Vor einiger Zeit habe ich den YouTube-Kanal Speeed (www.youtube.com/@SpeeedCo) entdeckt. Sie haben gute, sinnvolle Inhalte und Videos, die das Leben bereichern können. Man sollte sich allerdings nicht zu viele Videos auf einmal anschauen. Eines oder auch nur ein halbes reicht und man hat genug Stoff, um darüber nachzudenken. Letztens stolperte ich über das Video, in dem sie 82 kleine „Dinge“ vorstellten, die das Leben besser machen. Ich habe nach der Hälfte abgebrochen und mir überlegt, dass dies eine schöne Achtsamkeitsübung wäre, ohne es so zu benennen. Einfach die kleinen Freuden des Lebens sammeln, die man gerne übersieht.
Also habe ich angefangen, diese kleinen Freuden aufzuschreiben. Relativ schnell war die Liste auf 42 Einträge gewachsen und dann habe ich es gelassen. Fürs Erste ist 42 eine schöne Zahl. Ich sammle natürlich weiter und in ein paar Wochen oder Monaten können wir uns weitere 42 Dinge ansehen. Allerdings sind mir ein paar Regeln eingefallen, die es zu beachten gilt. Immerhin sollen es kleine, alltägliche Freuden sein und nichts Großes, Teures oder Aufwendiges. Die Punkte sind also im Idealfall gratis, aber auf jeden Fall günstig zu bekommen. Sie sollen nicht zu aufwendig sein und keine tagelange Vorbereitung benötigen, es sollen spontane Dinge sein. Keine langen Reisen; ein Wasserfall in Island ist zwar toll, aber nicht unbedingt an einem Wochenende machbar. Ich denke, die Idee dahinter ist klar.
Hier also meine erste Liste von 42 kleinen Freuden, die das alltägliche Leben besser, schöner und lebenswerter machen – in zufälliger Reihenfolge, wie sie mir gerade eingefallen sind:
- Vorm Wecker aufwachen
- Eine gute Tasse Kaffee
- Ein richtig guter, befreiender Nieser
- Wenn man nur ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt kauft und eine neue Kassa aufmacht
- Gutes Olivenöl
- Wenn der Lieblingsplatz im Stammlokal frei ist
- Sonnengewärmte Tomaten aus dem eigenen Garten
- Selbstgemachte Marmelade
- Jemanden mit einer Kleinigkeit überraschen (Blumen, eine besondere Praline oder was auch immer)
- Sommerregen
- Einfach mal länger sitzen bleiben und noch ein Getränk bestellen, weil es gerade ein so schönes Gespräch ist
- Kuchen
- Sich bei einer Sporteinheit so richtig auspowern
- Mit dem besten Freund telefonieren
- Tiefkühlpizza
- Wenn ein Lieblingssong im Radio läuft
- Eine gemütliche Yoga-Session nach einem anstrengenden Tag
- Trinkgeld geben
- In einem Buchladen stöbern
- Ein frisch bezogenes Bett nach dem Urlaub (wirklich; bezieht euer Bett vorm Urlaub neu, es ist herrlich, nach Hause zu kommen und zu wissen: frisches Bettzeug)
- Lesen (Manga, Bücher, Comics, Sachbücher – egal was Hauptsache es macht Freude)
- Ein ausgiebiger Spaziergang und sich dabei in einer Podcastfolge verlieren
- Wenn man etwas spontan zugeworfen bekommt und es fängt
- Etwas nur für sich machen oder lernen, ohne anderen davon zu erzählen
- Aber auch: mit jemandem Leidenschaften teilen
- Allein ins Kino gehen
- Aber auch: mit Freunden ins Kino gehen
- Einen Freund bei seinen Erledigungen begleiten und (natürlich nur gute) Ratschläge geben
- Kalter Eistee mit einer Zitronenscheibe
- Ein Filmabend
- Eine Amalfi-Zitrone essen, inklusive Schale, die zwar sauer ist, aber nicht zu sauer, mit etwas Olivenöl und Zwiebel
- Frisch rasiert zu sein oder den Bart gepflegt zu haben
- Ein gemütlicher Sessel
- Leute beobachten (nein, nicht Stalking; etwa in einem Café draußen sitzen und den Trubel der Stadt beobachten)
- Ein Musikalbum von vorne bis hinten durchhören; bewusst
- Grüne Pflanzen, Natur, Bäume, Sträucher, Blumen – ansehen, riechen, genießen
- Sich an einen Song erinnern, der schon seit Tagen im Kopf herumschwirrt
- Der Kreativität freien Lauf lassen
- Ein doppelter Espresso nach einem deftigen Essen (ja, Kaffee ist zweimal auf der Liste, deal with it)
- Radfahren
- Ausgiebig frühstücken, inklusive Spiegelei und Speck
- Sich auf neue Erfahrungen einlassen und wenn es nur ein Film ist, den man nicht am Schirm hatte, ein Lokal, in dem man noch nie war, oder eine Abzweigung, die man noch nie genommen hat
