Spoiler-Warnungen

Ein Thema, wo ich mir stets unsicher bin, wie ich eigentlich dazu stehe, sind Spoiler-Warnungen. Wenn ein Film, ein Spiel oder ein Buch mit der Enthüllung eines bestimmten Geheimnisses oder Twists steht und fällt, ist es dann immer noch ein gutes Buch? Denn eigentlich sollte doch die Reise genauso viel Wert sein, wenn nicht sogar noch viel höher stehen, als das Ende. Viele großartige Serien, die längere Zeit erfolgreich laufen und große Fan-Herden hinter sich scharren können, schaffen es nur selten, ein zufriedenstellendes Ende auf die Beine zu stellen. Sind deshalb die Jahre davor, die man die Serie genossen hat, umsonst gewesen?

Ich muss leider mal wieder Elden Ring als Beispiel heranziehen. Das Spiel hat insgesamt 6 unterschiedliche Enden. Ich kenne die meisten, wenn nicht sogar alle davon. Entweder weil ich es selbst erlebt habe, durch Let’s Plays oder weil in einem YouTube-Video oder Wiki-Eintrag über die Enden berichtet wurde. Trotzdem werde ich dem Spiel nicht müde gegenüber. Ich bin immer noch begeistert und angetan von der Welt und den Möglichkeiten, die es bietet. Die Enden sind nur die Spitze eines viel größeren Eisbergs an Abenteuern, die es zu erleben gibt. Allein mit den unterschiedlichen Charakter-Bulilds kann man viele Durchgänge starten, ohne dass es langweilig wird. Ganz zu schweigen von den Mods, die es für Elden Ring mittlerweile gibt.

Am anstrengendsten finde ich aber, was das Thema Spoiler anbelangt, Podcasts, die Filme oder Serien besprechen. Da wird mehrheitlich zwischen einem Spoiler-freien Teil und einem Spoiler-haltigen Teil unterschieden. Wenn dann in der ersten Hälfte kryptisch um gewisse Punkte herumgetänzelt wird, finde ich das sehr anstrengend zum Zuhören. Da wäre es mir lieber, sie würden die Szene oder den Punkt der Handlung konkret ansprechen. Denn wenn ich einen Podcast zu einem Film höre, den ich noch nicht gesehen habe, bin ich selbst dafür verantwortlich, wenn mir dann das Ende oder der große Twist verraten wird.

Schon seit längerer Zeit versuche ich, nicht allzu viel auf Spoiler zu geben. Wie gesagt, es sollte der Geschichte oder dem Erlebnis keinen Abbruch tun, nur weil man weiß, wie ein bestimmter Punkt davon verläuft. Immerhin kommt es nicht selten vor, dass wir wiederholt auf Serien oder Filme zurückgreifen, die wir schon kennen. Oder aber dieselben Spiele spielen, dieselben Bücher lesen, obwohl wir genau wissen, wie die Geschichte verläuft. Trotzdem haben wir unsere Freude daran, da sie einfach gut gemacht sind. Zwar kann man nur selten die Magie des ersten Erlebnisses einfangen, doch dem Genuss tut dies nur selten einen Abbruch.

Weniger Angst vor Spoilern wäre also ganz angebracht. Und wenn eine Geschichte wirklich darauf ausgelegt ist, nur um einen speziellen Punkt herum zu funktionieren, den man auf gar keinen Fall verraten darf – ist es dann wirklich eine gute Geschichte? Wir alle wissen, dass Darth Vader der Vater von Luke ist, trotzdem schaue ich The Empire Strikes Back immer wieder gerne an. Es zählt eben doch die Qualität einer Geschichte. Auch wenn viele Studios bei Filmen versuchen, diesen Fakt durch ein Effekt-Gewitter zu verschleiern, braucht man im Grunde immer ein solides Konzept einer Geschichte, mit Charakteren, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man gerne mitfiebert. Alles andere ist nur Deko.

Goa’uld Alkesh von Bluebrixx

Mit dem Asgard-Schiff Beliskner, von dem ich bereits berichtete (Stargate aus Klemmbausteinen), habe ich mir ebenfalls ein Goa’uld Alkesh besorgt. Es gehört zu den ikonischen Schiffen aus der Serie, aber erst, wenn man es selbst baut, bekommt man einen Sinn für die Form. Nicht nur die leicht ovale Form als ganzes, sondern vor allem die Pyramide passt wunderbar zur ägyptischen Ikonografie der Goa’uld. Ich hatte gar nicht mehr im Sinn, dass diese doch so prominent Platz fand auf einem Alkesh. Jetzt fehlt nur mehr ein Mutterschiff daneben, in einem vielleicht etwas größerem Maßstab.

Grundsätzlich finde ich aber die Größe, die Bluebrixx für die Stargate-Schiffe gewählt hat, angenehm. Sie sind weder zu groß, noch zu klein und machen Spaß zu bauen. Bei Star Trek, wovon Bluebrixx ebenfalls die Lizenz hat, gibt es drei unterschiedliche Maßstäbe (vielleicht sogar 4?) und jede hat natürlich ihren Reiz. Dennoch finde ich den Fokus auf eine Größe ansprechend und es fließt umso mehr Liebe zum Detail hinein – hat man zumindest das Gefühl.

Schiffe sind natürlich immer etwas Besonderes zu bauen, in dem Sinne, dass die meisten gespiegelt sind. Das bedeutet, man baut natürlich viel doppelt. Beim Alkesh ist mir das leicht negativ aufgefallen. Ich hatte das Gefühl, dass bei der Beliskner die Symmetrie geschickter in den Bau integriert wurde, sodass sich nicht sehr viel gedoppelt hat – außer am Ende bei der Verkleidung.

Dennoch ist der Bau des Alkesh interessant und die Techniken, die die Entwickler*innen bei Bluebrixx verwenden, um die Formen hinzubekommen, überraschen immer wieder. Ich bin gespannt, wann und was als Nächstes erscheint, aber erst einmal erfreue ich mich an den drei Sets, die ich habe.

New Game Plus

Nachdem ich mit einem Spiel durch bin, ist es eigentlich für mich abgeschlossen. Ist der letzte Boss besiegt, die letzte Quest erfüllt, stellt sich ein Gefühl des Abschlusses ein und ich kann mich entspannt zurücklehnen. Immerhin gibt es noch so viel mehr Spielwelten zu entdecken und Bosse zu bezwingen. Doch die Gaming-Branche hat sich da ein nettes Werkzeug einfallen lassen: New Game Plus. Damit ist es schon spannender, sich einem bereits erledigten Spiel erneut zu widmen.

Besonders bei Spider-Man 2 habe ich sehnsüchtig auf dieses Feature gewartet und spiele nun gelegentlich erneut dieses Meisterwerk durch. Aber ich lasse mir aber deutlich mehr Zeit und genieße es noch mehr als beim ersten Mal. Genauso ist es bei Final Fantasy XVI; hier gab es den Final Fantasy Mode zwar schon von Anfang an, aber ich habe auf die Veröffentlichung der beiden DLCs gewartet, bis ich mich erneut dem Spiel widme. Inzwischen habe ich also schon zwei Spiele, die ich gerne nochmal in einer New-Game-Plus-Fassung erleben möchte.

Doch dann kam Elden Ring. Ich hatte das Elden Biest besiegt und bin leider doch nicht Elden Lord geworden, weil ich mich für das Ranni-Ende entschieden habe, aber der Abspann lief und der erste Durchlauf war beendet. Doch damit ist meine Leidenschaft für dieses Spiel noch lange nicht vorbei. Gerade habe ich mit einem frischen Charakter wieder von vorne angefangen. Als Bettler, der nichts hat außer einer Keule, arbeite ich mich gerade zum zweiten Mal durch diese fantastische Welt. Ich möchte mir alles erkämpfen, die Rüstungen und Waffen verwenden, die ich finde und quasi wirklich von null auf mir alles verdienen. Das New Game Plus vom ersten Durchlauf werde ich als Magier angehen und bin gespannt, was diese Charakter-Klasse so alles zu bieten hat.

Außerdem schaue ich noch die Let’s Plays von Jokerface an. Speziell diejenigen Runs von ihm, wo er das Spiel mit Hilfe von Mods verändert. Beispielsweise bedient er sich in einem Run des Item-, Boss- und Gegner-Randomizers, was schon vieles anders macht. Es gibt außerdem die Convergence-Mod, die quasi ein komplett neues Spiel aus Elden Ring macht. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich die Leidenschaft von Spieler*innen zeigt und was sie in der Lage sind, aus Spielen zu machen.

Das ist einer der Gründe, warum ich sehr stark am Überlegen bin, mir einen Gaming-PC zuzulegen. Denn Mods für Spiele gibt es leider nur für den PC. Ich, als leidenschaftlicher Konsolenspieler, bin also von einer kompletten Seite an Spielerfahrungen ausgeschlossen. Besonders für Elden Ring würde ich mir gerne die ein oder andere Mod mal selbst zu Gemüte führen wollen. Ob sich dafür allerdings die Anschaffung eines teuren Gaming-PCs lohnt, muss ich erst noch entscheiden. Vielleicht ist es auch nur mein FOMO, was sich hier überdeutlich zeigt, aber solch eine Entscheidung fällt man ja sowieso nicht über Nacht.

Meine Strategie hierfür ist es, erst einmal eine Kategorie für einen Gaming-PC in YNAB anzulegen und ein bisschen was anzusammeln über die nächsten Monate. Dann kann man in Ruhe darüber nachdenken, ob ich es immer noch will oder ob sich die Prioritäten geändert haben und es eben doch nur ein Impuls war. Das mag ich an der YNAB-App so gerne, sie nimmt mir zwar nicht die Entscheidungen ab, macht es aber leichter, mit ihnen umzugehen.

Jedenfalls erfreue ich mich gerade sehr an den drei genannten Spielen, auch wenn Elden Ring klar dominiert. Es gibt einfach zu viele Spiele und zu wenig Zeit, aber wie so oft muss man sich auch hier für etwas entscheiden. Ob man nun Spider-Man 2, Final Fantasy XVI oder Elden Ring spielt, ist schließlich nicht so entscheidend, wichtig ist nur, dass es Freude bereitet sich in diese Welten zu begeben und sich durchzukämpfen.

Geek-Planet: The Beauty #1

Es gibt Geschichten, die einem im Kopf bleiben, egal, wie viele Jahre vergehen mögen. The Beauty ist für mich so eine Geschichte. Für den heutigen wöchentlichen Rückblick auf meine vergangenen Blogger-Jahre habe ich mir die Rezension zu The Beauty #1 herausgesucht. Der Text erschien am 23.09.2015 auf meinem damaligen Blog geek-planet.

Für die Wiederveröffentlichung dieser Texte nehme ich meistens nur kleinere Korrekturen vor. Seien es Formulierungen, die etwas krude waren, Rechtschreibfehler oder andere Kleinigkeiten, die ich verbessern kann. Bis jetzt ist der folgende Text derjenige mit den meisten Anpassungen, Streichungen und Umformulierungen. Wenn man über Jahre hinweg schreibt und sich dann mit diesen Texten erneut auseinandersetzt, kann es ganz witzig oder überraschend sein, die damaligen Ansichten zu lesen. Entweder sie passen noch, oder man hat sich, hoffentlich, doch weiterentwickelt. Meinungen und Einstellungen ändern sich, Erfahrungen prägen, die Welt dreht sich weiter.

Neun Jahre sind eine lange Zeit und mit den damaligen Aussagen konnte ich mich so gar nicht mehr identifizieren. Sie waren mir nicht fremd, aber mussten auch nicht mehr so stehen bleiben. Jedenfalls kann ich The Beauty noch immer empfehlen. Mittlerweile ist die Comic-Reihe schon seit Jahren vollendet und hat einen speziellen Platz in meinem Herzen. Es ist eine wunderbare Geschichte in einem einzigartigen Stil – ein vielfach unterschätzter Comic, wie ich finde. Man kann die Fragen, die die Geschichte aufwirft, natürlich philosophisch sehen und darüber nachdenken, oder man genießt eine ausgesprochen tiefgründige Geschichte für das, was sie ist: eine gute Geschichte. Die Interpretation bleibt wie immer bei den Leser*innen.


Vor zwei Monaten ist eine neue Image-Reihe gestartet, die ich diese Woche erst entdeckt habe. The Beauty bedient sich einer Prämisse, die so genial wie einfach ist und sobald man erst einmal anfängt, darüber nachzudenken, lässt einen das Thema nicht mehr los und es schwebt ununterbrochen eine Frage im Kopf herum: Was würde ich tun?

  • Story: Jeremy Haun, Jason A. Hurley
  • Art: Jeremy Haun
  • Color: John Rauch
  • Lettering & Design: Fonografiks

“I never wanted this. I’m not one of those assholes who went out and got it on purpose. … It’s a fucking disease!” – Vaughn

Sexuell übertragbare Krankheiten gehören als Thema genauso in unsere Gesellschaft wie Smartphones. Sie sind zum Glück nicht so weitverbreitet, doch sie schweben wie ein Damoklesschwert über uns. Auch wenn manche mittlerweile kein größeres Problem mehr darstellen, handelt es sich doch um Krankheiten, die unseren Körper befallen und schädigen. AIDS gehört dabei sicherlich zu den schlimmsten, die man bekommen kann, nicht nur durch eine gewisse Stigmatisierung der Krankheit und der Betroffenen. Etwas Kleines und unscheinbares, wie ein Kondom, kann davor schützen und auch wenn das Thema leider wieder in den Hintergrund rückt, da es sich vermutlich nicht gerade Auflagenweise verkaufen lässt, ist es doch aktueller denn je.

Doch was, wenn einem die Krankheit nicht unbedingt schädigt? Was, wenn die Krankheit eine geradezu positive Auswirkung hat? Körperfett wird in Massen vom Organismus verbrannt, Haare wachsen nach, Haut regeneriert sich, die Gesichtszüge werden ausgeprägter und all das nur durch etwas Sex ohne Kondom. Einzige Nebenwirkung des Ganzen ist ein konstantes leichtes Fieber. Nichts, womit man nicht leben könnte, oder?

Bevor ich mir auf ComiXology die erste Ausgabe gekauft habe, las ich mir die Beschreibung zu The Beauty durch. Dort wird erwähnt, dass die Welt von The Beauty seit ungefähr zwei Jahren von einer Krankheit heimgesucht wird, die sich manche Menschen schon immer gewünscht haben. Eine Krankheit, die einen endlich schön macht. Wie Eingangs erwähnt ist es eine durchaus interessente Frage und man kann nicht umhin, sich selbst zu fragen, was man selbst anstelle der Menschen in dieser Welt tun würde. Das Risiko eingehen oder es sein lassen? Ich habe darauf noch keine abschließende Antwort gefunden und weiß auch nicht, ob es überhaupt eine gibt. Zumindest würde ich nicht wie bei einem neuen iPhone sofort den Kaufen-Button drücken. Davon abgesehen wären natürlich Untersuchungen und eventuelle Langzeitschäden interessant, doch die Frage bleibt unbeantwortet.

Wie alles, was wir erschaffen, uns ausdenken und worüber wir schreiben, löst auch diese Krankheit Befürworter und Gegner auf den Plan. Natürlich kann man darüber diskutieren, die Risiken abschätzen und so weiter, doch schlussendlich muss doch jeder selbst entscheiden, was es ihm oder ihr Wert ist, schön zu sein (mal ganz davon abgesehen, dass jeder den Begriff „Schönheit“ anders definiert). Den Weg über einen Virus zu gehen, ist natürlich einfach und unkompliziert. Ich muss es mir nicht mit anstrengenden Läufen, Radtouren, Krafttraining und so weiter selbst verdienen. Monatelang dafür schuften und diszipliniert sein.

Aber und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, es ist ein herrliches Gefühl, ein anstrengendes Training absolviert zu haben. Etwas aus eigenem Antrieb zu schaffen, sich etwas zu erarbeiten. Denn es kommt natürlich nicht nur auf die äußere Erscheinung an, sondern wie man selbst damit zurechtkommt. Man kann durch die Krankheit The Beauty es sich einfach machen, über Nacht zu einer „Schönheit“ werden, aber ob man sich selbst dann auch so akzeptieren kann oder immer noch Fehler und Makel findet, wird durch ein Virus mit Sicherheit nicht gelöst.

Die Psyche wird durch einen Virus nicht geändert. Das ist immer noch Arbeit und anstrengend. Der Charakter bleibt der gleiche wie vorher. Es gibt keine Weiterentwicklung, keinen Erkenntnisgewinn. Ein Virus nimmt vielleicht die Entscheidung ab, wie man äußerlich auf andere wirken möchte, aber welches Bild projiziert man damit wirklich? Es ist die Abkürzung, ohne jeden Lerneffekt. Wenn ich nun darüber nachdenke und diese Gedanken aufschreibe, ich würde es vermutlich nicht tun. Auch wenn es vielleicht Zeiten geben mag, wo es verführerisch erscheint. Doch einmal geöffnet, lässt sich die Büchse der Pandora nicht mehr schließen.

The Beauty löst in mir etwas aus, dass ich von einem Comic, Buch oder Film nur selten kenne. Dieses Thema berührt mich auf einer tieferen Ebene. Jeremy Haun und Co. haben einen wunderbaren Comic erschaffen, der es wert ist, gelesen zu werden.

Die Unterhaltungen wirken intim, die Charaktere dreidimensional und echt. Der Stil gefällt ebenfalls ausgezeichnet. Die feinen, detaillierten Zeichnungen, die eine tolle Mimik der Figuren aufweisen, sind mit dunklen Farben ergänzt, wodurch diejenigen, die The Beauty haben noch deutlicher hervorstechen lässt.

Ich bin gefesselt und werde den Comic ab jetzt monatlich weiter verfolgen, sofern die Qualität auf diesem Niveau bleibt.

Die kleinen Erfolge feiern

Eigentlich hatte ich heute (ich schreibe diese Zeilen am Dienstagabend) nicht mehr vor, einen Text zu verfassen. Den ganzen Tag über hatte ich stets leichte Kopfschmerzen, vielleicht Migräne, und war eigentlich froh, nichts weiter geplant zu haben und einen entspannten Abend auf der Couch mit Elden Ring und einem Video von Jokerface zu verbringen. Doch man weiß ja nie, wann die Inspiration zuschlägt, und wenn sie es tut, sollte man diese auf jeden Fall nutzen.

Inspiriert wurde ich von einem YouTube-Video von YNAB – you need a budget. Hierbei handelt es sich um eine fantastische Finanz-Software, von der ich bereits einmal berichtet habe (Impulskontrolle mit YNAB). Diese App verhilft mir jeden Tag zu einer geistigen Ruhe und einem Gefühl der Kontrolle, was meine finanzielle Situation angeht; ich kann es kaum in Worte fassen. Mit knapp über 100 € Abo-Kosten im Jahr ist YNAB zwar die mit Abstand teuerste App, die ich regelmäßig in Verwendung habe, doch das unten verlinkte Video hat mir mal wieder gezeigt, warum ich dieses Geld gerne ausgebe.

Es geht nämlich nicht nur darum, dass ich mit YNAB in der Lage bin, jedem Euro einen Job zu geben. Oder meine Ausgaben immer im Blick habe und welche Kosten in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf mich zukommen – es geht darum, dass dieses Unternehmen es schafft, um das trockene Konzept »Budget« einen kompletten Lebensstil, eine komplette Lebenseinstellung aufzubauen. Diesen positiven Vibe – ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein – diese Idee eines Lebensstils, den man um die Idee dahinter aufbauen kann, ist aber immer wieder hart erarbeitet. Denn wenn man etwas täglich nutzt, wird es zur Routine.

Routinen haben ihre Vorteile, aber können zur Folge haben, dass wir eventuell eine Selbstverständlichkeit gewissen Dingen gegenüber entwickeln, worum es sich auch immer handeln möge. Deshalb bin ich sehr froh, dass YNAB einen fantastischen YouTube-Kanal pflegt. Immer wieder bin ich erstaunt über die Inhalte der Videos, die vor allem Hannah und Ben – meine beiden absoluten Favoriten von dem Kanal – parat haben. Besonders erstaunt mich immer wieder, dass sie bereit sind, Privates mit den Zuschauern zu teilen. So wie es Ben eben in dem aktuellen Beispiel tut und eine durchaus inspirierende Geschichte erzählt.

Und genau deshalb gebe ich das Geld für die App gerne aus. Es ist nicht nur die Nützlichkeit, die sich jeden Tag aufs Neue zeigt, oder das Gefühl der Kontrolle. Nein, es sind die Menschen dahinter, die es zu einem sympathischen Unternehmen machen. Es steckt kein großer Name eines Megakonzerns dahinter, sondern die Mitarbeiter*innen schaffen es, dass YNAB familiär und nahbar wirkt. Weil sie es zu einem gewissen Grad auch sind.

Ben berichtet in dem Video unter anderem davon, wie er ein neues Selbstbewusstsein in sich entdeckt hat, von dem er nicht wusste, dass er es hat. Daraus leitet er dann geschickt ab, dass es wichtig ist, die kleinen Erfolge zu feiern. Es müssen nicht immer die großen Sprünge sein, die weltbewegenden Ereignisse, die wir hervorheben – manchmal sind die »kleinen« Erfolge die Besten. Jeden Tag lässt sich einer finden, wenn man nur gewillt ist hinzuschauen. Jedes Ziel ist es wert verfolgt zu werden, wenn es einem wichtig genug erscheint, auch wenn es vielleicht nicht nachvollziehbar ist für andere. Vor allem sollte es nicht davon abhalten, zu feiern, wenn man dieses Ziel erreicht hat.

Eines meiner Ziele ist es, einen täglichen Blog zu betreiben – jeden Tag einen kleineren oder größeren Text zu verfassen. Ich bin mir selbst noch nicht zu 100 % sicher, warum oder wofür, aber die kreative Herausforderung tut mir gut und ich will es mir selbst beweisen, es zu können. Manche mögen das vielleicht nicht nachvollziehen können, aber mir ist es wichtig. Und dank eines kleinen Videos, eines kleinen Unternehmens, bin ich inspiriert worden, mich am Ende eines anstrengenden Tages doch noch hinzusetzen und noch ein paar Worte niederzuschreiben.

Frauen dürfen nun Space Marines sein

Games Workshop hat vor Kurzem den neuen Codex für die Custodes-Fraktion von Warhammer 40k herausgebracht. Die Custodes sind eine spezielle Brut an Space Marines, die dafür ausgebildet und genetisch modifiziert werden, um den Imperator selbst zu beschützen. Sollten alle anderen Fraktionen fallen, sind sie die letzte Bastion, die letzte Linie, die Terra verteidigen kann. Der Prozess ist, soweit ich das mit meinem gefährlichen Halbwissen sagen kann, nicht gerade angenehm; es werden Kinder von Welten gleichermaßen geopfert, um die Ausbildung, wenn man es so nennen kann, zu Custodes anzutreten.

Seit dem neuen Codex dürfen nun auch Frauen Custodes sein. Und warum auch nicht? Wenn man diversen Interviews von Autor*innen glauben darf, dann wollten diese bereits seit Längerem weibliche Figuren einführen, aber ein Gebot aus der obersten Etage verbot dies. Inzwischen hat scheinbar diese Etage eine Veränderung durchgemacht und es darf Frauen unter den Custodes geben.

Vergangenes Jahr hat der YouTuber Arbitor Ian, den ich sehr schätze, bereits ein Video zu einem ähnlichen Thema gemacht. Es ging darum, wie eigentlich weibliche Space Marines aussehen würden. Der ernüchternde und durchaus logische Schluss war, dass sie gar nicht so anders aussehen würden wie die aktuellen Figuren. Nur wenn sie keinen Helm auf hätten, würde man erkennen, um wen es sich unter dem Anzug handelt. So wie man Soldat*innen, die wir heute sehen und die in voller Montur daher kommen, auf den ersten Blick genauso wenig unterscheiden kann.

Ich finde es sehr zynisch von so manchen, selbst ernannten Gatekeepern des Hobbys, dass sie es Frauen absprechen wollen, ebenfalls in einem 40.000 Jahre in der Zukunft spielenden, dystopischen Science-Fiction-Universum repräsentiert zu sein. Das Hobby ist die Nische in einer Nische und viele haben es selbst wahrscheinlich aus dem Grund angefangen, sich ausgegrenzt zu fühlen, einen Zufluchtsort zu benötigen, Gleichgesinnte zu finden oder was auch immer der Grund sein möge. Wie so viele Hobbys ist auch Warhammer für alle Menschen und sollte dementsprechend auch so viele Aspekte des menschlichen Daseins repräsentieren.

Das hat auch nichts mit Wokeness oder ähnlichem zu tun. Denn in dem Universum geht es um ein geeintes, menschliches Imperium. Zumindest war das einmal das Ziel des Imperators. Es ist auch oder sollte im Idealfall auch ein Universum und ein Hobby sein, das sich selbst nicht zu ernst nimmt, selbstironisch agiert und vollkommen over-the-top übertrieben agiert. Games Workshop handelt nur endlich zeitgemäß, so wie sie es vielleicht schon von Anfang an hätten machen sollen. Wer das nicht versteht, hat auch den Ursprung von Warhammer und besonders dem 40k-Universum nicht verstanden.

Sekiro und Jokerface

Bei meinem ersten Elden Ring Durchlauf habe ich mich sehr stark an dem Einsteigerguide des deutschen YouTubers Jokerface orientiert. Allen, die sich Elden Ring das erste Mal nähern, kann ich diesen Guide nur ans Herz legen. Er erklärt darin die Grundlagen des Spiels, Strategien, die man anwenden kann und zeigt, wie man in unübersichtlichen oder verwirrend-verwinkelten Gebieten am einfachsten durchkommt. Manchen mag das den Entdeckergeist etwas wegnehmen, aber für mich war es eine unfassbar gute Hilfestellung. Elden Ring ist schon schwer genug, da will ich mich nicht auch noch dauernd verlaufen. Außerdem habe ich diesen Abenteurergeist spätestens beim DLC wieder, wenn es noch keine Guides und dergleichen gibt.

Und die Welt von Elden Ring ist so vielfältig und abwechslungsreich, da gibt es noch genug selbst zu entdecken. Es wollen noch viele Ausrüstungsgegenstände ausprobiert, Spielmechaniken erkundet und eventuell auch Challenge-Runs gemeistert werden. Da tut es dem Spiel keinen Abbruch, wenn man sich mit einem unterhaltsamen Guide, dieser faszinierenden Welt nähert.

Ich habe also am iPad mini Jokerface laufen und mich parallel dazu in meinem Spiel bewegt, zwischendurch Pause gedrückt, zurückgespult und dergleichen. Seine Kommentare waren hilfreich, haben teilweise die Hintergründe erklärt und auch Parallelen zu anderen FromSoftware-Spielen herausgestellt. Aber woran es mich auch erinnert hat, sind die gemeinsamen Spielstunden mit Freuden aus Kindheitstagen. Da ist man gemeinsam auf der Couch gesessen und hat am Nintendo64 Mario gespielt. Oder auch andere Spiele, die sich gut gemeinsam spielen ließen, wie Street Fighter oder Tekken auf der PS One.

Das geht heute natürlich auch noch, aber die letztgenannten Spiele habe ich mittlerweile nicht mehr so gerne. An der Uni hatte ich das noch mit Freund M. bei den Star Wars: Battlefront Spielen. Diese konnte man auch noch hervorragend zu zweit spielen und bei der Kampagne haben wir uns abgewechselt. Letztens hat mich dann Freund C. beim Dead Space Remake etwas begleitet. Es hat etwas, ein Spiel gemeinsam zu erkunden.

Zufälligerweise gibt es von Jokerface auch einen Einsteigerguide zu Sekiro, einem weiteren FromSoftware-Titel, den ich mir antun möchte. Und das Spiel war im XBox-Store auch noch um 50 % reduziert zu haben, da musste ich natürlich zuschlagen. Ich freue mich schon, auch diesen Titel mit Jokerface zu erkunden und mir die Spielmechaniken anzueignen. Es werden sicherlich die ein oder anderen frustrierenden Momente dabei sein, auch weil es keine Mimic Tear, wie in Elden Ring gibt, die einen unterstützt, aber das japanische Setting hat mich schon bei Ghost of Tsushima begeistert; Ähnliches erwarte ich mir hier.

Couch-Coop-Funktionen sind mittlerweile in Spielen eher selten geworden, vielleicht auch weil sich die Spielweise der Gamer*innen geändert hat. Außerdem kann man sich selbst verständlich online zusammenfinden, gegeneinander antreten und so weiter. Aber es hat eben einen besonderen Reiz, ein Spiel und dessen Welt gemeinsam in einem Raum zu entdecken.

Das ist auch ein Grund, warum ich Horrorspiele nicht alleine spielen kann, sondern mindestens die Let’s Plays von TheRadBrad benötige, um sie mit jemandem gemeinsam durchstehen zu können. Erst letztens habe ich mir sein Video zu Silent Breath angesehen – einem Horrorspiel, das ein neues Level erreicht zu haben scheint. Selbst hätte ich das nie gespielt. Das Let’s Play war schon Herausforderung genug.

Yoga im Überfluss

Über die Jahre habe ich viele Fitness- und Training-Apps ausprobiert. Irgendwie mag ich nicht gerne ins Fitnessstudio gehen, sondern trainiere lieber zu Hause. Außerdem habe ich gerne Abwechslung und manchmal laufe ich mehr oder bin eher draußen unterwegs, als dass ich noch viel drinnen trainieren will. Aber eine gewisse Konstanz muss eben doch sein. Seit über zwei Jahren hänge ich nun bei Apple Fitness Plus fest. Es sind sympathische Trainer, man kann sich das Training so leicht oder schwer machen, wie man möchte, und es gibt verschiedenste Kurse im Angebot.

Das Einzige, was vielleicht etwas zu kurz kommt, je nachdem wie man es sieht, ist Yoga. Pro Workout-Kategorie gibt es pro Woche drei bis vier Trainings. Grundsätzlich ist das recht viel, aber ich mache Yoga gerne nach dem Krafttraining oder einfach so zwischendurch. Da sind vier Einheiten doch etwas wenig. Darum habe ich einen YouTube-Kanal wiederentdeckt, mit dem ich eigentlich vor vielen Monden einmal angefangen habe, Yoga zu machen: Yoga with Adriene.

Ich weiß gar nicht, wie lang es her ist, dass ich mit Adriene angefangen habe, Yoga zu machen, aber es sind sicher schon viele Jahre. Auf der Suche nach einer guten Einführung in das Thema, ohne die ganze esoterische Thematik darum herum, bin ich schließlich auf Yoga with Adriene gestoßen. Mein Fokus waren die Übungen und zu lernen, wie Yoga funktioniert; da braucht es, besonders wenn man es zu Hause macht, eine gute Anleitung und jemanden, der geschickt durch die Übungen führen kann.

Adriene führt sympathisch durch die Übungen und bietet unterschiedlichste Arten von Yoga an. Mittlerweile ist ihre Video-Schlagzahl etwas zurückgegangen, aber es ist dennoch eine gute Ergänzung zu meinem sonstigen Sportprogramm. Außerdem kann man immer die vergangenen Videos konsultieren, es gibt ja genügend. Besonders ihre alljährlichen Herausforderungen im Januar haben mir früher recht gut gefallen. Die, die ich verpasst habe, werde ich deshalb über die nächsten Wochen nachholen.

Veränderungen sind ja grundsätzlich schlecht

Gewohnheiten sind schon etwas Tolles, aber manchmal können sie im Weg stehen. Das ist es, was man gelegentlich mit dem »die Komfortzone verlassen« meint. Nicht das einfache hinausgehen, aus den eigenen vier Wänden und in die Natur oder so etwas in der Art, sondern sich etwas trauen. Neue Erlebnisse zu machen, etwas Unangenehmes vielleicht für kurze Zeit auszuhalten, damit man am Ende besser, gestärkt und mit mehr Erfahrung dastehen kann.

Diese Einleitung kommt mir nur gerade in den Sinn, weil ich beim Spaziergang die aktuelle Folge der Wrintheit mit Alexadra Tobor und Holger Klein gehört habe. Darin unterhielten sich die beiden unter anderem über den Text »This is water« von David Foster Wallace, an den ich schon lange nicht mehr gedacht habe, muss ich gestehen. Bereits vor so einigen Jahren bin ich diesem Text oder genauer gesagt dem Vortrag das erste Mal begegnet. Es war eine Offenbarung. Ich habe den Text regelmäßig gelesen bzw. gehört, da er mit einer einfachen Brillanz besticht, die mich immer wieder erstaunt.

Ich habe sicher schon des Öfteren darüber geschrieben, aber es lohnt sich, diesem Text immer wieder Beachtung zu schenken. Es geht um die eigene Wahrnehmung, wie man selbst stets im Zentrum des eigenen Geschehens steht. Und vor allem darum, wie wichtig es ist, die Fähigkeit zu haben und zu trainieren, sich in andere Positionen, in andere Sichtweisen, hinein versetzen zu können. Ich selbst muss mir den Text unbedingt mal wieder zu Gemüte führen.

»This is water« kann man quasi als Mantra verwenden, um so viele verschiedene Ideen und Philosophien knackig zusammenzufassen. In den Vortrag passen Demut, Dankbarkeit, Verständnis, Geduld und viele weitere Tugenden, wie man sie vielleicht auch nennen könnte, hinein. Deshalb erstaunt es mich auch wiederholt, wie einleuchtend und einfach David Foster Wallace es gelang, das alles in einen kompakten, kurzweiligen Vortrag zu stecken. Leider habe ich sonst noch nichts von ihm gelesen, aber »This is water« sollte man sich nicht entgehen lassen.

Was hat das alles mit Veränderungen zu tun? Gute Frage, denn eigentlich wollte ich nicht über die großen Fragen des Lebens nachdenken oder dazu einen Anstoß geben, sondern nur darüber berichten, dass ich mich seit kurzen immer wieder dabei erwische, die Let’s Plays von dem YouTuber Jokerface anzuschauen. Ich wurde auf ihn aufmerksam, durch seinen Elden Ring Einsteigerguide. Er hat mir geholfen, dieses fantastische Spiel durchzustehen. Nur von seinen anderen „normalen“ Let’s Plays war ich eigentlich kein Fan. Denn bei diesen sieht man auch immer eine Kamera auf ihn gerichtet, zwar in einem kleinen Fenster in einer Ecke, aber so bekommt man nicht nur Audioreaktionen von ihm mit, sondern sieht ihn auch beim Spielen. Mag trivial klingen, aber mich störte dies.

TheRadBrad war und ist für mich das Level, welches andere zu erreichen haben, da es fantastisch ist, wie er an die Sache herangeht. Das Spiel steht im Fokus und seine Kommentare bricht er immer sofort ab, wenn eine Cut-Scene oder Dialog stattfindet – das Spiel und dessen Geschichte stehen im Fokus. Aber dass es eben auch anders geht, hat mir Jokerface gezeigt, aber daran musste ich mich erst gewöhnen oder eben meine Erwartungshaltung umstellen. Vor allem seine YouTube-Videos der Twitch-Livestreams, die er wöchentlich macht, haben es mir angetan, weil der Chat noch einmal eine nette Dynamik in das Ganze bringt.

Deshalb sind Veränderungen immer schlecht. Sie durchbrechen das Gewohnte und fordern uns heraus. Das kann im kleinen sein, wie einen neuen Let’s Player auf YouTube zu entdecken oder die großen philosophischen Fragen des Lebens sein, indem man anderen Menschen eine Chance gibt, einen zu überraschen. Aber egal, um was es sich handelt, man selbst muss als Erstes bereit sein, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Stargate aus Klemmbausteinen

BlueBrixx hatte vergangenes Jahr angekündigt, dass sie die Stargate-Lizenz erworben haben und 2024 mit den ersten Sets zu rechnen ist. Die ersten dieser Sets sind nun über die ersten Monate des Jahres hinweg erschienen und da musste ich natürlich zuschlagen. Bisher sind nur Raumschiffe und Brick-Buddies (also die Brick-built-Figuren) erschienen, aber der Gate-Raum im Cheyenne Mountain wurde bereits in einem Video als Prototyp vorgestellt. Auf diesen freue ich mich besonders, da er viel Potenzial hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gate-Raum mit der Zeit weiter ausgebaut wird und die daran anschließenden Räume hinzukommen. Quasi eine modulare, erweiterbare Basis, im Sinne von Burg Blaustein.

Natürlich habe ich mir O’Neill besorgen müssen, wenn er schon zu den ersten Brick-Buddies gehört, die angeboten werden. Außerdem noch das Asgard-Schiff Beliskner und das Goa’Uld Alkesh. Von O’Neill war ich nach dem Bau durchaus angetan. Ich konnte mir von den Bildern nicht so richtig vorstellen, wie die Brick-Buddies in echt wirken, aber das Endergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Es erinnert etwas an die Funkopop-Figuren. Er passt super dazu und leistet mir im Büro Gesellschaft. Ich hoffe, der Rest von SG-1 gesellt sich auch mal dazu.

Die Beliskner hat es mir von den Raumschiffen besonders angetan, weil es komplett aus diesen dunklen Metallic-Teilen besteht, was dem Schiff dieses besondere Etwas verleiht. Zu bauen war es ausgesprochen gut; die Techniken, um die Form zu erreichen, sind stabil umgesetzt. Das Bauerlebnis an sich ist hervorragend, da sich auch im gesamten inneren fast ausschließlich diese dunklen Metallic-Teile befinden. Beim YouTube-Kanal Held der Steine habe ich mir das Bauvideo zur F-302 angesehen, das ebenso einen wahnsinnig detaillierten, ausgearbeiteten Eindruck macht. Wenn die ersten Sets bereits in so hoher Qualität sind, bin ich gespannt, wie die nächsten aussehen werden und was sie sich noch alles einfallen lassen.

Das Gute an BlueBrixx ist, dass man sich keine Sorgen machen müsste, dass Sets spontan eingestellt, abgekündigt oder Ähnliches werden. Sie sind über lange Zeit verfügbar und man muss sich nicht stressen, gleich bei den ersten Bestellungen dabei zu sein. So kann man sich in Ruhe die Sets ansehen, die erscheinen, abwarten, was noch angekündigt wird und dann entscheiden, welche Sets einem am besten passen – und natürlich wofür man Platz hat.

Geduld ist und bleibt eine Tugend. Das wird mir vor allem immer dann bewusst, wenn man sich bestimmte Kommentare unter den BlueBrixx-Videos ansieht. Manche Menschen haben wohl den Eindruck, als wären Firmen, in diesem Fall eben BlueBrixx, nur da, um speziell ihnen Sets anzubieten. Sie gehen davon aus, dass sie es ihnen schuldig sind, »endlich« mal Videos zu dem angekündigten Set zu machen oder konkrete Aussagen zu machen, wann was erscheinen wird. Wer sich aber wirklich mit dem Thema beschäftigt und den Leuten in den Videos auch zuhört, wird feststellen, dass es nicht immer so einfach ist.

Sie werden die Videos machen, wenn sie so weit sind, die entsprechenden Sets vorzustellen. Außerdem macht BlueBrixx, das ist speziell in der Vorlaufzeit zum Set Planetarium des Astronomen aufgefallen, vermehrt Shorts, um die Kund*innen auf dem Laufenden zu halten. Mich erstaunt es immer wieder, wenn Menschen in diese Forderungshaltung verfallen, als würde speziell ihnen etwas zustehen, aber Firmen haben sich gegen sie verschworen und wollen ihnen böses. Eine traurige Sicht auf die Welt, wie ich finde.

Ich freue mich lieber auf die Sets, die bereits angekündigt sind, harre gespannt der Dinge, die noch folgen. Vorfreude ist etwas Wunderbares und in der Zwischenzeit gibt es sicherlich noch genügend andere Sets, die man bauen oder aber andere Hobbys, mit denen man sich beschäftigen kann.