Everything is as it should be

Als ich vor vielen Monden mit Yoga anfangen wollte, suchte ich nach einer geeigneten Möglichkeit. Nachdem ich ein paar YouTube-Kanäle getestet hatte, landete ich schnell bei „Yoga with Adriene“. Viele Jahre hat mich Adriene begleitet. Meiner Meinung nach ist sie noch immer der perfekte Einstieg. Vor allem ihre jährliche Challenge, in der man das Jahr mit 30 Tagen Yoga startet, fand ich äußerst charmant. Ihre Erklärungen führen gekonnt durch die Übungen. Vor allem gefällt mir, dass sie während der verschiedenen Sessions oft genug innehält, um die Posen zu erklären. Worauf muss man achten? Wie ist die Hand- und Fußstellung? Was spannt man an und so weiter. Dadurch bekommt man mit der Zeit ein Körpergefühl und weiß, wie die Übungen aussehen sollen, ohne den Trainer im Haus zu haben.

Bei Adriene habe ich zum ersten Mal den Ausspruch „Everything is as it should be“ gehört. Dazu muss man wissen, dass ich Adriene stets bevorzugt habe, da sie das Spirituelle und Metaphysische weitestgehend außen vor lässt. Es geht um Yoga an sich. Natürlich lassen sich gewisse Themen nicht vermeiden; auf diese versuche ich mich jedoch gerne einzulassen. Vielleicht kann man etwas für sich mitnehmen. Der Satz gefällt mir deshalb so gut, weil ich ihn nicht als „Akzeptiere, wie es ist“ verstehe. Es geht eher in Richtung eine christlichen geprägten Gedankens: Gott gibt mir nur jene Herausforderungen, die ich auch meistern kann. Beides nimmt mir nicht die aktive Rolle, wenn man es nach meinem Verständnis richtig interpretiert. Es ist eher die Bestätigung: So ist es, was kann ich beeinflussen, jetzt gehe ich entsprechend damit um.