Sing

Castingshows mag ich eigentlich nicht besonders. Aber immer mal wieder erwische ich mich dabei, wie ich mir Zusammenschnitte davon auf YouTube ansehe. Vor allem, wenn die Kandidatinnen das erste Mal vor die Jury treten. Letztens waren es beispielsweise ein paar Videos von The Voice. Dabei geht es darum, dass die Jury die Kandidatinnen anfangs nicht sieht, sondern nur ihre Performance hören. Wenn sie den Buzzer drücken, dreht sich der jeweilige Stuhl um und sie sehen, wer da singt. Das führt immer mal wieder zu großartigen Reaktionen.

Besonders interessant und spannend wird es, wenn die Kandidat*innen vom gewöhnlichen Abweichen. Sei es, dass sie sich für eine Hip-Hop-Performance entscheiden, Volkslieder ihres jeweiligen Landes zum Besten geben oder was auch immer sie sich sonst noch einfallen lassen. Es ist fantastisch. Dabei kommt es gelegentlich zu durchaus gefühlvollen Szenen und außergewöhnlichen Reaktionen.

Interessant bei den Zusammenschnitten ist ebenso, dass es vollkommen egal ist, aus welchem Land der jeweilige Clip gerade kommt. Sei es Norwegen, Deutschland, Rumänien, Ukraine, USA, Großbritannien oder sonst wo – überall singen sich die Menschen die Seele aus dem Leib, in der Hoffnung, ihr Talent führt zu einer Karriere. Es ist ansteckend und immer wieder beeindruckend. Dabei geht es dann nicht um die darauf folgende Interaktion zwischen Kandidat*in und Jury oder sonst etwas. Man sieht rein die Performance und die Reaktion der Jury.

Ich hatte nie gedacht, dass mich so etwas abholt, aber alle paar Wochen oder Monate falle ich in ein YouTube-Loch von diversen Castingshows. Die besten Clips werden da zu großartigen Videos zusammengeschnitten und ein Hoch jagt das Nächste. Ich bin immer wieder beeindruckt vom Talent so vieler Menschen.