Double-Jump & Upgrades

Ich berichte mehr oder weniger regelmäßig über meine Fortschritte in dem fantastischen, brutal schweren Metroidvania-Videospiel »Silksong«. Langsam und stetig arbeite ich mich durch die Welt von Pharloom. Immer wieder bin ich beeindruckt von der Detailverliebtheit und dem zeitlosen Design des Spiels. Der Soundtrack fesselt und untermalt gekonnt die Atmosphäre der einzelnen Abschnitte. Erstaunlich ist auch, wie viele dieser Abschnitte eigentlich optional sind. Das war bereits im Vorgänger »Hollow Knight« der Fall. Man kann das Spiel durchspielen, ohne einen Großteil der Welt je gesehen zu haben. Und wie es eben bei Metroidvania-inspirierten Spielen so ist, schaltet man immer mehr Fähigkeiten frei. So auch bei »Silksong«.

Diese Fähigkeiten erleichtern nicht nur die Navigation durch die Welt, sondern machen manche Bereiche überhaupt erst zugänglich. Zu den Fähigkeiten gehören unter anderem der Dash, also ein schneller „Sprung“ nach vorne, um entweder Gegnern rasch ausweichen zu können oder größere Abgründe zu überwinden. Dann natürlich noch der Wall Climb/Wall Jump. Wie der Name sagt, kann man damit die Wände hochklettern und davon abspringen. Allein diese Fähigkeit macht vieles zugänglich. Und dann gibt es natürlich noch den Doppelsprung.

In Silksong ist dieser komplett optional. Um das Spiel durchzuspielen, ist dieser nicht notwendig. Aber wenn man die Waffe weiter upgraden, Maskenfragmente finden und weitere Dinge freischalten möchte, ist dieser unverzichtbar. Im ersten Teil bekam man diesen noch relativ leicht. In »Silksong« wird es deutlich, dass es sich um eine optionale Fähigkeit handelt. Nicht nur muss man eine ausgedehnte Parkourpassage überwinden. Diese Passage ist auch noch am Feenberg. Klingt putzig, ist aber eine Hölle aus Eis, in der man langsam erfriert und von Wärmequelle zu Wärmequelle hetzt. Dieser Zeitdruck führt, zumindest bei mir, häufiger zu Fehlern. Resetpunkte gibt es auch nicht allzu viele. Ich glaube, ich habe eineinhalb Stunden gebraucht, um mich zur Spitze des Berges hochzuarbeiten. Wenn man sich Zusammenschnitte auf YouTube ansieht, dauert dies vielleicht 10 Minuten; maximal.

Naiv habe ich mir danach gedacht, dass manche Abschnitte nun einfacher würden. Manchmal ist das auch der Fall. Doch viel öfter sind Parkourpassagen, die man ohnehin nur mit dem Doppelsprung erreicht, umso schwieriger gestaltet. Man muss das komplette Arsenal an Fähigkeiten einsetzen, um durch die Gebiete navigieren zu können. Und Bänke, an denen man rasten und speichern kann, sind rar gesät. Trotzdem hat mich Silksong fest im Griff und ich denke gar nicht daran, aufzugeben. Ich erarbeite mir jetzt diverse Upgrades, um es in Kämpfen einfacher zu haben. Es ist grundsätzlich ja erfreulich, dass es nicht nur harte Kämpfe sind, sondern auch Parkour ein zentraler Bestandteil ist. So, wie es eben sein soll.

Manchmal wäre es allerdings ganz nett, wenn es die Entwickler*innen ein bisschen einfacher gestaltet hätten. Vor allem, nachdem man durch eine Eishölle gegangen ist, um sich eine Fähigkeit freizuschalten.