Geek-Planet: Ultimate Spider-Man – Volume 7

Wieder ist eine Woche vergangen und wir werfen einen Blick auf einen alten Text von mir. Der folgende ist am 02. September 2016 auf meinem ehemaligen Blog Geek-Planet erschienen.


Mein letztes Review zu einer Ultimate Spider-Man-Geschichte ist schon fast zwei Jahre alt und eigentlich habe ich den Blog gestartet, um eben jene Comics zu kommentieren. Nun geht es also weiter mit den nächsten sechs Ausgaben. Diese konzentrieren sich überraschenderweise sehr auf das Privatleben von Peter Parker. Einen expliziten Super-Bösewicht sucht man vergebens.

  • Ausgaben: #40 bis #45
  • Erscheinungsdatum: Juli bis November 2003
  • Autor: Brian Michael Bendis
  • Zeichner: Mark Bagley
  • Inker: Art Thibert
  • Colorist: Transparency Digital
  • Letterer: Chris Eliopoulus

“Another rule of life should be that teenage super heroes on a very fixed income should make a point of holding onto their costumes during elaborate fight sequences.” – Peter Parker

Irresponsible ist die etwas andere Spider-Man-Geschichte. In seinem letzten Kampf hat Peter sein Kostüm verloren. Dies zieht sich durch alle Ausgaben hindurch, wie ein running Gag. Brian Michael Bendis versteht es, die Tatsache immer im richtigen Moment zur Sprache zu bringen, sodass es sich nicht abnützt. Nebenbei muss sich Peter noch mit MJ auseinandersetzen. Die beiden hatten miteinander Schluss gemacht und müssen jetzt einen Weg finden, gut zu koexistieren. Natürlich darf auch Peter Parkers alter Ego Spider-Man nicht zu kurz kommen. In einer benachbarten Schule treibt ein neuer Mutant sein Unwesen und Tante May kommt dem Geheimnis ihres Neffen gefährlich nahe.

Vollgepackt geht es also weiter mit den Abenteuern unseres liebsten Helden. Da die Action nun etwas kürzer kommt, konzentriert sich vieles, was geschieht, auf kleine Momente, die gefüllt sind mit herausragenden Dialogen. So zum Beispiel in den schüchternen Unterhaltungen zwischen MJ und Peter, die sich nach einem Streit doch wieder näher kommen. Es ist schön den beiden zuzusehen, wie sie ihre Probleme aus den letzten Geschichten ausräumen können. MJ hat sogar angefangen, ein neues Kostüm für Peter zu machen. Nur die Größe kann sie noch nicht so ganz einschätzen.

Apropos. Die lustigsten Szenen sind diejenigen, in denen Peter versucht, sich irgendwoher die Stoffe und Dinge zu besorgen, aus denen er dann sein Kostüm herstellen kann. Ich frage mich, wie er sein erstes Kostüm gemacht hat und warum er das nicht einfach wiederholt. Aber gut, dass er es nicht macht, ansonsten hätten wir keine improvisierten Kleidungsstücke zu Gesicht bekommen, mit denen man sogar bei einer Comic Con ausgelacht würde.

Als kleiner Gegner tritt Geldoff auf, der mit seinen Gedanken Dinge explodieren lassen kann. Doch er hat keine bösen Absichten, sondern ist lediglich verwirrt und muss geleitet werden. Genau dies versucht Peter und scheitert bravourös. Seine Versuche sind aber sehr ehrenwert und von ehrlicher Natur. Da es sich bei Geldoff aber um so etwas wie einen Mutanten handelt, kommt ihm eine gewisse Gruppe zu Hilfe. Doch die Begegnung mit Prof. Xavier läuft nicht ganz so wie erhofft und Peter muss erneut lernen, dass man seine Idole besser nicht kennenlernen sollte – man wird nur enttäuscht. Ultimate Spider-Man weiß erneut voll und ganz zu überzeugen. Dialoge, die sich nicht nur glaubhaft und natürlich anfühlen, sondern den Charakteren mehr Tiefe verleihen, machen Freude beim Lesen und gehören ganz klar zu den großen Stärken eines Brian Michael Bendis. Natürlich dürfen auch die fantastischen Zeichnungen von Mark Bagley nicht unerwähnt bleiben. Die Mimik und Gestik sind einfach schön anzusehen und die Farben machen ihr übriges, um eine bunte Welt rund um Spider-Man zu kreieren.