Star Wars Day 2025

Am Sonntag war Star-Wars-Day. Ich mag Star Wars. Ich liebe die alten Filme (besonders in der DeSpecialized-Version) und kann auch den Prequels etwas abgewinnen. Über die Jahre habe ich so einige der Romane gelesen und jede Menge Comics verschlungen. Es ist eine Welt, ein Universum, in das ich immer wieder gerne zurückkehre. Wie so viele Menschen begleiten mich die Jedi, die Sith, diese märchenhafte Welt von Star Wars schon mein Leben lang. Disney hätte mir das fast ausgetrieben. Mit schlechten Filmen, noch schlechteren Serien, nicht durchdachten Konzepten und zu viel Fan-Service sind in den letzten Jahren nicht viele gute Dinge in Bezug auf Star Wars erschienen. Andor hat mich wieder zurück zu Star Wars geführt.

Die zweite Staffel, die gerade wöchentlich bei Disney+ erscheint, hat mir mal wieder gezeigt, was Star Wars alles kann und wie sehr ich diese Welt mag. Sie bietet so viel und kann für alle möglichen Geschichten als Kulisse dienen. Qualitativ knüpfen die neuen Folgen nahtlos an die erste an. Die Geschichten, die darin erzählt werden, sind spannend und bewegend und zeigen uns ein Bild der Galaxis, wie wir es noch nie zuvor hatten. Wie schon in der ersten Staffel bilden immer drei Folgen einen Erzählstrang. Bei 12 Episoden ergeben sich also vier Geschichten, die über vier Jahre erzählt werden. Damit wird die Lücke zwischen der ersten Staffel von Andor und dem Film Rogue One geschlossen. Ich kann sehr die Videos von Nerdkultur (https://www.youtube.com/@Nerdkultur) empfehlen, der mich immer wieder mit seinen Erkenntnissen und Ausführungen begeistert.

Rogue One erschien 2016. Die erste Staffel von Andor ist mittlerweile auch schon drei Jahre her. Es hat also neun Jahre gedauert, bis Tony Gilroy seine kleine Ecke von Star Wars fertig erzählen durfte. Doch das Warten hat sich gelohnt. Unbewusst habe ich den diesjährigen Star-Wars-Day damit begangen, dass ich meinen Rewatch der ersten Staffel von Andor abgeschlossen und mir die ersten sechs Folgen der zweiten Staffel angesehen habe. Und weil am Abend noch Zeit war, habe ich gleich noch den ersten Star-Wars-Film angeschaut. Es war großartig, den verregneten und stürmischen Tag zu nutzen, um mich mal wieder in diese Welt entführen zu lassen. Ich werde die weiteren fünf Filme in den nächsten Tagen und Wochen ebenfalls mal wieder anschauen. Es ist wie bei Herr der Ringe, man kann nicht nur einen Film anschauen. Wenn, dann muss man sich auf die gesamte Reise einlassen.

Vielleicht habe ich mir bei Amazon auch noch ein oder zwei Lego-Sets bestellt, die gerade günstig zu haben waren. Einen kleinen Millenniumfalken und noch ein weiteres Schiff. Leider sind die Dioramen, die Lego anbietet und von denen manche gar nicht mal schlecht aussehen, viel zu teuer und selten im Angebot zu bekommen. Aber man kann ja auf MOCs und andere Marken zurückgreifen. Ein Set muss nicht unbedingt lizenziert sein, um gut auszusehen. Es war also ein erfolgreicher Star-Wars-Day. So hatte ich mir den Tag eigentlich nicht vorgestellt, doch die spontanen Dinge stellen sich meist als die besseren heraus.

May the 4th be with you!

Für (fast) alles bereit

Demnächst geht es nach Island. Für 12 Tage. Die meisten Nächte davon werden in einem Zelt verbracht. Wir werden viel draußen unterwegs sein, hoffentlich tolle Dinge sehen und einen abenteuerlichen Roadtrip rund um die Insel machen. Dafür will man gut ausgestattet sein. Zwar treibe ich regelmäßig Sport, doch so oft kaufe ich auch wieder keine neue Kleidung und zum Wandern oder dergleichen bin ich schon länger nicht mehr richtig ausgestattet. Deshalb war ein ausgiebiges Shoppingerlebnis angesagt. Man hat, wie ich finde, für alles Mögliche die eigenen Geschäfte, wo man sich wohlfühlt und gerne hingeht. Man kennt grob die Auswahl und bekommt meist genau das, was man möchte.

Was Sportbekleidung anbelangt, ist es für mich Bründl Sports im Outletcenter Salzburg. An einem schönen Wochenende habe ich letztens viel Zeit dort verbracht, um mich gut für den Urlaub zu rüsten. Von den Wanderschuhen bis hin zu Wanderhosen, diversen Jacken und Westen (die man in Schichten anziehen kann, um sich für diverse Wetterlagen korrekt anziehen zu können), Shirts und sogar einer Badehose kam alles Mögliche in den Beutel. Die Beratung in dem Geschäft ist hervorragend. Ich hatte zwei Berater*innen während der Zeit, die ich im Laden verbrachte: einen für die Schuhe (natürlich musste zusätzlich zu den Wanderschuhen auch ein Paar Asics mit) und eine für die restliche Bekleidung. Beide waren äußerst hilfsbereit, haben gut beraten und kannten sich mit der Materie aus. Ich bin wirklich begeistert und werde sicherlich beim nächsten Mal wieder dorthin gehen, wenn ich entsprechende Sportsachen benötige.

Genau dafür gehe ich weiterhin gerne in Geschäfte einkaufen. Besonders wenn es sich um Kleidung handelt. Ich will wissen, wie sich die Dinge anfühlen, wie sie sich tragen, und werde gerne gut beraten. Man spart sich das ganze Herumschicken von unnötigen Paketen und im Gespräch kommt man vielleicht auf Dinge, die man ansonsten vergessen oder nicht bedacht hätte.

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Schokolierte Aliens

Nachdem ich meinen MCU-Rewatch fürs Erste beendet habe, ist nun wieder Zeit für andere Filme. Die Texte zum Rewatch des »Marvel Cinematic Universe« erscheinen weiterhin jeden Samstag. Natürlich fehlen noch die Filme, die dieses Jahr erst im Kino erscheinen. Aber fürs Erste bin ich mit den Marvel-Filmen durch und habe zu jedem einen mehr oder weniger langen Text geschrieben. Es ist immer schön, Projekte zu beenden. So kann man sich wieder anderen Dingen zuwenden. Wie zum Beispiel Filme, die 2024 und 2023 herausgekommen sind, die ich allerdings noch nicht gesehen habe.

Zum einen wäre das »Alien: Romulus«. Als ich vergangenes Jahr den Trailer zum Film sah, war ich durchaus angetan. Es hat stark an den ersten Film der Reihe erinnert. Als würde die Reihe zurück zu ihren Wurzeln gehen. Horrorelemente stehen hier klar im Zentrum. Romulus ist zwischen dem ersten und zweiten Teil der Reihe angesiedelt und spielt auf der Raumstation »Renaissance«. Diese ist in zwei Hälften aufgeteilt: Romulus und Remus. Auf dieser Raumstation wurde ein Kokon untersucht, der von der Nostromo geborgen wurde. Natürlich hat das Alien in dem Kokon überlebt und sich auf der Station eingenistet.

Die Hauptcharaktere des Films befinden sich in der Kolonie des Planeten, über dem die Reste der Raumstation Renaissance sich gerade befinden. Die Raumstation droht allerdings in die Ringe des Planeten zu stürzen und dadurch zerstört zu werden. Doch die Gruppe will sich zuvor noch die Cryo-Pods holen, damit sie von dem Planeten fliehen und zu Yvaga III durchschlagen können. Die Reise dauert 9 Jahre. Die Zeit im Cryoschlaf verbringen zu können, ist da sicherlich angenehmer. Die Kolonie wird natürlich vom Unternehmen Weyland kontrolliert und zwingt ihre Arbeiter*innen über Jahre hinweg, für sie zu arbeiten. Eine Flucht wirkt da äußerst attraktiv.

Die Gruppe aus unterschiedlichsten Charakteren passt perfekt zusammen. Cailee Spaeny als Rain, David Jonsson als Andy, Archie Renaux als Tyler, Isabela Merced als Kay, Spike Fearn als Bjorn und Aileen Wu als Navarro. Die Schauspieler*innen verkörpern ihre Rollen mit Leidenschaft, die ansteckt. Natürlich sind nicht alle Charaktere sympathisch, aber das verleiht dem Film die notwendige Dynamik und macht Freude beim Zuschauen. »Alien: Romulus« ist äußerst spannend gemacht und weiß besonders am Ende mit schockierenden Bildern zu überzeugen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und unsere Protagonist*innen müssen nicht nur gegen ein Alien ankämpfen. Für mich ist »Alien: Romulus« eine gelungene, späte Fortsetzung des ersten Teils. Handwerklich gut gemacht, die Effekte sehen zum Hinknien aus und das bei einem vergleichsweise kleinen Budget. Ich bin froh, den Film endlich nachgeholt zu haben.

Einen weiteren Film, den ich endlich nachgeholt habe, war der 2023 erschienene »Wonka« mit Timothée Chalamet in der Hauptrolle. Der Film versteht sich als eine Art Prequel zum 1971 erschienenen »Willy Wonka & the Chocolate Factory«. Ich muss gestehen, diesen nie gesehen zu haben. »Wonka« ist ein halbes Musical und zeichnet sich durch ein in meinem Verständnis typisches Überzeichnen der Charaktere aus, besonders der Gegenspieler unserer Protagonist*innen. Doch der Kern stimmt und die Geschichte ist mitreißend gemacht. Er hätte für meinen Geschmack noch einen Hauch kürzer sein können, weil die Handlung doch sehr vorhersehbar ist. Natürlich weiß man, wie der Film endet, doch die Meilensteine, die die Charaktere durchmachen, sind schon arg typisch.

Nichtsdestotrotz ist es ein gut gemachter, unterhaltsamer Film. Die Songs sind stimmig, gut performt und die Tanzeinlagen sind kreativ gestaltet. Musicals sind ja nicht für jeden etwas, aber wer dem Genre etwas abgewinnen kann, ist bei »Wonka« sicherlich gut aufgehoben.

Rettungsversuch

Vor einigen Jahren habe ich mir bei einer Hofer-Filiale, ich glaube, es war in Bergheim, einen Bonsai mitgenommen. Das Bäumchen hat mich sofort angesprochen. Der Stamm hatte eine verdrehte, spiralartige Form; die Blätter waren saftig dunkelgrün. Er stand lange Zeit am Fenster in meinem Wohnzimmer. Wirklich gewachsen ist er allerdings an dieser Stelle nicht. Ich dachte schon, der Bonsai geht ein und wird kaputt. Es wurde ein erster Rettungsversuch unternommen, indem der Bonsai in die Wohnung der Eltern kam. Die haben einen großen Wintergarten, wo er einen perfekten Platz in der Sonne erhielt. Seither wächst der Bonsai, als gäbe es keinen Morgen. Scheinbar war der Platz beim Wohnzimmerfenster nicht so ideal.

Das war vor etwa zwei Jahren. Es kommen immer wieder neue Ästchen hervor, es wachsen Blätter aus zuvor tot geglaubten Ästen; der Bonsai hat in der Zeit wirklich neues Leben bekommen. Großartig. Doch vor ein paar Wochen sind mir an der Unterseite der Blätter weiße Pünktchen aufgefallen. Nach Konsultation mit Bonsaiexperten J. handelt es sich hierbei wahrscheinlich um irgendwelche Läuse oder dergleichen. Es folgte die zweite Rettungsaktion. Erst wurde der Bonsai über zwei Wochen hinweg immer wieder mit einem entsprechenden Insektenbekämpfungsmittel behandelt, damit die Blätter von den Läusen befreit sind. Anschließend haben wir ihn neu eingetopft.

Die Wurzeln sind nicht allzu ausufernd, deshalb durfte er in dem schönen, großen Steintopf bleiben. Trotzdem wurden die Wurzeln etwas gekürzt, viel von der alten Erde abgeklopft und alles ordentlich ausgewaschen. Keine Chance, den Läusen. Die Kur scheint geholfen zu haben. Die Blätter wirken saftiger denn je und haben keine weißen Pünktchen mehr auf der Unterseite. Es kommen weiterhin stetig neue Äste und Blätter hervor. Der Bonsai ist wirklich schön und wächst hoffentlich noch über viele Jahre. Ein hübscher, junger Baum und bereits jetzt mit einer aufregenden Geschichte.

MCU Rewatch | Spider-Man: Far From Home

Mit Far From Home endet die Infinity Saga nach 23 Filmen. Ich halte es für eine gute Entscheidung, dass Endgame nicht das direkte Ende war, sondern es noch eine Art Epilog mit Spider-Man gibt. Immerhin hat sich Tony als Mentor und Vaterfigur für Peter heraus getan. Dadurch bekommen wir mit diesem Film die Möglichkeit, uns nicht nur von dieser Geschichte des MCUs zu verabschieden und natürlich von Tony, sondern erfahren ebenso, wie die Zeit nach dem Fingerschnipp von Thanos war. 5 Jahre mussten die Menschen ohne die andere Hälfte auskommen, nur ums sie dann plötzlich alle wiederzuhaben. Wenn das keine traumatische Erfahrung ist, dann weiß ich auch nicht.

Gleich zu Beginn wird klar, dass sich die Welt verändert hat. Immerhin sind alle, die zurückgeblieben sind, um 5 Jahre gealtert. Diejenigen, die durch die Infinity Stones und Thanos ausgelöscht wurden, kamen jedoch wieder so zurück, wie sie vorher waren. Eine Diskrepanz, die erst einmal überwunden werden muss. Es muss ein Schock sein, geliebte Menschen erst zu verlieren und dann jahrelang zu versuchen, ohne sie zu leben. Nur um sie dann plötzlich wieder unter sich zu wissen. Wie macht man weiter? Was sind die Probleme und Herausforderungen, die sich dadurch ergeben? Wie geht die Schule damit um? Alles Fragen, die zu komplex und vielfältig sind, um sie in einem Film darzustellen. Hier wäre tatsächlich eine Serie spannend gewesen. Peter Parker hat jedoch nicht wirklich Zeit, die Dinge zu verarbeiten. Nick Fury kommt ihm da etwas dazwischen.

Ein Spider-Man-Film mit Quentin Beck aka Mysterio arbeitet selbstverständlich viel mit Illusionen und Tricks. Deshalb scheint die Frage wichtig, wie viel von Nick Fury und Agent Hill wir wirklich sehen. Ich würde schätzen, gar keine, denn zumindest Fury ist, wie wir durch die Post-Credit-Szene sehen, irgendwo im All unterwegs. Somit sind die beiden Skrulls, die Fury und Hill vertreten, für die Interaktionen mit Peter verantwortlich. Im Nachhinein lässt sich das natürlich immer leicht sagen, jedoch kamen mir die „Motivationsreden“ von Fury schon immer etwas suspekt vor. Peter liegt psychisch sowieso schon am Boden, da tritt er noch mit der Verantwortung, dass die Welt Spider-Man benötigt und er nun im Besitz eines Milliarden-Dollar schweren Verteidigungsnetzwerkes ist, nach.

Ich frage mich sowieso, warum es ausgerechnet Nick Fury ist, der Peter die Brille mit E.D.I.T.H. an Peter übergibt. Sollte das nicht Happy sein? Dieser kennt sich zumindest ein wenig damit aus, würde ich vermuten und könnte Peter etwas sanfter an die Sache heranführen. Auf der anderen Seite hat Quentin Beck, der scheinbar aus einem Paralleluniversum stammt, Fury und Hill darauf hingewiesen, dass die Erde kurz vor der Zerstörung steht. Sogenannte Elementals haben sich geformt und wollen die Erde vernichten. Warum und weshalb ist nicht so wichtig. Die Skrulls, die Fury und Hill vertreten, glauben dem dahergelaufenen, selbst ernannten Helden auch gleich. Ich war damals im Kino selbst fast davon überzeugt und gespannt, wie sie das Multiversum ins MCU einführen.

Die Auflösung, dass sich ehemalige Mitarbeiter*innen von Tony zusammengeschlossen haben, um Peter die A.I. und damit das Verteidigungsnetzwerk abzuluchsen, ist brillant gelungen. Es ist großartig, wie die einzelnen Puzzleteile zusammengeführt werden und ein stimmiges Bild ergeben. Quentin und die anderen haben das perfekte Zeitfenster erwischt. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte dieser Heist nicht funktioniert. Es brauchte die Abwesenheit von Fury, Peters traumatische Erfahrungen gekoppelt mit der Überforderung an Verantwortung und eine Welt, die sich gerade erst von einer unvergleichlichen Katastrophe erholt. Jake Gyllenhaal ist fantastisch und geht sichtlich in seiner Rolle als Schurke auf. Das Kostüm sieht toll aus und verbindet die Comic-Ursprünge von Mysterio gekonnt mit dem modernen Touch eines MCU. Man merkt auch, dass Gyllenhaal und Holland tatsächlich gute Freunde geworden sind, sie haben eine tolle Chemie zusammen.

Spider-Man außerhalb von New York zu sehen, ist ebenso eine herausragende Idee und bringt frischen Wind in die Spider-Man-Reihe. Wir haben über die Jahre schon viele Bedrohungen in New York gesehen, da ist es schön, wenn Peter und seine Freunde einen Abstecher nach Europa machen. Die Locations sind toll gewählt, abwechslungsreich und zeigen eine durchaus bunte, farbenfrohe und helle Seite, die man von Spider-Man aus den Comics gewohnt ist. Die Bilder vermitteln einen optimistischen Unterton, auch wenn die Geschichte an sich eher tragisch ist. Jon Watts und seinem Team gelingt es eine gekonnte Fortsetzung auf die Beine zu stellen, die zwar vieles anders macht und mit den Nachwirkungen von Thanos umgehen muss, aber trotzdem eine eigene Geschichte erzählt.

Die Entwicklung, die Peter hier durchmacht, geht zwar relativ schnell, aber ist ebenso nachvollziehbar. Durch Quentin lernt er erst so richtig einzuschätzen, was er selbst möchte und sich nicht zu sehr auf die Erwartungen anderer zu stützen oder diesen gerecht werden zu sollen. Ich mag beispielsweise den Moment zwischen Peter und Happy gegen Ende des Films. Davon hätte es gerne mehr geben dürfen. Sie trauern beide um Tony und müssen nun in einer Welt ohne ihn zurechtkommen. Peter zu sehen, wie er seinen eigenen Anzug zusammenstellt und schließlich in der Lage ist, Quentin zu besiegen – auf seine eigene Art und nicht wie es Iron Man getan hätte – ist großartig und beendet in gewisser Weise seine Heldenreise. Spider-Man ist inzwischen ein eigenständiger, etablierter Held, der selbst mit seinen Problemen zurechtkommen muss.

Die Effekte sehen wieder großartig aus. Besonders mag ich die Sequenz, in der Spider-Man in den Illusionen von Mysterio gefangen ist. Als wären die Comic-Panels zum Leben erweckt worden. Wirklich fantastisch umgesetzt und es kommt eine Furcht einflößende Atmosphäre auf. Doch mit dem Sieg über Mysterio ist es leider nicht vorbei. Dieser hatte noch ein letztes Ass im Ärmel. So kommt niemand geringeres an die Aufnahmen, kurz vor Quentins Tod, als J. Jonah Jameson. Damit enthüllt er für New York und die ganze Welt, wer hinter der Maske von Spider-Man wirklich steckt. Und wer könnte die Rolle des manischen Journalisten besser verkörpern, als derjenige, der diese schon 2002 innehatte: J.K. Simmons. Hut ab, Kevin Feige. Toller Schachzug.

Ausdauerndes Püppchen

In den vergangenen eineinhalb Wochen oder so, habe ich »Lies of P« des Öfteren durchgespielt. Einen Durchgang möchte ich eventuell offenlassen für das kommende DLC. Bei einem bin ich nur mehr oder weniger durchgerannt, um das zweite Ende auch auf der Playstation freizuschalten. Der dritte und eigentlich letzte Durchlauf für diese Phase meiner »Lies of P«-Leidenschaft sollte ein New Game Plus sein. Dieses habe ich beim letzten Mal schon gestartet, aber noch nicht zu Ende gebracht. Das wollte ich eigentlich nachholen.

Es hat nicht mehr viel gefehlt und ich bin auch hier mehr oder weniger durchgerannt. Die Bosse habe ich mit Hilfe des Phantoms, welches man als Unterstützung herbeirufen kann, geschafft. Wobei man bei manchen diese Unterstützung nicht rufen kann und bei Magnus das Phantom relativ schnell erledigt war. Allerdings hat es mir zwischendurch die notwendige Zeit gegeben, um die Ausdauer zu regenerieren und mich zu heilen. Ich habe alle Schallplatten gesammelt; Für das Achievement muss ich sie mir nur mehr anhören. Ich habe penibel darauf geachtet, welche Dialogoptionen ich wähle und wann es angebracht war, zu lügen. Immerhin benötigt man für das letzte Ende gewisse Voraussetzungen.

Alles passt. Alles ist vorbereitet. Der scheinbar letzte Boss erledigt. Das Einzige, was mich noch vom Sieg und der Platin-Trophäe abhält, ist die elende »Nameless Puppet«. In einem normalen Spieldurchlauf ist dieser Boss zwar anstrengend und erfordert viel Konzentration. Sie ist aber machbar. Nicht nur einmal habe ich dieses Biest erledigt. Doch im New Game Plus hält mich irgendwas davon ab, den letzten Schlag zu machen.

Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass nur noch wenige Millimeter auf dem Lebensbalken des Gegners übrig waren. Nicht nur einmal hat am Ende die Gier zugeschlagen, ich wollte den Sieg erzwingen und bin dafür elendigst bestraft worden. In der ersten Session habe ich mich zwei Stunden an der »Nameless Puppet« abgemüht. Am Ende hat mein Herz gepocht, mein Adrenalinvorrat war erschöpft und ich habe gezittert. Es waren nichtsdestotrotz unterhaltsame zwei Stunden. An keinem anderen Boss in einem Soulslike kann ich mich so abmühen wie an der »Nameless Puppet«. Hier stimmt für mich alles. Vom Design über die Fairness im Kampf hin zu Musik und Arena. Jedes Mal, wenn ich scheitere, kann ich genau sagen, was ich falsch gemacht habe.

Ich verlinke unten das YouTube-Video von Jokerface. Sein erster Durchlauf war spannend anzuschauen. Auch er musste hier die namenlose Puppe bekämpfen (hier noch im normalen Schwierigkeitsgrad und nicht New Game Plus). Es lohnt sich, einen Blick reinzuwerfen. Ich bin ehrlich begeistert von diesem Boss und dem Kampf. Er ist wahrscheinlich mein liebster Soulslike-Boss. Irgendwann werde ich ihn auch im New-Game-Plus bezwingen. Hoffe ich zumindest. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses großartige Spiel »Lies of P« durchspiele.

  • YouTube | Jokerface: Lies of P #34 – Einer geht noch

Geek-Planet | Young Justice

Wie jeden Donnerstag werfen wir auch heute wieder einen Blick in die Vergangenheit. Genauer gesagt auf den 16. Januar 2015. Damals erschien der folgende Text auf meinem Blog »Geek-Planet«, den es heute allerdings nicht mehr gibt. Trotzdem möchte ich alle meine Texte an einem Ort versammelt wissen. Deshalb redigiere ich jede Woche einen Text, versehe ihn mit einer kleinen Einleitung und veröffentliche ihn hier erneut.

Ach, Young Justice. Eine der Serien, die von der Geschichte etwas falsch behandelt wurde. Die ersten beiden Staffeln erhielten viel Lob für die herausragende Qualität und weil sie eine durchaus komplexe Geschichte zu erzählen wussten. Es war keine typische Kinderserie. Auch als Erwachsener konnte man sich viel aus den Folgen herausholen. Die Themen waren zum Teil anspruchsvoll. Schade, dass sie zu früh abgesetzt wurden.

Später wurde die Serie zwar auf DC Universe und HBO fortgesetzt, doch beide Plattformen oder Streaming-Dienste sind nicht weltweit verfügbar oder nur mit Umwegen zu abonnieren. Das dämpfte wahrscheinlich den Erfolg etwas. Ich warte noch heute, dass der nunmehr auf Comics spezialisierte Dienst DC Universe Infinite in Europa ausgerollt wird. Seit Jahren wird versprochen, dass man sich um einen weltweiten Zugriff kümmert, doch passiert ist quasi nichts. Was sehr schade ist. Der Dienst hätte durchaus seinen Reiz. Leider wurden die Superhelden-Serien und -Filme daraus gestrichen und woanders untergebracht, was es noch einmal schwieriger macht. Doch das soll den guten Erinnerungen an die ersten beiden Staffeln von Young Justice keinen Abbruch tun. Immerhin habe ich mir damals die Blurays dazu geleistet und hatte viel Freude mit der Serie. Sie ist ein guter Einstieg in das Universum, wie ich finde, da man viel vom DC-Universum mitbekommt. Ankerpunkt bleibt aber dennoch das Team rund um die jungen Held*innen.


Um mein Wissen bezüglich des DC-Universums zu verfeinern und weiter auszubauen, habe ich mir ein paar Animationsserien zugelegt, welche den Ruf haben, als eine der Besten zu gelten. Mit dreidimensionalen Charakteren und guten Handlungssträngen. Außerdem sollten sie natürlich nicht zu – »kindisch« ist vielleicht das falsche Wort – einfach gestrickt sein. Den Anfang bildet also Young Justice. Mal sehen, ob die Serie hält, was sie verspricht.

»You’re overwhelmed, Freeze was underwhelmed; Why isn’t anyone ever just whelmed?« – Robin

Young Justice lief von Ende 2011 bis Anfang 2013 und kam dabei auf zwei Staffeln mit insgesamt 46 Episoden. Leider wurde die Serie danach eingestellt, auch wenn mir scheint, dass sie hervorragende Kritiken bekam und von Fans gefeiert wurde. Ich gehöre nun auch dazu, denn die Autor*innen haben eine komplexe, lebendige Welt geschaffen, die ich gerne weiter erkunden möchte. Offene Handlungsbögen müssten abgeschlossen und Charaktere weiter ausgebaut werden.

Die Serie ist im Prinzip die Origin-Story der Teen Titans und die ersten Mitglieder setzen sich aus Robin, Aqualad, Kid Flash, Superboy, Miss Martian und Artemis zusammen. On/Off-Mitglieder sind in späteren Folgen Speedy/Arsenal und Zatanna. Außerdem findet Superboy zwei ungewöhnliche Haustiere. Diese Zusammensetzung finde ich äußerst spannend, da ich die meisten nur flüchtig oder gar nicht kannte (außer natürlich Robin) und so hatte ich die Gelegenheit, ihre Geschichte quasi live mitzuerleben.

Wie erwähnt schaffen es die Autor*innen allen Charakteren genügend Raum zu geben, damit sie sich entwickeln können. Niemand der Protagonisten ist am Ende von Staffel eins derselbe wie am Anfang. Auch wird das Verhältnis zwischen den Mitgliedern genauer behandelt, was nicht nur zu Streitereien, sondern auch zu Beziehungen führt. Die Atmosphäre ist genauso abwechslungsreich wie die Handlung selbst. Von lustig, spannend, traurig über schockierend hin zu unvorhersehbaren Twists hat die Serie viel zu bieten und ich bin froh sie entdeckt zu haben. Da die einzelnen Folgen jeweils nur 20 Minuten dauern, ist man allerdings auch gleich wieder am Ende angelangt.

Die zweite Staffel macht zeitlich einen Sprung nach vorne, und zwar um fünf Jahre. Es werden erwachsenere Mitglieder von Young Justice gezeigt, die sich weiterentwickelt und sich teilweise komplett neue Identitäten aufgebaut haben. Hier hätte es mir gefallen, in späteren Staffeln die Zeit dazwischen mitzuerleben oder gezeigt zu bekommen, was sie durchgemacht haben. Warum haben sich manche so stark verändert und manche weniger?

Technisch ist die Serie toll umgesetzt. Die Animationen sehen gut aus und die Sprecher leisten eine hervorragende Arbeit. Vielleicht gibt es mal wieder eine Serie, die in diesem Universum spielt und ähnlich aufgebaut ist – man kann nur hoffen.

Gutes Essen

Nach drei Wochen war es endlich mal wieder Zeit für einen kleinen Ausflug nach Salzburg. Die Stadt hat mir tatsächlich schon gefehlt. Wenn man es gewohnt ist, fast jedes Wochenende einen halben Tag dort zu verbringen, ist der Abstand davon gewöhnungsbedürftig. Das Aussuchen eines Lokals zum Essen fiel überraschend schwer. Ich konnte mich partout nicht an die besten und gemütlichsten Lokale erinnern, die wir so besucht haben. In den vergangenen Wochen habe ich mich mit sehr vielen anderen Dingen beschäftigt, ich musste mich erst wieder etwas zurechtfinden.

Die Feiertage tragen ihr Übriges dazu bei, dass die Tage ineinanderfließen und die Trennschärfe verschwimmt. Hier lobe ich mir mein kleines Bullet Journal und die Reflexionen, die ich regelmäßig darin vornehme. Es ist eine schöne Möglichkeit, zurückzublicken und zu sehen, was man erreicht und geschafft hat. Wie oft kommt es vor, dass wir uns nicht mehr daran erinnern, was wir vorgestern getan haben? Ich muss mir das alles zum Glück nicht merken, das lagere ich in ein kleines Notizbuch aus. Es wird schlicht und übersichtlich alles festgehalten, was mir notwendig oder wichtig erscheint. Manchmal sind es allerdings besonders jene Momente, die wir beim ersten Betrachten als banal bezeichnen würden, die später für uns umso einprägsamer und essentieller sind. Oder wie Steve Jobs es so schön sagte:

»You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backward. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future.«

Das heißt nicht, dass man sich einfach vom Leben mitreißen lassen sollte, wie ein Schiff im Sturm – keine Ahnung, ob diese Metapher funktioniert, aber es klingt zumindest wichtig. Wir benötigen ein gewisses Ziel vor Augen. Selbst wenn es sich später nicht als das wahre Ziel herausstellen sollte, ist man doch um Erfahrungen reicher geworden und hat mehr über sich selbst gelernt. Das ist auch ein Grund, warum ich immer wieder versuche, die Dinge, die ich mache, zu reduzieren oder zu überdenken. Hobbys sind schön und gut, aber wenn es zu viele sind, kann ich nichts richtig machen. Ich bin abgelenkt und denke schon an das Nächste. Ich möchte mich auf weniger konzentrieren und das dafür so gut wie möglich machen, besser darin werden. Auch hier helfen Reflexionen weiter. Hat mich das, was ich in der vergangenen Woche getan habe, weitergebracht? Sollte ich den Kurs etwas korrigieren?

Schritt für Schritt den Weg entlangschreiten und darauf vertrauen, dass man es schon richtig machen wird. Ich mag die Idee, dieser Linie, die man zieht. Wenn ich das für die vergangenen zehn Jahre meines Lebens mache, hätte ich am Anfang nie abschätzen können, wo es mich hin verschlägt. Doch es passt. Die Rückschau oder das Zurückblicken ist ein Talent, dessen Kraft man nicht unterschätzen darf. Und manchmal ist es ganz gut, zu bekannten Orten oder Ausgangspunkten zurückzukehren. Vielleicht hat sich die Perspektive mittlerweile geändert und man entdeckt etwas Neues. Freund J. und ich starten unsere Salzburg-Touren meistens im Stieglkeller. Ich mag das alkoholfreie Weißbier, man hat einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und kann über alles Mögliche philosophieren.

Dieses Mal hat uns der Weg in das Altstadt-Café geführt, wo ich mir ein Clubsandwich gegönnt habe. Eine mehr als ausreichende Mahlzeit. Drei Toastscheiben, jede Menge Hühnchen, etwas Speck, Gemüse und Sauce, dazu ein Avocado-Dip und Pommes, sind eine üppige Mahlzeit. Für mich auch die letzte für diesen Tag. Aber es schmeckte herrlich. Der Kellner war wie immer freundlich. Ein tolles Café, das immer einen Besuch wert ist. Genauso wie der Stieglkeller ist es an diesen Orten erstaunlich ruhig, selbst wenn es in der Stadt zugeht wie bei einem Festival. Ruhepole, die es sich lohnt aufzusuchen.

Steine Sortieren

Vor kurzem habe ich darüber berichtet, wie ich mir ein weiteres Mittelalter-Diorama aufbauen möchte (Noch ein Mittelalter-Diorama). Dazu hat mich die entsprechende Videoreihe von BlueBrixx inspiriert. Dort kann man das Team begleiten, wie sie ein entsprechendes, modulares Diorama aufbauen. Inklusive Fluss, Dorfplatz, Hügel und natürlich den passenden Sets. Das hat mich dazu inspiriert, selbst ein weiteres Diorama zu bauen. Zwar habe ich mich schon einmal daran versucht und bin auch ganz zufrieden damit, aber es geht selbstverständlich immer besser.

Doch bevor man (oder ich) anfangen kann zu bauen, benötige ich einen Überblick über die Steine, die ich schon habe. Also müssen diese sortiert werden. Zwar habe ich meine alten Steine von Lego bereits gewaschen und sortiert, aber noch nicht die übrigen Steine der Sets von anderen Herstellern, die ich mir in den vergangenen Jahren angeschafft habe. Außerdem ist es eine Überlegung, ob ich nicht die Sets, die aktuell nur herumstehen und Staub fangen, zerlege und die Steine für etwas Besseres verwende; eben für mein Mittelalter-Diorama. Vielleicht muss ich dann weniger Geld für die notwendigen Teile ausgeben, die ich sowieso noch benötige. Seien es Technikrahmen oder BURPs (Big Ugly Rock Pieces).

Natürlich sortiert man Noppensteine (oder Klemmbausteine) nach Form und nicht nach Farbe. Den Fehler habe ich nur einmal gemacht. In einer Kiste voller roter Teile ein bestimmtes rotes Teil zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Also immer schön nach Form. Trotzdem dauert das Zerlegen und Sortieren durchaus lange. Der Vorteil ist, man bekommt gleich einen guten Überblick über das vorhandene Baumaterial. Die Frage ist nur: Wo lagert man den ganzen Mist?

Hier habe ich kein spezielles System. Ich habe riesige, flache Plastikkisten von IKEA, wo man viel unterbringt. Die Idee dahinter ist, weil die Fläche dieser Kisten relativ groß ist, dass ich die Teile gut überblicken kann und schnell das finde, was ich brauche. Dazwischen gibt es noch kleinere Plastikkistchen, die ich aus einem Schraubensortierding entnommen habe. Genauso wie einfache Kartons und andere Behältnisse, die ich in der Wohnung und im Keller gefunden habe. Mir fehlt der Platz und die Muse, mir eine echte Wand aufzubauen, wo ich die ganzen Sachen gut lagern kann. Vielleicht kommt das noch, wenn meine Sammlung einen kritischen Punkt überschreitet, aber im Moment komme ich noch gut ohne aus. Mal sehen, ob sich das in den nächsten Monaten ändern wird, wenn das Diorama-Projekt weiter voranschreitet.

Doch erst einmal wollen die vorhandenen Sets zerlegt und/oder sortiert werden. Manche sind zwar schon zerlegt, aber ich habe sie in Kisten oder Beutel zusammengepackt. Die Idee war, dass ich die Sets ja mal verkaufen möchte. Eventuell. Das ist bisher nicht der Fall und wenn, dann bekommt man von diesen Sets nicht mehr allzu viel. BlueBrixx ist an sich schon günstig, was den reinen Teilepreis anbelangt, und wenn man kreativ bauen möchte oder mit MOCs hantiert, braucht man die Teile ohnehin. Insofern ist das eher eine Illusion gewesen als eine echte Notwendigkeit. Außerdem schmeiße ich nun alle Marken und Teile zusammen. Es ist sowieso alles mit allem kompatibel. Warum versuchen zu trennen. Das macht es nur komplizierter.

Küchenorganisation

Manchmal muss man die Küche ausräumen und von altem Ballast befreien. Ich werfe sehr ungern Lebensmittel weg. Doch lässt sich das nicht immer vermeiden. Und wenn gewisse Lebensmittel einen Grad an Haltbarkeit überschritten haben, dann müssen sie einfach weg. Etwa weil das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Jahreszahl aufweist, bei der man noch mit Maske im Supermarkt einkaufen war. Oder weil zwei Proteinpulverpackungen offen in zwei unterschiedlichen Schubladen stehen und ich weder weiß, wann ich diese geöffnet, noch wann ich diese das letzte Mal verwendet habe. Das Gefrierfach läuft ebenfalls Gefahr, als Abstellkammer‑Ersatz missbraucht zu werden. Da finden sich offene Spinatpackungen, die von Gefrierbrand gebeutelt sind, oder andere Packungen, die es sich bereits häuslich eingerichtet haben. In solchen Fällen wird es Zeit, Abschied zu nehmen.

Ich habe meine gesamte Küche durchforstet, Packungen kontrolliert, Datumsangaben gelesen und beurteilt, ob es noch vertretbar ist oder nicht. Beispielsweise habe ich Dosenobst zuhause, das zwar vergangenes Jahr sein MHD erreicht hat, allerdings ist es hier nicht so tragisch. Die Dosen sind in Ordnung, weder verbeult noch auf eine andere Art beschädigt, und sie waren stets in der Schublade, bei mehr oder weniger konstanten Temperaturen. Ich werde sie demnächst verbrauchen, dann hat sich das auch erledigt. Es tut gut, wieder einen ordentlichen Überblick zu haben, was sich alles in den Fächern und Schubladen der Küche befindet. Doch das war mir nicht genug.

Bei Amazon (es musste leider sein) habe ich mir ein paar Vorratsbehälter bestellt. Verschiedene Größen, manche aus Kunststoff, manche aus Glas, die sich gut verschließen lassen. Manche haben sogar oben einen Auslass für gutes Portionieren. Dort kommen dann Mehl, Nudeln, Semmelbrösel, Chia- und Leinsamen, Saatenmischungen (verwende ich gerne für Salat) und sonstiges Zeug hinein, was ansonsten offen herumstehen würde. Die kann man ordentlich beschriften, sie schließen (hoffentlich) gut ab und es hilft, einen besseren Überblick zu haben. Eigentlich hätte ich das schon vor längerer Zeit machen müssen, aber besser spät als nie.

Ich zähle diese Aus- und Aufräumaktion als Teil meines andauernden Frühjahrsputzes. Dieser begann in digitalen Gefilden. Ich habe sämtliche Abos rigoros überdacht und gekündigt, meine Cloud-Speicher und Festplatten neu organisiert, die Wohnung etwas umgeräumt und nun eben auch die Küche im Speziellen aufgeräumt. Mal sehen, ob es das nun war oder mir noch mehr Ideen kommen.