Sword of the Sea

Vor ein paar Wochen habe ich mal wieder einen Durchgang in Elden Ring beendet. Doch die letzten Bosskämpfe waren eher frustrierend. Um nicht der Soulslikes überdrüssig zu werden, musste also etwas Abwechslung her. Zum Glück hole ich mir immer die monatlichen PS-Plus-Spiele. Dort war im August unter anderem das erfrischende Sword of the Sea enthalten. Dabei handelt es sich um ein kurzweiliges Indie-Game mit durchdachtem, visuell beeindruckendem Design. Und wenn ich etwas mag, dann sind das genau solche Indie-Games.

Sword of the Sea begeistert auf vielen Ebenen. Was sofort ins Auge sticht, sind die grandios designten Level. Obwohl die Entwickler*innen auf einen simpleren Comic-Look (wenn man diesen so bezeichnen möchte) setzen, ist jedes Level immer wieder beeindruckend gestaltet. Man erkennt die Liebe zum Detail und dass das Studio einen Sinn für Epik hat. Je höher oder tiefer man in die Welt vordringt, desto ausgefeilter und auch herausfordernder werden die Level.

Doch worum geht es eigentlich? Das muss man sich tatsächlich selbst zusammenreimen und im Laufe des Spiels herausfinden. Viel erklärt wird nicht, es ist aber auch nicht allzu komplex. Das Spiel kommt ohne Dialoge aus. Das Einzige, was einen Hinweis liefert, sind die Interaktionen des Protagonisten und ein paar Obelisken, die kurze Texte über die Mythologie und Geschichte dieser Welt beinhalten. Besagter Protagonist ist eine Art Geist des Wassers, der erweckt wird, um die austrocknende Welt wieder in eine florierende Landschaft zu verwandeln. Dabei steigt er auf sein Schwert und verwendet dieses als Surfboard. Man schwebt über Sand, Wasser, springt über Hindernisse und löst diverse Rätsel.

Mein erster Durchlauf hat 3 Stunden gedauert und hat mir viel Freude bereitet. Man erkundet verschiedene Biome, die sehr unterschiedlich gestaltet sind und mit jeder Menge toller Ideen daherkommen. Allerdings sind die Rätsel oder Herausforderungen in den späteren Leveln etwas repetitiv. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man eher noch ein Biom mehr zum Erkunden hat, statt manches immer wieder dreimal machen zu müssen.

Für ein 3 Stunden dauerndes Spiel hat Sword of the Sea auf der Playstation erstaunlich viele Achievements. Diese werde ich mir sicher nicht alle holen. Allerdings gibt es ein New Game Plus und das Spiel motiviert durchaus dazu, es mehrmals durchzuspielen. Immerhin schaltet man immer wieder neue Fähigkeiten frei und ein Durchgang reicht niemals, um sich alle davon zu holen.

Sword of the Sea ist ein tolles, kurzweiliges Indie-Spiel. Die Rätsel in den späteren Abschnitten könnten etwas besser bzw. abwechslungsreicher sein, trotzdem verbringt man tolle Stunden in dieser toll inszenierten Welt.