Physische Gespräche

Aktuell gehe ich jede Woche wieder zur Physiotherapie. Ich habe mir wieder sechs Termine verschreiben lassen, da ich mal wieder von Verspannungen in meinen Schultern und dieses Mal interessanterweise auch im Kopfbereich geplagt werde. Anfang des Jahres hat mein neuer Physiotherapeut zum Glück empfohlen die komplette Wirbelsäule Röntgen zu lassen, was nicht so aufregend ist, wie es sich anhört. Man muss dabei alle möglichen Stellungen einnehmen – it‘s a whole thing.

Kann ich aber empfehlen, dies zu versuchen, wenn man von Verspannungen geplagt wird und nicht weiß wo es herkommt. Bei mir war es bzw. ist es noch immer eine Fehlstellung des ersten Wirbels über dem Steißbein, dass zu einem Kaskaden-Effekt führt. Seitdem achte ich (und scheitere auch immer wieder) auf eine halbwegs gute Haltung und wenn ich schon schief sitzen will, dann gleiche ich es wenigstens bewusst mit der anderen Seite aus. Es gibt auch diverse Übungen die man machen kann.

Worauf ich eigentlich hinaus will, sind die verschiedenen Herangehensweisen von unterschiedlichen Physiotherapeut*innen an solche Dinge. Das hat natürlich viel mit deren Erfahrungsschatz zu tun. Den ersten, den ich vor ein paar Jahren des öfteren aufgesucht hatte, arbeitete viel mit Massagen und fokussierte sich darauf die Knoten direkt heraus zu massieren, weniger mit aktiver Präventionen, wobei das später auch etwas dazu kam. Der jetzige hat sich erstmal einen Überblick verschafft, auch massiert, mich röntgen geschickt und so weiter, bevor er auf spezifischere Übungen eingegangen ist, die diese Fehlstellung wieder berichtigen kann, ohne das mir eine Chiropraktikerin den Rücken brechen muss (so sieht es zumindest immer auf Videos aus, wenn die etwas einrenken).

Fantastisch und interessant sind die Termine aber allemal. Auch die Persönlichkeiten der Physiotherapeuten, die ich bisher hatte sind sehr unterschiedlich. War ersterer eher still und hat kaum geredet, so ist der zweite jetzt sehr redselig und ich nehme mir jedes mal sicher etwas Neues mit, von irgendeinem Thema, das während der Behandlung aufkam. Es ist doch meist schön mit Personen ins Gespräch zu kommen, die eine etwas andere Lebensrealität haben. Man muss nur gewillt sein zuzuhören.