MCU Rewatch: Avengers

Und schon ist Phase 1 des MCU abgeschlossen. Auch wenn ich hier im Blog den Samstag nutze, um meinen MCU Rewatch zu dokumentieren (also bisher 6 Wochen), so habe ich tatsächlich diese sechs Filme innerhalb von fünf Tagen im November 2024 angesehen. Da es doch recht viele Marvel-Filme mittlerweile gibt, habe ich mich dazu entschlossen, nur einmal die Woche darüber zu berichten, damit es nicht zu viel auf einmal wird. Es sind ja immerhin zeitunkritische Inhalte. Aber soweit erst einmal der Blick hinter die Kulissen und wie ich diese Rewatch-Texte veröffentliche.

The Avengers kam 2012 in die Kinos und ist heute noch ein Meilenstein der Kinogeschichte. Dass das Konzept vom MCU und die Idee von Kevin Feige sich so umsetzen ließ, ist schon unfassbar. Eine Errungenschaft, die man würdigen und anerkennen muss. Über vier Jahre fünf Filme zu veröffentlichen, in denen mal mehr, mal weniger offensichtliche Hinweise eingestreut wurden und schließlich an den Punkt zu gelangen, The Avengers zu veröffentlichen, ist Wahnsinn. Und selbst jetzt, nachdem ich den Film schon einige Mal gesehen habe, bekomme ich noch Gänsehaut und fiebere mit unseren lieb gewonnenen Helden mit.

Es ist bemerkenswert, wie organisch sich der Film anfühlt. Von der Bedrohung Lokis, den einzelnen Begegnungen unserer Helden, deren Interaktionen und den Persönlichkeiten, die aufeinanderprallen. Erst eher schlecht als recht, doch vereint durch einen persönlichen Verlust, kämpfen sie schließlich als eine Einheit, als ein Team, das alles erreichen kann, was es sich in den Kopf setzt. Phil Coulson, der alle von Anfang an begleitet und geprägt hat. Mit seinem Tod ihn quasi als eine »women in refrigerators«-Trope zu missbrauchen, um die Avengers anzutreiben, finde ich durchaus genial.

Für mich ist immer noch der Hero-Shot, während die Avengers in New York kämpfen, immer noch die Messlatte, die es zu erreichen gilt. Der erste große Leviathan wurde durch den Hulk ins Nirvana geschlagen. Die Kamera umkreist die Avengers und fängt alle wunderbar ein. Iron Man, Thor, Captain America, The Hulk, Black Widow und Hawkeye. Dazu das perfekte und triumphierende Musikthema von Alan Silvestri. Es ist ein Moment der Kinogeschichte, den es kein zweites Mal geben wird. Auch hier muss man anerkennen, dass Joss Whedon und das Marvel-Team geniales geleistet haben. Wie auch beim Konzept des MCU haben viele versucht, an diesen Hero-Shot heranzukommen, sind aber kläglich gescheitert.

Ich könnte mich noch weiter in Details verlieren. Sei es die Wette zwischen Nick Fury und Steve Rogers, wo Nick Fury schließlich auf der Brücke des frisch enthüllten Helicarrier 10 Dollar bekommt. Die nahtlos geschnittene Kampfszene in New York, als unsere Helden endlich wie ein echtes Team kämpfen. Die letzten Momente von Phil Coulson. Mark Ruffalo als Bruce Banner. Lokis Auftritt in Stuttgart und der Mann, der sich ihm entgegenstellt. Das erste Aufeinandertreffen von Iron Man, Thor und Captain America. Ich finde nichts Falsches an diesem Film und feiere jede Sekunde. Ich bin wirklich begeistert.

In den vergangenen Monaten habe ich mich vielleicht etwas zu sehr darin verloren, was andere von Dingen halten. Seien es Filme oder Serien. Es ging so weit, dass ich Filmen nicht einmal mehr eine Chance gab. Es gibt diese negative Spirale im Internet, sei es in Social Media oder in den Kommentarspalten von YouTube, vor der man sich in Acht nehmen sollte. Ich habe schon fast meine Freude an Marvel, den Comics und dem MCU verloren. Bis ich diesen Rewatch gestartet habe. Doch seit ich YouTube um ein Vielfaches weniger benutze und sehr viel selektiver bin, was ich mir anschaue und mich wieder mehr auf Filme konzentriere, geht es mir nicht nur besser, mir ist schlichtweg egal, was andere von ihnen halten. Ich muss daran Spaß und Freude haben. Es muss mir gefallen.

So banal das klingen mag, so sehr müssen wir uns das immer wieder vor Augen halten. Uns nicht von anderen die Laune verderben lassen, ihnen nicht in eine imaginäre Welt voller Wut und Hass folgen, die es so nicht gibt. Die echte Welt, mit all ihren Schwierigkeiten und Herausforderungen, ist anstrengend und ermüdend genug. Ich möchte mir nicht auch noch etwas kaputt machen lassen, das mir mein Leben lang Freude bereitet hat. Dieser Rewatch des MCU hat mir das gezeigt.

Ich liebe diese erste Phase des MCU. Es ist großartig. Und ich freue mich auf die weiteren Filme, die noch kommen.