Als großer Fan des Spiels »Elden Ring«, dem Open-World-Epos und Meisterwerk von FromSoftware, kann ich nicht nicht über den vor Kurzem neu erschienenen Ableger »Nightreign« schreiben. Immerhin habe ich mittlerweile leicht über 400 Stunden in »Elden Ring« und dessen grandiosem DLC »Shadow of the Erdtree« gesteckt.
FromSoftware und deren Game Director Hidetaka Miyazaki haben quasi im Alleingang das Soulslike-Genre erfunden. Knüppelharte, aber nie unfaire Spiele, bei denen es darum geht, die Bosse zu lernen und irgendwann zu bezwingen. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Fan dieser Nische des Gamings sein würde, aber Elden Ring hat mich eines Besseren belehrt. Deshalb war ich sehr froh, als das DLC »Shadow of the Erdtree« angekündigt wurde. Es hieß, mehr Zeit in dieser mittelalterlich angehauchten Fantasy-Welt zu verbringen. Gespannt warteten Millionen von Fans (neue wie alte) auf den nächsten Paukenschlag des Entwicklers.
Überraschenderweise wurde nicht ein nächstes Single-Player-Spiel angekündigt, sondern ein Multiplayer-Spiel. Dann auch noch eines im Elden-Ring-Universum. Mit Nightreign hat wohl niemand gerechnet. Der erste Trailer war noch etwas verwirrend und die Infos nicht ganz klar. Es ist eine Art Roguelike. Die Karte ändert sich also bei jedem neuen Spieldurchgang. Die Bosse sind aus allen bisherigen FromSoftware-Spielen zusammengeführt, nur die sogenannten Nightlords sind neu. Es gibt acht Nightlords und jeweils einer davon bildet den finalen Boss eines Durchlaufs. Jeder Durchlauf besteht aus zwei Tageszyklen, die man überleben muss, bevor man sich dem Boss stellen darf. Man kann dies entweder allein machen (ja, es gibt eine Single-Player-Option) oder in einem Team von zwei oder maximal drei Personen.
Hört sich alles komplizierter an, als es eigentlich ist. Die Idee an sich finde ich ganz nett. Doch hätte ich lieber einen reinen Single-Player-Ableger gehabt. Allerdings ist es auch bezeichnend, dass wir in den vergangenen Jahren nun schon drei Spiele bekommen haben, die das Universum und die Geschichte von Elden Ring ausgebaut haben. Das DLC »Shadow of the Erdtree« allein war so umfangreich wie manche eigenständigen Spiele, und Nightreign steht dem in nichts nach. Ich bin noch am Hadern, ob das Spiel etwas für mich ist. Im Moment genieße ich es einfach, dem Streamer Bushy und seinen Kumpels dabei zuzusehen, wie sie sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Immerhin haben sie zur Feier der Veröffentlichung des Spiels einen knapp 26-stündigen Stream veranstaltet. Diesen und die darauffolgenden führe ich mir seit einiger Zeit zu Gemüte. Es sieht spaßig aus. Aber ich bin mir immer noch unsicher, ob es etwas für mich ist.
Immerhin hat es mich inspiriert, dem Hauptspiel wieder mehr Zeit zuzuwenden. Meine Xbox habe ich ja verkauft und mir Elden Ring für die PS5 neu zugelegt. Das heißt, das Spiel will dort ebenfalls platiniert werden. Nach längerer Pause macht es mir wieder große Freude, mich durch die Zwischenlande zu prügeln. Das wird mich zwar noch etwas beschäftigen, aber danach gebe ich dem »Lies of P«-DLC »Overture« noch eine zweite Chance. Mein erster Eindruck fiel eher gemischt aus. Mein neu erworbenes PS-Plus-Extra-Abo habe ich dann auch noch. Spiele gehen mir also so schnell nicht aus, bis das nächste Single-Player-Abenteuer von FromSoftware erscheint. Vielleicht ergänzt es erneut die Geschichte und Welt rund um Elden Ring. Ich würde es feiern.