Frühlingsimpressionen

Eigentlich ist es für diese Jahreszeit viel zu warm. Über 20 Grad sind für Anfang April etwas zu früh. Aber ich will mich ja der guten Dinge erfreuen, optimistisch sein, und als ich am Wochenende etwas durch den Garten spazierte, musste ich Blumen fotografieren. Alles blühte herrlich vor sich hin, in den wunderbarsten Farben, da konnte ich diese Gelegenheit nicht an mir vorbeiziehen lassen.

Seien es Apfelbäume, die unterschiedlichsten Blumen oder einfach etwas, das im Gras vor sich hin wächst, es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken. Das finde ich so schön an unserem Garten zu Hause, es gibt unzählige Pflanzen, die zu den verschiedensten Zeitpunkten aufblühen. Es wird nicht langweilig.

Besondere Freude bereitet mir ein Rondell, welches ich vergangenen Frühling mit eineinhalb Packungen von Wildblumen bedeckt habe. Eigentlich soll diese Menge für mehrere Quadratmeter ausreichen, aber falls welche nicht funktionieren sollten, warum auch immer, wollte ich genug hineingeben. Das Ergebnis ist ein wahrer Urwald von verschiedensten Pflanzen und Blumen, die sich ihren Weg zur Sonne erkämpfen. Es wuchert und wächst, als gäbe es keinen Morgen. Es freut mich umso mehr, dass es quasi bereits zum zweiten Mal so herrlich wächst. Mal sehen, was sich dieses Jahr so alles blicken lässt.

Außerdem war ich in Freilassing unterwegs, nicht nur um ein Paket abzuholen, sondern um ein paar Erledigungen zu machen. In einem Blumenladen habe ich mir dann mehr oder weniger spontan einen Blumenstrauß mitgenommen. Für den Esstisch zu Hause. Einfach so, für mich. Es bringt nicht nur Farbe und einen herrlichen Duft mit sich; nein, es ist ein gutes Gefühl, sich mit einem simplen Blumenstrauß eine Freude zu bereiten.

Man kauft sich sowieso mehr als genug Zeug, das am Ende in der Wohnung oder im Haus herumsteht und als Staubfänger dient. Ich selbst bin da sicherlich nicht unschuldig, was das anbelangt. Da sind ein paar Blumen schon etwas Besonderes, das man sich zwischendurch gerne mal gönnen kann. Seien es welche von der Gärtnerei, vom Supermarkt oder sonst wo her. Der Frühling ist wunderbar und ich erfreue mich der Dinge, die es noch zu entdecken gibt.

Bücher des Wissens

Dass ich aktuell mit Elden Ring beschäftigt bin und mich dieses Spiel begeistert, wie es schon lange kein Zweites mehr geschafft hat, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Mittlerweile habe ich sicher schon 4 Texte allein über Elden Ring, oder soulslike-Spiele im Allgemeinen, verfasst und es an diversen Stellen einfließen lassen. Nun hat diese Begeisterung neue Höhen erreicht, da ich mir die Bücher des Wissens bestellt habe, von denen der erste Band dieser Tage angekommen ist.

Es gibt Wiki-Webseiten online, wahrscheinlich abertausende von Artikeln und Abhandlungen zu spezifischen Themen und Orten des Spiels, sowie diverse YouTube-Kanäle, die sich mit Elden Ring auf die eine oder andere Weise beschäftigt haben. Ein gedrucktes Hardcover-Buch in Händen zu halten, das dazu noch qualitativ hochwertig produziert ist (zumindest nach der ersten Inspektion des Bandes zu urteilen), ist etwas gänzlich anderes. Es fühlt sich wertvoller an, permanenter und ich liebe solch spezielle Bücher. Es finden sich detaillierte Karten eines jeden Gebietes darin, genauso wie Beschreibungen zu sämtlichen Dialog- und Questoptionen. Die Geschichte wird kurz umrissen, ein Leitfaden und Tipps dagereicht, und eine Karte liegt natürlich auch bei. Es ist faszinierend und ich bin gespannt, was sich dann im zweiten Band alles wiederfinden wird.

Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem spezifischen Inhalt der Bücher nicht beschäftigt habe, bevor ich diese bestellte. Zwar habe ich mir diverse Reviews durchgelesen, um sicherzugehen, dass sie nicht nur qualitativ hochwertig sind, sondern der Inhalt ebenso überzeugen kann. Das erste Durchblättern hat diese Kommentare bestätigt. Die Geschichte von Elden Ring, die Mythologie, die Herkunft der Ausrüstungen und Waffen, die Architektur, Magie und einfach alles ist bis ins kleinste Detail ausgestaltet.

Zugegebenermaßen freue ich mich schon sehr auf das DLC. Leider habe ich die Vorbestellungen verpasst. Die Collectors Edition ist aktuell überall vergriffen, wie es aussieht. Ich hoffe doch sehr, dass FromSoftware genug davon produzieren und zur Verfügung stellen wird. Genauso wie bei Spider-Man 2 hat es etwas an sich, diese besonderen Editionen im Regal stehen zu haben. Vor allem, wenn man so viel mit einem Spiel, einem Charakter oder einer Welt verbindet. Seit zwei Jahren geht mir dieses Spiel schon nicht mehr aus dem Kopf, seit ich den Walkthrough von theradbrad auf YouTube verfolgt habe.

Aber erst einmal beschäftigt mich ohnehin das Spiel selbst noch, und jetzt auch die Bücher des Wissens.

Von Büchern und einem kleinen Pride-Lesemonat

Nachdem ich in den ersten Monaten des Jahres einige Sci-Fi-Bücher gelesen habe, wollte ich etwas mehr LGBTQ+-Lektüre einbauen. Es sind schließlich vier Bücher geworden. Eigentlich wären es mehr geworden, aber ab Mitte März hat mich Elden Ring in den Bann gezogen und bis jetzt nicht mehr los gelassen. Deshalb werden es im April wohl ebenfalls deutlich weniger Bücher werden. Ich hoffe, dass ich eventuell eines schaffe.

Die vier Bücher des vergangenen Monats sind:

Ich habe ausführliche Texte zu den Büchern geschrieben, da sie mich doch sehr beschäftigt haben. Vor allem die jeweils zweiten Teile. Oft ist es nicht so recht nachvollziehbar, warum sich Autor*innen für eine gewisse Herangehensweise entscheiden. The Alpha’s Son beispielsweise; hier hätte ich aus den beiden Büchern eines gemacht. Durch das Zusammenlegen der beiden Bücher, das Streichen mancher Passagen oder Fusionieren von anderen hätte es um einiges stringenter gewirkt. Es wiederholen sich manche Themen für meinen Geschmack etwas zu oft. Gleiches gilt für Husband Material, zumindest was das Aufgreifen bereits behandelter Thematiken betrifft.

Ich hatte trotzdem meine Freude an den vier Büchern, da jedes auch fantastische Passagen zu bieten hat. Eigentlich wären noch Monstersona und ein weiterer Teil der Puckboys-Reihe, die ich im vergangenen Jahr begonnen habe, auf der Liste gestanden. Aber ein bereits erwähntes Spiel hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lassen wir uns also überraschen, was der April so zu bieten hat.

Die feinen Unterschiede von Physiotherapien

Am Dienstag fing für mich mal wieder eine neue Physiotherapie an. Grund dafür ist, dass ich vor ein paar Wochen sehr starke Verspannungskopfschmerzen hatte. Das sollte sich besser nochmal jemand ansehen, der sich auskennt. Also habe ich eine Physiotherapeutin angerufen, die mir von zwei Personen aus der Familie ans Herz gelegt wurde und machte mir einen Termin aus. Da ich des Öfteren in Physiotherapie bin, wegen diverser Dinge, war es kein Problem, die Verschreibung bei der Hausärztin abzuholen.

Deshalb mag ich unser Gesundheitssystem. Man kann sich zwar über vieles beklagen, aber wenn man will, findet man durchaus schnell Hilfe – je nachdem, um was es sich handelt, natürlich. Manchmal muss man zwar explizit sagen, was man haben möchte, in meinem Fall etwa eine Physiotherapie; grundsätzlich hat man meistens eine Idee davon, was man braucht und die Ärztin wird schon sagen, wenn man völlig falsch liegen sollte. Man kann ja über alles reden.

Von Vorteil ist natürlich auch, dass wir in der Umgebung einige hervorragende Physiotherapeut*innen haben. Überraschend schnell findet man da einen entsprechenden Termin. Zu dem Physiotherapeuten, zu dem ich letztes Jahr des Öfteren gegangen bin, will ich dieses Jahr zwar ebenfalls wieder, aber für den Hals- und Kopfbereich wollte ich wechseln. Vergangenes Jahr ging es mehr darum, eine Fehlstellung der Wirbelsäule auszugleichen, die schon ausgezeichnete Fortschritte machte und der ich mit einfachen Übungen selbst ebenfalls entgegentreten kann, aber die Unterstützung einer professionellen Physiotherapie schadet nie.

Am Montag war also die erste Stunde der neuen Behandlungsreihe, und ich war durchaus angetan. Wieder einmal habe ich neue Dinge über mich erfahren, die ich noch nicht wusste oder mir in dieser Art noch nicht klar waren. Außerdem hat jede*r Physiotherapeut*in andere Herangehensweisen an die Problemstellungen. Deshalb lohnt es sich, immer wieder andere Meinungen einzuholen, nachzufragen und Dinge auszuprobieren.

Throwback Thursday: The Last of Us (remastered)

Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich mir die Playstation 4 damals mit The Last of Us im Bundle gekauft hatte. 8 Jahre sind also vergangen, bis ich mir das Bundle mit PS5 und Final Fantasy XVI 2023 zugelegt habe. Beide Male habe ich es nicht bereut, gleich diese fantastischen Spiele mit erworben zu haben. Allein schon für diese kleinen Erkenntnisse mag ich es, mich mit Texten und Artikeln auseinanderzusetzen, die ich vor Jahren geschrieben habe. Den Folgenden habe ich am 28.02.2015 auf meinem damaligen Blog geek-planet veröffentlicht.

Ich dachte mir, dass dieser Text hervorragend zu meiner aktuell wieder aufkeimenden Liebe für Videospiele passt. The Last of Us ist ein Meilenstein in der Geschichte für Videospiele und vor Kurzem habe ich von TheRadBrad das Walkthrough von The Last of Us – Part II angesehen. Genauer gesagt bin ich noch dabei. Da ist es natürlich umso interessanter, diesen Artikel noch einmal auszugraben.


Ich habe mich aus Gründen, die sich nun nicht mehr nachvollziehen lassen, davor gesträubt, The Last Of Us zu spielen. Zombies begegnen einem ja förmlich überall in TV-, Film- und Buchform, aber da ich mir eine PS4 zulegen wollte und das Bundle, welches im Angebot war, dieses Spiel enthielt, versuchte ich mich daran.

“I’ve struggled a long time with survivin’, but no matter what, you have to find something to fight for.” – Joel

Ich war doch sehr davon überrascht, wie außerordentlich mich dieses Spiel gepackt und gefesselt hat. Es ist schon länger her, dass ich überhaupt ein Spiel gespielt habe, da ist es umso erfreulicher, dass es mit diesem hier so gut funktioniert hat. Es ist atemberaubend, wie schnell mich The Last Of Us in seinen Bann zog und mich nicht mehr losgelassen hat, bis ich durch war – was keine ganze Woche gedauert hat. Beinahe sofort fühlte ich mich mit den Figuren verbunden: Joel, der einsame Mann, der nach dem Verlust seiner Tochter einen Grund zum Weitermachen sucht und ihn schließlich in Ellie findet.

Deren beiden Kampf ums nackte Überleben ist eine bewegende und mitreißende Geschichte und die Entwicklung der einzelnen Protagonisten muss sich vor Hollywood-Produktionen keinesfalls verstecken. Stattdessen sollten sich manche Filmschaffende lieber eine Scheibe von den Entwickler*innen abschneiden und sie als Beispiel verwenden. Hoffentlich fangen jetzt allerdings nicht alle an, das Spiel zu kopieren, was ja eine Gefahr ist. Aber dafür ist es zu gut, als dass sich diese Magie einfach so abermals einfangen lassen würde.

Die Entwickler*innen haben es tatsächlich geschafft, dass ich mir immer wieder Sorgen um Ellie machte – auch wenn sie eine der beiden Protagonisten ist. Jedes Mal, wenn sie nicht in Sichtweite war oder die beiden getrennt wurden, hatte ich ein seltsames Gefühl und wollte so schnell wie möglich wieder zu ihr. Ihre Sicherheit und ihr Überleben waren mir wichtig geworden, da ist es schließlich auch egal, wenn der Rest der Menschheit elendig verrecken muss – Hauptsache Ellie befindet sich in Sicherheit. Diese Verbundenheit bei einer Spieldauer von ca. 12 Stunden zu schaffen und das von Anfang an, ist bemerkenswert und hängt nicht nur mit den fantastischen Animationen zusammen.

Es sind die kleinen Dinge, die dieses Spiel so unglaublich gut machen. Die Leidenschaft von Ellie für Comics, die kleinen Unterhaltungen zwischen ihr und Joel, sowie die Mimik und Gestik machen sie zu real wirkenden Personen. Wenn man sich unter anderem hinter einer Kiste versteckt und Ellie vor einem kniet, legt Joel seine Hand schützend über sie – allein dies ist herzzerreißend. Wie es beispielsweise in einem herrlichen Honest-Game-Trailer angedeutet wird, muss man die ein oder andere Träne vergießen, wenn die beiden die Giraffen entdecken und ihnen nachjagen, um sie weiter beobachten zu können.

All dies sind Beispiele, das Spiel zu lieben, aber die beiden allein wären nichts, ohne die dystopische Atmosphäre. Hinter jeder Ecke könnten sich diese Zombie-ähnlichen Monster verstecken, überall Jäger lauern. The Last Of Us bietet grandiose Abwechslung zwischen Schleich- und Kampfszenen, was ich sehr begrüßenswert finde.

Als Nächstes steht für mich noch das Add-on Left Behind auf der To-do-Liste. Dort schlüpft man in die Rolle von Ellie, bevor sie Joel begegnet. Ich bin schon gespannt darauf und freue mich, neue Seiten an ihr zu entdecken. Außerdem ist noch der Plus-Modus offen, denn ein paar Trophäen möchte ich mir noch holen.

Die Magie von Soulslike-Spielen

Bevor ich Elden Ring angefangen habe, konnte ich mir nie wirklich vorstellen, ein Spieler des soulslike Genres zu sein. Darunter werden Spiele verstanden, die keinen Schwierigkeitsgrad haben, wo scheitern (also sterben) dazu gehört und man nur weiterkommt, indem man besser wird. Boss-Gegner sind zu lernen und zu verstehen, damit man im richtigen Moment ausweichen oder parieren kann. Zuschlagen nur in den dafür besten Zeitpunkten. Simples hau-drauf-Prinzip ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Schlussendlich sind die Spieler*innen also für ihr eigenes Glück verantwortlich. Man muss es nur geduldig immer wieder versuchen. Die Gegner besser kennenlernen; die eigenen Taktiken anpassen. Scheitern zu lernen, bringt es wohl auf den Punkt. Runen zu verlieren, steht ebenfalls an der Tagesordnung. Runen ist hier nur beispielhaft angeführt, weil es in Elden Ring die Geldeinheit ist, mit der man Level-ups kaufen kann oder Ausrüstung und Zauber.

Besonders geprägt hat das Genre der Hersteller From Software mit Spielen wie Dark Souls und Bloodborne, die auch namensgebend für das Genre sind. Spiele, die mich durchaus reizen, dabei bin ich noch nicht einmal mit meinem ersten Durchlauf von Elden Ring fertig. Aber es hat mich eben gepackt. Besiege ich Gegner zu schnell, weil ich die so genannte Mimic Tear verwende oder anderweitig Unterstützung hole, finde ich den Fortschritt an sich zwar toll, aber ich will es beim nächsten Mal ohne Hilfe versuchen. Deshalb freue ich mich tatsächlich auf ein paar weitere Durchläufe.

Es ist schon faszinierend, wie schnell sich manche Ansichten ändern können. In Elden Ring wird nichts vorgekaut. Man wird nur wenig an der Hand genommen. Es ist jeder Spielerin / jedem Spieler selbst überlassen, wie man sich durch die Welt bewegen will. Ist man eher als Krieger unterwegs, oder als Magier? Welche Waffen verwendet man? Wie rüstet man sie genau aus und wo investiert man die erworbenen Runen? Am Ende steht das Besiegen von Gegnern, an denen man zum Teil schon sehr lange sitzen kann – es ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Vor längerer Zeit habe ich einmal in einem Reddit-Forum gelesen, dass es für manche eine wirkliche psychische Hilfe war, solche Spiele zu schaffen. Es steigert das Selbstwertgefühl, man schafft etwas aus eigenem Antrieb, aus eigenem Entschluss, lässt sich nicht unterkriegen, sondern macht weiter, bis das Hindernis überwunden ist. Nachdem ich es nun selbst erlebe, kann ich mir besser vorstellen, dass es für manche eben eine Unterstützung sein kann.

Nicht, dass ich jetzt plötzlich zu einem leidenschaftlichen soulslike Spieler werden würde, aber ausschließen will ich es nicht. Jedenfalls finde ich meinen Gefallen an diesem Spielprinzip und bin gespannt, wie es sein wird, zu anderen Spielen zurückzukehren. Aber erst in ein paar Monaten, wenn ich meine ganzen Elden Ring Varianten ausprobiert habe und das DLC durchgestanden ist. An Ideen für neue Herausforderungen fehlt es mir jedenfalls nicht.

Eine Salzburger Institution

Vor Kurzem habe ich mit Freund J. Sound of Music im Salzburger Landestheater angesehen. Es stand schon seit Längerem auf der Liste an Tätigkeiten, die wir in Salzburg machen wollten. Vergangene Woche war es endlich so weit. Mir war fast peinlich lange nicht bewusst, dass Sound of Music etwas ist, das seine Wurzeln in Salzburg hat. Aber man lernt ja schließlich nie aus und nachdem mir das vor einigen Jahren bewusst geworden ist, landete es recht schnell auf der Liste an Dingen, die man sehen muss.

Es ist schon erstaunlich, wie oft man sich nicht mit den lokalen Gegebenheiten auseinandersetzt. Das Andere, die Geschichte unbekannter Orte, Wochenendausflüge zu Städten, die man unbedingt mal sehen wollte; sie scheinen immer interessanter als das Lokale. Deshalb freut es mich umso mehr, immer wieder Führungen durch Salzburg zu machen, die unterschiedlichsten kulturellen Angebote zu nutzen, die es mittlerweile gibt, und eben ins Landestheater zu gehen. Manche Dinge brauchen eben Zeit.

Aber zurück zur Geschichte der Familie Trapp. Erst war ich mir etwas unsicher, ob mir die Musik zusagen würde und ob es nicht zu kitschig werden würde – ein Vorwurf, den manche Leute an das Musical stellen. Ich war allerdings von der ersten Minute an gefesselt. Sofort war ich in der Welt der Familie Trapp gefangen, habe mitgefiebert und gebangt. Die Vorwürfe kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Musik stammt eben aus einer Zeit, die mehrere Jahrzehnte zurückliegt und ist vielleicht etwas ungewohnt. Aber es entsteht ein stimmiges Gesamtbild aus der Musik, den Kostümen, dem Bühnenbild und der Darstellung der fantastischen Besetzung.

Die Leistungen, die diese Menschen an den Tag legen, reißt einen förmlich mit. Sie verkörpern ihre Rollen mit so viel Inbrunst und Leidenschaft, dass es ansteckend ist. Es hat immer wieder etwas Wundersames, Menschen live singen zu hören. Wenn alles perfekt ineinander greift, sich die Schauspieler/Sänger die metaphorischen Bälle scheinbar mühelos hin und her werfen, ist dies ein Zeichen dafür, wie sehr sie in den Rollen aufgehen und diese einstudiert haben. Hinzu kommt ein fantastisch konzipiertes Bühnenbild, welches so wandelbar wirkt, wie es effektiv ist. Besonders beeindruckend fand ich auch die Leistung der sieben jungen Darsteller*innen, die die Kinder spielten. Sie waren fast das gesamte Stück über auf der Bühne und standen den anderen um nichts nach.

Etwas, das mich auch erstaunt hat oder vielmehr überrascht: wie sehr sie es geschafft haben, die Bedrohung durch die Nazis immer im Hintergrund spürbar zu machen. Ein leicht unangenehmes Gefühl, das immer mitschwingt, während sich die Geschichte aufbaut, bis die Gefahr schließlich real wird und sich die Familie im Fokus der Nazis wiederfindet. Das alles gipfelt in dem Auftritt der Familie bei einem Gesangswettbewerb. Das Bühnenbild besteht nur aus einem riesigen Hakenkreuz. Die NS-Offiziere, die die Familie strengstens beobachten, stehen nicht auf der Bühne, sondern in einer Zuschauer-Loge – sind dem Publikum also nochmal näher. Die Türen des Theaters sind durch NS-Soldaten „blockiert“. Die Gefahr wirkt wirklich und real, ein unbehagliches Gefühl. Man selbst wird Teil dieses Wettbewerbs und der dargestellten Geschichte. Es ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird.

Ich bin froh, Sound of Music gesehen zu haben. Es ist eine Geschichte, die wichtig ist zu erzählen und die mitreißt. Es war die letzte Aufführung der Saison, die wir gesehen hatten. Am Ende sangen alle nochmal die markantesten Songs im englischen Original und es wurden noch ein paar abschließende Worte gesprochen. Es rundete einen perfekten Abend ab.

Abenteuer in den Zwischenlanden

Es ist schon erstaunlich, wie sehr mich aktuell Elden Ring einnimmt – auf eine gute Art und Weise. Jeden Tag versuche ich, einiges an Zeit für das Spiel aufwenden zu können. Mit Freund C., der mich erst dazu verleitet hat, es doch einmal selbst zu versuchen, gibt es kaum ein anderes Thema, welches uns so sehr beschäftigt, wie das Meisterwerk von FromSoftware. Mein Schauverhalten auf YouTube besteht zu einem großen Teil aus Einsteiger-Guides und Challenge-Runs, die mich nicht nur anleiten und in meiner Reise unterstützen, sondern mich noch dazu verleiten, mir einen Gaming-PC zuzulegen, damit ich Mods ausprobieren kann. Aber so weit muss es dann doch nicht eskalieren.

Es steht aber beispielhaft dafür, dass Elden Ring eine großartige Welt bietet, die mich einnimmt und beschäftigt, wie es kaum ein anderes Spiel geschafft hat. Ich spiele gerne auf Konsolen und es kann vorkommen, dass mich ein Spider-Man 2 oder Final Fantasy XVI begeistern und mitreißen, allerdings erreicht meine Leidenschaft für Elden Ring neue Höhen.

Das erste Mal verstehe ich auch den tatsächlichen Reiz von New-Game-Plus-Szenarien. Es gibt viele verschiedene Spielweisen und Strategien, die man anwenden kann, um dieses Spiel zu meistern und zum Elden Lord zu werden. Oder man erkundet ein anderes der insgesamt sechs verschiedenen Enden des Spiels. Denn auch wenn ich weiß, wie manche von denen aussehen, so ist die Gefühlsebene erst so richtig involviert, wenn man es selbst durchgestanden hat. Und »durchgestanden« ist bei so manchen Bossen ein äußerst zutreffendes Wort.

In meinem ersten Durchlauf geht es nur einmal darum, es zu schaffen, so viel wie möglich mitzunehmen und die Welt zu genießen. Mal sehen, wie die nächsten dann aussehen werden. Außerdem erscheint im Juni das DLC »Shadow of the Erdtree«, welches sicherlich noch viele weitere Stunden an Unterhaltung und Herausforderungen mit sich bringen wird. Vielleicht sogar neue, alternative Enden? Wer weiß, was sich die Entwickler*innen haben einfallen lassen. Ich werde auf jeden Fall davon berichten.

Zeitsouveränes Schreiben

Ich muss gestehen, dass ich seit gut einer Woche keine neuen Texte für den Blog geschrieben habe. Das mag den geneigten Leser*innen nicht aufgefallen sein, weil trotzdem täglich Texte erschienen sind, aber das ist eben der Vorteil, wenn man vorarbeitet. Oder ich dachte zumindest, es wäre ein Vorteil. Irgendwie fehlt mir allerdings durch den großen Puffer die tägliche Frist. Nicht, dass ich gar keine Texte auf Halde haben möchte, aber nur ein paar Tage voraus zu sein fühlt sich irgendwie besser an als zwei Wochen.

Außerdem gibt es immer noch zeitlose Texte, die immer funktionieren und bei denen ich keinen direkten Bezug zu meinen alltäglichen Ereignissen herstellen muss oder möchte. Für Urlaube oder volle Tage ist es sinnvoll, ein paar Texte vorrätig zu haben und diese dann einzuplanen. Ich experimentiere eben noch damit, wie ich diesen Blog führen möchte. Wie es mir besser erscheint und wie es für mich am passendsten in den Alltag einzubauen ist. Auch welche Art von Texten ich schreiben möchte und welche Unmittelbarkeit ihnen zugehörig sein soll, ist ein offenes Ausprobieren.

Selbst dieser Texte wird fünf Tage gelegen sein, bis er auf dem Blog, also an genau dieser Stelle, veröffentlicht wird – das Wunder von Zeitreisen. Mich beschäftigt im Moment beispielsweise sehr das Spiel Elden Ring, über das ich eigentlich mehr berichten möchte. So etwas sollte dann durchaus zeitnah geschehen und nicht allzu weit in die Zukunft verschoben werden. Es ist mein erstes Souls-like Spiel des Herstellers FromSoftware und ich bin vollkommen begeistert. Es nimmt quasi meine komplette Freizeit ein. Aber das genieße ich auch. Davon möchte ich berichten, genauso wie von den Erfolgserlebnissen des Spiels: dass ich mich damit angefreundet habe, bei gewissen Gegnern eine Stunde zu brauchen, es zum Spiel dazu gehört.

Aber alles der Reihe nach. Für heute soll die Erkenntnis im Vordergrund stehen, dass zwei Wochen ein zu großer Puffer sind. Dann lieber Texte auf Vorrat schreiben, die jederzeit veröffentlicht werden können und diese so lange zurückhalten, bis sie benötigt werden. Der Monatswechsel scheint für diese neue Herangehensweise ein perfekter Zeitpunkt. Morgen ist es dann auch passenderweise der 150. Text. Es leben die Zufälle.

Ein episches Erlebnis – Final Fantasy XVI

Schon seit einiger Zeit nehme ich mir vor, mal über eines der besten Spiele des vergangenen Jahres zu schreiben, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Dem will ich heute Abhilfe schaffen. Lasst uns also über Final Fantasy XVI reden.

Mein erster Durchlauf hat bei diesem Spiel gut 50h beansprucht. Eine Zeitspanne, die ich über vergleichsweise sehr wenige Wochen absolviert habe. Aber allein schon die erste Sequenz zieht einen in den Bann und lässt nicht mehr los, bis die Credits laufen. Es ist mein erstes Final Fantasy Spiel, und ich hätte mir keinen besseren Einstieg wünschen können. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, mit nachvollziehbaren Motivationen, einer Vergangenheit, die sich im Laufe des Spiels immer mehr herauskristallisiert, und einzigartigen Designs. Die Geschichte zieht einen immer weiter hinein, mit allen möglichen überraschenden Wendungen.

Dabei wollte ich es zuerst gar nicht selbst spielen. Ein Hindernis war beispielsweise, dass ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine PS5 besaß. Für ein PS5-exklusives Spiel eine kleine Herausforderung. Doch das Gameplay von TheRadBrad war so fantastisch, ich wollte einfach selbst die Geschichte erleben und nicht nur zuschauen. Bei den meisten Spielen macht mir das eigentlich nichts aus, aber es gibt doch immer wieder welche, wo ich einfach selbst Hand anlegen möchte. So war es bei Blasphemous II oder dem neuesten Prince of Persia und nun eben bei Final Fantasy XVI. Zufälligerweise gab es ein PS5-Bundle mit dem Spiel und da ich schon seit Monaten eine PS5 wollte, allerdings nie eine ergattern konnte, war das der richtige Zeitpunkt für mich.

PS5 ausgepackt, angeschlossen und auf den neuesten Stand gebracht, konnte es auch schon losgehen. Naja, fast, denn erstmal wollten die über 100 GB an Daten heruntergeladen werden. Aber gleich danach ging es los. Was mir von der ersten Sequenz am meisten in Erinnerung geblieben ist, sind die Musik und die Chöre. Sie sind eines der herausstechenden Elemente des Spiels, die zugleich allerdings auch untergehen können, wenn man nicht darauf achtet. Die epochale, teils feine Musik zeichnet FF16 aus, genauso wie das fantastische Design. Der Score ist punktgenau aufbereitet und untermalt perfekt die Szenerien und Geschehnisse.

Aber nicht nur die Musik zieht einen sofort in den Bann, sondern die gewaltigen Monster, die gegeneinander antreten. Der Prolog zeigt Kulissen, die ich nicht erwartet hatte; es werden Schläge verteilt und Ruinen vernichtet, die ihresgleichen suchen. Es sind nur wenige Minuten, aber sie kündigen das an, was die geneigten Spieler*innen in den nächsten zig-Stunden erwartet. Und das sind nur die großen epischen Höhepunkte, gar nicht zu reden von den intimeren Charaktermomenten, die die Großen umso gefühlvoller, ja schmerzhafter machen.

Clive, der Protagonist des Spiels, erhält im Laufe der Geschichte immer mehr Fähigkeiten, die visuell fantastisch umgesetzt sind. Selbst wenn man teilweise die Geschehnisse am Bildschirm nicht mehr sieht, weil epische Wirbelstürme wüten, Staub aufgewirbelt wird und die Effekte der Fähigkeiten sich überlappen, kann man nicht umhin, diese nicht zu bewundern. Es wird nie langweilig.

Selbst die Nebenmissionen machen durchaus Spaß, vor allem jene, die am Ende mit besonderen Goodies belohnen. Seien es neue Rüstungsteile und Waffen oder Fertigkeiten, die Clive dazulernt. Besonders mit diesen Nebenmissionen lernt man diverse Nebencharaktere von einer neuen, überraschenden Seite kennen. So wird die Welt immer weiter ausgefüllt, wirkt lebendiger und man merkt, mit wie viel Liebe zum Detail die Entwickler*innen gearbeitet haben.

Einziger Wermutstropfen und Kritikpunkt, den ich am Spiel habe, sind die späteren Nebenmissionen, die nicht mit dem »+«-Zeichen versehen sind und so zu neuen Gegenständen führen. Denn zumeist ist das Prinzip immer dasselbe: Person A braucht etwas von Person B und statt dass sie selbst miteinander reden, muss Clive als Mittelsmann fungieren. Man rennt oft hin und her, es ist unnötig und da hätte ich mir mehr Kreativität gewünscht.

Ansonsten ist es ein für mich perfektes Spiel. Die Jagd auf gewisse Monster und Trophäen macht Spaß und sind durchaus herausfordernd. Besonders aber die Verbindung zwischen Clive und seinem Bruder Joshua ist hervorragend ausgearbeitet. Man wird selbst in dieses Band, dass die beiden verbindet hineingezogen und die Geschehnisse um die beiden sind mit sehr viel Gefühl erzählt.

Final Fantasy XVI wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, gerade auch deshalb, weil ich mitten im zweiten Durchlauf bin. Aufgrund neuer Spiele, die leider regelmäßig erscheinen, und meiner neu entdeckten Liebe zur Dead Space-Reihe verzögert sich dieser allerdings laufend. Aber es sind zwei DLCs erschienen, die ich auf jeden Fall spielen will, da komme ich nicht umhin, es nochmal im »Final Fantasy Modus« durchspielen zu wollen. Ich freue mich schon darauf, den Zeitpunkt der Geschichte zu erreichen, wo das jeweilige DLC stattfindet und zu erfahren, wie sie sich in die größeren Ereignisse der Handlung eingliedern – wie sie die Mythologie weiter ausbauen.

Jedenfalls bin ich angefixt und vielleicht muss ich mir noch die Neuauflagen von Final Fantasy VII zu Gemüte führen, aber das ist eine Aufgabe meines Zukunfts-Ichs. Erstmal wollen die drei Dead Space Teile genossen werden und andere interessante Spiele stehen ebenfalls noch auf der Liste.