Ich bin mir nicht mehr sicher, wie lange Dice bei Apple Fitness Plus mittlerweile dabei ist. Ich glaube, heuer werden es zwei Jahre. Mir gefiel Dice von Anfang an, da er frischen Wind hineinbrachte. Zu Beginn musste sich das Programm noch finden. Alle waren eher ernst bei der Sache und haben sich lediglich auf die Übungen fokussiert. Das ist auch weiterhin so. Aber nachdem sich die Trainerinnen und Trainer aneinander und an die Produktion der Videos gewöhnt hatten, wurde es lockerer und entspannter. Der Umgang hat etwas Kameradschaftliches und man kauft ihnen ab, dass über die Jahre tatsächlich Freundschaften entstanden sind. Ob das nun so ist oder nicht, sei einmal dahingestellt; sie verkaufen das Gefühl bei den Sessions zumindest sehr gut. Dice brachte schließlich den Mut mit, öfter neue Flows, Übungen, Herausforderungen und so weiter in die Yoga-Sessions hineinzubringen. Seitdem habe ich das Gefühl, in meiner Yoga-Praxis noch mehr gewachsen zu sein.
Als Intentionen wähle ich nicht nur des Öfteren Stärke, sondern auch „Silence“ (Stille). Wir sind permanent irgendwelchen Reizen ausgesetzt. Sei es, dass hier ein Radio läuft, E-Mails hereinflattern oder die Umwelt laut ist; Podcasts wollen gehört und Serien/Filme geschaut werden. Immer neue Aufgaben kommen hinzu und die Welt an sich ist im Moment alles andere als ruhig. Ich habe früh für mich festgestellt, dass ich am besten trainiere, wenn mich jemand anleitet. Deshalb mag ich Apple Fitness Plus so gerne. Die Trainer machen die Sessions mit dir mit, texten dich voll und die Zeit vergeht wie im Flug. Hier kann ich so richtig abschalten. Speziell wenn Dice mit einer seiner besonders herausfordernden Sessions daherkommt und man halb verknotet auf einem Bein stehend die Balance zu halten versucht, hat man keine Zeit zum Nachdenken, sondern fokussiert sich auf die Übungen. Vollgetextet zu werden hört sich nach vielen Reizen an, aber es ist eben auf die Session konzentriert. Er beschreibt, was ich wie machen soll, und das tue ich dann. Ich muss nicht nachdenken oder mir merken, was als Nächstes kommt. Das übernimmt voll und ganz der Trainer. Yoga ist für mich wie aktives Meditieren. Der Geist kommt zur Ruhe und es stellt sich eine Stille ein.
