Aktuell schreibe ich sehr viele Texte. Nicht nur, weil mir gerade viele Themen einfallen oder sich auftun, sondern auch, damit ich etwas Puffer habe. Ich plane gerade ein größeres Schreibprojekt. Dafür möchte ich einige Texte vorproduzieren. Genauer gesagt ist es sogar notwendig, damit es am Ende auch wirklich funktioniert. Bis ich diese speziellen Früchte aber ernte, sprich veröffentliche, und konkreter darüber sprechen möchte, dauert es noch ein paar Monate. Bei solchen Projekten ist es praktisch, genug Puffer an „normalen“ Texten für den täglichen Blog zu haben, um den Druck beim Schreiben so gering wie möglich zu halten. Nicht, dass ich mich zum Schreiben zwingen müsste. Jedoch ist es ein schmaler Grat zwischen Begeisterung und Obsession.
„Madness is a lot like gravity… all it takes is a little push.“ – The Joker
Ich bin ja gefährdet, wenn es darum geht, mich Hals über Kopf in ein Thema zu stürzen, am besten noch zu viel Geld darin zu versenken, um nach ein paar Wochen oder Monaten festzustellen, dass ich es übertrieben habe und die Leidenschaft gar nicht mehr so groß dafür ist. Aber das ist auch zu einfach dargestellt. Denn mein Interesse an verschiedenen Themen kommt und geht. Es ist einem jährlichen Rhythmus unterworfen, so wie viele Dinge eben. Manchmal liegt etwas für ein paar Monate herum, und wenn ich dann wieder anfange, bin ich froh, es dazuhaben und sofort loslegen zu können, ohne groß etwas besorgen zu müssen.
Leidenschaft und Begeisterung können nicht immer auf einem Niveau bleiben. Das geht nicht. Es ist wie bei einer Achterbahn: Mal muss es bergauf und mal bergab gehen. Eine Achterbahn, bei der es immer nur in eine Richtung geht, egal ob rauf oder runter, wird schnell langweilig. Solange also Neugier vorhanden ist, mache ich mir wenig Sorgen. Das ist für mich das wirklich Ausschlaggebende. Bin ich neugierig auf ein Thema? Recherchiere ich, denke ich darüber nach und betrachte ich es von unterschiedlichen Seiten? Solange Neugier vorhanden ist, sind auch Leidenschaft und Begeisterung, ja auch Motivation, da. Selbst wenn man sie vielleicht gerade nicht so intensiv spürt.
Deshalb nutze ich es auch, dass ich aktuell jeden Tag mehrere Texte schreibe und am Wochenende komplett eskaliere. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Text schreibe, habe ich ein paar Wochen Puffer aufgebaut. Das ist super. Nur wenige meiner Texte sind zeitkritisch oder müssen an einem bestimmten Tag erscheinen. Und bei denjenigen, bei denen das der Fall ist, kann ich entsprechend planen. Fast 1.000 Texte habe ich mittlerweile geschrieben und brenne mehr für diesen Blog denn je. Ich habe große Pläne und noch mehr Ideen. Es wird großartig.
