„Tell me, what do your kin do with your dead?“
Man hört ein Geräusch, das man nicht zuordnen kann.
Kurze Pause.
Die Musik setzt ein.
Der Auftakt zum „Release Date Trailer“ von »Mortal Shell II«, der Anfang Juli erschien, ist Perfektion im Endstadium. Die eine Dialogzeile erinnert an die besten Trailer von »Elden Ring«. Es ist ominös, man hat keine Ahnung, was vor sich geht, will aber sofort mehr wissen. Wem gehört die Stimme? Was tun sie wirklich mit ihren Toten? Wer sind wir? Es ist ein Auftakt zu einem Trailer, der kein Recht hat, so verdammt gut zu sein. Die Songauswahl ist, wie es ein Kommentator so schön sagt, eine 12 von 10. Dazu abgestimmt sieht man Eindrücke aus dem Spiel: die großartigen Locations, Bosse und Gegner. Es wird eine Stimmung erzeugt, die ihresgleichen sucht.
Ich hatte »Mortal Shell II« durchaus auf meiner Liste für 2026. Jedoch hatte ich nicht vor, es direkt am Release-Tag zu spielen. Nun erscheint es jedoch am 20. August. Vorbestellen wollte ich es eigentlich nicht. Aber wir wissen ja, wie das mit Vorsätzen ist.
Nun sitze ich also da und habe es an dem Tag, an dem dieser verdammte Trailer erschien, doch vorbestellt. „Darker Thoughts“ von Paradise Lost kannte ich vor dem Trailer nicht, nun höre ich mir den Song regelmäßig an. Wenn es ein Trailer schafft, mir nicht nur ein Spiel zu verkaufen, sondern mir auch noch eine Band näherzubringen, dann haben es die Entwickler wohl verdient, dass ich das Spiel vorbestelle. Ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht. »Lords of the Fallen« hat mir grundsätzlich gefallen, aber ich bin dem Look irgendwann überdrüssig geworden. Das letzte gute Soulslike seit dem Meisterwerk »Elden Ring« war »Lies of P«. Ich bin bereit für etwas Neues, für etwas Großartiges und Episches.
Es muss keine Spielzeit von 100 Stunden haben. Ich will einfach in eine Welt eintauchen, coole Bosse bekämpfen, fluchen, wenn ich verliere, und feiern, wenn ich etwas bezwinge. Meine Hoffnung ruht auf »Mortal Shell II«.
- YouTube | IGN | Mortal Shell 2 – Official Release Date Trailer
