Fortsetzung des Frühjahrsputzes

Mitte April, als der Blütenstaub mit dem Sahara-Sand alles in ein dunstiges Gelb getaucht hatte, habe ich bereits eine Grundreinigung der Wohnung vorgenommen (Ein Frühjahrsputz). Allerdings habe ich mit den Fenstern noch gewartet, bis sich die Schnee-Regen-Blütenstaub-Zeit etwas beruhigt hatte. Der 1. Mai erschien deshalb für ein Aufgreifen des Mottos »Frühjahrsputz« durchaus passend. Immerhin wollten noch diverse Kissenbezüge ebenso gewaschen werden, wie ein paar Teppiche und die bereits genannten Fenster geputzt.

Es gibt ja Dinge, die man als erwachsener Mensch machen muss oder tun sollte, die sich einfach nicht vermeiden lassen – oder die man nicht allzu lange vor sich herschieben sollte. Wie ich mit Freund D. vor Kurzem bemerkte, gehört es eben dazu, das Sieb des Geschirrspülers regelmäßig zu reinigen, Dinge zu entsorgen oder die Wohnung sauber zu halten. Es mögen vielleicht lästige Arbeiten sein, sind sie allerdings erledigt, hat man – so ergeht es mir zumindest – doch immer ein gewisses zufriedenes Gefühl. Es ist etwas erledigt, man hat etwas geschafft, das man sich vielleicht schon länger vornimmt und kann sich am Ende des Tages zufrieden auf die Couch setzen. Eventuell sogar mit einer selbst gemachten Pizza und einem Aperol Spritz – um ein völlig beliebiges Beispiel zu nennen.

Mir fallen solche (Haus)Arbeiten immer leichter, wenn ich meine beiden Sonos-Boxen voll ausreize und gute Musik auflege. Sei es Miracle of Sound, Lil Nas X, Billie Eilish oder der Soundtrack zu Bloodbourne, den ich vor Kurzem für mich entdeckt habe (dazu aber später einmal mehr). Selbst ein Podcast kann gerne nebenbei laufen und schon vergeht die Zeit wie im Flug. Oder man nutzt die Zeit zum Nachdenken, als Meditationsersatz oder um innerlich zur Ruhe zu kommen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man die Zeit für sich sinnvoll nutzen kann und es nicht unbedingt als lästige Pflicht anzusehen, ist ein erster Schritt. Die innere Einstellung und wie man an eine Aufgabe, Herausforderung oder was auch immer herantritt, macht den entscheidenden Unterschied. Ich versuche es stets, als Chance zu sehen – auch wenn es mir natürlich nicht immer gelingt. Aber jeden Tag ein klein wenig besser, das reicht ja bereits.