Motivation ist endlich

Es ist wohl kein Geheimnis, dass ich mich gerne mit Ernährung und Sport auseinandersetze. Bas Kasts hervorragendes Buch »Der Ernährungskompass« habe ich sehr gerne gelesen und schmökere immer wieder gerne hinein. Aber es gibt noch so viel mehr zu erfahren, wie der Körper funktioniert und wie sich welche Ernährungsweise auf diesen auswirkt. Vor allem fasziniert mich der individuelle Aspekt davon. Denn nur weil bei mir etwas „funktioniert“, heißt das noch lange nicht, dass es allgemeingültig ist. Jede und jeder muss selbst experimentieren. Das macht dieses Feld zum einen frustrierend, zum anderen aber auch so vielseitig.

Schön ist, wenn man dieses Thema mit anderen Menschen teilen kann. Über Essen kann man sich immer unterhalten und viele Menschen nun einmal Sport auf die unterschiedlichste Art und Weise. Man kann einander motivieren und antreiben. Denn die eigene Motivation ist endlich. Disziplin wird überschätzt. Denn wie oft kann ich mich wirklich zusammenreißen und die „gesunde Alternative“ nehmen, anstatt der Tüte Chips – um ein markantes Beispiel zu nehmen. Wenn man allerdings mit anderen gemeinsam einen Weg gehen kann, ist es umso schöner.

Sei es, weil man sich gegenseitig zum Sport antreibt oder über längere Zeit anspornt, das eigens gesetzte Ziel weiterhin zu verfolgen. Besonders spannend finde ich es, wenn jemand erst mit der eigenen »Fitness Journey« beginnt. »Fitness Journey« ist übrigens ein Begriff, der in letzter Zeit des Öfteren in Apple Fitness+ Workouts fällt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er mir gefällt oder nicht. Er ist sehr schwammig und kann alles bedeuten, was natürlich auch ein Vorteil sein kann. Na ja, jedenfalls finde ich es interessant, jemanden am Anfang dieser Reise begleiten und Tipps geben zu dürfen.

Für mich selbst entdecke ich dadurch ebenfalls neue Dinge. Wenngleich ich über die Jahre viel ausprobiert und getestet habe. Irgendwann landet jeder bei einem System, das funktioniert – mal mehr, mal weniger – und wird vielleicht etwas betriebsblind. Da schadet es auf keinen Fall, mit frischen Augen darauf zu blicken und neue Dinge für sich selbst zu lernen. Vor allem auch, weil sich das Thema Ernährung und Sport immer weiterentwickelt und nicht stehen bleibt. Wenn man dann noch Menschen findet, die unterschiedliche Ziele verfolgen als man selbst, wird das eigene Blickfeld noch einmal größer. Ich mag das, diesen Blick über den Tellerrand zu werfen. So kommt man immer wieder ein Stück weiter.

Geek-Planet | Multiversity: Pax Americana

Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute einen alten Text von mir an. Der folgende stammt vom 13. Januar 2015 und wurde damals auf meinem Blog »geek-planet« veröffentlicht. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Deshalb veröffentliche ich die alten Texte nach und nach auch hier. Damit sie auffindbar sind. Und wir gemeinsam eine kleine Zeitreise machen können.

Ich habe noch sehr gute Erinnerungen an Pax Americana und eigentlich die gesamte Multiversity-Reihe. Sie war pur »Grant Morrison« und hat mit vielen philosophischen und metaphysischen Aspekten gespielt. Schade ist nur, dass ich in der Rezension von damals zu sehr darauf herumreite, wie kompliziert und überfordernd der Comic ist. Natürlich ist die Geschichte komplex und wird nicht linear erzählt. Das ist aber auch das Reizvolle an einem Grant-Morrison-Comic. Man muss sich hineindenken. Aber man kann Morrison als Autor auch vertrauen, dass es am Ende doch alles Sinn ergibt. Er wirft nicht nur Dinge an die Wand und hofft, dass etwas kleben bleibt. Seine Konzepte sind (meistens) durchdacht und belohnen die Leser*innen mit etwas Einzigartigem. Ich sollte wirklich mal wieder etwas von Grant Morrison lesen.


Multiversity gehört für mich zu einer der schwierigsten Comicserien, die DC Comics herausbringt. Die erste Ausgabe fand ich noch spannend, gut erzählt und eine interessante Herangehensweise an die Erläuterung des Multiversums. Die zweite Ausgabe hat mich dann schon verwirrt zurückgelassen. Und dann kam Pax Americana.

“The characters remain unaware of my scrutiny, but their thoughts are transparent, weightless in little clouds. This is how a 2-dimensional continuum looks to you. Imagine how your 3-D world appears to me.” – Captain Atom

Als Autor der Serie ist Grant Morrison verantwortlich und Frank Quitely kümmert sich um die Zeichnungen. Nathan Fairbain hat das hervorragende Cover gestaltet.

Selten hat mich ein Comic so verwirrt und unbefriedigt zurückgelassen wie Pax Americana. Am Anfang dachte ich noch, wie cool und selten die Technik ist, mit der Grant Morrison die Geschichte erzählt, aber je weiter diese voranschreitet, desto weniger hatte ich eine Ahnung, was eigentlich genau vor sich geht und wer wie mit wem im Zusammenhang steht. Sehen wir uns die einzelnen Punkte mal genauer an.

Als Erstes hätten wir den eigenartigen Erzählstil und dies ist bei weitem nicht negativ gemeint. Alles beginnt mit der Ermordung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Sequenz spielt sich rückwärts ab und ohne Sprechblase oder Erzähler. Dies hätte der Intensität der Szene wohl auch geschadet. Allein dieser Auftakt ist schon gewaltig und macht Lust auf mehr von der Geschichte. Diese ist im Übrigen nicht linear erzählt, sondern man muss sich selbst zusammenreimen, wann was stattfindet, und teilweise ist dies schwer einzuordnen. Pax Americana ist aber ohnedies ein Heft, welches man öfters lesen muss, um es gänzlich zu verstehen und alle Anspielungen und Handlungen nachvollziehen zu können.

Das Zweite, was auffällig ist, sind die grandiosen Zeichnungen von Frank Quitely. Er setzt die Geschichte Morrisons gekonnt in Szene und verleiht den einzelnen Sequenzen eine Dynamik, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Die grafische Umsetzung zählt für mich zu den Highlights des Comics.

Dann sind da natürlich noch die Parallelen zu »Watchmen«, an denen es wirklich nicht fehlt. Für mich macht es den Anschein, als hätte die gesamte Geschichte auf mehrere Hefte aufgeteilt werden müssen, um ihre gesamte Stärke ausspielen zu können, denn durch die dichtgepackte Story, die Erzählweise und die Anzahl der handelnden Personen wird so manche Leser*in überfordert sein.

Der Comic ist weit davon entfernt, schlecht zu sein. Er ist gut gemacht und man muss ihn wirklich des Öfteren lesen, um alle Aspekte verstanden und aufgenommen zu haben. Ich werde ihn jedenfalls auf dem iPad behalten und ab und zu mal wieder reinschauen. Vielleicht geht mir ja irgendwann das Licht auf und ich kann ihn wie Bobby vom Talking-Comics-Podcast als den besten 2014 bezeichnen.

Besser als Chips?

Vor einigen Jahren habe ich mit Freund J. die Weinbar Coquette in Salzburg entdeckt. Spätestens ab da war es um mich geschehen – Käse war nicht mehr wegzudenken. Die Präsentation allein ließ bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die vorzügliche Auswahl an Käsesorten, dazu ein paar leckere Oliven und etwas Schinken bzw. Salami. Doch das Besondere an dieser Jause, wenn man dieses vielfältige Geschmackserlebnis derart kleinreden möchte, war der Feigensenf.

Mit einem Hauch Feigensenf lässt sich der Geschmack von Käse auf ein neues Level heben. Wie ich über die darauffolgende Zeit feststellen werde, gibt es aber nicht nur verschiedenste Varianten von Feigensenf, der zu Käse passt, sondern auch Birnensenf und andere Sorten, die zu testen es wert sind. Auch gewisse Sorten von Fruchtmus können einen Käse geschmacklich unterstützen. Hier muss man sich durchprobieren und die eigenen Vorlieben kennenlernen.

Wenn man möchte, kann man zu dem Ganzen noch etwas Weißbrot reichen. Am besten dünn aufgeschnitten, damit man dieses in das (im Idealfall) milde Olivenöl tauchen kann. Diese Kombination an Geschmäckern, Konsistenzen und olfaktorischen Eindrücken ist kaum durch etwas anderes zu toppen. Natürlich gibt es außergewöhnlich leckeres Essen, aber die beschriebene Kombination an Zutaten ist für mich (fast) unschlagbar. Besonders, wenn man es in wohligem Ambiente und in guter Gesellschaft genießen kann.

Mit der Zeit habe ich es mir angewöhnt, gelegentlich auch selbst eine solche Platte herzurichten. Abends auf der Couch, wenn man sich einen Film, eine Serie oder einen Livestream des liebsten YouTubers ansieht, schmeckt es um ein Vielfaches besser als herkömmliche Chips. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Erlebnis im Lokal, aber trotzdem sehr gut. Wobei Chips gelegentlich natürlich ebenso herhalten müssen. Aber eine Käseplatte mit Oliven und eventuell etwas Wurst und frischem Brot kann zudem als perfekte kleine Nachspeise dienen. Unter der Voraussetzung, dass man es mit der Portionsgröße nicht übertreibt. Aber wer würde das schon tun?

Amerikanisch

Wenn mir eine Idee für einen Text in den Sinn kommt, schreibe ich sie mir normalerweise gleich auf. Dafür habe ich zwei Systeme. Die erste Methode ist, dass ich in Ulysses gleich einen Text anlege und die Idee mit Stichworten skizziere. Ulysses ist mein Standardprogramm, wenn es um die Erstellung und Organisation von Texten geht. Eine simple, aber gleichzeitig äußerst umfangreiche Software, die ich seit vielen Jahren gerne verwende.

Alternativ öffne ich Bebop und schreibe in wenigen Stichworten die Idee zusammen. Bebop ist eine kleine App, um Notizen (temporär) festzuhalten. Sie ist nicht unbedingt zum längerfristigen Speichern oder schreiben von langen Texten geeignet, aber um kurze Gedanken festzuhalten, eignet sie sich perfekt. Als Speicherplatz dient hierzu iCloud. Den Bebop spezifischen iCloud-Ordner habe ich in Ulysses am Mac als externe Quelle angegeben. Dadurch landen alle Notizen, die ich mit Bebop mache, automatisch auch in Ulysses. Die beiden Programme arbeiten nahtlos miteinander zusammen und es funktioniert für mich äußerst gut.

Jedenfalls habe ich mir als Notiz in Bebop scheinbar vor einer Weile einfach nur das Wort »amerikanisch« notiert. Das Problem an solch generischen, sehr kurzen Aufzeichnungen: man kann unter Umständen später nicht mehr nachvollziehen, warum man sich das notiert hat. Zukünftig werde ich also etwas genauer notieren müssen, was ich zu dem Stichwort schreiben möchte. Aktuell lässt sich das Wort »amerikanisch« äußerst umfangreich bearbeiten. Sei es politisch, gesellschaftskritisch oder auf zig andere Arten.

Vielleicht habe ich aber einfach nur die Bauweise amerikanischer Gebäude gemeint. Ja, ich weiß, das ist sehr verallgemeinernd. Aber ein YouTuber hat kürzlich vorgeschlagen, dass man Kabel einfach in Wänden verstecken kann, indem man zwei größere Löcher bohrt, besagtes Kabel durchfädelt und es so hinter der Wand verschwinden lässt. Als europäischer Zuschauer mit einem Haus, dessen Wände etwas dicker sind als Pappe, ist dieser Vorschlag sehr skurril. Immerhin müsste man hierzulande die Wand aufstemmen, Kabelschächte verlegen oder dergleichen, um Kabel verschwinden zu lassen.

Aber wer weiß schon, ob ich überhaupt das damit gemeint habe.

Nur ned hudln

Nachdem ich das grandiose Spiel »Hollow Knight« beendet hatte, brauchte ich erst einmal eine kleine Pause davon. »Hollow Knight« kam vor etwa sieben Jahren heraus. Es handelt sich hierbei um ein Metroidvania-Spiel mit Soulslike-Elementen. Das Spiel hat immensen Erfolg gefeiert und gilt als Meisterwerk des Genres. Darin steuert man einen namenlosen Ritter und kämpft sich durch die mit mehr oder weniger anthropomorphisierten Insekten bevölkerte Welt. Das Herausforderndste für mich waren aber nicht unbedingt die Bosse oder das nervige Kleinvieh. Für mich war das anstrengendste die Parcours-Passagen. Diese verlangen perfektes Timing und ein hohes Maß an Kontrolle über die Spielfigur. Ich habe diese nicht beendet. Zumindest nicht in meinem ersten Durchlauf.

Nun ist es aber aktuell zwei Wochen her, dass ich das Spiel beendet habe. Vor ein paar Wochen kam der Nachfolger »Silksong« heraus. Ich höre Podcasts dazu und schaue gerne Let’s-Play-Videos auf YouTube. Das hat mich dazu angespornt, einen erneuten Durchlauf zu starten. Doch dieses Mal gehe ich anders an die Sache heran.

Wenn ich mich in einem Spiel verliere, dann neige ich dazu, schneller die Geduld damit zu verlieren. Immerhin will ich Fortschritt machen, die Achievements einsammeln, Bosse bezwingen und Sachen finden. Was man eben so macht. Das steht aber manchmal dem Spielfluss und dem Vergnügen im Weg. Manche Spiele, wie »Hollow Knight«, wollen mit Bedacht angegangen werden. So manchen Zentimeter an Fortschritt muss man sich hart erkämpfen. Wenn man dann ungeduldig durch die Welt hudelt, ist der Frust vorprogrammiert. Das möchte ich im zweiten Durchgang nun anders machen.

Immerhin ist Gaming nicht unbedingt ein günstiges Hobby. Zwar kauft man sich das ein oder andere Spiel im Sale oder erwirbt Konsolen (und PC-Teile) bei Black-Cyber-Prime-Days, trotzdem ist es unterm Strich nicht billig. Des Weiteren verbringe ich meine wertvolle Lebenszeit mit diesen Spielen. Das mache ich gerne. Doch wenn ich das schon tue, dann sollte ich es auch genießen, es auskosten. Die Welten erkunden, Charaktere kennenlernen und Herausforderungen als das ansehen, was sie sind: Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.

Team & Geist

Seit 2021 gibt es Apple Fitness+ in Österreich. Mir war gar nicht mehr bewusst, dass ich diesen Dienst schon so lange verwende. Neidisch habe ich ein Jahr lang in die USA geblickt, wo Fitness+ bereits 2020 an den Start ging. Im Laufe der Zeit habe ich viele Dienste ausprobiert und getestet. Doch kein anderer hat mich so lange begeistert, herausgefordert und kontinuierlich motiviert wie es Apples Fitnessprogramm tut. Allein die Vielfältigkeit ist ein Punkt für den Dienst. Egal ob Kraftsport, Yoga, Pilates, Rudern, Radfahren, Laufen, Spazieren, Kickboxen, Tanzen, spezielles Core-Training und vieles mehr – jede und jeder sollte etwas auf Apple Fitness+ finden.

Für mich sind lange Zeit Yoga und Kraftsport die Hauptprogramme gewesen und sind es auch immer noch. Natürlich schnuppert man immer mal wieder in andere Trainings hinein, aber das sind meine Favoriten. Doch seit ein paar Wochen steht ein Rudergerät zu Hause, also kann ich nun endlich auch diese Programme nutzen. Mein liebster Trainer hierfür ist Josh. Er hat eine Energie, die für eine komplette Mannschaft reicht, und macht die bis zu 30-minütigen Sessions äußerst kurzweilig. Doch ein wichtiger Punkt unterscheidet das Rudern von den anderen Sportarten, die ich so mache: Es ist immer dasselbe. Man rudert nur.

Bei Yoga oder Hanteltraining macht man verschiedene Übungen, aber beim Rudern rudert man eben. So ist es für den Trainer auch etwas anderes, die Session zu füllen. Bei Hanteltraining oder Yoga sind die Trainer schon damit beschäftigt, die Übungen zu erklären, die Abläufe immer wieder durchzugehen und zu erläutern, welche Haltung man einnehmen soll; worauf zu achten ist. Dazwischen gibt es motivierende Ansagen. Doch beim Rudern ist das anders. Hier muss sehr viel mehr Zeit mit anderen Sachen gefüllt werden. Josh macht das hervorragend – und ich bin mir sicher, die anderen Rudertrainer*innen stehen dem in nichts nach.

Immer wieder kommt ein richtiges Community-Gefühl auf. Man ist nicht alleine. Und das ist auch das Fantastische an Apple Fitness+. Die besten Trainingsapps zeichnet eine Sache aus: Die Trainer*innen machen die Sessions mit mir. Es wird mir nicht nur eine Übung nach der anderen gezeigt, sondern die vollen 10, 30 oder 45 Minuten „leiden“ die Trainer genauso wie ich. Das ist großartig. Ich mag auch dieses Community-Gefühl und kaufe es den Trainern bei Fitness+ ab. Ihnen ist das wichtig. Sie sind mit Leidenschaft dabei. Eine Sache, die sie immer wieder betonen, ist, dass man sich auf sie verlassen kann.

Natürlich ist das eine sehr parasoziale Beziehung, wie alle einseitigen Konsum-Bekanntschaften, die sich durch das Internet ergeben. Ich kenne die Podcaster, die ich höre, scheinbar sehr gut, sie mich aber nicht. Und solange man sich dieser parasozialen Struktur bewusst ist, macht das auch nichts. Auch die Trainer sind sich dieser Tatsache bewusst. Aber es macht trotzdem viel vom Charme aus.

Deshalb trainiere ich auch so gerne mit diesen Programmen. Ich will während meines Trainings nicht nachdenken. Ich will mich auf die Trainer*innen verlassen, die Sportart meiner Wahl einschalten und loslegen. Für mich ist es eine Art Meditation. Ich brauche das für meine geistige Gesundheit und als Ausgleich für meinen Bürojob. Sei es Spazieren mit Podcasts, Laufen mit Nikes Lauf-App oder eben die Trainings mit Apple Fitness+. Es ist ein gutes System, welches ich mir aufgebaut habe und das für mich funktioniert. Und wenn die Trainer diese Struktur dann auch noch (zufälligerweise durch ihre Aussagen und Art zu motivieren) unterstützen, umso besser.

Die einfachen Dinge

In letzter Zeit koche ich abends wieder regelmäßig. Jeder kennt wohl Phasen, in denen man eher weniger kocht. Man verlässt sich auf Fertiggerichte oder macht sich einfach nur eine Jause. Besonders seit ich begeisterter Bofrost-Kunde bin, ist meine Koch-Phase eingebrochen. Doch das änderte sich in den vergangenen Wochen. Besonders mit meiner Schwester macht das gemeinsame Abendessen und dessen Zubereitung viel Freude.

Dabei müssen es nicht einmal komplizierte Gerichte sein. Am meisten begeistern mich die einfachen Speisen. Besonders toll ist es natürlich, wenn diese von Resten inspiriert sind und so der Kühlschrank sich langsam, aber stetig für den nächsten Einkauf leert. So waren es Spaghetti mit Pesto und dazu angebratener Speck mit Zwiebeln oder eine österreichische Spezialität: der Kaiserschmarrn.

Es ist ein schnelles und einfach zuzubereitendes Gericht, aber trotzdem so wunderbar köstlich. Abgerundet haben wir das Ganze schließlich mit einem Zwetschgenröster (dieser war allerdings nicht selbst gemacht, dafür die gute Bio-Variante) und Vanillesauce. Wir hatten die naive Vorstellung, dass wir die restliche Vanillesauce im Kühlschrank zu Pudding werden lassen und wir am nächsten Tag essen könnten. Dazu blieb aber zu wenig bis gar nichts übrig. Es war ein üppiges, aber äußerst leckeres Abendessen.

Nach so einem süßen Abendessen braucht es natürlich noch etwas Deftiges. Also haben wir uns noch eine kleine Käseplatte mit Cabannossi gegönnt. Das ist übrigens eine allgemeine Empfehlung: als Abschluss noch ein oder zwei Stück Käse mit einem Hauch Feigensenf und eventuell Oliven dazu. Die perfekte Nachspeise, die den Magen schließt und weit in den nächsten Tag hineinreicht.

Produktivität und Spiele

Ich liebe Videospiele. Aller Art. Seien es Metroidvanias, Soulslikes, Action Games oder Cozy-Videospiele, kurzweilige Abenteuer oder ausufernde Erkundungen fremder Welten – es ist ein großartiges, abwechslungsreiches Medium, in das ich immer wieder gerne eintauche. Und mit der PS5 Pro und dem Steam Deck stehen mir sehr viele davon zur Verfügung. Entsprechend groß sind meine Spielebibliotheken. Es warten viele Spiele darauf, erlebt zu werden. Irgendwann komme ich auch dazu und werde jedes davon testen. Aber das braucht eben seine Zeit.

Immer mal wieder begegnen mir Videos oder Artikel, die versprechen, die Produktivität beim Lesen oder Spielen zu erhöhen. Hier lese ich x Bücher mehr pro Monat und dort schaffe ich es, Spiele richtig zu spielen. Aber das sind alles Hobbys. Seien es Bücher, Videospiele, das Bemalen von Warhammer-Figuren oder was auch immer. Hobbys zu haben, ist ein ungemeiner Luxus. Man braucht nicht nur die Zeit, um sich damit zu beschäftigen, sondern auch das Geld, um sich die Dinge leisten zu können. Sie dienen natürlich der Zerstreuung und zum Zeitvertreib, aber im Fall von Videospielen erzählen sie bewegende Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Produktivität hat hier meiner Meinung nach nichts verloren.

Wieso sollte ich x Bücher im Monat lesen, wenn ich mich anschließend an kaum etwas davon erinnern kann? Wieso sollte ich x Figuren im Monat bemalen wollen, wenn dann alle aussehen, als hätte ich einfach nur ein paar Farben darüber ausgekippt? Wieso sollte ich mir die besten Strategien aus Videospielen ansehen, bevor ich es überhaupt gekauft, geschweige denn installiert habe? Das Spannende an Spielen und den Welten, in denen sie stattfinden – seien sie auf realen Orten basierend oder komplett fiktional – ist doch das Entdecken. Die Abenteuer sind das Ziel. Ich will mir Zeit lassen und nicht durchhetzen.

Vor einiger Zeit habe ich ein tolles Video zum Thema gesehen. Es hatte den Titel »Walking in video games« oder so ähnlich. Der Creator sprach darin über seine Herangehensweise an Videospiele. Er rennt mit den Charakteren nicht durch die Welt, sondern geht. So, wie man sich tatsächlich durch die Welt bewegt. Niemand rennt einfach so durch die Gegend, springt und hüpft über Hindernisse oder schubst Leute aus dem Weg. Das nehme ich mir seitdem immer wieder zu Herzen. Ich überlege mir: Wie würde sich der Charakter in dieser Situation wirklich bewegen? Natürlich renne oder jogge ich mit den Charakteren gelegentlich, aber genauso oft nehme ich mich zurück und gehe es gemächlich an. Das ändert das Erlebnis von Videospielen ungemein.

Anfang des Monats erschien der lang erwartete Nachfolger von »Ghost of Tsushima«: Ghost of Yōtei. Ich habe es mir nicht verkneifen können, es vorzubestellen. Ich schreibe diesen Text kurz nach Erscheinen des Spiels und habe erst ein paar Stunden darin verbracht. Aber die Inszenierung, die tollen Dialoge (ich spiele es selbstverständlich in japanischer Originalsynchronisation mit Untertiteln), die Rituale und Charaktere lassen keine Wünsche offen. Ich spiele immer nur Sessions von maximal 2 Stunden und lasse mir bewusst Zeit. Ich will dieses Spiel und die Geschichte der Protagonistin Atsu auskosten. Dazu gehört auch, mal entspannt die Wege entlangzugehen oder zu reiten.

Das Spiel hat durchaus seine actionreichen Momente und davon nicht zu knapp. Genauso kommen aber ruhige, meditative Momente vor, die dazu einladen, sich Zeit zu lassen. Es ist fantastisch. Produktivität und Leistung haben wir oft genug in unserem Leben. Das brauche ich nicht auch noch in meiner Freizeit. Besonders bei teuren Videospielen. Ich möchte diese in meinem Tempo erleben und genießen.

Screenshot aus »Ghost of Yōtei« (PS5 Pro)

Geek-Planet | Fear The Walking Dead: S02E01

Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute einen alten Text von mir an. Der folgende erschien am 15. April 2016 auf meinem damaligen Blog »Geek-Planet«. Diesen gibt es allerdings nicht mehr. Trotzdem möchte ich, dass alle meine alten Texte an einem Ort versammelt sind.

Ach, Fear The Walking Dead. Eine wirklich großartige Serie, die ich noch länger verfolgt habe. Mindestens bis Staffel vier, wenn ich mich richtig erinnere. Ich spekuliere im Text bereits, dass jede Staffel einem Thema gewidmet sein könnte und damit sollte ich recht behalten. Jede Staffel hatte tatsächlich etwas Eigenes an sich. Sei es der Stil, die Umgebung oder die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Das hat mir stets hervorragend gefallen. Es war erfrischend abwechslungsreich und ein netter kontrast zur Hauptserie. Auch hier würde mich interessieren, wie es weitergegangen ist. Weshalb ich einen Rewatch ein weiteres Mal nicht ausschließen möchte.

Da dies vorerst der letzte Text zu TWD ist, weil ich keine weiteren damals geschrieben habe, möchte ich noch einen Podcast erwähnen: Serienjunkies. Diesen habe ich lange Zeit gerne verfolgt. Besonders die Serienbesprechungen haben mir immer gut gefallen. Sie haben mir viele Serien nahe gebracht und dafür gesorgt, dass ich mich intensiver damit auseinandersetze. Beispielweise eben Fear The Walking Dead. Bei einem Rewatch wäre es also nicht ausgeschlossen, dass ich ebenfalls in die Podcasts reinhöre. Es war eine tolle Konstellation an Personen beteiligt, es ergaben sich Running Gags und es war wirklich unterhaltsam. Wahrscheinlich hätte ich Fear The Walking Dead nicht so lange verfolgt, hätte es diesen Podcast nicht gegeben. Was schade gewesen wäre, denn ab Staffel zwei und drei nimmt die Serie richtig fahrt auf.


Fear the Walking Dead ist zurück. Die zweite Staffel umfasst 15 Episoden und wird exklusiv auf Amazon Prime ausgestrahlt. Haben die Autor*innen die Pause genutzt, um die Fehler und Ungereimtheiten der ersten Staffel auszubügeln? Werden die Charaktere interessanter und deren Handlungsentscheidungen nachvollziehbarer? Und natürlich die wichtigste Frage: Bekommt Nick endlich was Vernünftiges zum Anziehen?

“Rule number one: It’s my boat. Rule number two: It’s my boat. If there remains any confusion about rules one and two, I offer rule number three: It’s my goddamn boat!” – Strand

Der Einstieg in die erste Episode lässt gemischte Gefühle aufkommen. Zum einen wirkt die Welt mit den Explosionen im Hintergrund und der brennenden Stadt sehr apokalyptisch. Der letzte Shot sieht fantastisch aus und die Grundstimmung für den weiteren Verlauf der Staffel ist gesetzt. Wobei dies ein gutes Finale abgegeben hätte: Das Feuer der ersten Staffel weicht dem unendlichen Wasser der zweiten. Dadurch hätte man den Staffeln Themen zuschreiben können. Gleichwohl ist es ein gelungener Start. In dieser Umgebung müssen sich unsere Protagonisten in zwei Gruppen aufgeteilt zum Boot von Victor Strand retten, während die ersten Zombies den Weg zum Strand finden. Nick erweist sich als überraschend kompetent, während Chris sein Äquivalent darstellt. Durch seine verständliche Trauer um seine Mutter werden sein Vater und Madison beinahe von Zombies gebissen.

Allerdings muss erwähnt werden, dass es so scheint, als wäre zwischen den beiden Staffeln etwas Interessantes geschehen. Die Kollegen von Gizmodo fassen diese Szenerie gut zusammen: „It feels like between season, something really epic and interesting happened.“ Es wird leider nicht ganz klar, was genau passiert und wie viel Zeit seit dem Finale der letzten Staffel vergangen ist. Zwar wird klar, dass es sich um Bomben des Militärs handelt und der Gedanke, dass jede größere Stadt dermaßen zerstört wird, ist durchaus verstörend. Doch dieses überhastete Ende von Los Angeles wirkt gezwungen, damit die Handlung schnell auf das Boot verlegt werden kann. Es wäre spannend gewesen, noch ein paar Episoden in der Stadt zu verbringen. Immerhin müsste das Boot vorbereitet und ein paar Dinge besorgt werden. Nichts Wichtiges, nur Essen, Wasser und so weiter. Dies bleibt uns jedoch verwehrt und so müssen wir mit anderen Dingen vorliebnehmen.

Im weiteren Verlauf der Folge werden dann durchaus interessante Fragen der Moral und Ethik gestellt, die man sich als Zuschauer*in etwas länger durch den Kopf gehen lassen kann. Zum Beispiel als ein kleines Boot voll mit Menschen nach Hilfe ruft: Wie hätte man selbst in dieser Situation reagiert? Wie sieht die neue Weltordnung aus? Leider werden aber keine wirklichen Dialoge darauf verschwendet. Es bleibt sehr oberflächlich und diese Themen werden schnell abgehandelt. Dabei hätte sich hier die Möglichkeit geboten, den Charakteren mehr Tiefgang zu verleihen. Es wird zwar klar, dass die meisten von ihnen nicht gerade begeistert davon sind, mehr Menschen auf das Boot zu lassen, doch es ist ihnen auch nicht egal. Stattdessen wird schnell zum Tagesgeschäft zurückgekehrt. Entscheidungen bringen immer Konsequenzen mit sich. Doch davon ist hier nichts zu spüren.

Ausnahme bildet die unfassbare Naivität von Alicia. Über ein Funkgerät lernt sie einen scheinbar netten jungen Mann kennen, der Musik abspielt und nach Hilfe ruft. Anfangs wirkt es noch sehr unschuldig und interessant, dass sie ausgerechnet über ein Funkgerät jemanden kennenlernt und dann auch noch mittels Musik. Captain Jack gewinnt schnell ihr Vertrauen und bringt sie dazu, ihm zu verraten, wo sie sich ungefähr befinden. Die Dummheit, mit der Alicia hier vorgeht, tut förmlich weh. Wie kann sie nur diesem Unbekannten so sehr vertrauen? Es ist eine Sache, das hübsche Schiff zu erwähnen und die nützlichen Funktionen, doch auch noch den Ort zu verraten, geht zu weit. Die Vorhersehbarkeit der Handlung macht dies nur noch frustrierender.

Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, ist der Umgang mit dem Tod von geliebten Menschen. Chris’Mutter haben sie auf das Schiff mitgenommen, um ihr zu gegebener Zeit eine anständige Seebestattung geben zu können. Nachdem sein Vater sie erschossen hat, bereitet es ihm verständlicherweise Probleme, einfach weiterzumachen. Dies ist interessant dargestellt. Genauso wie die schöne Unterhaltung zwischen Chris und Daniel beim Fischen und die Abgrenzung gegenüber seinem Vater. Allerdings sind seine Handlungen oft zu übertrieben, impulsiv und statt emotionaler Momente erhält man gute Comedy. Daniel hält sich in der Episode sehr zurück. Es bleibt spannend, welche Rolle er in Zukunft spielen wird. Durch seine Lebenserfahrung stellt er ein wichtiges Mitglied in der Gruppe dar, was ihn gleichzeitig zu einem großen Ziel macht, bald zu sterben.

Insgesamt ist die Episode zwar nicht schlecht, doch weiterhin werden Gelegenheiten verschenkt, um die Charaktere besser kennenzulernen. Erst am Ende wird es mit den Wasserzombies spannend, und dass Nick auf einem sinkenden Boot ein Logbuch findet, trägt unter anderem dazu bei, dass ich definitiv weiter schauen werde. Apropos Nick: Ja, er trägt weiterhin seine alten, unfassbar hässlichen Sachen. Sogar die mit Blut bespritzte Jacke behält er. Kann er sich nichts von Chris’ Sachen nehmen? Die haben mehrere Koffer mitgenommen (keiner davon scheint was Essbares enthalten zu haben), da wird doch wohl etwas Anständiges für ihn dabei sein. Vielleicht kann er ja den potenziellen Angreifern etwas Besseres klauen, die Alicia eingeladen hat.

RGB-Wahnsinn

Ich habe mich letztens hinreißen lassen, eine RGB-Tastatur zu bestellen. Schon seit längerer Zeit wollte ich mich mit mechanischen Tastaturen auseinandersetzen. Ein Einsteigermodell, welches nicht allzu teuer ist, reicht mir fürs Erste völlig aus. Wer sich schon einmal mit mechanischen Tastaturen, ihren Einzelteilen und den Kombinationsmöglichkeiten beschäftigt hat, wird wissen, dass dies ein Fass ohne Boden ist. Es ist eines der Themen, die kein Ende finden, wenn man einmal angefangen hat, sich einzulesen.

Es waren die Prime Days und die Marke RK ROYAL KLUDGE hatte gute Bewertungen. Erst hatte ich eine andere im Blick, aber die gab es leider nur kabelgebunden und nicht mit Bluetooth. Also habe ich mir die von RK bestellt. Wenig später kam sie an. Ausgepackt, eingeschaltet und mit dem Mac gekoppelt konnte es also losgehen. Doch leider hatte ich eine entscheidende Information bei der Bestellung übersehen. Geneigten Leser*innen wird es im Bild unten vielleicht schon aufgefallen sein.

Richtig, das Layout der Tastatur ist ein amerikanisches. Kein Problem, dachte ich. Einfach das „normale“ und gewohnte Layout per Software einstellen, dann wird das schon funktionieren. Ich kann ja tippen und weiß, wo die Tasten sind. Problem nur, dass eine amerikanische Tastatur, wie sich herausstellen sollte, auch eine andere Tastenanordnung hat. An dem Abend habe ich noch versucht, mit dem für mich fremden Layout zu tippen, stieß aber gleich an die Grenzen. Keine Umlaute, andere Position von Beistrichen und Punkten.

Bedauerlicherweise musste ich die Tastatur wieder zurückschicken. Ich schicke nur sehr ungern Dinge zurück. Wenn ich mir beispielsweise Kleidung bestelle, nehme ich die Größentabelle sehr ernst und messe nach, ob mir die gewählte Größe auch wirklich passen müsste. Nur selten werde ich enttäuscht. Aber zu übersehen, dass es sich um ein amerikanisches Layout handelt, ist ärgerlich. Beim nächsten Mal bin ich aufmerksamer. Also Obacht beim Tastaturkauf.