In den vergangenen eineinhalb Wochen oder so, habe ich »Lies of P« des Öfteren durchgespielt. Einen Durchgang möchte ich eventuell offenlassen für das kommende DLC. Bei einem bin ich nur mehr oder weniger durchgerannt, um das zweite Ende auch auf der Playstation freizuschalten. Der dritte und eigentlich letzte Durchlauf für diese Phase meiner »Lies of P«-Leidenschaft sollte ein New Game Plus sein. Dieses habe ich beim letzten Mal schon gestartet, aber noch nicht zu Ende gebracht. Das wollte ich eigentlich nachholen.
Es hat nicht mehr viel gefehlt und ich bin auch hier mehr oder weniger durchgerannt. Die Bosse habe ich mit Hilfe des Phantoms, welches man als Unterstützung herbeirufen kann, geschafft. Wobei man bei manchen diese Unterstützung nicht rufen kann und bei Magnus das Phantom relativ schnell erledigt war. Allerdings hat es mir zwischendurch die notwendige Zeit gegeben, um die Ausdauer zu regenerieren und mich zu heilen. Ich habe alle Schallplatten gesammelt; Für das Achievement muss ich sie mir nur mehr anhören. Ich habe penibel darauf geachtet, welche Dialogoptionen ich wähle und wann es angebracht war, zu lügen. Immerhin benötigt man für das letzte Ende gewisse Voraussetzungen.
Alles passt. Alles ist vorbereitet. Der scheinbar letzte Boss erledigt. Das Einzige, was mich noch vom Sieg und der Platin-Trophäe abhält, ist die elende »Nameless Puppet«. In einem normalen Spieldurchlauf ist dieser Boss zwar anstrengend und erfordert viel Konzentration. Sie ist aber machbar. Nicht nur einmal habe ich dieses Biest erledigt. Doch im New Game Plus hält mich irgendwas davon ab, den letzten Schlag zu machen.
Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass nur noch wenige Millimeter auf dem Lebensbalken des Gegners übrig waren. Nicht nur einmal hat am Ende die Gier zugeschlagen, ich wollte den Sieg erzwingen und bin dafür elendigst bestraft worden. In der ersten Session habe ich mich zwei Stunden an der »Nameless Puppet« abgemüht. Am Ende hat mein Herz gepocht, mein Adrenalinvorrat war erschöpft und ich habe gezittert. Es waren nichtsdestotrotz unterhaltsame zwei Stunden. An keinem anderen Boss in einem Soulslike kann ich mich so abmühen wie an der »Nameless Puppet«. Hier stimmt für mich alles. Vom Design über die Fairness im Kampf hin zu Musik und Arena. Jedes Mal, wenn ich scheitere, kann ich genau sagen, was ich falsch gemacht habe.
Ich verlinke unten das YouTube-Video von Jokerface. Sein erster Durchlauf war spannend anzuschauen. Auch er musste hier die namenlose Puppe bekämpfen (hier noch im normalen Schwierigkeitsgrad und nicht New Game Plus). Es lohnt sich, einen Blick reinzuwerfen. Ich bin ehrlich begeistert von diesem Boss und dem Kampf. Er ist wahrscheinlich mein liebster Soulslike-Boss. Irgendwann werde ich ihn auch im New-Game-Plus bezwingen. Hoffe ich zumindest. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses großartige Spiel »Lies of P« durchspiele.
- YouTube | Jokerface: Lies of P #34 – Einer geht noch