sie es sich mit den Whisperern verscherzen und diese mit ihren Walker-Horden angreifen, bleibt nicht mehr viel von ihnen übrig und sie müssen sich wieder auf der Straße durchschlagen.

“Please forgive me, Lord. I have killed… I am a killer… a good one.” – Father Gabriel

Die zweite Storyline im dreizehnten Buch ist „call to arms“. Darin werden die Vorbereitungen für ein unausweichliches Aufeinandertreffen der beiden Seiten getroffen. Alle, die sich freiwillig für das Militär von Alexandria gemeldet haben, werden für den Ernstfall trainiert. Welch bessere Möglichkeit gibt es dafür, als sich von Walkern umzingeln zu lassen und zu hoffen, dass alle fähig genug sind, um zu überleben. An dieser Stelle wird Gabriels Rolle wieder etwas mehr aufgegriffen. Er will nicht nur in der Kirche sitzen und für das Überleben beten, sondern dafür kämpfen. Der Charakter wurde mir in letzter Zeit etwas zu stiefmütterlich behandelt und es tut gut, ihn wieder öfter zu sehen – außerhalb von Trauerfeiern und Gebetsstunden. Es bleibt nur zu hoffen, dass er nicht reaktiviert wird, um im kommenden Krieg gleich wieder zu sterben.

Eugene verarbeitet langsam das Geschehene und konzentriert sich auf ein neues Projekt: Er repariert ein Funkgerät. Eigentlich ziemlich banal. Es überrascht mich, dass sie das nicht schon viel früher gemacht haben. Nicht unbedingt um neue Leute zu rekrutieren, das kann schnell gefährlich werden, aber zumindest um zu hören, ob da draußen jemand ist, der sich mit Hilfe solcher Geräte verständigt. Natürlich empfängt Eugene eine Nachricht und kommt sofort ins Gespräch mit der Dame am anderen Ende. Ich bin äußerst gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird. In der Serie Fear The Walking Dead endete die Funkgerätegeschichte nicht besonders positiv.

Der Hass auf Rick ist bei den meisten Leuten schon wieder abgeflacht und es lassen sich viele vom Militär ablenken. Doch Brandon, der Junge, der Carl mit dem Backstein geschlagen hat und dessen Vater von Rick getötet wurde, lässt sich sehr von seinem Hass leiten („Und Hass führt zur dunklen Seite …“), was ihn sogar dazu bringt, Rick anzugreifen. Er lässt sich das Ganze nicht mehr gefallen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion befreit er Negan. Es hat mich schon ziemlich überrascht, wie einfach jeder an die Schlüssel ran kommt. Die hätte man doch einschließen sollen oder Rick trägt sie um den Hals, aber sie einfach in einem Haus aufbewahren finde ich nicht gut. Haben sie keinen Polizei-ähnlichen Dienst, der für solche Dinge verantwortlich ist?

Jedenfalls gelingt ihnen die Flucht und natürlich gehen sie Richtung Whisperer. Doch Brandon ist ein Vollidiot und glaubt, Negan manipulieren zu können, was ihm schließlich das Leben kostet. Ich finde es äußerst spannend, wie Negan später mit den Whisperern umgeht. Er nimmt sich nicht zurück, sondern redet wie ein Wasserfall, reißt seine Witze, flucht und macht sich über ihre Aufmachung lustig. Außerdem bricht er wieder einmal Rekorde für die meisten Varianten von „Fuck“. Immerhin gelingt es ihm aber, sie so weit zu manipulieren, dass sie ihn zu Alpha bringen, mit der er schamlos „flirtet“ und sie anmacht. Meiner Auffassung nach hatte er tatsächlich vor, sich mit diesen Leuten gut zu stellen, damit er mit ihnen leben kann. Doch dann passiert etwas, wo er nicht einfach zusehen kann: Eine Frau wird beinahe vergewaltigt. Und wir erinnern uns, dass es dies bei den Whisperern nicht gibt. Wenn die Frau nicht stark genug ist, sich zu wehren, ist sie selbst schuld. Alpha wollte, dass ihre Tochter durch die Misshandlungen, die ihr mehr als nur einmal zugefügt wurden, stärker wird. Ist doch eine ganz selbstverständliche Methode, oder nicht? (Achtung: Sarkasmus!)

Doch diesen Bullshit lässt sich Negan nicht gefallen, und er bekommt Ähnlichkeiten mit Rick. Klar, er hat sehr schlimme Dinge getan, doch diese waren immer begründet und zum Schutz seiner Gruppe. Die Herrschaft durch Furcht hat ihm Respekt eingebracht und dafür gesorgt, dass er in Kontrolle blieb und dies bedeutete Sicherheit und Überleben. Die Linie, die er zieht, zum Beispiel Vergewaltigung und sinnlose Gewalt verabscheut, macht ihn doch wieder irgendwie sympathisch. In einem ruhigen Moment tötet er schließlich Alpha und hat vor ihren Kopf zu Rick zu bringen. Ich kann gar nicht klar genug ausdrücken, wie sehr ich mich auf dieses Aufeinandertreffen freue. Ich hoffe, die beiden machen gemeinsame Sache gegen die Whisperer, denn diese werden sich mit Sicherheit furchtbar rächen wollen.

„Call to arms“ setzt die Grundlagen für den bevorstehenden Konflikt gekonnt fort und es wird so mancher Charakter, der im Hintergrund blieb, ins Zentrum gerückt. Es wäre schön, wenn wir zwischendurch die anderen Communitys wie The Sanctuary (Negans früheres Territorium) und The Kingdom öfter sehen würden. Die Geschichte konzentriert sich doch sehr auf Alexandria und Hilltop. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen des Comics sprengen oder die einzelnen Geschichten um ein Vielfaches weiter ausdehnen.

Nun, da ich alle Comics nachgeholt habe, werde ich noch die nächste Geschichte „the whisperer war“ in einem Aufwasch besprechen und mich danach monatlich um die Comics kümmern. Ich freue mich schon darauf, die Reihe so zu verfolgen, wie sie veröffentlicht wird.