Hollow Knight – Sprung ins Glück?

Nach knapp fünfundzwanzig Stunden Spielzeit bin ich mit Hollow Knight durch. Acht Jahre nachdem das gefeierte und millionenfach verkaufte Spiel erschienen ist. Und nachdem der langersehnte Nachfolger endlich veröffentlicht wurde. Werde ich mich dem Silksong genannten Titel aber gleich im Anschluss widmen? Ich denke nicht. Denn so toll Hollow Knight ist, so gut und detailliert die Welt gestaltet ist und so individuell, wie man sich die Reise gestalten kann, war der Durchlauf doch nicht komplett frustfrei.

Keine Frage, Hollow Knight ist ein grandioses Spiel und hat alle Lobeshymnen verdient. Doch es ist kein Spiel, das ich platinieren werde. Es ist auch kein Spiel, das ich so schnell noch einmal durchspielen werde. Es ist das perfekte Spiel für das Steam-Deck, läuft flüssig und macht Spaß. Doch die Sprungpassagen und Parcours-Herausforderungen sind nichts für mich. Bereits bei »Prince of Persia – The Lost Crown« haben mich manche solcher Passagen halb in den Wahnsinn getrieben. Man muss Modi umschalten, bräuchte am besten mehrere Paar Hände und übersinnliche Kräfte.

In Hollow Knight wird eine Perfektion verlangt, die ich nicht bereit bin, aufzubringen. Anders gesagt, will ich mich nicht derart in das Spiel einarbeiten. Zumindest aktuell nicht. Wer weiß, was die Zukunft bringt. Schade ist nur, dass manche schöne Ziele hinter diesen Passagen versteckt liegen. Man muss beispielsweise gefangene Raupen befreien. Die hätte ich gerne alle gefunden, besonders nachdem ich die Schatzkarte dafür freigeschaltet habe – was ein ordentlicher Umweg war. Aber leider warten bei dieser Quest knallharte Parcours-Herausforderungen darauf, gelöst zu werden. Dass in einem DLC solche Aufgaben versteckt und angeboten werden, okay. Aber bei einer netten kleinen Quest ist mir das zu viel.

Ich hätte gerne mal einen Sidescroller, bei dem ich nicht solche Sprungpassagen überwinden muss. Vor kurzem habe ich mir »Bloodstained« im Angebot geholt, vielleicht verzichtet ja das darauf. Ich lasse mich gerne überraschen. Trotzdem bin ich froh, endlich Hollow Knight durchgespielt zu haben. Schon viel zu lange habe ich das vor mir hergeschoben. Es ist ein verdammt gutes Spiel. Wer bisher einen Bogen um das Spiel gemacht hat, sollte einen Blick reinwerfen. Die Gegner sind hart und man muss sich mit den Mechaniken, die einem das Spiel bietet auseinandersetzen, aber es belohnt die Mühen auch. Interessante, teils witzige Nebencharaktere, tolle Levelabschnitte und mysteriöse Geheimnisse wollen entdeckt werden.