Die Jagd kann beginnen

Über die vergangene Woche habe ich mir die YouTube-Playliste von Jokerface angeschaut, in der er einen Bloodborne Lore Run macht. Das bedeutet, dass in dem Spieldurchlauf alle Items eingesammelt werden, um deren Beschreibung zu lesen und alle Dialogoptionen sämtlicher NPCs ausgenutzt werden, um ein möglichst vollständiges Bild der Geschichte zu bekommen. Doch Hidetaka Miyazaki baut seine Geschichten immer so auf, dass fast immer Lücken bleiben, die die Spieler*innen selbst füllen müssen. So haben alle ein etwas anderes Bild von Spielen wie Bloodborne.

Als ich mir das Let’s Play angesehen habe, wurde mir erst bewusst, wie großartig das Design des Spiels ist. Aber vor allem auch, wie fantastisch der Soundtrack ist. Ich höre auch immer wieder rein und habe mir in meiner Musik-App der Wahl eine Playlist davon gespeichert. Die Epik, die Spannung und dazu die Chöre vermitteln eine einmalige Atmosphäre, wie ich es so nur selten in Spielen erlebe.

Was die Geschichte von Bloodborne selbst betrifft, so basiert diese stark oder wurde inspiriert durch Lovecraft. Die Bosse, Monster und Umgebungen erinnern immer wieder an die Geschichten und Motive von Lovecraft. Wobei ich mich hier an der Meinung anderer orientieren muss, da ich zugeben muss, nur sehr wenig von H. P. Lovecraft gelesen zu haben.

Es gibt allerdings ein recht günstiges E-Book mit seinen sämtlichen Werken, welches ich mir zugelegt habe und das ich mir über die nächsten Wochen zu Gemüte führen möchte. Er hat vorwiegend Kurzgeschichten geschrieben und das ist, wie ich finde, ein sehr angenehmes Format, da man immer wieder reinlesen kann und eine schöne, abgeschlossene Geschichte erlebt. Ich bin schon sehr gespannt, was mich da alles erwartet.

Bloodborne hat es mir auf jeden Fall angetan und vielleicht tue ich mir das Spiel auch einmal selbst an. Installiert auf der PS5 ist es bereits, da es zum Glück bei PS Plus enthalten ist. Parallel dazu dann noch die Geschichten von Lovecraft zu lesen, ist sicherlich eine interessante Horror-Erfahrung. Außerdem bin ich auf ein Fan-Projekt aufmerksam geworden, das man sich ansehen sollte, wenn man in die Geschichte rund um Bloodborne interessiert ist.

Das Projekt nennt sich Paleblood hunt. Einfach danach googeln und man findet das entsprechende Reddit-Forum und das Google-Docs-Dokument. Hier handelt es sich um ein über 100-seitiges Dokument, welches die komplette Geschichte von Bloodborne aufbereitet und versucht sie so vollständig wie möglich darzustellen. Wobei die verwendeten Informationen und die Interpretationen dahinter nur auf Dingen basiert, die man im Spiel selbst geliefert bekommt. Ich hatte leider noch keine Gelegenheit tiefer reinzulesen, aber es klingt nach einem spannenden Unterfangen und einen Blick wert ist es mit Sicherheit. Ich bin ja immer wieder erstaunt, mit welcher Leidenschaft Fans sich einem Thema widmen und welche Projekte daraus entstehen können. Wirklich großartig.

Spontaner Konzertbesuch

Urlaub ist für mich ein schwieriges Konzept. Man gibt zu viel Geld aus, damit man sich eine Woche oder zwei an einem anderen Ort als zu Hause befindet, um sich eine schöne Zeit zu machen und zu entspannen. Dann fährt man wieder nach Hause und nach drei Tagen ist alles wie vorher, nur dass man eben wesentlich weniger Geld am Konto hat und sich sehnlichst den nächsten Urlaub herbeiwünscht. Zumindest ist das mein Vorurteil, das ich den meisten Urlaubenden unterstelle.

Wenn ich schon wo hinfahre, dann will ich eher einen Abenteuerurlaub. Roadtrips oder Wanderungen; Neues sehen und erleben, nicht faul am Strand oder Pool herumliegen für mehrere Tage, sondern Abwechslung. Deshalb fahre ich ja weg. Faul herumliegen und lesen oder dergleichen kann ich genauso gut zu Hause. Am Ende eines solchen Roadtrips kann man gerne ein paar schöne Tage im Hotel verbringen, aber der Großteil eines idealen Urlaubs findet immer wieder woanders statt, in neuen Gegenden. Island steht beispielsweise sehr weit oben auf meiner Reiseliste.

Aber ich bin jetzt nicht so eingestellt, dass ich das unbedingt benötigen will, irgendwo hinzufahren, um mich zu entspannen oder etwas zu erleben. Ich möchte mir zu Hause, in meiner Umgebung, eine schöne Zeit machen. Jedes Wochenende kann ein kleiner Urlaub sein, wenn man so will; jeder Abend kann zu etwas Besonderem werden. Deshalb bin ich immer wieder gerne in Salzburg unterwegs. Es gibt immer neue Lokale zu entdecken, neue Konzerte zu besuchen und es ist für mich eine der schönsten Städte. Es erstaunt mich immer wieder, wie anders jeder Besuch dort ist. Wenngleich man die gleichen Lokale aufsucht, ist es doch jedes Mal ein klein wenig anders.

Am Samstag war ich mit Freund J. spontan in einem Konzert der Philharmonie Salzburg. Sie spielten A Symphonic Tribute to Queen und es war atemberaubend. Ein knapp 200-stimmiger Chor, ein 80-köpfiges Orchester, 2 fantastische Sänger*innen und eine Tänzerin / Akrobatin haben die größten Hits der Band rund um Freddie Mercury performt. Sie haben auch immer wieder etwas zu den Songs gesasgt, Hintergründe erklärt und es war einfach nur eine großartige Show. Und wenn über 2.000 Gäste zu We will rock you stampfen und klatschen, kann man nur mit Gänsehaut dabei sein. Ich bin froh, dass wir uns spontan entschlossen haben hinzugehen und noch ein paar der letzten Karten ergattern konnten. So etwas darf man sich nicht entgehen lassen.

Das ist für mich ein kleiner Urlaub. Anschließend noch gut Essen und den Abend in der Stamm-Weinbar ausklingen lassen. Da brauche ich nicht irgendwo teuer hinfahren oder -fliegen, sondern mache mir stattdessen immer wieder wunderbare Tage in der Stadt. Sei es eine Wanderung über die Stadtberge, ein einfacher Spaziergang, ein gutes Essen, der Ausblick von der Burg oder ein spontanes Konzert – der Alltag kann voller schöner Überraschungen und Momente stecken, man muss nur gewillt sein hinzusehen.

Chat-Verhalten

In letzter Zeit schaue ich gerne Livestreams auf Twitch. Vorrangig diejenigen von Jokerface, der jeden Freitagabend für 2 Stunden streamt. Davor habe ich bereits gerne die YouTube-Livestreams vom Held der Steine angesehen oder die Q&A-Runden von BlueBrixx – in die ich weiterhin gerne reinschaue. Dabei wird mir immer wieder bewusst, wie seltsam sich manche Menschen in einem Chat verhalten. Vielleicht liegt es daran, dass man das Gegenüber nicht sieht, oder man mit einem selbst gewählten Benutzernamen unterwegs ist und dadurch mehr oder weniger anonym auftreten kann. Aber ich denke mir immer wieder, dass sich diese Leute (hoffentlich) im echten Leben so nicht verhalten würden.

Beispielsweise wenn der Streamer nicht auf eine Frage eingeht, weil es die gefühlt Hundertste ist, die nach einem Favoriten- oder Lieblings-etwas fragt. Sei es Schauspieler, CEOs, Filme, Serien, Game Bosse und so weiter. Teilweise kommen da sehr merkwürdige Dinge zum Vorschein. Lustig ist ebenfalls, wenn Fragen immer wieder gestellt werden. Natürlich kann es vorkommen, dass der Streamer mal eine Frage übersieht und dann stelle ich sie vielleicht ein zweites Mal, aber wiederholt darauf bestehen muss nicht unbedingt sein.

Apropos bestehen, manche scheinen davon auszugehen, dass etwas nur für sie da ist – das fällt mir besonders bei BlueBrixx-Chats auf. Dort scheinen manche die Einstellung zu vertreten, dass dieses Unternehmen ihnen persönlich etwas Böses will und deshalb die nächste Erweiterung von Burg Blaustein noch nicht vorgestellt hat – um ein rein zufälliges Beispiel zu wählen. Die Tonart, wie diese Kommentare geschrieben werden, sollte mich vielleicht nicht überraschen, aber es sticht trotzdem immer wieder hervor. Als würde ihnen ein Recht zustehen, mehr zu wissen. Geduld ist dabei oft ein Fremdwort, wie mir scheint.

Das wäre ja das Äquivalent, wenn ich jemanden in einem Gespräch immer wieder wahllos irgendwelche Dinge fragen würde. Am besten noch dabei mit einem Stock piksen, um ja die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Abrupte Themenwechsel sind ebenso eine seltsame Vorgehensweise von manchen, aber das lasse ich mir noch einreden, da ein wirkliches Gespräch natürlich schwierig ist, wenn sich der oder diejenige auf das konzentrieren muss oder soll, über das gerade gestreamt wird.

Ich muss natürlich auch betonen, dass diese seltsame Art des Chat-Verhaltens eine Ausnahme ist. Zumindest in den Streams, die ich gerne schaue. Zum Großteil handelt es sich um eine positive Community und einen guten Austausch, der in den Chats stattfindet. Was natürlich auch an den oben genannten Personen liegt, die es schaffen, eine solch positive Atmosphäre aufzubauen und an den fantastischen Moderator*innen, die diese haben.

Das Internet muss eben nicht immer dieses mit Hass und bösem Blut gefüllte Etwas sein. Man kann diese Ebenen ignorieren und sich die guten Seiten heraussuchen. Ich tue mir da natürlich nochmal leichter, weil ich weder Twitter, Facebook, Instagram, TikTok noch sonstige Social Media Dinge verwende. Mein YouTube-Account ist gut gepflegt, auf Twitch schaue ich nur das, was mich wirklich interessiert, und fange bei beiden nur selten an, ungezielt nach etwas zu suchen, was mich am Ende eh nicht interessiert, sondern nur meine Zeit stiehlt. Damit kann man schon mal vieles umgehen, was in seltsame Richtungen abdriften würde.

Verbindungslos unterwegs

Ich hatte mir Donnerstag und Freitag Urlaub genommen. Denn was ist besser als ein Feiertag mitten in der Woche? Richtig, ein fünftägiges Wochenende. Den ersten Urlaubstag habe ich gleich gut genutzt, um Vormittag einige Erledigungen zu machen und mich ab Mittag mit Freund J. in Salzburg zu treffen und den ein oder anderen Stadtberg zu erkunden. Es war warm, sonnig – nichts sollte einem wunderbaren Tag im Wege stehen. Doch auf dem Weg zum Zug bin ich auf einen fatalen Fehler in meinem Plan aufmerksam geworden: Mein iPhone lag daheim am Ladekabel angesteckt und hatte beim Verlassen des Hauses nicht den Weg in meine Hosentasche gefunden.

Ich war allerdings schon sehr pünktlich in Richtung Zug unterwegs und wollte nicht mehr umdrehen und riskieren, zu spät zu kommen. Also war ich die nächsten 8 Stunden ohne Smartphone unterwegs. Das Einzige war die Apple Watch am Handgelenk, aber die hat keine Mobilfunkverbindung nach draußen, von daher war ich seit langem mal wieder ohne Handy außer Haus. Ich weiß nicht, wann mir das letzte Mal so etwas passiert ist, aber es ist sicherlich schon ewig her. Was ich regelmäßig mache, hauptsächlich im Sommer, ist, meine Spaziergänge ohne iPhone zu bewältigen, da die Watch sowieso meine Podcasts gespeichert hat, von daher brauche ich da sonst nichts. Denn die grundlegende Frage ist ja, hat ein Workout wirklich stattgefunden, wenn es nicht auch aufgezeichnet wurde?

Jedenfalls war es durchaus eine interessante Erfahrung, einen ganzen Tag ohne Smartphone zu verbringen. Zwischendurch hat es mir schon gefehlt, muss ich sagen, und man hat immer wieder das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder wichtige Nachrichten nicht zu bekommen. Außerdem hätte ich gerne ein paar Fotos gemacht, da die Kulisse am Kapuzinerberg atemberaubend schön war und wir mal wieder ein neues Lokal entdeckt haben. Doch dieses Gefühl legte sich aber so allmählich und ich werde mich auch so an diese Dinge erinnern und ein iPhone in der Hand zu haben, hätte die Erfahrung vielleicht ein klein wenig getrübt.

Was ich allerdings auch sagen muss, ist, dass es jetzt keine quasi-religiöse Erfahrung war, so wie es vielleicht manche berichten, die gezwungen sind, mal einen Tag ohne Smartphone auszukommen. Dafür nutze ich es einfach von vornherein zu wenig. Ich habe es weder ständig in der Hand, noch bin ich in sozialen Netzwerken unterwegs. Es hat allerdings mal wieder gezeigt, dass man sich auf manche Menschen verlassen kann. Denn wenn etwas ausgemacht ist, dass man sich zum Zeitpunkt x an Ort y trifft, dann wird das auch so gemacht und nicht noch irgendwie kurzfristig verschoben – außer es träte ein Notfall ein. Eine schöne Bestätigung.

Schließlich bin ich am Abend zu Hause angekommen und es kam die Ernüchterung, dass ich nichts verpasst habe. Das Haus stand noch, es gab keine dringenden Nachrichten – ein ganz normaler Tag. Aber es hat mir gezeigt, wie oft man zwischendurch kurz zum Smartphone greift, nur um etwas zu tun oder sich kurz abzulenken, ohne dass man wirklich etwas Konkretes macht; sei es einen Artikel lesen oder den nächsten Podcast aussuchen. Es gilt manchmal, die kleinen langweiligen Momente zwischendurch auszuhalten, denn das sind vielleicht genau diejenigen Momente, in denen man Ideen hat oder zur Ruhe kommen könnte und sich entspannen. Ich habe für mich entdeckt, dass nun öfter zu versuchen, wer weiß, was man findet.

Geschenkideen

Ich mag es, Leuten zwischendurch kleine Geschenke zu machen, wenn mir etwas Passendes unter die Augen kommt. Sei es eine Ranni Plüschfigur aus Elden Ring, eine aus Klemmbausteinen gebaute Rubic’s Cube Hommage oder etwas, dass man zum Einkaufen verwenden kann, wie den Shopcock. Dabei handelt es sich um ein witziges kleines Teil für den Schlüsselanhänger, mit dem man jederzeit und überall einen Einkaufswagen freibekommt. Hineinstecken, herausziehen, fertig – ganz ohne Münzen mit sich führen zu müssen und große Suche nach Kleingeld. Auch auf meinem Schlüsselanhänger befindet sich einer. Sehr empfehlenswert und ein lustiges Geschenk.

Und nein, ich werde (leider) nicht von all den Firmen bezahlt, die die Dinge, Spiele und sonstige Sachen produzieren/herstellen/vertreiben, um darüber zu schreiben. Nur damit das einmal gesagt ist. Wenn das so sein sollte, würde ich das offen kommunizieren. Ich halte es für verwerflich, wenn man etwas zum Testen zur Verfügung gestellt bekommt und dann die Leser*innen oder Zuschauer*innen nicht darüber aufklärt.

Es ist an sich eine tolle Sache, wenn man sich in einem Gebiet etabliert hat und entsprechende Sachen zugeschickt bekommt. Allerdings sollte man offen sein, da es sein kann, dass damit schon etwas die eigene Meinung gefärbt ist. Muss natürlich nicht sein, aber komplett neutral ist man dann, denke ich, nicht mehr. Ich schreibe hier an dieser Stelle immer nur von Produkten, Spielen, Software etc. nur dann, wenn ich wirklich davon begeistert bin. Oder ich das Bedürfnis habe, darüber zu berichten. Im Idealfall natürlich beides, auch wenn ein Verriss ebenso lustig und unterhaltsam sein kann. Im besten Fall kann jemand damit etwas anfangen; bekommt eine Idee oder Inspiration.

Und damit man nicht zu viel nach Shopcock googeln muss und auf seltsame, dubiose Seiten stößt – warum das auch immer passieren sollte – hier der direkte Link zu deren Webseite. Allein dafür lohnt sich ein Blick, da sie sehr unterhaltsam gestaltet ist: Shopcock-Webseite

Fortsetzung des Frühjahrsputzes

Mitte April, als der Blütenstaub mit dem Sahara-Sand alles in ein dunstiges Gelb getaucht hatte, habe ich bereits eine Grundreinigung der Wohnung vorgenommen (Ein Frühjahrsputz). Allerdings habe ich mit den Fenstern noch gewartet, bis sich die Schnee-Regen-Blütenstaub-Zeit etwas beruhigt hatte. Der 1. Mai erschien deshalb für ein Aufgreifen des Mottos »Frühjahrsputz« durchaus passend. Immerhin wollten noch diverse Kissenbezüge ebenso gewaschen werden, wie ein paar Teppiche und die bereits genannten Fenster geputzt.

Es gibt ja Dinge, die man als erwachsener Mensch machen muss oder tun sollte, die sich einfach nicht vermeiden lassen – oder die man nicht allzu lange vor sich herschieben sollte. Wie ich mit Freund D. vor Kurzem bemerkte, gehört es eben dazu, das Sieb des Geschirrspülers regelmäßig zu reinigen, Dinge zu entsorgen oder die Wohnung sauber zu halten. Es mögen vielleicht lästige Arbeiten sein, sind sie allerdings erledigt, hat man – so ergeht es mir zumindest – doch immer ein gewisses zufriedenes Gefühl. Es ist etwas erledigt, man hat etwas geschafft, das man sich vielleicht schon länger vornimmt und kann sich am Ende des Tages zufrieden auf die Couch setzen. Eventuell sogar mit einer selbst gemachten Pizza und einem Aperol Spritz – um ein völlig beliebiges Beispiel zu nennen.

Mir fallen solche (Haus)Arbeiten immer leichter, wenn ich meine beiden Sonos-Boxen voll ausreize und gute Musik auflege. Sei es Miracle of Sound, Lil Nas X, Billie Eilish oder der Soundtrack zu Bloodbourne, den ich vor Kurzem für mich entdeckt habe (dazu aber später einmal mehr). Selbst ein Podcast kann gerne nebenbei laufen und schon vergeht die Zeit wie im Flug. Oder man nutzt die Zeit zum Nachdenken, als Meditationsersatz oder um innerlich zur Ruhe zu kommen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man die Zeit für sich sinnvoll nutzen kann und es nicht unbedingt als lästige Pflicht anzusehen, ist ein erster Schritt. Die innere Einstellung und wie man an eine Aufgabe, Herausforderung oder was auch immer herantritt, macht den entscheidenden Unterschied. Ich versuche es stets, als Chance zu sehen – auch wenn es mir natürlich nicht immer gelingt. Aber jeden Tag ein klein wenig besser, das reicht ja bereits.

Geek-Planet: The Amazing Spider-Man – Kravens First Hunt

Diese Woche blicken wir zurück auf den 24. Juni 2016 und sehen uns einen weiteren Artikel zu Spider-Man an, den ich damals veröffentlichte. Auf meinem damaligen Blog geek-planet habe ich mindestens wöchentlich über Spider-Man geschrieben. Ich hatte angefangen mich chronologisch durch die The Amazing Spider-Man Comics zu lesen und musste natürlich darüber berichten. Wenn ich mir die Artikel so durchlesen, bekomme ich Lust erneut in die Welt der Comics einzutauchen.

Außerdem musste ich beim Heraussuchen des folgenden Artikels feststellen, dass ich in all den Jahren, in denen ich über Comics geschrieben habe, nie über Kravens last hunt berichtete. Es ist wohl eine der herausragendsten und vielleicht auch düstersten Geschichten aus dem Spider-Man Kanon, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Vielleicht hole ich es ja noch irgendwann nach, darüber zu schreiben. Heute soll es aber erst einmal um Kravens erste Jagd gehen.


Heute beschäftigen wir uns mit dem Handlungsbogen Kravens first hunt. Dabei bekommt es unser liebster Held mit niemand geringeren als der Tochter von Wes Kraven, dem wohl gefährlichsten Jäger der Welt, zu tun.

  • Ausgaben: #565-567
  • Autor: Marc Guggenheim
  • Zeichner: Phil Jimenez
  • Inker: Andy Lanning
  • Farben: Chris Chucky
  • Letterer: VC´s Cory Petit

„There´s absolutely zero reason to panic. Says the super hero tooling around in borrowed costumes.“ – Devil Man

Ein Konzept, welches sich durch alle drei Ausgaben zieht, ist ziemlich beeindruckend umgesetzt und zeigt Spider-Man in so mancher Szene aus einer anderen Perspektive. Wir bekommen nämlich nicht wie üblich die witzigen inneren Monologe von Peter geliefert, zumindest nicht nur, sondern vorrangig diejenigen seiner Jägerin. Dadurch erhalten die Leser*innen einen Eindruck davon, welche Taktiken sie anwendet und wie gerissen bzw. geduldig sie an die Jagd herangeht. Sie hat wahrlich die Gene von ihrem Vater und ist im Kampf ebenso talentiert.

Bevor sie sich allerdings zu erkennen gibt, nimmt sie sein Leben strategisch auseinander – zumindest etwas. Ihre Drohung macht sie nicht so wirklich wahr, denn mehr als seinen Job in einem Comicbuchladen wegzunehmen, macht sie eigentlich nicht. Richtig, unser Comicheld arbeitet in einem Comicladen und die Autoren lassen es sich nicht nehmen, ein paar gut platzierte Anspielungen einzubauen.

Doch bleiben wir bei der Jägerin; diese macht nämlich einen gewaltigen Fehler. Sie hält fälschlicherweise Vin Gonzales, Peters Mitbewohner, für den maskierten Helden und entführt diesen. Wie sie darauf kommt, dass er es ist, wird nachvollziehbar und logisch in die Handlung eingearbeitet, da sie lediglich sieht, wie er ins Apartment „schwingt“, ihm allerdings nicht wirklich hinein folgt. Jedoch hätte ich von einer Jägerin von solch einem Kaliber mehr erwartet. Ebenso ist bemerkenswert, wie die Autoren auch die Leser*innen für ein paar Seiten hinters Licht führen und wir zuerst annehmen müssen, dass es Peter ist, den sie in ihrer Gewalt hat.

Verwechslung ist ebenfalls ein Thema, dass sich durch die gesamte Storyline zieht. Zum ersten Mal seit Civil War erleben wir Peter in Zusammenarbeit mit Daredevil – die wohl unterschiedlichsten Helden, die man auf einer Straße Manhattans finden kann. Es ist cool, witzig und hätte gerne etwas länger ausfallen können. Im Verlauf der Handlung verliert beispielsweise Peter sein letztes gutes Spidey-Kostüm und Vin landet darin. Somit muss Pete sich eines von Daredevil ausleihen, was das obige Zitat erklärt. Im finalen Schlagabtausch, feiert die Verwechslungskomödie ihren absoluten Höhepunkt.

Als letzten Gegner, der auftaucht, ist dann noch Vermin zu erwähnen. Er lebt in den Abwasserkanälen New Yorks und ist scheinbar ein misslungenes Experiment – zumindest interpretiere ich das in die Figur hinein. Sie ist mir um ehrlich zu sein nicht wirklich bekannt. Jedoch handelt es sich um einen spannenden Charakter und ich hoffe, wir sehen ihn wieder. Er ist äußerst kräftig, schnell und scheint mindestens auf Augenhöhe mit Spider-Man zu sein – dies macht ihn zu einem gefährlichen Gegner. Sein unheimliches Äußeres, dass stark an Man-Bats aus dem DC Universum erinnert und die Tatsache, dass er schon einmal gegen Spidey gewonnen hat, macht den unvergesslichen Auftritt komplett.

„Kravens first hunt“ ist eine ausgesprochen unterhaltsame und kurzweilige Geschichte, die die Welt von Spider-Man ein weiteres Mal um einen Charakter erweitert. Spannende Kämpfe, witzige Dialoge und grandiose Zeichnungen tragen ihr Übriges bei. Was auch gefällt, sind die Konsequenzen bzw. Nachwehen von Brand New Day, wie der Mangel an Kostümen in Peters Schrank. Diese fortwährende Geschichte macht Lust auf die nächste Story.

Nachrichten und Newsletter

In den vergangenen Monaten habe ich eigentlich gerne den Standard gelesen. Ich hatte mich für das Digital-Abo inklusive gedruckter Wochenend-Ausgabe entschieden. Doch immer wieder kam es in letzter Zeit vor, dass diese Wochenend-Ausgabe ungelesen auf dem Esstisch verweilte, bis die nächste ins Haus flatterte. Auch das online-Angebot des Standard habe ich immer weniger genutzt. Stattdessen haben mich andere journalistische Angebote mehr interessiert.

Denn immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich doch lieber per Newsletter meine Nachrichten und Informationen bekomme. So kann ich zwischendurch am iPhone einen Artikel lesen oder mich am Esstisch mit dem kleinen iPad in diverse Texte vertiefen. Es ist ein komfortables Format, kommt automatisch zu mir und ich kann es jederzeit lesen. Einen der besten Nachrichten-Newsletter, den ich bisher entdeckt habe, ist der von den Krautreportern. Gut recherchierte Artikel bieten nicht nur einen Überblick über das tägliche Geschehen, sondern sie bieten auch Essays und Texte zu spannenden und außergewöhnlichen Themen an.

Deshalb habe ich mein Standard-Abo wieder gekündigt. Stattdessen versuche ich das Angebot der Riffreporter und lasse mich mal überraschen, was die zu berichten haben. Außerdem kommt nun wieder der Newsletter von Sham Jaff What happened last week regelmäßig in mein E-Mail-Postfach. Was Games-Journalismus anbelangt, bin ich noch etwas auf der Suche, aber superlevel scheint ein guter Start zu sein. Manchmal muss man Glück haben, dass man kleinere Angebote, wie eben superlevel findet, da sie oft unter dem Radar vor sich hin existieren.

Auf diese kleine Seite bin ich nur aufmerksam geworden, weil ich den Podcast von Uebermedien gerne höre. In der aktuellen Ausgabe geht es um Journalismus in der Gaming-Branche und in der verlinkten Recherche/Studie sind einige Gaming-Seiten verlinkt, die als Quelle gedient haben. So teste ich immer mal wieder gerne neue Newsletter, Podcasts und Nachrichten-Angebote; man weiß ja schließlich nie, was man so findet.

Kopfsache

Von Sonntag auf Montag und auch noch den Montag über hinweg hatte ich mit Schwindel und Kopfschmerzen zu kämpfen. Schwindelgefühle empfinde ich, wie wahrscheinlich viele, als äußerst unangenehm und anstrengend, vor allem da ich nie weiß, woher diese tatsächlich stammen. War man zu viel unterwegs und hat sich mit etwas überfordert, hat man zu wenig getan, etwas Falsches gegessen oder ist in der Nacht zuvor seltsam gelegen – die Ursachen können vielfältiger Natur sein.

Kopfschmerzen sind zwar ebenfalls anstrengend und äußerst unangenehm, aber da hilft schnell mal eine Tablette. Oder wenn ich merke, es rührt eher von Verspannungen her, dann mache ich Yoga, das hilft dann ebenfalls, zumindest ein wenig.

Bei Schwindel kann man allerdings recht wenig machen, außer es durchzustehen. Vielleicht etwas raus in die Sonne, wenn das möglich ist – raus an die frische Luft und natürlich viel trinken. Für sich genommen kein schlechter Rat, aber dieser trifft weitestgehend immer und überall zu. Egal, was man hat, es wird stets empfohlen, viel zu trinken. Ist jetzt nichts Schlechtes, aber es sollte doch etwas sein, was (hoffentlich) alle, die den Luxus von unbegrenztem Wasser haben, ohnehin täglich tun. Aber ich schweife ab.

Schwindel ist eines dieser Dinge, die sich die Evolution durchaus hätte sparen können, da damit eigentlich niemandem geholfen ist. Aber da gibt es ja so manches, das nicht hätte sein müssen. Man kann nur das Beste daraus machen und sich nicht zu sehr hineinsteigern – es nicht zu sehr verkopfen. Dadurch wird es zum einen nicht besser und zum anderen macht man sich selbst damit nur psychisch ebenfalls fertig. Guter Dinge bleiben und darauf vertrauen, dass der Körper schon weiß, was er tut. Immerhin hat man sicherlich schon schlimmeres überstanden.

Für Körper und Geist

Am Samstag war ich seit längerer Zeit mal wieder eine größere Runde spazieren. Nicht, dass ich zwischendurch ein paar Spaziergänge untergebracht hätte, in den vergangenen Wochen, aber mit unterschiedlichsten Terminen und meinem herkömmlichen Training war die Zeit doch etwas knapp dafür. Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, dass es am Samstag wunderbares Wetter hatte – über 20 Grad und blauer Himmel. Außerdem hatte ich nichts Konkretes geplant.

Nach dem morgendlichen Kaffee war ich schließlich über 2 Stunden und knapp 14 km unterwegs, habe gute Podcasts gehört und die Natur genossen. Zu den Podcasts zählten Übermedien, Wochendämmerung, Hoaxilla und ich versuche gerade verschiedene Gaming-Podcasts, habe aber den für mich richtigen noch nicht gefunden. Ich mag es lange unterwegs zu sein und mich in der Natur und den Podcasts zu verlieren. Dieser ausgiebige Spaziergang hat mir mal wieder gezeigt, wie nötig ich das hatte und dass ich wieder regelmäßig längere Runden gehen sollte.

Es ist nicht nur gut wegen der körperlichen Betätigung, sondern ich bekomme den Kopf frei und lausche interessanten Gesprächen mit Hilfe von Podcasts. Und es kommt mir natürlich die ein oder andere Idee für einen Blog-Beitrag. Es ist wunderbar und einzigartig zu anderen Sportarten, die ich so mache. Denn wenn ich laufe oder Rad fahre (was aktuell selten der Fall ist) mag ich nichts hören, sondern mich auf die Tätigkeit an sich konzentrieren. Außerdem sollte beim Radfahren die Aufmerksamkeit auf der Straße sein und nicht bei einem Podcast oder zu laut aufgedrehter Musik.

Grundsätzlich ist es mir allerdings egal, welches Wetter gerade vorherrscht, denn bei Regen bin ich ebenso gerne draußen unterwegs. So hat jeder Tag und jede Wetterlage sein eigenes Gefühl und es ist immer etwas anderes. Vor allem, wenn man dabei Podcasts hört, werden die Spaziergänge immer zu etwas Spannendem – nicht, dass ich es nicht auch genießen würde, einfach mal so, ohne etwas im Ohr unterwegs zu sein.

Ich finde es zudem interessant, dass man sich mit der Zeit an gewissen Orten an die Themen erinnert, die gerade im Podcast vorkommen oder bestimmte Gegenden mit Podcasts assoziiert. Das ist nicht immer und überall der Fall und ich bin mir auch nicht sicher, woran das konkret liegt. Gelegentlich kommt es aber vor, dass sich diese Verbindung aufbaut. Früher hatte ich das bei Hörbüchern ebenfalls, als ich diese noch regelmäßig gehört habe. Mal sehen, wo dies das nächste Mal der Fall ist.