Normalerweise treibe ich meine sportlichen Eskapaden am Nachmittag, direkt nach der Arbeit. Doch wenn es Sommer wird und die Temperaturen 30 Grad Celsius erreichen, ist es vielleicht nicht allzu empfehlenswert, sich in der Hitze zu verausgaben. Deshalb experimentiere ich aktuell etwas mit der Aufteilung meiner Trainingseinheiten. Meine Wohnung befindet sich im Dachgeschoss, was bedeutet, dass diese kuschlig warm wird. Deshalb habe ich mir vor einem Jahr ein Klimagerät zugelegt. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach macht es möglich, diese zum Glück quasi umsonst zu betreiben. Das Klimagerät läuft allerdings nicht den ganzen Tag, sondern nur, wenn ich es wirklich brauche. Bedeutet: Vor dem Training soll etwas kühle Luft in meinen Trainingsraum, genauer gesagt Schlafzimmer, und natürlich am Abend. Es schläft sich schlicht besser, wenn es keine 26 Grad im Raum hat.
In 15 Minuten kühlt man natürlich keinen Raum auf angenehme 21 Grad Celsius herunter, aber es ist zumindest gefühlt besser. Das Training bleibt weiterhin anstrengender als bei kühleren Temperaturen, aber es ermöglicht mir, mein Training nach der Arbeit trotzdem fortzusetzen. Mein Fokus liegt zu dieser Zeit auf Krafttraining, Yoga, H.I.I.T. und/oder ähnlichen Dingen, die ich zu Hause machen kann. Etwaige Laufeinheiten oder Spaziergänge starte ich erst später – so zwischen 19 und 20 Uhr. Die Sonne ist auf einem niedrigeren Stand und man erwischt ein paar mehr schattige Abschnitte.
Diese Aufteilung bedeutet allerdings auch, dass ich mein Abendessen um diese Trainingseinheiten herum legen muss. Ich könnte später essen, aber dann ist der Magen voll vor dem Bettgehen und das ist der Schlafqualität nicht gerade zuträglich. Deshalb lege ich es aktuell eher nach vorne, nach der ersten Trainingseinheit. Das gibt dem Körper Gelegenheit, etwas zu verdauen, bevor ich die nächsten Strapazen starte. Das ist natürlich nicht jeden Tag so, aber besonders, wenn ich laufen möchte, versuche ich, die Tage entsprechend zu gestalten.
Sport im Sommer ist stets eine Herausforderung im Vergleich zu anderen Jahreszeiten. Im Winter kann man sich immer wärmer anziehen. Allerdings kann man im Sommer nur so viel Kleidung ausziehen oder leichte Sachen tragen, bevor es zu einem öffentlichen Ärgernis wird. Aber diese Gelegenheiten nutze ich gerne, um den Alltag zu durchbrechen. Seien es späte Läufe unter der Woche oder frühe Radtouren am Wochenende. Man muss sich die Fenster suchen, die am besten passen und die es erlauben, der größten Hitze etwas aus dem Weg zu gehen. Besonders am Wochenende ist es toll, vor allen anderen unterwegs zu sein. Und die Zeit auf der Terrasse kann man umso mehr genießen, wenn man in der Früh schon über 60 km mit dem Rad gefahren ist.
