Alles hat so unschuldig mit einem Video über »Lost« angefangen. Wobei eigentlich nichts, was mit »Lost« in Verbindung gebracht werden kann, einfach sein kann. Das liegt in der Natur der Serie. Jedenfalls habe ich den YouTube-Kanal »Movie Overload« entdeckt. Dieser macht meist 40- bis 45-minütige Videos und analysiert Filme und Serien. Also genau mein Ding. Ich beschäftige mich gerne mit Analysen, besonders wenn diese in ein gutes Videoformat gepresst sind. Ich schaue und unterstütze mittlerweile auch seit Jahren den Kanal »Daryl Talks Games«. Ich habe das Gefühl, dass mir das Anschauen solcher Analysen, sei es nun über Videospiele oder Filme und Serien, dabei hilft, selbst bei Analysen und der Besprechung medientechnischer Inhalte besser zu werden.
Besonders für mein Projekt 2027, „Operation Strohbau“, bin ich immer wieder froh über neue Perspektiven. Dabei geht es mir nicht darum, direkt zu diesem Medium oder dieser Geschichte spezifische Analysen zu lesen oder anzuschauen. Das würde mir nur etwas über die Geschichte verraten, was ich eigentlich nicht wissen will. Aber die Schlussfolgerungen oder Argumentationsfolgen kann man sehr wohl von einem Medium auf das nächste übertragen und entsprechend anpassen. Immerhin geht es um serielle Inhalte. Alle Geschichten beinhalten Charaktere, sollen packende Geschichten erzählen und, wenn vorhanden, Action beinhalten, die nicht bloßes Aufeinandertreffen von Fäusten ist, sondern auch eine emotionale Komponente hat.
Ich möchte damit einfach nur sagen, dass ich den Kanal »Movie Overload« aktuell gerne schaue. Sei es »Lost«, »The Walking Dead«, die »Transformers«-Filme oder die »John Wick«-Reihe, man findet auf jeden Fall etwas von Interesse auf dem Kanal. Ich stimme auch nicht immer mit seiner Meinung überein. Beispielsweise bei »John Wick: Chapter 3 – Parabellum«. Den finalen Kampf gegen die beiden Martial-Arts-Kämpfer empfinde ich auch als übertrieben und unpassend. Das ist ein Stilbruch, der nicht hätte sein müssen. Aber die Adjudicator passt für mich sehr gut in den Film und hat eine eigene Präsenz, die dem Film guttut.
Bei »Fast & Furious« stimme ich meist mit ihm überein, nur die Schlussfolgerung zu Teil 9 unterscheidet sich etwas von meiner. Ich finde, bei Teil 9 haben sie versucht, bewusst einen dummen Film zu machen. Dabei muss sich »Fast & Furious« selbst sehr ernst nehmen, wodurch dann absurd lustige und unterhaltsame Filme entstehen. Das hat bei Teil 9 nicht geklappt und bei Teil 10 auch nur, weil sie Jason Momoa engagiert haben. Den Spaß, den Momoa an der Rolle hat, könnte man als Lebenseinstellung verkaufen. Es ist unverschämt und er rettet den Film.
Man muss mit Analysen nicht immer übereinstimmen. Das wäre auch langweilig. Besonders spannend finde ich es, wenn sich meine Meinung nur nuanciert von der anderer unterscheidet, wie etwa bei diesem Kanal. Es regt zum Nachdenken an und nebenbei wird man exzellent unterhalten. Außerdem kann man so diverse Serien oder Filme noch einmal Revue passieren lassen, ohne 300 Folgen »The Walking Dead« anschauen zu müssen.
»Movie Overload« hat mich dankenswerterweise daran erinnert, warum ich etwa bei »Fear TWD« ausgestiegen bin. Nicks Tod und Madisons damaliges Ausscheiden waren die größten Fehler, die die Verantwortlichen hätten machen können. Dabei war der zugrunde liegende Plan doch so gut und hätte wunderbar aufgehen können.
Es ist ein toller Kanal, mit dem ich aktuell zu viel Zeit verbringe. Es macht aber leider auch sehr viel Spaß.
- YouTube | @movieoverload
