Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich mir die Playstation 4 damals mit The Last of Us im Bundle gekauft hatte. 8 Jahre sind also vergangen, bis ich mir das Bundle mit PS5 und Final Fantasy XVI 2023 zugelegt habe. Beide Male habe ich es nicht bereut, gleich diese fantastischen Spiele mit erworben zu haben. Allein schon für diese kleinen Erkenntnisse mag ich es, mich mit Texten und Artikeln auseinanderzusetzen, die ich vor Jahren geschrieben habe. Den Folgenden habe ich am 28.02.2015 auf meinem damaligen Blog geek-planet veröffentlicht.
Ich dachte mir, dass dieser Text hervorragend zu meiner aktuell wieder aufkeimenden Liebe für Videospiele passt. The Last of Us ist ein Meilenstein in der Geschichte für Videospiele und vor Kurzem habe ich von TheRadBrad das Walkthrough von The Last of Us – Part II angesehen. Genauer gesagt bin ich noch dabei. Da ist es natürlich umso interessanter, diesen Artikel noch einmal auszugraben.
Ich habe mich aus Gründen, die sich nun nicht mehr nachvollziehen lassen, davor gesträubt, The Last Of Us zu spielen. Zombies begegnen einem ja förmlich überall in TV-, Film- und Buchform, aber da ich mir eine PS4 zulegen wollte und das Bundle, welches im Angebot war, dieses Spiel enthielt, versuchte ich mich daran.
“I’ve struggled a long time with survivin’, but no matter what, you have to find something to fight for.” – Joel
Ich war doch sehr davon überrascht, wie außerordentlich mich dieses Spiel gepackt und gefesselt hat. Es ist schon länger her, dass ich überhaupt ein Spiel gespielt habe, da ist es umso erfreulicher, dass es mit diesem hier so gut funktioniert hat. Es ist atemberaubend, wie schnell mich The Last Of Us in seinen Bann zog und mich nicht mehr losgelassen hat, bis ich durch war – was keine ganze Woche gedauert hat. Beinahe sofort fühlte ich mich mit den Figuren verbunden: Joel, der einsame Mann, der nach dem Verlust seiner Tochter einen Grund zum Weitermachen sucht und ihn schließlich in Ellie findet.
Deren beiden Kampf ums nackte Überleben ist eine bewegende und mitreißende Geschichte und die Entwicklung der einzelnen Protagonisten muss sich vor Hollywood-Produktionen keinesfalls verstecken. Stattdessen sollten sich manche Filmschaffende lieber eine Scheibe von den Entwickler*innen abschneiden und sie als Beispiel verwenden. Hoffentlich fangen jetzt allerdings nicht alle an, das Spiel zu kopieren, was ja eine Gefahr ist. Aber dafür ist es zu gut, als dass sich diese Magie einfach so abermals einfangen lassen würde.
Die Entwickler*innen haben es tatsächlich geschafft, dass ich mir immer wieder Sorgen um Ellie machte – auch wenn sie eine der beiden Protagonisten ist. Jedes Mal, wenn sie nicht in Sichtweite war oder die beiden getrennt wurden, hatte ich ein seltsames Gefühl und wollte so schnell wie möglich wieder zu ihr. Ihre Sicherheit und ihr Überleben waren mir wichtig geworden, da ist es schließlich auch egal, wenn der Rest der Menschheit elendig verrecken muss – Hauptsache Ellie befindet sich in Sicherheit. Diese Verbundenheit bei einer Spieldauer von ca. 12 Stunden zu schaffen und das von Anfang an, ist bemerkenswert und hängt nicht nur mit den fantastischen Animationen zusammen.
Es sind die kleinen Dinge, die dieses Spiel so unglaublich gut machen. Die Leidenschaft von Ellie für Comics, die kleinen Unterhaltungen zwischen ihr und Joel, sowie die Mimik und Gestik machen sie zu real wirkenden Personen. Wenn man sich unter anderem hinter einer Kiste versteckt und Ellie vor einem kniet, legt Joel seine Hand schützend über sie – allein dies ist herzzerreißend. Wie es beispielsweise in einem herrlichen Honest-Game-Trailer angedeutet wird, muss man die ein oder andere Träne vergießen, wenn die beiden die Giraffen entdecken und ihnen nachjagen, um sie weiter beobachten zu können.
All dies sind Beispiele, das Spiel zu lieben, aber die beiden allein wären nichts, ohne die dystopische Atmosphäre. Hinter jeder Ecke könnten sich diese Zombie-ähnlichen Monster verstecken, überall Jäger lauern. The Last Of Us bietet grandiose Abwechslung zwischen Schleich- und Kampfszenen, was ich sehr begrüßenswert finde.
Als Nächstes steht für mich noch das Add-on Left Behind auf der To-do-Liste. Dort schlüpft man in die Rolle von Ellie, bevor sie Joel begegnet. Ich bin schon gespannt darauf und freue mich, neue Seiten an ihr zu entdecken. Außerdem ist noch der Plus-Modus offen, denn ein paar Trophäen möchte ich mir noch holen.