In unregelmäßigen Abständen mache ich mir ein Bild der Abos, die sich über die Zeit angehäuft haben. Das betrifft nicht nur Streaming-Dienste, die ich ohnehin nur monatsweise abonniere, sondern vor allem Podcasts, die ich unterstütze, oder andere Creator, die ich via Patreon, Steady und Co. gerne monatlich bezahle. Aber natürlich fallen genauso Zeitungsabonnements darunter und andere Kuriositäten. Dank der Budget-Software YNAB, die ich schon seit Jahren verwende, ist es recht einfach festzustellen, wer alles von mir in welchen Abständen Geld bekommt. Das regelmäßig zu überdenken und mir Gedanken zu machen, ob ich diese Dienste und Angebote noch nutze, ist aber ebenso wichtig.
Wenn ich das mache, kündige ich meist rigoros alles, was ich nicht explizit jeden Tag oder zumindest sehr regelmäßig nutze. Sobald die Frage »brauche ich das wirklich« auch nur ansatzweise in meinem Kopf auftaucht, wird das Abo storniert. Wenn ich Dinge für ein Jahr im Voraus bezahlt habe, dauert es sowieso ein paar Monate, bis die Kündigung greift. In der Zeit kann ich den Dienst oder das Angebot noch nutzen und habe vielleicht am Ende eine Antwort, ob die Stornierung richtig war. Weiter unterstützen kann man das Ganze immer wieder.
Das spart am Ende nicht nur Geld, sondern manchmal auch Zeit. Weil ich dann eben nicht die längere Fassung eines Podcasts höre, sondern die Standard-Version, wenn man so will. Nutzen mir die paar mehr Informationen wirklich oder ist es nur ein nettes Schmankerl, auf das ich verzichten kann? Und von dem gesparten Geld kann ich vielleicht andere Dinge unterstützen, die mir in der Zwischenzeit untergekommen sind. Und nur weil man etwas über lange Zeit monatlich oder sogar jährlich unterstützt hat, heißt das nicht, dass man es nicht kündigen darf. Es geht um einen selbst. Und der eine Euro wird den Creator nicht retten oder zum Scheitern verdammen.
Ich unterstütze wirklich gerne Menschen, die mir mit ihrer kreativen Arbeit Freude bereiten, denen ich gerne und regelmäßig zuhöre oder deren Erzeugnisse ich gerne lese. Doch man verändert sich mit der Zeit und damit wandeln sich auch die Bedürfnisse. Sich darüber Gedanken zu machen, ist nie verkehrt.