Katakana

Meine Reise durch die japanische Sprache geht weiter. Nachdem ich innerhalb von zwei Wochen das erste Set an Schriftzeichen gelernt habe (Hiragana), geht es nun fast nahtlos mit dem zweiten Set weiter: den Katakana. Sehen die Hiragana geschwungener und runder aus, so zeichnen sich die Katakana durch eine eckigere, kantigere Form ab. Was sich auch etwas in den Namen widerspiegelt. Ich war erstaunt, wie einfach es ging, sich die Hiragana einzuprägen. Dabei hilft natürlich das Mnemonik-System von Tofugu. Man verbindet jedes Symbol mit einem Bild und kann es sich so besser einprägen. Als Zentraleuropäer kann ich mit den Schriftzeichen per se nichts anfangen. Man braucht einen anderen Zugang. Mit den teils schrägen Bild-Assoziationen funktioniert es erstaunlich gut.

Bei den Katakana wird es jedoch ein bisschen schwieriger. Denn plötzlich hat man für dieselben Vokale und Silben plötzlich zwei Zeichen. „A“, „ka“, „se“, „ni“, „nm“ und so weiter haben jeweils ein Zeichen in Hiragana und eines in Katakana. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre Anwendung. Katakana kommen eher dann zum Einsatz, wenn Fremdwörter ins Japanische übernommen werden. An der Stelle hilft es, dass der Guide von Tofugu in Englisch gehalten ist. Denn Wörter wie „Auge“ klingen im Japanischen sehr ähnlich dem Englischen „Eye“. Die Verwendung der Zeichen hilft allerdings wenig beim Erlernen. Als Erstes kommen mir natürlich die Hiragana-Assoziationen in den Sinn und nicht die Katakana. Mit etwas mehr Übung sollte das aber auch klappen.

Ziel ist ja nicht primär das Schreiben, sondern das Lesen. Sich verständigen zu können, liegt noch weit in der Zukunft. Doch wenn man den Versprechen von Tofugu glauben darf, dauert es gar nicht mal so lange. Nach eineinhalb Jahren sollte man eine äußerst gute Basis haben, auf die man weiter aufbauen kann. Hierzu gibt es dann die von Tofugu angebotene Seite WaniKani. Diese bringt einem die unzähligen Kanji bei, die es im Japanischen auch noch gibt. Es ist das dritte Set an Schriftzeichen. Wenn ich es richtig verstanden habe, entlehnen diese sich aus dem Chinesischen. Wie dem auch sei, die Kanji sind noch ein oder zwei Wochen entfernt. Zunächst möchte ich die restlichen Katakana lernen und verinnerlichen.

Ich bin weiterhin motiviert und es macht Spaß, sich mit etwas komplett Neuem und für mich Fremdem auseinanderzusetzen. Es ist schon großartig, Pokémon-Karten ansehen und Wörter entziffern zu können. Ich weiß zwar noch nicht, was sie bedeuten, aber die Schriftzeichen sind kein komplettes Rätsel mehr. Der Fortschritt mag klein sein, aber er ist vorhanden.