Schnecke

Am Wochenende habe ich mal wieder einen schönen, ausgiebigen Spaziergang unternommen. Die Au in Weitwörth ist dabei immer ein hervorragendes Ziel. Hin und zurück bin ich dabei knapp über 2 Stunden unterwegs, also genug Zeit, um die Natur zu genießen und ein paar gute Podcasts zu hören. Unter anderem, um die aktuellen Hoaxilla-Folgen nachzuholen, die schon wieder viel zu lange in der Playlist liegen. Samstag war es zudem auch noch sonnig und warm. Wobei ich schon recht früh am Vormittag losgegangen bin. Ich wollte einfach raus und da ich ohnehin länger unterwegs sein würde, hatte die Sonne ausreichend Zeit, die lästigen Wolken aus dem Himmel zu verbannen.

Natürlich sind mir wieder die typischen Menschen untergekommen, die es nicht schaffen, ihre Hunde anzuleinen und die auch nicht wirklich so aussehen, als hätten sie ihre Viecher unter Kontrolle, wenn es darauf ankäme, aber darüber möchte ich mich heute nicht aufregen. Ich ging gedankenverloren und dem Podcast lauschend genüsslich über den Schotterweg in der Au, da erblickte ich eine Schnecke am Boden. Ich hielt sofort inne, da ich fast draufgetreten war. Erst machte ich noch ein paar Schritte, kehrte schließlich aber doch um, um ein hübsches Bild von der Schnecke zu machen, die sich gerade ihren Weg über die Steine bahnte.

Normalerweise finde ich Schnecken eher eklig, vor allem wenn sie an Fenstern oder Terrassentüren kleben. Das hatte ich des Öfteren in meiner Einzimmerwohnung in Reutlingen. Meine erste Wohnung fürs Studium befand sich dort im Erdgeschoss eines Hauses und dort lebten scheinbar gerne Schnecken. Weiße Schnecken, um genau zu sein. Regelmäßig musste ich diese von Fenstern und Türen entfernen. Keine angenehme Sache. Aber in der freien Natur sind sie mir relativ egal, und diejenige, die ich am Wochenende erblickte, machte einen tollen Eindruck. Also: Augen auf beim Spazierengehen. Die größeren Exemplare sieht man einfacher, aber es gibt auch kleinere, auf die man gerne tritt. Und es wäre doch schade darum.