Aller Anfang

Seit Anfang Februar nehme ich wieder regelmäßig einen Pinsel in die Hand. So lange wie möglich mache ich das jeden Tag. Ganz nach dem Motto: Don’t break the chain. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Sei es das Grundieren einer Figur oder das Auftragen von Farbe auf ein Paar Stiefel. Hauptsache, es geht jeden Tag etwas voran. Dadurch, dass ich mir inzwischen einen Hobbyraum einrichten konnte, ist die Schwelle zum Anfangen auch sehr gering – was natürlich auch hilft, konsistent zu bleiben.

Wieder einen Pinsel in der Hand zu halten, war ein seltsames Gefühl. Wie halte ich die Figur, wie halte ich den Pinsel und wie vermeide ich es, zu zittern, und wie schaffe ich es, präzise Farbe auf Details aufzubringen? Alles Fragen, die sich mit der Zeit und mit Übung klären. Natürlich helfen diverse Anleitungsvideos auf YouTube, die ich nur allzu gerne zurate ziehe. So lernt man nicht nur die Grundlagen und worauf man achten muss. Je mehr man malt, desto mehr Techniken lernt man. Worauf sollte man sich konzentrieren? Muss ich alles so anmalen, als würde es einen Contest gewinnen sollen, oder reicht es, die Figuren „battle ready“ zu haben?

Manche davon sind Fragen, die jede und jeder für sich beantworten muss. Aber auch das lernt man mit der Zeit einzuschätzen. Es kommt natürlich auf das Modell an. Ein großes, detailliertes Charaktermodell wird man mit mehr Zeit belohnen als einen Trupp Space Marines. Mit mehr Erfahrung kommt hoffentlich auch eine gewisse Geschwindigkeit dazu – man wird schneller bei manchen Sachen, genauer und muss weniger Fehler korrigieren.

Ich konnte nicht anders und habe einen Trupp Blood Angels als mein erstes Projekt ausgewählt. Ich habe alte Figuren genommen, die ich vor ein paar Jahren entfärbt habe. Dies erschien mir als ein guter Startpunkt. Diesen Trupp habe ich bereits abgeschlossen, auch wenn es nicht die am besten bemalten Figuren sind, aber irgendwo muss man anfangen. Als Nächstes kommen ein paar Terminator-Ultramarines inklusive Dreadnaught dran. Hier experimentiere ich bei den Bases mit einer Texturfarbe, um dem Boden auch etwas Eigenes zu geben – mehr Charakter, könnte man sagen. Weitere Projekte schweben mir auch schon vor.