
Mein erstes großes Sammelziel bei Pokémon-Karten ist ein vollständiger Pokédex. Dafür habe ich mir eine hübsche, dicke, große und schwere Mappe von Vault X gekauft. Pro Seite haben 16 Karten Platz, wodurch es nicht ganz so sehr ausartet. Wobei bei über 1000 Pokémon wahrscheinlich ohnehin alles ausartet, egal, wie man es dreht und wendet. Besonders dann, wenn man die Karten auch noch „double sleeved“, so wie ich. Ist das unnötig für Karten, die eher wenig wert sind? Wahrscheinlich. Trotzdem wertet es die Sammlung noch einmal auf.
Für den Pokédex möchte ich aber nicht einfach irgendwelche Karten verwenden, sondern alles sollte eine gewisse Form haben. Das heißt, die Karten sollten alle der Standardvariante entsprechen. Sprich: oben ein Panel mit der Zeichnung des Pokémon, unten die Fähigkeiten und sonstigen Daten. Keine Full-Arts, keine ex-Versionen, Mega-Entwicklungen oder sonstigen Abwandlungen, Mutationen, Formen oder genetisch modifizierten Versionen. Schlichte und einfache Pokémon-Karten. Wie von Gott gegeben.
Doch bei manchen Pokémon ist das gar nicht so einfach. Venusaur, Charizard oder Blastoise bekommen immer irgendwelche besonderen Karten. Um hier fündig zu werden, muss man schon etwas tiefer graben. Dann kaufe ich natürlich auch nicht jede x-beliebige Karte, nur weil sie grundsätzlich die Standardstruktur hat. Das Artwork sollte mir im Zweifel natürlich ebenso gefallen. Mew ist auch so ein Fall, der zwar stets beeindruckende Designs bekommt, aber normale Karten sind eher selten. Das überrascht mich ein wenig, da ich eigentlich dachte, die Standardversionen wären die herkömmliche Variante und alles andere eben Sonderformen davon. Allerdings gibt es eine gewisse Hierarchie bei den Pokémon, und Venusaur, Charizard, Blastoise und Mew stehen an deren Spitze.
Bei Cardmarket wird man zum Glück immer recht schnell fündig, was die gewünschten Karten anbelangt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich meinen Pokédex vervollständigen kann und möchte. Denn ein bisschen Recherchearbeit fließt durchaus in dessen Zusammenstellung. Fast die Hälfte der Karten, oder sogar mehr, konnte ich mir mit Boostern und dergleichen zusammenstellen. Doch der Rest erfordert ein kuratiertes Vorgehen, da sonst die Menge an Bulk-Karten überhandnimmt. Gezielteres Sammeln. Nicht nur die auf längere Sicht günstigere, sondern auch vernünftigere Variante. Und gelegentlich obsiegt eben doch die Vernunft.
