In den vergangenen Wochen habe ich mich intensiver mit meiner TCG-Sammlung auseinandergesetzt. Diese besteht aktuell hauptsächlich aus Yu-Gi-Oh!-Karten. Ich habe letzte Woche davon berichtet, dass ich mich eher dem Sammeln von Pokémon-Karten widmen möchte, da ich mit diesem Franchise sehr viel mehr anfangen kann als mit YGO. YGO hat sich in den Jahren, seitdem die erste Serie erschienen ist, deutlich verändert und meine Motivation, mich dort hineinzufuchsen, ist eher gering. Da beschäftige ich mich lieber mit Pokémon. Das erscheint mir zugänglicher. Vor allem kann ich nebenher die Serie auf YouTube schauen, während ich meine Warhammer-Sachen bemale. Aber: Wie ich in diversen YouTube-Videos und Texten gelernt habe, hilft es, ein konkretes Ziel beim Sammeln der Karten zu haben und nicht einfach wahllos Booster-Packs zu kaufen. Wer würde das schon machen?
Was meine YGO-Sammlung anbelangt, ist mir beim Durchschauen der Karten eine Idee für ein Ziel gekommen. Denn das meiste möchte ich verkaufen (wer weiß, wenn dieser Text erscheint, ist mir das vielleicht auch schon gelungen). Jedenfalls möchte ich die meisten der Karten loswerden. Allerdings ist mir beim Sortieren aufgefallen, dass mir die Drachen-Monster am besten gefallen. Also, warum nicht speziell diese Karten sammeln? Was YGO anbelangt, werde ich mich in Zukunft also weniger auf Booster-Packs konzentrieren, sondern eher Singles kaufen, also Einzelkarten, die in meine Sammlung auch wirklich passen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch unnötige Karten, die herumliegen. Spellcaster, also Hexer, sind eine zweite Kategorie, die aber eher nebenherläuft. Und die dritte Kategorie sind Karten, wo mir das Artwork besonders gut gefällt. Aber primär soll es in meiner Sammlung um Drachen gehen.
Damit wäre also der erste Fokus gesetzt. Aber was ist mit meinem neuen Interesse: Pokémon. Das erste große Ziel, das wahrscheinlich jeder und jede hat, wenn man mit dem Hobby anfängt, ist, einen Pokédex aufzubauen. Soll heißen, jedes der über 1000 Pokémon einmal zu besitzen und in einem Ordner ausstellen zu können. Dabei ist es egal, welche Rarity (heißt: Seltenheit) die Karte hat. Es soll nur jedes Pokémon einmal in der Sammlung vorkommen. Das ist ein langfristiges Ziel und wird eine Weile dauern. Schätze ich zumindest. Ein anderes Ding sind Master-Sets. Dabei handelt es sich um eine vollständige Sammlung eines speziellen Sets. »Strahelnde Sterne« in etwa. Vor ein paar Jahren habe ich mir aus einer Laune heraus die Trainer-Box dieses Sets gekauft und besitze daher ein paar Karten davon. Da es mein erstes Pokémon-Set war, möchte ich hiervon ein Master-Set aufbauen. Vielleicht auch ein Grandmaster-Set. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich hierbei um eine Sammlung, in der nicht nur jede Karte des Sets einmal vorkommt, sondern auch alle Reverse-Holos der Karten.
Ich stehe noch am Anfang meiner Reise und muss mich erst mit den Themen auseinandersetzen. Aber das Schöne an diesem Hobby ist, dass es nebenbei mitlaufen kann. Es muss nicht zu einem zentralen Ding werden oder besonders viel Geld kosten oder etwas sein, womit man sich jeden Tag beschäftigt. Die ersten Wochen ist der Fokus natürlich größer, vor allem bis ich einen ordentlichen Überblick habe. Beispielsweise möchte ich mir von allen Sets die Drachen-Monster heraussuchen, um zu sehen, welche mir noch fehlen. Oder eine ordentliche tabellarische Auflistung sämtlicher Pokémon, um sie abhaken zu können, wenn sie sich in meinem Pokédex befinden. Mal sehen, was sich noch so ergeben wird. Jedoch mache ich zu Beginn eher die Shotgun-Methode und besorge mir von allen möglichen Sets Booster-Packs. Erstens benötige ich die unterschiedlichen Pokémon ohnehin für meine Sammlung. Zweitens hilft es, ein Gefühl für die Karten zu bekommen, und es macht einfach unfassbar viel Laune, Packs zu öffnen. Seien wir uns ehrlich. Der Thrill, vielleicht doch eine seltene Karte in einem Booster zu ergattern, ist schon enorm. Solange es im Rahmen bleibt.
Ziele in diesem Hobby und eigentlich allen Projekten, die man verfolgt, sind nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig. So hat jede Karte einen Zweck und man häuft nicht nur sinnlos überteuerten, bedruckten Pappkarton an.

