Die Stallungen wurden errichtet, der Rüstmeister in die Palisade der Vorburg integriert. Was fehlt also noch? Genau, ein imposantes Tor, durch das man in die Vorburg hineinkommt und durch das auch der Streitwagen, der beim Rüstmeister dabei war, passt. Das Palisadentor ist mit seinen knapp 1.500 Teilen und für gut 60 € ein erschwingliches Set. Allerdings wertet es die Vorburg im Ganzen deutlich auf. Ohne die großen Gebäude wie die Stallungen oder nun auch das Tor war die Burg sehr dominant. Das visuelle Gewicht lag voll und ganz auf dieser Seite. Nun ist das deutlich ausgeglichener. Die Verhältnisse wirken besser.
Der Bau an sich geht leicht von der Hand. Es kommen keine abenteuerlichen Bautechniken zum Vorschein. Auch ist das Palisadentor nicht modular gestaltet. Warum auch? Es ist durchaus offen und man kommt überall gut hin. Das Dach kann man natürlich abnehmen und erreicht so den Gang, der die beiden Seiten verbindet und von dem aus diverse Dinge auf ungebetene Gäste geworfen und gegossen werden können. Das einzig Fragwürdige am Set ist die Platzierung von vier Bauplatten im ersten Stock auf der linken und rechten Seite. Diese hätte man durchaus noch etwas abstützen können. Aber es funktioniert und sieht am Ende gut aus.
Natürlich kann man das Tor verriegeln. Geöffnet wird es durch zwei imposante Konstruktionen, die so aussehen, als könnten sie nicht von einfachen Menschen bewegt werden. Vielleicht kommen irgendwann noch Trolle zum Einsatz. Mir gefällt das Palisadentor erstaunlich gut. Es bringt Abwechslung in die Vorburg und stattet sie mit einem ordentlichen Zugang aus. Natürlich gibt es noch zwei andere Zugänge: das frühere, kleinere Tor und den Durchgang bei den Stallungen für die Pferde. Ob das sicherheits- und belagerungstechnisch richtig ist, sei einmal dahingestellt. Ich könnte mir vorstellen, dass es in einer echten Vorburg aber eher weniger Zugänge gab. Allerdings mag ich die Idee der kleinen Tore für den Pöbel. Die Bosse kommen selbstverständlich mit ihrer Entourage durch das Palisadentor.



