Immer wieder Resets

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wo ich es gelesen habe, wahrscheinlich ist es bei Instagram mal an mir vorbei geflogen. Die grundsätzliche Idee ist allerdings, jede Woche einen kleinen Reset zu machen und sich auf die kommende Woche vorzubereiten. Dinge erledigen, die es noch zu erledigen gibt und einfach ein paar Kleinigkeiten zu machen, damit man gestärkt in eine neue Woche starten kann. Diese Idee hat sich in mir festgesetzt, auch wenn ich sie mir immer mal wieder bewusst machen muss.

Heute war es beispielsweise die spontane Eingebung, dass ich meine Bettwäsche wechsle und das als Anlass nehme kurz die Wohnung zu putzen und die anstehende Wäsche zu waschen und noch zwei oder drei andere Kleinigkeiten, die ich sonst über die Woche verteilt erledigt hätte. Aber die Idee, einen Sonntag als Reset-Tag zu sehen hat mich dann inspiriert.

Das geht natürlich auch im Kleinen, indem man jeden Abend sich kurz Gedanken macht was morgen ansteht, sich vll Kleidung raus legt, das Arbeitsnotebook entsprechend zusammenpackt und was weiß ich, was sonst noch alles anstehen könnte am Morgen, über das man sich eigentlich keine Gedanken machen möchte oder im Begriff ist, es zu vergessen.

Zwar mag ich grundsätzlich die Idee von Jahresvorsätzen, sich Gedanken darüber zu machen was man im kommenden Jahr erreichen möchte und so weiter. Jedoch widerstrebt mir der Gedanke auf einen beliebigen Tag zu warten, um ein Vorhaben in die Tat umzusetzen oder ein neues Projekt zu starten. Sei es ein Jahreswechsel, ein bestimmter Jahrestag, den man abwartet oder sonstige eingebildete Daten, die einem wichtig erscheinen. Da ist die Herangehensweise, sich vom Kleinen zum Großen zu Arbeiten doch etwas charmanter. Morgen will ich es besser machen als heute. Die Woche produktiv und positiv abschließen, damit die Neue frisch und mit entsprechendem Elan gestartet werden kann. Jeden Monat mit einem Motto oder einer Idee im Hinterkopf verbringen. Sich jedes Jahr Gedanken machen was noch auf der Bucket-List steht, um es dann wieder in kleinere Teile herunter zu brechen.

Und sei es nur, dass man die Wohnung putzt, Wäsche wäscht und das Bett neu bezieht. Es sind oft die kleinen Dinge, die einen voran bringen und als Motivator dienen, größere Projekte zu starten. Ganz in dem Sinn, dass eben wieder etwas voran gegangen ist und morgen kann etwas Neues begonnen oder ein bestehendes Projekt weitergeführt werden.

Jeden Tag ein bisschen besser.

Informationsquellen

Wenn man in einer kleineren Stadt wohnt, und selbst jetzt nicht so derjenige ist, der sich auf allen Festivitäten blicken lässt bzw. nicht so sehr mit den Leuten vor Ort verbandelt ist, dann benötigt man eine Informationsquelle, die einem die neuesten Geschichten erzählt und vielleicht auch etwas aus der Vergangenheit zum besten gibt. So lerne ich zumindest den Ort und die Umgebung immer wieder aus einer anderen Sichtweise kennen und freue mich ob der Gossip-Natur dieser Gespräche. Man tauscht sich aus, freut sich, und hat einfach ein nettes Stündchen miteinander verbracht.

Meine Informationen bekomme ich bei meiner monatlichen Fußpflege. Es ist ein angenehmer kleiner Luxus und hat den oben genannten Nebeneffekt, dass ich in die neuesten Berichte rund um den Ort mit eingebunden werde. Es ist ein anregender Austausch, jeder weiß etwas und man kann die jeweils eigene Seite ein bisschen mehr vervollständigen bzw. andere Sichten einnehmen. Einfach fantastisch.

Positive Einflüsse

Ich umgebe mich gerne mit positiven Einflüssen. Nicht, dass ich mich nicht gerne mal aus meiner Komfortzone (auch wenn ich das Wort irgendwie nicht besonders mag) heraus begebe und über den eigenen Schatten springe. Darum geht es mir eher weniger. Mir geht es wirklich um die Grundstimmung mit der man den Tag und die darin befindlichen Termine, Begegnungen und Herausforderungen, sowie Probleme und Überraschungen meistert. Wie man diesen begegnet und welche grundlegende Einstellung man dabei selbst an den Tag legt. Denn vieles lässt sich einfacher bewältigen, wenn man selbst gestärkt und mit einem positiven Gefühl an alles heran tritt.

Über die letzten Monate haben mich besonders zwei Newsletter und so manche Bücher diese positivere Herangehensweise an das Leben und den Alltag gelehrt. Zu den Büchern komme ich in späteren Einträgen sicher noch zu sprechen. Heute will ich aber die Newsletter behandeln.

Zum einen ist das Arnold Schwarzeneggers Pump Club Newsletter. Wie sie in den täglichen Newsletter von Montag bis Freitag immer wieder betonen, möchten sie die positive Ecke des Internets werden. Und das haben sie auch bisher gut geschafft, wie ich finde. Schwarzenegger selbst schreibt diverse Einträge und Antwortet auf Fragen, aber auch das Team, dass die täglichen Inhalte recherchiert und aufbereitet ist fantastisch. Es ist ein schön gemachter Newsletter mit dazugehörigem Podcast (den ich aber noch nicht angehört habe) und gehört zu meinem täglichen Lesestoff.

Ein weiterer Newsletter, den ich nicht missen möchte, ist der von Matthew Dicks. Wie er selbst schreibt, blogged er täglich (seit 2005, wenn ich mich nicht irre) und um diese Einträge nicht zu verpassen, kann man sich diese bequem schicken lassen. Er berichtet von seinem Alltag und was er gelernt hat, manchmal nur in ein paar Sätzen, manchmal länger. Er und sein Blog/Newsletter, sind auch der Grund, warum ich dieses Unterfangen hier gestartet habe. Ich schreibe gern und würde es gerne regelmäßig machen, vielleicht sogar einmal kreativ in (Kurz-)Geschichten, und ein täglicher, mehr oder weniger kleiner Eintrag, sind eine gute Grundbasis dafür. Matthew Dicks bietet interessante Einblicke und Erkenntnisse, die ich ebenfalls nicht mehr missen möchte.

Beide Newsletter machen eigentlich nichts anderes als Gesundheitsthemen aufzubereiten bzw. aus dem Alltag zu berichten, aber das alles auf eine wunderbar, positive Art und Weise, die mir sehr zusagt. Sie sind unterhaltsam geschrieben, auf sehr unterschiedliche Arten und bieten einen netten Mehrwert für meinen Tag. Und, was mir auch wichtig ist bei Newslettern, bestehen nicht auch duzenden von Links zu Sachen, die man sich kaufen muss oder zusätzlich lesen sollte. Man liest einfach nur den Beitrag des Tages und damit hat es sich auch schon erledigt. Egal ob Abends oder Morgens, oder gleich wenn sie in mein Mailfach eintrudeln, sie gehören zu meiner Standardlektüre, jeden Tag.

Fantastisches Grünzeug

Was ich dieses Jahr, glaube ich zumindest, auch das erste Mal gemacht habe, ist Mitte November im Garten zu stehen und diverse Pflanzen entweder umzutopfen oder die neu gekaufte in einen größeren Topf einzupflanzen. Bei 8 Grad draußen durchaus spannend. Aber die heute frisch erworbene Pflanze hat mir einfach gut gefallen und meine Efeutute benötigte unbedingt neue Erde.

Vor zwei Wochen habe ich einen halben Meter langen Auswuchs leider abschneiden müssen, da sämtliche Blätter abgefallen waren. Im Zuge dessen habe ich dann aus versehen auch gleich den anderen noch längeren Arm der Pflanze abgeschnitten. Aber den habe ich dann genutzt um in Wasser neu austreiben zu lassen. Das habe ich dann mit dem Rest mit frischer Erde in einem Topf gegeben und nun können sie hoffentlich wieder wunderbar wachsen.

Auch einen Bogenhanf habe ich etwas mit frischer Erde versorgt und mit einer Stange stabilisiert. Die kleinen Bambusstäbe die vorher drin waren haben nicht mehr ausgereicht um das Gewicht zu tragen. Es gehen in der Wohnung immer mal wieder Pflanzen ein, aber der Bogenhanf vermehrt sich wie Unkraut, wobei das in den letzten eineinhalb Jahren etwas weniger geworden ist. Trotzdem finde ich das eine tolle Pflanze, vor allem wenn man diese mithilfe von etwas Draht ineinander verwebt.

Ich mag Pflanzen gerne in der Wohnung haben. Und ich habe gemerkt, dass es mir vor allem jetzt im Herbst gut tut mehr grün in der Wohnung zu haben. Es wird immer früher dunkel, man hält sich vielleicht etwas mehr drinnen auf und da brauche ich als Ausgleich mehr grün in der Wohnung. Was natürlich keine Ausrede ist im Herbst/Winter nicht auch ausgiebige Spaziergänge zu machen oder das ein oder andere mal Laufen zu gehen.

Bisher ist mir das eigentlich recht gut gelungen und mich motiviert auch, dass ich im neuen Jahr nicht wieder „von vorne“ anfangen möchte meine Kondition für‘s Laufen aufzubauen. Athleten werden im Winter gemacht, heißt es doch so schön. Die Natur und meine eigenen Pflanzen helfen da sicher gut mit. Mein heutiger Neuerwerb wird mit Sicherheit auch nicht die letzte für dieses Jahr bleiben.

Physische Gespräche

Aktuell gehe ich jede Woche wieder zur Physiotherapie. Ich habe mir wieder sechs Termine verschreiben lassen, da ich mal wieder von Verspannungen in meinen Schultern und dieses Mal interessanterweise auch im Kopfbereich geplagt werde. Anfang des Jahres hat mein neuer Physiotherapeut zum Glück empfohlen die komplette Wirbelsäule Röntgen zu lassen, was nicht so aufregend ist, wie es sich anhört. Man muss dabei alle möglichen Stellungen einnehmen – it‘s a whole thing.

Kann ich aber empfehlen, dies zu versuchen, wenn man von Verspannungen geplagt wird und nicht weiß wo es herkommt. Bei mir war es bzw. ist es noch immer eine Fehlstellung des ersten Wirbels über dem Steißbein, dass zu einem Kaskaden-Effekt führt. Seitdem achte ich (und scheitere auch immer wieder) auf eine halbwegs gute Haltung und wenn ich schon schief sitzen will, dann gleiche ich es wenigstens bewusst mit der anderen Seite aus. Es gibt auch diverse Übungen die man machen kann.

Worauf ich eigentlich hinaus will, sind die verschiedenen Herangehensweisen von unterschiedlichen Physiotherapeut*innen an solche Dinge. Das hat natürlich viel mit deren Erfahrungsschatz zu tun. Den ersten, den ich vor ein paar Jahren des öfteren aufgesucht hatte, arbeitete viel mit Massagen und fokussierte sich darauf die Knoten direkt heraus zu massieren, weniger mit aktiver Präventionen, wobei das später auch etwas dazu kam. Der jetzige hat sich erstmal einen Überblick verschafft, auch massiert, mich röntgen geschickt und so weiter, bevor er auf spezifischere Übungen eingegangen ist, die diese Fehlstellung wieder berichtigen kann, ohne das mir eine Chiropraktikerin den Rücken brechen muss (so sieht es zumindest immer auf Videos aus, wenn die etwas einrenken).

Fantastisch und interessant sind die Termine aber allemal. Auch die Persönlichkeiten der Physiotherapeuten, die ich bisher hatte sind sehr unterschiedlich. War ersterer eher still und hat kaum geredet, so ist der zweite jetzt sehr redselig und ich nehme mir jedes mal sicher etwas Neues mit, von irgendeinem Thema, das während der Behandlung aufkam. Es ist doch meist schön mit Personen ins Gespräch zu kommen, die eine etwas andere Lebensrealität haben. Man muss nur gewillt sein zuzuhören.

Zeit ist doch relativ

Wer schonmal mit Leuten zu tun hatte, wird sicherlich Sätze kennen, die darauf abzielen, dass schon wieder eine Woche, ein Monat oder ein Jahr vergangen ist und man selbst diesen Fluss an Zeit gar nicht richtig mitbekommen hat. Es wird in den Tag hinein gelebt, die Routinen abgearbeitet und die Abende ähnlich verbracht. Am Wochenende erholt man sich von der anstrengenden Woche und dann geht das Ganze auch schon wieder von Vorne los.

Seit ich „Homework for Life“ mache, nehme ich die Tage und die Zeit im allgemeinen anders war. Es fasziniert mich, wie selbst innerhalb kürzester Zeit die eigene Perspektive in eine andere Richtung gelenkt werden kann. Natürlich gibt es immer mal wieder Phasen wo eine Aufgabe mühselig erscheint und sich dadurch die Wahrnehmung der Zeit in die Länge streckt. Oder andere Begebenheiten, die dazu führen, dass man sich wünscht, die Zeit würde doch schneller vergehen. Ungeduld oder Vorfreude auf gewisse Dinge, kann da eine große Rolle spielen. Die Gründe sind mannigfaltig.

Seit ich aber „Homework for Life“ mache, versuche ich allerdings auch diese Phasen zu genießen oder ihnen zumindest mit einem gewissen Maß an Anerkennung oder Würdigung heran zu treten. Natürlich ist das nicht immer einfach und ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, aber dann funktioniert das auch einigermaßen. Wie gesagt, so lange mache ich die Hausaufgabe noch nicht, trotzdem ist eine gewisse Veränderung nicht von der Hand zu weisen. Es ist ein positiverer Ausblick auf das Leben und eine optimistischere Einstellung im Allgemeinen.

Und genau das will ich nicht nur mit „Homework for Life“, sondern auch mit anderen Praktiken, Lektüren und Herangehensweisen vermehrt in meinem Leben unterbringen. Es muss hin und wieder sein, dass man sich Raum und Zeit nimmt, sich selbst aus einer Vogelperspektive zu betrachten. Das größere Ganze zu sehen. Den Tag Revue passieren zu lassen, ein oder mehrere Highlights notiert und es in einem größerem Narrativ einordnet. Vielleicht auch betrachtet was gut und was vielleicht nicht so gut lief. Für mich habe ich festgestellt, dass dies ein wunderbares Tool ist, um die Zeit, die zuvor manchmal wie ein reißender Fluss an einem vorbei zu rauschen drohte, zu verlangsamen und etwas inne zu halten. Mehr Dankbarkeit und Demut würde so manchen Menschen nicht schlecht stehen.

Gehaltsverhandlungen

Eigentlich wollte ich gar nicht über das Thema schreiben, aber es beschäftigt einen dann doch. Immerhin läuft heute, in diesen Stunden die sechste (?) Verhandlungsrunde der Metaller und es ist vielleicht eine Einigung in Sicht, vielleicht aber auch noch sehr weit entfernt. Aber um die Einigung und was am Ende dabei heraus kommt geht es mir gerade nicht. Vielmehr geht es mir um das sekundären und tertiären Gegebenheiten um diese Verhandlungen herum.

Egal wem man eigentlich zuhört oder welche Berichte man liest, der Anfang dieser Verhandlungen allein war schon ein Zeichen dafür, dass jedwedes Verständnis für die Arbeitnehmer, dass jedwede Menschlichkeit bei diesen Diskussionen verloren gegangen ist. Bei geforderten 11,9% (jetzt muss ich doch kurz auf Zahlen eingehen) mit 2,5% zu kontern ist einfach nur dumm. Wen wollte man damit beeindrucken? Imaginären Firmenentitäten? Sich aufspielen vor CEOs und Geschäftsführern? Wenn etwas in diesen Verhandlungen völlig fehl am Platz ist, dann ist es das eigene Ego.

Um wen geht es denn eigentlich? Klar, die Branche und Firmen und yadda yadda yadda. Aber eine allein erziehende Person, die sich kaum die Miete leisten kann und dem Kind vielleicht trotzdem schöne Weihnachten bereiten möchte, ist die Branche völlig egal. Man sieht nur Gewinnausschüttungen in Millionenhöhe, eine Zahl die von der eigenen Lebensrealität so weit entfernt ist, wie es nur möglich ist, und es werden um ein paar Prozentpunkte gestritten, die nicht einmal die Inflation der vergangenen 12 Monate abdecken.

So etwas entzieht sich auch meinem Hausverstand völlig. Wie kann man in Verhandlungen rein gehen, die mehr als 2% von der Inflation entfernt sind? Wie ist das möglich?

Ich würde mir in einer Zeit voller Krisen, Kriegen und Krankheiten ein bisschen mehr Nächstenliebe und Menschlichkeit wünschen. Ein bisschen mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen in die Schicksale der einzelnen Personen, denen man im Begriff ist den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Es möchte doch kaum jemand wirklich streiken. Es macht alles mühsam und kompliziert, es ist unnötig. Nicht selten eskalieren dann einfache Diskussionen, man schreit sich an. Unfassbar, wie scheinbar erwachsene Menschen plötzlich anfangen sich zu benehmen wie Schulkinder, die sich um den letzten Bonbon streiten. Man kann doch über alles reden und diskutieren ohne auf ein gewisses Niveau verzichten zu müssen. Ego hat hier nichts verloren.

Besinnen wir uns doch ein bisschen zurück auf die Schicksale und Personen, um die es bei diesen Verhandlungen doch eigentlich gehen sollte. Reden wir miteinander wie vernünftige, erwachsene Menschen. Besonders in einer Zeit voller Herausforderungen, sollte es doch möglich sein, einen Schritt aufeinander zuzugehen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, anstatt sich weitere Steine in den Weg zu legen.

Eine gute Art von Talkshow

Wenn man das Wort Talkshow erwähnt, dann hört man meist einen tiefen Seufzer in der Umgebung, ob der niveaulosen, clickbait-artigen Unterhaltung und der Assoziation mit nachmittäglichem Privatfernsehsender-Programm. Doch darum geht es mir heute nicht. Mir geht es um Talkshows in der prominente Gäste geladen werden und ihre Bücher, Filme, Serien, Musik, etc. bewerben. Typischerweise stößt man auf YouTube in solchen Fällen auf Spätabendprogramme wie Colbert, Meyers oder Fallon, die das mal mehr, mal weniger unterhaltsam machen.

Doch vor ein paar Jahren bin ich auf die Graham Norton Show gestoßen und bin seither großer Fan. Die Clips über Geschichten die dort zum besten gegeben werden sind legendär und beim Zuschauen hat man weniger das Gefühl als würde man keiner Promotion zusehen, sondern eher guten Freunden bei einer netten Unterhaltung lauschen. Die Atmosphäre ist entspannt, es wird sich gegenseitig zugehört, es geht auch mal um etwas völlig anderes als die beworbene Sache und man bekommt einfach einen netten kleinen Einblick, wie die Gäste ticken. Seit ich auch festgestellt habe, dass die kompletten Sendungen nur einen Tag nach der Ausstrahlung auf YouTube landen, ohne das der Sender sie runter nehmen lässt, schaue ich auch die kompletten Episoden, da es einfach interessant ist zuzuschauen und man immer wieder neue, faszinierende Persönlichkeiten kennen lernt.

So kam es unlängst nicht von ungefähr, dass ich nach der Sendung mit Arnold Schwarzenegger, Dame Judi Dench, Jay Blades und Jack Whitehall, die Bücher die ersten drei genannten Personen bestellt habe. Es ist einfach faszinierend.

Überhaupt gefällt mir an der Graham Norton Show die unfassbar positive Ausstrahlung von Graham Norton selbst, aber eben auch die positive, ansteckende Atmosphäre, die sich mit seinen Gästen entwickelt. Zu oft erlebt man wie sich auf negative Dinge konzentriert wird oder man auf jemanden verbal einschlägt, obwohl man als außenstehender unmöglich die gesamte Lage überblicken könnte oder wüsste was tatsächlich in den Menschen vorgeht. Da ist diese Show ein wirklich toller Lichtblick.

Ich mag ab und zu auch die weiter oben genannten Late Night Show Hosts, aber alle haben es irgendwie gemein, dass sie ihre Gäste nicht ausreden lassen, ihnen ins Wort fallen oder auf einem Fragenkatalog bestehen, der eigentlich unnötig ist und ein Interview sehr künstlich wirken lassen kann. Muss natürlich nicht immer so sein, aber immer lässt sich dieser Eindruck eben nicht vermeiden.

Ein vergleichbarer Show Host, der ebenso eine einzigartige Sendung auf die Beine gestellt hat wie Graham Norton ist Craig Ferguson, ehemaliger Host der Late Late Show. Zu Beginn eines jeden Interviews hat er seine Interviewkarte demonstrativ zerrissen und den Gesprächen einfach ihren Lauf gelassen. Wer noch nicht die legendären Interviews zwischen ihm und Robin Williams gesehen hat, sollte diese unbedingt nachholen. Etwas fantastischeres hat das Fernsehen nie produziert. So etwas kann nur entstehen, wenn die Verantwortlichen vertrauen in ihre Hosts haben und diese auch das nötige Selbstvertrauen, um auf vorgefertigte Interviewfragen zu verzichten. Es ist immer noch sehr schade, das Craig Ferguson aufgehört hat, aber zumindest bleibt uns hoffentlich Graham Norton noch für viele Jahre als herausragender Gastgeber einer Show erhalten, die es so kein zweites Mal geben wird.

Spaziergang im Sturm

Aktuell herrscht ein bisschen Aprilwetter. Vormittags hat es etwas gestürmt und ich habe mich überzeugen können ein paar Erledigungen zu machen. Trotzdem gehört für mich am Samstag ein Spaziergang dazu. Sei es entweder am Abend durch Salzburg auf der Suche nach neuen kulinarischen Erlebnissen oder aber am Vormittag/Mittag (am besten nach dem Frühstück) und mit einem guten Podcast im Ohr. Meistens in es am Samstag Wochendämmerung, um mich nochmal über die vergangene Woche etwas zu informieren, was ich eventuell verpasst habe. Holgi und Katrin machen das wunderbar und auf unterhaltsame, aber auch ernsthafte Art und Weise. Klare Empfehlung.

Zuerst war ich unentschlossen, ob ich denn wirklich bei dem Wetter nochmal raus will, vor allem auch deshalb weil mich meine typische, längere Runde durch diverse Waldabschnitte führt und bei starkem Wind ist das ja nicht immer empfehlenswert. Aber ich habe mein 100-jähriges Ich befragt und mich dann doch raus gewagt. Und es war mal wieder ein wunderbarer Spaziergang. Ich bin belohnt worden mit ein paar sonnigen Momenten, windstillen Orten und abwechslungsreichen Szenerien. Die Fotos geben nur einen kleinen Eindruck, wie es tatsächlich ausgesehen hat.

Im Zweifel, und das habe ich über die Jahre doch dann immer wieder gelernt, einfach dem Abenteuer entgegengehen und es versuchen. Was kann schon schiefgehen. Im schlimmsten Fall lernt man etwas Neues dazu und das schadet ja nie. Sogar der Himmel hat ein kleines Yin / Yang Zeichen in den Himmel gemalt und natürlich hat mich mein Weg durch ein wenig Regen geführt, nachdem ich den sonnigen Part hinter mir gelassen hatte. Ein wunderbarer Ausgleich.

Putz den Wurm

Es gibt einfach gewisse Aufgaben im Leben, die man machen muss und idealerweise auch will, aber doch etwas widerwillig erledigt werden. Dazu gehört eindeutig die Wohnung zu putzen.

Ich trainiere gerne zu Hause mit Apple Fitness Plus. Über die Jahre sind schon einige Apps und Programme durch meine Finger und Muskeln gestreift, aber die Freiheit und Abwechslung von Apples Programm sagt mir einfach am meisten zu. Laufen und Bewegung im Freien gehört natürlich auch dazu, aber Krafttraining, Pilates, Core-Training und so weiter müssen natürlich auch sein. Was aber seit Jahren zu meinem Standardrepertoire gehört ist Yoga. Früher habe ich den YouTube Kanal „Yoga with Adriene“ dazu verwendet, jetzt die Trainier Dice, Jessica, Jonelle, Molly und co. von Apple Fitness Plus. Adriene kann ich sehr empfehlen, wenn man nur mal etwas rein schnuppern will. Was ich vor allem bei ihr sehr schätze, sind die 30 Tage Challenges, diese sind besonders gut durch konzipiert und für Anfänger perfekt geeignet und es sind meist auch nicht all zu lange Sessions.

Was hat das mit dem Putzen zu tun? Nun, ich habe mir schon immer schwer getan, dass ich sage, ich kümmere mich an dem spezifischen Tag, jede Woche um meine Wohnung. Das funktioniert für mich aus irgendeinem Grund nicht. Was aber funktioniert, ist während des Yogas festzustellen, dass der Boden mal wieder gesaugt werden müsste und sich dann in den nächsten Tagen daran zu machen. Der Vorteil am Yoga ist, man betrachtet seine Wohnung (zugegeben, nur einen Raum und da auch nur einen Ort) von verschiedenen Winkeln und ist nah am Boden, da sollte es dann natürlich sauber sein.

Wie auch immer. Das ist meine eher speziellere Art, wie ich an das Thema Putzen heran trete. Ach ja, was hat das mit einem Wurm zu tun? In den letzten Wochen habe ich das Buch „Machen Sie doch, was Sie wollen“ von Maja Storch gelesen und bin über das Konzept des Strudelwurms gestoßen. Im Nachhinein betrachtet ist meine Art und Weise an das Thema putzen heran zu treten eine Kompromisslösung zwischen meinem Verstand und dem inneren Strudelwurm. Fantastisch. So ist jeder zufrieden und die Wohnung immer einigermaßen sauber und gepflegt. Wer das Buch übrigens noch nicht gelesen hat, dem kann ich es nur ans Herz legen. Aber dazu muss ich mal gesondert schreiben.